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 Spiel mit dem Feuer

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Jael

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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Do Mai 19, 2016 11:15 pm

"Du missverstehst mich, glaube ich. Es geht mir nicht um die Erinnerung an diese Menschen." Jael zögerte, dann begann er von neuem und diesmal mit einem Vergleich. "Nehmen wir mich. Wenn ich sterbe, würde ich sterben, mehr noch, wäre ich tot... du könntest mich in Liedern besingen und ihr alle könntet um mich trauern oder vielleicht auch nicht. Ich aber frage dich, wäre es das, was mich ausgemacht hätte? Die Erinnerung an mich?" Wieder, wie so oft schon deutete er auf seine Pflanzen. "Was wäre mir wohl wichtiger, dass ich besungen werden würde, oder, dass jemand meine Tomaten gießt? Dass jemand ein Auge auf Mallo hat und auf die Chirya, die mein Volk sind, meine Brüder und Schwestern?"
Er lächelte, ganz ohne Häme oder auch nur Witz.
"Du hast gesagt jemandes Seele wäre vernichtet worden. Vielleicht stimmt das. Ich aber frage Dich, kann sie wirklich vernichtet worden sein, wenn nicht nur ihre Erinnerung, sondern auch ihre Taten fortbestehen? Mira, nicht wahr? Finde heraus, was ihr wichtig war, finde heraus wo die Lücken sind, die ihr Fortgang in das Gewebe der Welt gerissen hat. Und dann beginne sie zu stopfen. Andenken allein ist nur der Anfang, Vhenan. Und, wenn du etwas auf meine Meinung gibst, der Krieg nicht die Erlösung nach der du dich sehnst, sondern ihn zu führen nur die Konsequenz vieler kleiner Schritte die du gehen solltest. Behalte sie nicht nur in Erinnerung, sorge auch dafür, dass ihre Taten nicht verblassen." Nach kurzem, bedächtigen Schweigen fügte er hinzu: "Und lass es mich wissen, wenn auch ich etwas tun kann um eine dieser Lücken zu schließen."
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Fr Mai 20, 2016 12:03 am

Wieder lag ein fragender Zug auf Vhenans Gesicht, während sie zuhörte und das Missverständnis aufgeklärt wurde. Die Erkenntnis sickerte langsam in ihr Bewusstsein, was sie mit einem leisen „Oh.“ untermauerte. Sie nickte. Dann schüttelte sie den Kopf. Nani warte bis Jael geendet hatte. Nicht aus Respekt, sondern weil innerlich wieder etwas zu brodeln begann und sich zusammenreißen musste ihm nicht direkt unbeherrt ins Wort zu fallen.

Hier liegst du falsch., sagte sie hart und ihr Körper bebte leicht. „Die Erinnerung an sie mag weiterleben. Ihre Taten durch mein Hiersein... aber ihre Seele ist vernichtet. Sie wurde im Weltenherz in der Kelriothar in Fetzen gerissen, bis nichts mehr von ihr übrig war. Die nutzen unsere Seelen und unser Sekhem, um sich daran zu bereichern. Um Nutzen für sich herauszuschlagen. Wenn ich hier jemanden töte, dann geht seine Seele geht in den großen Kreislauf ein. Wenn du dort stirbst, den eisernen Eid nicht leistet.. oder keinen Seelenstein hast... oder jemanden, der diesen zurück bringt, dann fällt deine Seele dem Feind in die Hände. Dann wird sie vernichtet, vollständig vernichtet und macht ihn nur stärker. Ich habe sie getötet, sie von ihrem Leid erlöst und gleichzeitig dafür gesorgt, dass das mit ihrer Seele geschieht. Ich habe den Grauen sogar geholfen noch stärker zu werden. Lies das verdammte Vademecum, wenn du das nicht weißt. Sonst kannst du dir deinen Rat sonstwo hinstecken!"

Nani schnaufte leicht und schüttelte wieder den Kopf, bevor sie sich in Bewegung setzte und sich gehend weiter aufregte. „Denkst du jetzt anders, wo du das weißt? Hältst du das immer noch für nobel? Es gibt keine Lücken zu stopfen, weil ich sie gar nicht richtig kannte. Ich weiß nicht woher sie kam, wer sie wirklich war. Ich weiß nur, dass sie durch dieses Opfer viel besser war als manch einer, der überlebt hat. Sie war nobel. Ich bin es nicht. Soll ich den ganzen Norden nach ihrer Familie absuchen? Soll ich ihnen sagen wie sie gelitten hat? Dass sie tot ist, damit ich eine bessere Chance bekomme?

Sie kam wieder näher heran und machte einen herausfordernden Schritt auf Jael zu. „Ich bin hier genauso machtlos wie dort. Ich will mir dieses Opfer verdienen, aber ich weiß innerlich, dass ich diese Schuld niemals begleichen kann. Wenn überhaupt nur ansatzweise, indem ich alles dafür tue, um meinen Beitrag in diesem Krieg zu leisten. Und wenn Hass und Vergeltung meine Werkzeuge sein müssen, um das zu tun, dann sei es so. Das ist besser als nichts zu tun, wie ich es vorher viel zu lange getan habe!

Das war nicht die Erkenntnis, die sie erlangen wollte, aber es war immerhin etwas.
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Jael

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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Sa Mai 21, 2016 12:19 pm

Vielleicht war es der zaghafte Hauch von Enttäuschung, der, wie ein streunender Wolf in der Nacht über Jaels Miene glitt. Doch wie der Wolf auch, blieb er nur kurz, musterte sein Gegenüber und zog dann weiter. Zurück blieben tiefe Nachdenklichkeit und allenfalls die Spuren seines Besuchs.
Jael schwieg, dann schnalzte er leise mit der Zunge.
"Ich habe die Schriften gelesen, aber... vielleicht war diesen Punkt anzusprechen ein Fehler. Ich wollte dich nicht mit Philosophie langweilen. Trotzdem und vielleicht gerade deswegen mache ich mir sorgen um dich", stellte er schließlich in den Raum, seufzte und wischte sich eine Stähne aus der Stirn, ehe er mit mehr Entschlossenheit fort fuhr zu erzählen.
"Aber, du missverstehst mich noch immer, so fixiert bist du darauf, dass Buße und Schuld etwas mit der Absolution Anderer zu tun hätten. Darum geht es mir nicht, darum geht es mir nie." Er seufzte erneut und langsam nahmen Stimme und Erzählung fahrt auf, als sie sich etwas näherten, zu dem er sich offenbar schon einige Gedanken gemacht hatte und das ihm nicht gleichgültig war.
"Wir sind im Krieg, Nani. Einem Krieg bei dem unglaublich viel auf dem Spiel steht und in dem mit dem höchsten Einsätzen gekämpft wird. Unser Feind ist fremd, er ist böse und sicherlich niemand der Gnade verdient hätte. Das macht es scheinbar leicht, so leicht wie es auch ist der Flamme des Hasses nachzugeben. Du hast gespürt was sie kann. Und trotzdem bist du hier." Er nickte und fuhr fort.
"Du merkst es doch selbst, oder nicht? Die Erkenntnis nagt an dir, vielleicht ohne, dass du sie benennen kannst. Du hast einen Jungen verletzt, und dich gefragt warum.
Ich sage dir, weil dies das WAHRE Gesicht eines jeden Krieges ist. Der Krieg? Der Krieg ändert sich nicht. Er ändert sich nie. Er ist sicher wie der Winter und der Sturm auf der See.
Man, nein, du kämpfst nie nur gegen den Feind sondern immer auch gegen dich selbst. Ein jeder von uns tut es. Weil es eben nicht einfach nur darum geht den Feind zu besiegen, sondern darum sich dabei selbst nicht zu verlieren. Menschlichkeit, Nani, es geht um die Menschlichkeit. Denn ein Sieg an dessen Ende nicht nur dein Feind, sondern auch deine Menschlichkeit gestorben ist, ist kein Sieg. Es ist bloß die schale Erinnerung daran, eine brüchige Hülle mit glänzender Haut und fauligem Kern, die zerbröckelt, wenn man sie anfasst und die nicht süß schmeckt, sondern bitter, so unendlich bitter! Das will ich Dir begreiflich machen. Das ist mir so wichtig, weil ich befürchte, ahne, dich auf dem Pfad wähne, der dich genau dieser Menschlichkeit berauben wird. Darum mache Dir diese seltsamen Vorschläge, darum bin ich so versessen darauf, dass wir die Lücken füllen, die man in unsere Reihen reißt. Nicht wie in einem Schildwall. Das ist reine Notwendigkeit. Ich bin nicht blauäugig. Krieg besteht aus Notwendigkeiten. Nein, die in unserer Mitte. Ein jeder Toter hat eine Geschichte. Aber er hat noch mehr. Er hat Dinge, Freunde, ein ganzes Leben das er zurück gelassen hat. Und wir dürfen nicht zulassen, dass es in diesen Lücken zu wuchern, weil wir versessen waren weiter zu töten und die Trauernden, die Waisen oder auch nur den Bauernhof der plötzlich nicht mehr bestellt werden konnte in unserer Kriegslust vergessen haben. Tun wir das, haben wir als Chirya, als Naihlar, als, ja, als Naeviten und als jedes andere Volk versagt und sind wieder einen Schritt weiter gegangen auf dem Pfad der uns dem was wir bekämpfen immer ähnlicher macht." Er atmete durch und ergänzte, leiser, aber nicht weniger entschlossen:
"Wenn du sie also nicht richtig kanntest, so lautet mein Rat, Mira, die sich für dich geopfert hat besser kennen zu lernen. Nicht um zu reden, reden alleine ändert nichts. Sondern um anzupacken. Bevor du in den Krieg ziehst, Vhenan, bevor du vernichtest, beweise Dir, dass du auch erschaffen und das Leben bewahren kannst. Das ist der erste Schritt die innere Flamme zu zügeln. Oder den Sturm, der in deinem Inneren dräut. Oder das Wasser, das brodelt, die Erde die bebt. Erst wenn du dazu in der Lage bist, und das sage ich Dir mit allem was ich an Überzeugung habe, kannst du in den Krieg ziehen ohne dich vor Dir selbst und deinen Taten fürchten zu müssen. So zu fürchten, wie du es jetzt tust."
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Sa Mai 21, 2016 2:39 pm

Ich weiß, dass wir im Krieg sind!“, polterte sie aufgebracht dazwischen. Sie wusste es und gleichzeitig wusste sie tatsächlich nicht genau was das alle bedeutete, welche Auswirkungen es hatte und wie und ob man sich vor ihnen schützen konnte. Vielleicht war es notwendig es noch einmal zu hören. Jael wiederholte unbewusst Dinge, die sie selbst schon gesagt hatte... und trotzdem war sie hier. Unfähig es umzusetzen.
Sie erlangte dieses Bewusstsein darüber langsam und nickte bedacht, zögerlich auf seine euen Feststellungen hin. Danach schwieg sie, lief zuhörend ein paar Schritte auf und ab, ohne sich aktiv von ihm abzuwenden. Alles was er sagte hatte eine Berechtigung, sich selbst zu verlieren war genau das wovor sie sich fürchtete. Und trotzdem schüttelte Vhenan am Ende den Kopf und kam zum Stehen.

Das weiß ich.... und du hast Recht. Wenn wir den Krieg gewinnen und am Ende trotzdem so sind wie die, dann haben wir nicht gewonnen. Das ist nicht das was ich will, aber...“ Sie suchte nach Worten und hob am Ende hilflos die Arme.
Ich finde kein Gleichgewicht. Soll ich dir sagen was ich wirklich fühle?
Er hatte es vorhin aus ihr herauskitzeln wollen und sie hatte sich geweigert. Jetzt war es anders.
Vhenans Erinnerungen ließen sie vielleicht grausam werden und keiner wusste richtig wie er damit umgehen sollte. Sie wusste es selbst auch nicht.

Ich will Vergeltung. Für jeden dort, den die Zweifler einfach abgeschlachtet haben. Für jeden, der überlebt hat. Jeder von uns, der irgendwie da rausgekommen ist hat dort einen Teil von sich verloren. Die haben ihn uns gestohlen und wir bekommen ihn nie wieder zurück. Nie wieder. So zu sterben und zu leiden hat niemand verdient! Ich will dass sie dafür bezahlen! Jeder einzelne von ihnen, bis nichts mehr übrig ist von ihnen als graue Asche! Nenn es wie du willst. Gerechtikeit, Rache... es ist mir egal, solange wir sie vernichten. Tun wir das nicht, werden die mit jedem, der ihnen in die Hände fällt Dinge tun, die du dir nicht vorstellen willst.

Vhenan atmete einmal tief durch, um sich einigermaßen zu beruhigen. Sie wandte sich Jael offen zu, um seine Reaktion zu sehen.

Das ist es was ich fühle. Mir gefällt es nicht, aber es ist das was ich will. Das was in meinen Augen notwendig ist, um sie zu vernichten. Die Zweifler verdienen keine Gnade. Und auch wir müssen gnadenlos zuschlagen. Sonst verlieren wir. Aber du hast auch Recht.... ein Teil von mir verabscheut diese Gedanken. Verabscheut mich dafür, dass ich sie zulasse... Ich will nicht so sein. Ich frage mich nur, ob wir uns das leisten können... Mitgefühl. Im Krieg? Ich habe viele Meinungen gehört... unser Kommandant... Arden... er hat mir gesagt, dass er lieber jeden aus seiner Truppe lebend zurückbringt, anstatt eine Schlacht zu gewinnen. Ich habe ihm gesagt, dass wir so niemals gewinnen werden. Wir müssen Opfer bringen. Jeder, der in diesen Krieg zieht, muss bereit sein zu sterben. Jeder, der verwundet ist und weiterkämpfen kann, muss sich zusammenflicken lassen und zurück aufs Schlachtfeld gehen. Auch diese Meinung habe ich gehört. Manchmal muss man Menschen opfern, um mehr Menschen zu retten... und ich teile diese Einstellung. So denke ich gerade... und ich bin nicht einmal ein Krieger...

Sie legte den Kopf schief und musterte den älteren Mann, der sie offenbar sehr gut einschätzen konnte, fragend.

Glaubst du, dass dein Baum diese Gedanken verscheucht? Ich weiß dass sie nicht richtig sind, aber ich kann es nicht ändern. Ich weiß... dass es nicht das ist was Mira wollte. In der Kelriothar habe ich genau diesen Hass gespürt und ihn zugelassen. Und sie hat mich gewarnt. Sie hat gesagt, dass wir die Zweifler vernichten müssen... und dass wir danach nach Hause gesehen sollen... in unser altes Leben zurück. Sie hat mich davor gewarnt mich von all dem vergiften zu lassen... was ist wenn das längst geschehen ist?
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Jael

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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Mi Mai 25, 2016 8:38 pm

Jael brauchte nicht lange um zu antworten. Vielmehr nickte er zu einigen ihrer Worte und lauschte anderen nachdenklich. Als sie geendet hatte, nahm er sogleich den Faden auf.
"Ich glaube du hast es eigentlich schon durchschaut, das ganze Dilemma. Und du hast in vielem Recht. Manchmal müssen Menschen... ", er unterbrach sich und lächelte sacht, ehe er fortfuhr und genau auf die Betonung acht gab. "Manchmal müssen Menschen sich zu opfern bereit sein. Ein guter Kommandant befiehlt kein Opfer, er inspiriert seine Soldaten dazu, diesen steinigen Weg zu gehen. Das zu tun, was man nicht verlangen kann, was aber dennoch getan werden muss. Und sie tun es, weil sie es müssen, wollen, zum Wohle derer, die übrig bleiben. - Das fühlt uns wohl auch zum Kern des Problems.
Ja, ich teile diese Ansicht. Es muss und es wird immer Menschen, oder Angehörige anderer Völker, geben die Dinge tun, zu denen unter ihresgleichen nicht jeder bereit wäre. Die auch nicht jeder tun sollte. Angefangen beim simpelsten, dem Töten, aber wir wissen beide, dass es da nicht endet. Der Krieg ist hässlich. Aber das ist die Bürde, die ich, nein, ich sollte wohl sagen, die wir zu tragen haben", und seine Worte gewannen an Schwere, aber auch an Last.
"Gerne würde ich Dir sagen, dass es ein Rezept, ein Heilmittel dagegen gibt. Gegen den Rausch, die Wut, den Hass. Aber ich kenne nichts, dass dich immunisiert, nichts, dass dich vor jeglichen Auswirkungen zu schützen vermag. Jedoch kann ich dir sagen, wie ich es halte, um nicht durch zu drehen, um mich nicht mehr zu beflecken, als ich muss." Jael räusperte sich und lief, wohl unbemerkt, ein wenig auf und ab, als er zu erklären begann.
"Als ich damals anfing zu kämpfen - und wie du, war ich nie ein Soldat - wollte ich es Karg und den Seinen heimzahlen. Ich fühlte mich angespornt von der uns, mir und meinem Volk widerfahrenen Ungerechtigkeit und befeuert von dem Leid, welches er über uns gebracht hatte. Ich wollte... ihm weh tun. Nicht den Naeviten, gezielt ihm, Karg. Ich wollte, dass er es spürte. Jeden einzelnen Stich, den wir ihm versetzten. Jedes Vorratslager, jede verschwundene Depesche, jeden toten Soldaten. Ich erfreute mich an dem Gedanken, dass toben würde vor Wut und seine Offiziere bestrafen."
Er lachte, leise und mit bitterer Heiterkeit.
"Ich schätze, ich war damals nicht gerade klug. - Natürlich war es vermessen anzunehmen, dass Karg überhaupt irgendetwas davon erfuhr und wenn dann nur am Rande. Im Krieg geht es viel mehr um Mathematik, als ich damals glaubte. Und Verluste gehören zu jeder guten Rechnung dazu. Kurzum, je mehr Zeit verging und je weniger sich änderte, umso schaler schmeckten die kleinen Siege. Hatten tote Naeviten zuvor noch mein Blut in Wallung versetzt, konnte ich weniger und weniger Stärke aus den Toden, die sie starben ziehen. Und je mehr ich mich ins Zeug legte, je mehr ich tat, umso klarer wurde mir, dass auch ein Berg aus Leichen nicht die Leere und die Abgestumpftheit würden vertreiben können." Kopfschüttelnd verfiel er in Schweigen und starrte in die Leere. Gerade als der Anschein aufkam, er wollte gar nicht mehr weiter reden, tat er es doch, und zwar so, als hätte er niemals pausiert.
"Ich glaube, ich habe ganz ähnliche Gespräche geführt wie wir jetzt, bloß mehr, denn ich war und bin stur und oftmals wenig einsichtig dem Offensichtlichen gegenüber. Aber irgendwann konnte auch ich mich der Einsicht nicht mehr verschließen. Kurzum, ich hatte die falschen Ziele gehabt. Destruktive Ziele. Statt die Überlebenden vor noch mehr Schaden zu bewahren, wollte ich die Toten rächen. Denen ... hilft das aber nichts. Ersteren schon.
Du hast also vollkommen recht, wenn du sagst, dass jeder, der in diesen Krieg zieht, bereit sein muss zum Äußersten zu gehen, sein Leben in die Waagschale zu werfen, um die Urgewalten die uns dort erwarten zu stellen. Das ist der Einsatz und die Bürde all jener, die sich auf den Feldzug begeben.
Aber was das Mitgefühl angeht und die Gründe zu kämpfen, hat mich meine Erfahrung etwas anderes gelehrt. Gnade, wo Gnade möglich ist, ein schneller Tod, wo nicht.
Du, Vhenan, bist ein Vergelter. Zumindest noch. Du siehst das Leid das schon über uns gebracht wurde, und das, dass noch über uns gebracht werden könnte. Und es versetzt dich in Angst und in Schrecken und weil du kein Feigling bist auch in Wut und du willst dich wehren und kämpfen und das ist bewundernswert.
Aber jetzt bitte ich dich, statt auf das Leid auf das Schöne zu sehen, dieses wunderbare, unbegreifliche Leben, das wir führen. Das unsere Mitmenschen führen. Hast du die Kinder gesehen, vorhin? Chirya und welche von hier, die ohne Zwist und Vorurteil ihre kleinen, ihnen noch völlig unverständlichen Gebräuche austauschen. Die sich gegenseitig die Zöpfe flechten ohne zu wissen warum." Fast erbebte der Chirya und schüttelte vor der ihm unbegreiflichen Erhabenheit des Lebens ungläubig den Kopf.
"Ich bitte dich, denk drüber nach, was wir hier haben. Unsere Mitmenschen, die Kinder, jedes Gras, diese Tomaten hier, meinen, nein, deinen Strauch. Diese Schreiberin...", er lächelte schwach, "nimm all das und packe es in dein Herz. Und werde von einem Vergelter zu einem Beschützer. Schau nicht auf das Leid, das noch kommen könnte sondern auf das Schöne das wir haben. Und dann verteidige es. Genauso entschlossen. Noch entschlossener. Bis zum Äußersten." Er nickte.
"Würde ich für eines dieser Kinder sterben? Jederzeit.
Würde ich für die Chance eines dieser Kinder zu retten sterben? Jederzeit.
Will ich sterben, wünsche ich es mir? Nein, kein bisschen.
Aber ich fürchte mich nicht davor.
Also gib dem Risiko das du einzugehen bereit bist einen guten Grund. Verschwende deinen Mut nicht an den schalen Geschmack von Rache und Vergeltung. Sie schmecken bloß bitter."
Zu guter Letzt deutete auf den Strauch, wie um das Gespräch zu seinem Anfang zurück zu führen.
"Kann der Strauch die Gedanken verscheuchen, die dich quälen? Das weiß ich nicht. Aber ihn zu pflegen und zu bewahren ist der erste von vielen kleinen Schritten, die zu tun ich dich bitte. Es gibt kein Rezept außer, dass du dich umsiehst, dass du die Schönheit, die sich in den kleinen und oftmals verborgenen Winkeln der Welt verbirgt, findest und dann zu ihrem Beschützer wirst.
Und wenn wir irgendwann siegreich - und davon bin ich überzeugt - zurückkehren werden, wirst du nicht die Bitterkeit in deinem Herzen spüren, sondern all das sehen, was du vor dem Untergang bewahrt hast. Und dann setzen wir uns alle zusammen hier auf mein Dach, lachen darüber, dass meine Tomaten in meiner Abwesenheit viel besser gediehen sind und sehen raus aufs Meer. Und wissen, was wir haben."
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Mi Mai 25, 2016 10:48 pm

Vhenan seufzte leise, als Jael ihr offenbarte, dass er kein Heilmittel kannte, um all das zu verscheuchen, was sie verfolgte. Sie hatte es gehofft, tief in sich aber längst gewusst, dass es soetwas nicht gab. Sie nickte trotzdem und hörte aufmerksam zu. Hier konnte sie keine Erlösung, keinen Frieden finden, aber einen guten Rat von jemandem, der diesen Punkt, an dem sie jetzt stand, längst hinter sich gebracht hatte. Jael setzte bei etwas an, das keiner der Naihlar weder hier, noch in der alten Heimat erlebt und gespürt hatte. Er kannte die Tücken des Krieges und auch das war ein Grund gewesen, weshalb Nani bei ihm Hilfe suchte. Sie bereute es nicht einen Augenblick lang den weitsichtigen Chirya um Rat gefragt zu haben.

Sie lauschte, machte sich Gedanken und zuckte bei einem Satz innerlich zusammen als hätte man ihr mit geschlossener Faust direkt ins Gesicht geschlagen. ..Die Toten rächen. Denen ... hilft das aber nichts.
Natürlich wusste sie das... Rache machte niemanden wieder lebendig, es war nichts weiter als verschwendete Energie. Vhenan wusste das und dennoch traf sie diese Erkenntnis, die keine sein sollte, mit voller Wucht und unerwartet. Ihr Blick fiel zu Boden und vor ihrem inneren Auge erschienen die Gesichter, derjenigen, die im Kerker ihr Leben gelassen hatten. Es waren zu viele... aber sie waren nicht mehr zu retten. Und doch wollte Vhenan noch immer Vergeltung für jeden einzelnen. Die Zweifler hatten es nicht besser verdient!
Dann erschien Rashids Gesicht, während Jael weitersprach. Sie hatte versucht auch ihm zu helfen, auch ihn von seinen Ketten zu befreien, als sie dem Archon alles berichtet hatte. Es gab kein einziges Geheimnis mehr, sie war frei und automatisch sollte auch Rashid frei sein... Aber der versteckte sich. Vielleicht sollte sie für ihn kämpfen, wenn er selbst nicht dazu in der Lage war. Damit er irgendwann erkennen konnte, dass es tatsächlich einen Ort gab, an dem er sich wieder sicher und zuhause fühlen konnte. Dazu mussten aber vorher die Zweifler vernichtet werden...
Das Ziel blieb das selbe, aber vielleicht musste sie tatsächlich ihre Gründe ändern. Für eine Zukunft, die jetzt in Gefahr war. Für diese junge Stadt, die erblühen sollte. Eine gemeinsame Heimat sein für alle Völker, die aus der alten Heimat für eine neue Hoffnung geflohen waren. Für diese Kinder, die hier oder irgendwo anders in Mythodea alt werden sollten. Für Rashid... für Schreiberinnen, die auf ihre eigene Art kämpften. Vhenan musste bei diesem Gedanken tatsächlich leicht grinsen und hob ihren Blick wieder, um Jael einen vielsagenden Blick zuzuwerfen. „Holzkopf.“, sagte sie leise und grinste weiter. Der Kommentar erheiterte sie und machte ihr trotzdem die Wichtigkeit dieses Ziels bewusst. Auch Schreiberinnen waren nicht sicher und... hatten den Willen Teile von sich für diesen Krieg zu Opfern. Oder auch ihr Leben.

Jaels Worte waren weise und wahr, etwas das ihr niemand anderes hätte sagen können. Nach seinem letzten Satz sagte sie eine kurze Weile nichts, betrachtete die Tomaten... 'ihr' neues Gestrüpp... und sah dann hinaus aufs Meer.
Wir dürfen den Njama nicht verlieren...“, erklärte sie im Anflug einer eigenen Philosophie und atmete einmal bewusst tief ein und aus, als wolle sie den Gestank der Rache aus ihrem Körper herauslassen.

Hätte ich vergessen was wir haben... hier und an vielen anderen Orten, hätte ich niemals solange durchgehalten... Das hat mich gerettet. Nicht der Hass und die Wut. Die waren nur Mittel zum Zweck.“, sagte sie nachdenklicher. „Ich wollte hierher zurück. Nach Hause. Zu euch. Vielleicht habe ich wirklich für eine Zeit vergessen was wirklich zählt.“ Vhenan nickte langsam, wandte ihren Blick vom Horizont ab und fand Jaels. „Vielleicht ist das der Grund warum ich nicht kämpfen kann... Ich will kein Vergelter sein. Nicht wirklich.“, räumte sie ein. „Aber ich will sie vernichten. Und ich würde dafür sterben, um euch das zu ersparen was mir passiert ist. Jedem von euch.“, sagte sie ernst und meinte jedes Wort.

Vielleicht kann ich ein Beschützer sein... ich weiß es nicht... aber ich werde es versuchen.“, versprach sie mit nachdenklichem Blick. „Mit blinder Wut um sich zu schlagen ist nicht besser als tatenlos herumzustehen und zu warten... vielleicht finde ich einen Weg mein Feuer besser zu nutzen... ich muss darüber nachdenken.“, gab sie dann zu. Ihre Gedanken überschlugen sich und sie würde jetzt und hier auf diesem Dach kein Ergebnis dafür finden.

Vielleicht fange ich damit an und entschuldige mich bei dem Jungen, den ich verletzt habe... das habe ich damals schon getan, aber ich hab es nicht richtig ernst gemeint... vielleicht kann ich ihm helfen seine Angst vor Gegenattacken zu beherrschen. Es tut zwar immer weh, aber... wenn man es kommen sieht, kann man sich darauf einstellen.“, sagte sie pragmatisch und aus reichhaltiger Erfahrung. „Er kann auch nicht kämpfen, wenn er ständig Angst davor hat getroffen zu werden.“ Sie lächelte leicht, weil sie genau das in ihrer Kampfunfähigkeit sehr effektiv gelernt hat. Wenn man nur gut genug auswich, konnte man seinem Gegner auch höchst effektiv auf den Sack gehen und ihn in Rage bringen.

Danke... das war... nicht das, was ich hören wollte... aber vielleicht das was ich hören musste. Jetzt weiß ich warum Mallo so viel von dir hält.“ Sie lächelte leicht, bis ihr Blick wieder nachdenklicher wurde.

Warst du es irgendwann leid zu kämpfen? Ihr Chirya habt schon so viel verloren... du hast in Ortac gekämpft und bist gegangen... von einem Krieg in den nächsten gestolpert. Hier verteidigst du dein neues Zuhause... du hast gesagt es gibt keine Welt ohne Krieg... erst war es Karg, dann die Verfemten... jetzt die Zweifler... Das ist alles an mir vorbeigegangen. Ich habe den Krieg gegen Karg in Valvas und vor allem in meiner Ignoranz nie gespürt... der Krieg gegen die Verfemten war nie meiner, weil ich mich hier nie zuhause gefühlt habe. Es war nur ein Abenteuer, ein kurzer Aufenthalt auf der Reise in den Njama... hätten die mich nicht erwischt, hätte ich vielleicht genauso ignorant weitergelebt. Soll ich dir was witziges sagen? Ich habe damals dagegen gestimmt das Siegel zu öffnen... es hat mich nicht wirklich betroffen, ich war ja hier nicht zu Hause... aber aus den Geschichten und Abenteuern habe ich gelernt, dass man diese Art von Monstern besser nicht weckt... dass man diese Schatten nicht betritt. Ich habe damals nicht geglaubt das Recht zu haben meine Stimme abzugeben, aber ich habe es dennoch getan, weil ich dachte, dass ich vielleicht irgendjemandem einen Gefallen damit tue und ihn vor den Schatten bewahre... es war am Ende völlig nutzlos, weil jemand anderes das Siegel ungefragt geöffnet hat und jetzt hat mich das kräftig in den Arsch gebissen. Zusammen mit den scheiß Geschmacksknospen der Ouai, die ich über zwei Jahre vergessen hatte... so viel Pech kann man doch eigentlich nicht haben...“ Sie lachte erheitert, weil ihr das völlig unbegreiflich und vertraut zugleich war.

Was ich eigentlich fragen will.“ Vhenan musterte Jael wieder ernster. „Wir sind alle gegangen, haben dem Krieg in der alten Heimat aus verschiedensten Gründen den Rücken zugekehrt. Glaubst du es sind genug von uns bereit, diesen Krieg hier gewinnen und diese neue Heimat verteidigen zu wollen? Diese Kinder dahinten... wir haben sie hergebracht.... wir sind hier für sie verantwortlich. Die Zweifler sind weitaus schlimmer als Karg es sein könnte... Und deswegen widerspreche ich dir hier. Wir dürfen das Leid nicht ignorieren, das kommen könnte. Wir müssen wissen gegen was wir kämpfen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein was jeden von uns erwartet, wenn wir verlieren. Sonst unterschätzen wir den Feind und machen ihn stärker.
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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Mi Jun 01, 2016 11:11 am

"Natürlich dürfen wir es nicht ignorieren... ", antwortete er, wie aus der Pistole geschossen. Dann aber blickte er nachdenklich drein und im selben Maß wurde der Ausdruck in seinem Gesicht weicher.
"Vielleicht habe ich mich blöd ausgedrückt und du lehrst einen alten Hund sich genau zu überlegen wie er etwas sagt. Hehe. Und zeigst, dass du sehr genau verstanden hast.
Du hast recht. Wir dürfen das Leid nicht ausblenden oder vergessen", sagte er unter bedächtigem Nicken. "Nur zum Feuer unserer Leidenschaft, unseres Widerstands machen, das dürfen wir es auch nicht, Nani. Aber was rede ich... das hast du längst begriffen." Er wandte sich ab und sah über die Dächer hinweg, die sich rund um ihre kleine Terrasse schief und krumm auf den Boden kauerten.
"Mehr... kann ich Dir auch nicht sagen, Nani. Aber ich hoffe, dass es dir geholfen hat.
Und wehe der Strauch geht ein, dann setzt es was!"
Er lachte und schwieg.
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BeitragThema: Re: Spiel mit dem Feuer   Mi Jun 01, 2016 12:22 pm

Hmm...“ Vhenan brummte unschlüssig. „Ich schätze der Hof hat doch ein paar Spuren hinterlassen.“ Es war nicht ganz klar, ob ihre Worte ein Kompliment oder eine Beleidigung darstellten. Die konnten sich zwar alle hervorragend ausdrücken, verschwendeten damit aber völlig unnötig sehr viel Zeit.

Dann nickte sie und nahm das Gespräch so hin, wie es gelaufen war. „Das hat es. Anmei.“ Sie lächelte leicht und musterte Jael noch einmal.
Dinge zu begreifen und dann danach zu handeln sind zwei sehr verschiedene Dinge... den zweiten Schritt muss ich allein gehen, aber... danke für die Richtung.“ Sie nickte einmal mehr und wirkte befreiter. Sie hatte ein neues Ziel und dieses erschien ihr nicht unwürdig.
Ich gebe mein Bestes, mehr kann ich dir nicht versprechen... auch auf den Morgenkelch bezogen...“ Nani beäugte ihren neuen Freund misstrauisch. „Dass ich hier bei dir gelandet bin, hat übrigens auch die Schreiberin zu verantworten.“ Jetzt grinste die Naihlar wieder. „Ich werde aus ihr nicht schlau... manchmal erinnert sie mich ein bisschen an Gwen. Das ist sehr seltsam... Sie hat Macht und Einfluss und weiß das auch und gleichzeitig gesteht sie es sich selbst nicht zu. Oder die Etikette erlaubt es nicht und sie fügt sich... wie kann man sich selbst freiwillig so einsperren und zurückhalten lassen? Das verstehe ich nicht... Ich glaube sie ist nur zufrieden, wenn sie arbeiten darf... und das wirklich merkwürdige ist, dass sie sich offenbar nur traut eigenständige Entscheidungen zu treffen, wenn sie 'nicht' arbeitet!
Vhenan schüttelte fassungslos den Kopf. Das ging ihr seit Monaten nicht mehr aus dem Kopf.

Wenn ich sie beruflich etwas frage und sie sich nicht geschult genug für eine Antwort fühlt, dann bekomm ich nur vages Geschwafel... Begegne ich ihr privat, dann bietet sie mir gleich mehrere Möglichkeiten an... sehr strukturiert und hilfreich. Das ist doch total bescheuert... Ich bin stark dafür sie offiziell nicht mehr arbeiten zu lassen. Sie würde viel effektiver sein. Wusstest du, dass Schreiber bei denen tatsächlich nur schreiben? Also... wirklich nur schreiben. Die haben keine anderen Aufgaben. Wenn bei denen einer ausfällt, dann stehen sie da... sich selbst nur auf ein Talent zu reduzieren ist nicht gerade klug... naja... ich rede wieder... darf ich den Morgenkelch mitnehmen oder willst du, dass ich dich hier täglich nerve?
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