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 Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk

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Heribas Veneficus

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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   So Jul 10, 2016 7:06 am

Vhenan verstand es nicht, zumindest nicht was notwendig war, um zuverlässige alchemistische Ergebnisse zu erzielen. Genauso mochte er von ihr verlangen, bei bewölktem Himmel ein Schiff nach den Sternen zu navigieren. Sie dachte, dass sei alles eine Sache der Motivation. Er überlegte sich kurz, ob er diese Metapher anwenden sollte um das Problem verständig zu machen, aber so wie er Vhenan bisher kennengelernt hatte, würde sie von ihrem Standpunkt nicht mal dann mehr abrücken, selbst wenn er sie überzeugte. Das verhinderten ihr Stolz und ihre Sturheit. Verdammte Naihlar.

Er zuckte mit den Schultern, ging zum Tisch und streichte die Anzahlung ein.
"3 Tage für das Halluzinogen. Vergesst die 2 Silbertaler nicht."
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   So Jul 10, 2016 1:07 pm

Jetzt schmiss er sie raus. Vhenans Blick verfinsterte sich und sie atmete einmal hörbar aus. Mistkerl.
Chattras würde nicht einfach so die Segel streichen. Er würde suchen und irgendeinen Weg finden. Er scheint mutiger und ideenreicher zu sein als du es bist, Meister Heribas.“ Sie setzte sich in Bewegung Richtung Tür. Nani würde gehen. Es warteten in der Taverne noch einige Krüge mit ihrem Namen darauf.

Mit deiner Einstellung solltest du dir überlegen wie du hier weiterhin nützlich sein willst... wenn du kein Alchemist mehr sein kannst.“ Sie drehte sich an der Tür angelangt noch einmal um, um zu sehen, ob er dazu noch etwas sagen wollte.
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Heribas Veneficus

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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   So Jul 10, 2016 11:25 pm

Vhenans Worte schienen an dem Alchemisten abzuperlen. Er nickte ihr zu, sein Blick war völlig undurchschaubar und distanziert geworden.: "Ich wünsche einen guten Tag, Gandrachalgar Vhenan. Mögen die Weltenlenker euch begleiten."
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   So Jul 10, 2016 11:58 pm

Vhenan blickte Heribas genauso distanziert entgegen, sogar eine Spur feindseliger als gewohnt. Sie schätzte ihn höchstens für seine alchemistischen Kenntnisse.... und wenn dieses Fundament Risse bekam würde es schwierig werden.

Sie verabschiedete sich auch nicht mit dem gewohnten 'Malenah', sondern sagte schlicht: „Jalê.... Wenn Enek und Tromach damit einverstanden sind, dann lasse ich die beiden bei dir. Hier sind sie besser aufgehoben.

Dann ging sie, knallte die Tür deutlich hinter sich zu und stürmte eilig und zornig davon. Sie musste sich erst einmal abreagieren, bevor sie die neuen Pläne in die Tat umsetzen konnte.
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Heribas Veneficus

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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mo Jul 11, 2016 9:34 am

Heribas ging zu der Tür und verriegelte sie gründlich. Heute kam ihm keiner mehr ins Haus, ganz sicher kein Naihlar! Verdammte Gomba!
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 19, 2016 7:41 pm

Einige Tage später, zu nächtlicher Stunde in der Nähe eines bestimmten Zeltes


Gack fror.

Es war doch wirklich unglaublich. Da schickte man sie wortwörtlich in die Wüste, auf der anderen Seite des Ozeans, in eine völlig fremde Klimazone, und dann war es da kälter als daheim! Eine Ungerechtigkeit sondergleichen war das und unangenehm noch dazu.

Das Huhn gluckte auf und ab, in dem vergeblichen Bemühen, warm zu bleiben. Diese Federlosen konnten sich ja wenigstens in ihre falschen Pelze einwickeln, aber für ein Huhn gab es einfach keine Möglichkeit, dieser verfluchten Kälte Widerstand zu leisten. Gack murmelte etwas in ihren fedrigen Bart und ging noch einmal zu dem Sack, den sie mit viel Mühe heimlich hierher geschafft hatte. Sie öffnete ihn vorsichtig mit dem Schnabel und inspizierte sicherlich zum sechsten Mal das Inventar: Seil, Schnur und Leinenhemd (zum Geisterspielen) - vorhanden. Stimmverzerrendes Messingrohr (zum Geisterklingen) - vorhanden. Ominös grünlich leuchtende Laterne (für die richtige Stimmung) - vorhanden. Kleiner Beutel mit Körnern (für zwischendurch) - vorhanden, aber schrumpfend.

Während Gack sich noch eine Spätnachtsmahlzeit herauspickte, verfluchte sie einmal mehr ihre unzuverlässige Gefährtin. Nicht genug damit, dass Vhenan ihr weder die brisanten Informationen noch die Halluzinogenika hatte anvertrauen wollen, weiterhin nicht genug damit, dass sie sich eine lange Predigt über nachlässige Gefährdung anderer in einem freundschaftlichen Diebesspiel hatte anhören müssen, jetzt war die kleine Naihlar auch schon über eine Stunde zu spät.

Gack, verdammter!

Das Huhn zog den Kopf aus dem Sack und spähte um die Ecke. Das Licht im Zelt war inzwischen ausgegangen und auch das Gejaule hatte aufgehört. Menschen machten so einen entsetzlichen Lärm, wenn sie ...



Im Inneren des Zeltes

Es war wirklich kalt geworden. Taktshad mochte es eigentlich, sich im Sommer in luftige Seidentücher zu hüllen, aber seit drei Wochen musste der alte, opulente Bärenpelz wieder herhalten. Unter diesem, und noch drei weiteren Decken, lag sie jetzt, halb schlafend, halb wach.

Eine unruhige Zeit war das. Die Menschen waren so kalt, so hässlich zueinander geworden. Erst heute Abend hatte sie sich wieder als "Nailenhure" beschimpfen lassen müssen, von einem der Dockarbeiter, der es nicht verwunden hatte, dass sie mit jemand anderem gegangen war. Eifersüchtig, das waren sie natürlich alle, aber trotzdem ... früher waren sie auch da noch netter gewesen. Es waren wirklich hässliche Tage. Man musste näher zusammenrücken, bei seinen Freunden bleiben.

Sosnazith murmelte Yaimbwar im Schlaf. Taktshad lächelte, und schmiegte sich enger an ihn.

Auf der anderen Seite des Bettes hatte Zcarena zu schnarchen angefangen.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 19, 2016 8:18 pm

Vhenan schlich sich langsam an das Huhn heran. Durch den dickeln schwarzen Mantel, den sie über ihrer Jacke trug und die dicke Kapuze war sie sehr leise näher gekommen.
Buh“, flüsterte sie leise und grinste. Vhenan saß in der Hocke neben dem Sack und sah mit leuchtenden, erwartungsvollen Augen zu dem dunklen Zelt vor sich.

Ich weiß, dass ich zu spät bin... es tut mir nicht leid. Ich musste noch einen Brief schreiben. An jemanden, der niemals zu spät kommt und es hasst, wenn er sitzen gelassen wird... Es ging unter anderem um Halunken und Strauchdiebe in der Hauptstadt... diese Bezeichnungen kann ich schon gar nicht ernst nehmen“, flüsterte Vhenan munter drauf los und grinste erheiter. „Wenn sie wüsste, dass ich hier gerade freundschaftlich herumhalunke, würde sie bestimmt wieder die Nase rümpfen und mich tadelnd ansehen. Wie ist die Lage?
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 19, 2016 9:01 pm

GACK!
Das Huhn hoppelte einige Schritte zurück und wäre beinahe aufgeflattert.
Erschreck mich doch nicht so ... vielleicht haben sie uns gehört.

Dann beruhigte sich Gack wieder ein wenig und sah Vhenan in die Augen.
Äh, gack. Keine Ursache. Will sagen, es macht nichts. Es war auch gar nicht so kalt, sagte Gack entgegen der offensichtlichen Tatsachen.
Naserümpfen, hm? Ich habe da so etwas gehört ... über dich und eine Gelehrte aus der fernen Stadt. Gack war es zuerst schwer gefallen zu glauben, dass Vhenan der Bildung so nahe kommen wollte, aber anscheinend hatte sie verborgene Besonderheiten. Nun, was auch immer deine Kloake kitzelt. Gack, Das Huhn wurde dann doch ein wenig rot. Ein paar Wochen unter Naihlar hatten ihr viel, aber nicht alles Schamgefühl ausgetrieben. Ihr Ton wurde schnell sachlicher.

Drei Menschen sind drinnen, in dem großen, blauen Zelt. Diese Taktshad und noch zwei. Haben einen ziemlichen Lärm veranstaltet, aber jetzt sind sie ruhig. Ab und zu grunzt etwas. Gack überlegte und scharrte mit den Krallen.
Ah ja. Bin mir ziemlich sicher, dass sie Glöckchen auf Schnüre gespannt hat oder so etwas. Da hat es viel gebimmelt, als das Zelt gewackelt hat. Äh, wenn du reingehst ... also ... ähm ... ich muss ja die Stimme machen ... das Zeug ist hier drin ... aber, also ... könnte ich dann vielleicht ... es ist ... nun, doch ein wenig frisch ... und du hast den warmen Mantel ... wenn ich da rein ... also ... ich bin auch still ... äh, gack.
Gack war bei den letzten Worten immer kleinlauter geworden. Es war nicht leicht, ein domestiziertes Tier mit Würde zu sein.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 19, 2016 9:34 pm

Ein Hühnerschrei wird sie schon nicht aufschrecken, glaub mir.... sie schläft doch halb in der Taverne“, meinte Vhenan mit einem vielsagenden Blick. Hin und wider schlief man ja anschließend tatsächlich einfach ein und blieb die Nacht da.

Was auch immer.... was? Vhenans Blick glitt von einem blöden Grinsen in Unglauben um. Meinte Gack das, was Vhenan dachte, das sie meinte? Hühner! Sie schüttelte nur den Kopf.
Hey, bisher habe ich noch gar nicht wirklich etwas gemacht. Aber die Operation Brackwasser läuft! Warte es ab. Wobei du das ja nicht miterleben wirst, wenn diese Halunkerei Früchte trägt! Schade.

Vhenan sah jetzt zum Zelt und stellte sich das Szenario vor, das Gack beschrieb.
Es grunzt?
Vhenan hob szektisch eine Augenbraue. „Du solltest dringend dein Wortfeld über menschliche Verhaltensweisen erweitern.
Zu den Fallen konnte Vhenan aber nur zustimmend nicken. Nach Zcarenas dreistem Einbruch in ihr Zelt hatte Vhenan genauso solche Maßnahmen ergriffen. Vielleicht wartete auch noch eine Stinkbombe auf die Langfingernaihlar.

Hmm... reicht das Halluzinogen für drei? Was mache ich mit den anderen beiden?“, fragte sie sich denkend und musterte das dunkle Zelt. Ihre Finger spielten dabei mit dem Dolch an ihrer Hüfte, mit dem sie die Seile durchtrennen könnte, wenn sie nicht einfach so daran vorbeikam. Sie würde die Falle erst einmal inspizieren.

Dann fiel ihr Blick ersteinmal auf den Sack, den Vhenan genauer unter die Lupe nahm. Als erstes flogen ihr lose Körner entgegen. „Bist du eigentlich niemals satt? Es ist ein Wunder, dass du noch kein Masthuhn bist“, verkündete Nani unverfroren. Dann musterte sie das Huhn skeptisch.

Du willst... in meinen Mantel?“ Es klang nicht sehr begeistert. Dann seufzte Vhenan und grinste. „Die Schüchternheit haben wir dir ja beinahe ausgetrieben! Nanuz! Lass mich erstmal die Fallen inspizieren. Was mache ich mit den beiden anderen? Derweil kannst du in meine Kapuze.“ Vhenan nahm die Kapuzengugel einfach ab und stopfte sie über das Huhn. „Die ist sogar gefüttert und so sehe ich mehr. Jetzt stell dich nicht so an.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 19, 2016 11:13 pm

Tsss ... gack. Was gibt es da schon zu verstehen. Ihr grunzt, ihr säugt, ihr paart euch. Viel Variation ist da nicht. Gack war immer noch ein wenig gereizt ob der Kälte. Und auch ihre nächste Bemerkung war nur unwesentlich freundlicher.
Du kannst es ja mal mit allen versuchen. Immerhin hast du ja sehr genau darauf bestanden, dass wirklich niemand von den Zweibeinern verletzt wird. Da kann es ja nur noch besser sein, die Dosis zu dritteln. Gack.

Vhenan allerdings teilte ebenso aus, wie sie einsteckte, und so sorgte auch ihre nächste Bemerkung nicht dafür, dass dem Huhn netter zumute war. Masthuhn ... was? Gackst du noch ... ich meine, also ... nein! Das war ein wunder Punkt mit dem Huhn - immerhin gehörte sie zu einer Spezies, die normalerweise auf dem Speiseteller endete. Gack schüttelte den Kopf und zuckte zurück. Besser heute nacht hungrig bleiben als das Vhenan auch nur im allermindesten auf Ideen kam. Es war natürlich sehr, sehr unwahrscheinlich, aber man konnte nie wissen ...

Ich bin mager. Und ganz, ganz zäh. Gack. Dabei schlüpfte sie tiefer in die Kapuze und war schnell nur noch ein Schatten im Stoff. Lediglich das leise Gacken wies darauf hin, dass da drin jemand war.
Du kannst sie dir ja auch erstmal ansehen. Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, diese Taktshad alleine zu erwischen, sagte das Huhn ein wenig versöhnlicher. Ich glaube, oben hinten bei diesem Windspiel mit den Spiegelscherben, da ist keine Glockenschnur. Leicht zu erreichen. Wenn man fliegen kann, dachte Gack bei sich. Aber sollte die selbstsichere Naihlar nur mal zeigen, was sie konnte ...

Das Zelt war inzwischen so dunkel wie still geworden, als die letzte Kerze erlosch. Nur ein gleichmäßiges Schnarchen war noch zu vernehmen.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Do Jul 21, 2016 7:29 pm

Vhenan warf dem Huhn einen weiteren warnenden Blick zu.
Das ist und bleibt ein Wettstreit. Ein Spiel. Dabei wird niemand ernsthaft verletzt. Halt dich an die Regeln, sonst bleibt die Pfanne immer noch eine Option! Mager hin oder her.

War Gack noch nicht aufgefallen, dass Vhenan nie ein Stück Fleisch außer Fisch gegessen hatte? Vielleicht war das Huhn doch nicht so aufmerksam und weitsichtig, wie es immer behauptete.

„Nenn DU mich nochmal unverantwortlich!“ Innerlich regte sich Vhenan schon wieder auf. Das waren bestimmt Einflüsse seiner Eminenz. Die waren da drüben nicht zimperlich. Vielleicht konnte sich Nani ja bei Chattras revanchieren, immerhin hatte sie sein Huhn naihlarisiert. Das würde ihm bestimmt Spaß bringen!

Und jetzt hör auf mich wütend zu machen, ich muss mich hier konzentrieren“, merkte die Kleine ein letztes Mal an tippte kurz und harmlos auf die Kapuze, an die Stelle, an der sie Gacks Kopf vermutete und schlich dann leise um das Zelt.

Innen war es ruhig, nur Schnarchen hallte durch die Nacht. Das Zelt an sich bot leider nicht viel Spielraum, um hineinzusehen, aber immerhin war es nicht so dunkel, dass man gar nichts mehr erkennen konnte. Vorsichtigen Schrittes umrundete die Naihlar das Zelt und sah sich den Haupteingang an. Das Windspiel an sich war doch schon eine Art Falle, da musste man keine Glocke mehr dranbinden, um Geräusche zu erzeugen. Vhenan legte sich vor dem Zelt auf den Boden und zog mit zwei Fingern vorsichtig und langsam die Flügel auseinaner. Glocken waren garstige Biester, aber sie musste ja irgendwie in das Zelt hineinspähen. Ob sie Taktschad einfach herauslocken könnte? Wenn sie alle drei mit dem Zeug beglückte, wäre es vielleicht ungünstig... sobald nur einer von denen auf die Idee kam, das Gespenst einfach anzugreifen, hätten sie verkackt... Mussten die ausgerechnet heute hier zu dritt herumlungern? Da sprach ein wenig Ärger und klein wenig Neid aus der kleinen Naihlar. Das waren jetzt aber eben die Bedingungen. Sie zog die 'Tür' ein wenig weiter auf und spähte nach oben, um herauszufinden, ob sich hier schon Glocken befanden. Sie musste irgendwie hier durch.

Und dann war da auch der erste Stolperdraht. Ihre Finger griffen nach einem Dolch und begannen das Seil vorsichtig zu durchtrennnen. Sie hielt die Spannung der Seile aufrecht und ließ sie ganz langsam und kontrolliert auf den Boden sinken, in der Hoffnung, dass kein Glöckchen allzulaut klingelte. Innerlich begann Vhenan schon angenehm zu schwitzen, sie mochten diesen Rausch aus leichter Furcht, Wahnsinn und Vorfreude. Dann rutschte sie auf dem Boden leicht nach vorn, etwas ins Zelt hinein und ihre Hände über den Boden, um herauszufinden, ob da vielleicht Scherben oder Muschelteile lagen, die Lärm von sich geben könnten. Diese Falle hatte sie selbst schon einmal gelegt.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Do Jul 21, 2016 7:40 pm

Durch die von Vhenan geschaffene Öffnung schien nun fahles Mondlicht und beleuchtete das Innere des Zeltes. Es war ein großzügig geschnittener Raum, beherrscht von dem riesigen Bett in der Mitte. Am Rand standen zwei Truhen, ein offener Nachtkasten, auf dem glitzernder Schmuck, Eindruck schindend, verteilt war, und ein großer Spiegel. Einige Tücher hingen von der Decke und bewegten sich langsam im Abendwind.

Die Glockenschnüre waren am Eingang, dicht über dem Boden um den Zeltrand herum und an der Decke gespannt. Bis auf eine natürlich, die jetzt am Boden lag, auf achtlos hingeworfenem Stoff und Flausch. Taktshad hatte, dem kalten Wetter trotzend, den Boden mit dicken Teppichen bedeckt, die sie von einem "Freund" erhalten hatte. Es war ein weicher, ruhiger Untergrund, nur ab und zu durchbrochen von der Neigung der Besitzerin, aus dem Boden eine horizontale Kleiderkammer zu machen, sowie zwei leeren Flaschen mit Kokosöl und einigen Flecken unbekannter Herkunft.

Das große, breite Bett ächzte, als eine der Gestalten unter dem Deckenberg sich herumwälzte. Dann war erneut nur leises Schnarchen zu hören.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Fr Jul 22, 2016 5:33 pm

Der Boden schien weich zu sein. Die Naihlar fühlte Teppich... Kleidung... was genau sie gerade in der Hand hatte, wollte sie lieber nicht wissen. Manchmal war Dunkelheit eine Wohltat. Es waren aber keine verräterisch harten Dinge. Gut. Also setzte sie ihre Suche nach weiteren Fallen fort. Die erste lag am Boden, der zweite Draht sicherte den Eingang etwas höher ab. Mehrere Drähte waren immer effektiv. Es konnte ja leicht passieren, dass man einen übersah und spätestens auf dem Rückweg in sein Verderben klingelte. War ihr auch schon passiert... beschämenderweise. Auf dem Rücken liegend und mit dem Kopf voran rutschte Vhenan vorsichtig in den Zelteingang und durchtrennnte so eine zweite Schnur, um sie kontrolliert zu Boden gleiten zu lassen. Waren hier noch mehr? Sie sah sich um und suchte vorsichtig mit einer Hand in der Dunelheit ab. So eine Bewegung sollte die Glocken zumindest in der Theorie nicht zum Klingeln bringen. Das schien nicht der Fall zu sein. Vorsichtig und leise schlich sie also in das Innere des Zeltes und pirschte sich in der Hocke an das große Bett... Leise bleiben. Bloß nicht husten! Da kamen wieder böse Erinnerungen hoch. Krank sollte man nicht herumhalunken! Sie durfte das hier nicht schon wieder versauen! Das machte sie leider ein wenig nervöser. Aber nur ein bisschen.

Am Bett angekommen spähte Vhenan unfreiwillig als Erstes in Scarenas Gesicht und brodelte innerlich. Blöde Kuh! Wie hatte die all den Schmuck unentdeckt entwenden können, es würde wohl ein Rätsel bleiben. Spielte jetzt auch gar keine Rolle.
Vhenan griff an den Gürtel und holte zwei erstandene Trankflaschen mit Schlaftränken heraus. Die hatte sie von Ceres bekommen. Eigentlich für sich selbst, um besser einschlafen zu können, wenn sie Albträume gehabt hatte, aber man konnte sie ja auch so verwenden...
Sie träufelte Scarena ein paar Tropfen auf die Lippen und schlich dann weiter, um bei dem männlichen Besuch das Gleiche zu tun. Natürlich war Taktschad doch wieder bei dem Zocker gelandet... Er hatte schon was, das konnte Vhenan ihm nicht absprechen. Aber auch er würde jetzt einfach weiterschlafen. Blieb noch das eigentliche Ziel.

Vhenans Herz klopfte innerlich wild und laut, trotzdem war sie nach außen hin vollkommen ruhig auch ihre Hände zitterten nicht, als sie das Pulver hervorholte und Taktschad vorsichtig und kontrolliert ins Gesicht bließ. Nicht selbst einatmen, das hatte Heribum noch eindringlich erwähnt. Also hielt die Naihlar die Luft an und blieb still auf der Stelle hocken. Gut....

Vorsichtig und leise zog sie sich zurück und umrundete das Zelt im Eilschritt.
Geschafft. Zwei werden das Spektakel verschlafen und Taktschad müsste gleich die Wirkung spüren. Los jetzt. Auftritt!
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mo Jul 25, 2016 11:52 pm

Vhenan

Als der zweite Tropfen zwischen Zcarenas Lippen verschwand, schien sie für einen Moment zu zittern und gab ein leises Blubbern von sich. Dann fand auch dieser Teil der Dosis seinen Weg an den richtigen Ort und die Naihlar lag still. Ihr Atem ging schwer und tief, ihre Gliedmaßen bewegten sich nur noch ganz sachte. Das Schnarchen hingegen wurde noch lauter.

Ähnlich verlief es auch auf der anderen Seite des Bettes; vielleicht sogar noch einfacher. Als der Schlaftrunk Yaimbwars Gesicht berührte, schien er sich wie von selbst in Position zu drehen. Auch der Mund öffnete sich weiter, fast so, als wäre er es gewöhnt, dass ihm irgend etwas in den Mund geträufelt wurde (oder es vielleicht auch nur von alleine hineintropfte). Schon wenige Minuten später lag auch er still und friedlich, in seinem Fall mit ausgestreckten Armen auf dem Rücken.

Es war beinahe zu einfach ...

Dann bedeckte endlich weißgraues Pulver Taktshads Hals, Wangen und, besonders wichtig, Nase. Sie atmete tief ein, zuckte ein paar Mal und dann begannen ihre Augenlider zu flattern. Ein seltsames Gurgeln entrang sich ihrer Kehle und das linke Bei stieß mehrere Male wild gegen die Überdecke. Aber da war Vhenan schon zum Zelteingang gehuscht.



Sosnazith

Tief, tief zwischen zwei Bergen aus Weich. Da, wo der Lebensbornstrom versiegt ... oder entspringt er? Die Luft, gesättigt mit dem Duft vergangener Feuer. Waren es nicht eben noch drei? Verschmolzen in der Triangel, aber jetzt ruhig und still und tief. So weich, so schwer, so sicher.

Halt!

Was kommt denn da von draußen rein? Schnee legt sich auf die Gipfel. Gestöber geriert grausam-gruseliges Geflimmer. Was ist die Nacht, wenn nicht sternenkalt?
Wo ist mein Fuß? Hallo? Wer ist da? Meine Augen - sie zeigen das Programm von voriger Woche. Wie ungewöhnlich - aber da ist doch jemand. Jemand im Zelt? Schlafe ich noch? Wie ist mein ... was ist ... warum ist mein Fuß so lila? Nein - er ist Knorfig. Hihi, knorfig ... schönes Wort. Männer sind auch knorfig. Und haben einen langen Rüssel. Wie der Elefant. Wo ist mein Elefant?
Hompi? Warum trötest du nicht? Ich muss ganz beduselt sein, dass ich solche Sachen denke, wenn es noch Nacht ist und der Rüssel von meinem Mannefant ... Hompi? Tarööötest du am Zelteingang? Wie schön. Ich glaube, ich werde nun meinen Fuß essen. Er ist schon ganz blau.




Gack

Als der Ruf kam, eilte das Huhn aus der Kapuze hinaus und dann, so schnell sie ihre Krallen trugen, zum Zelteingang. Es war eine schwierige Sache, die sie nun vorhatte, besonders für jemanden, der nur dreißig Zentimeter hoch war - aber sie hatte ja glücklicherweise etwas Zeit gehabt, das Ganze zu planen. Hinter sich her zerrte sie einen gewissen Sack ...

Als sie am Eingang angekommen war, schlüpfte sie noch einmal in den braunen Beutel und hielt, als sie wieder hervorkam, eine Schnur um Schnabel Dann, mit einem selbstgefälligen Flügelschlag, startete Gack in die Luft.

Es war, zugegebenermaßen, nicht der elegante, gewisse, Stummelflügel betreffende Bemerkungen der Lüge überführende Flug, den sie sich erhofft hatte. Aber immerhin, mit Flattern und Ächzen kam sie bis zur oberen Zeltstange. Hier stieß sie schnell die Schnur über das Holz und ließ sich auf der anderen Seite nach unten fallen. Während das Huhn zu Boden segelte, wurde eine greulich aussehende Gestalt aus weißem Leinen nach oben gezogen. Gack gackte Vhenan zu, die hoffentlich ihren Einsatz verstand und die Zelteingangsplane etwas weiter aufzog. Ohne sich um das Geschehen zu kümmern, rannte das Huhn noch einmal in den Sack und führte danach eine Art verbogene Messingtröte im Schnabel, Mit der sie unter die Leinenfigur flatterte. Ein paar kurze Momente voller Rucken und Zucken und ...

Und hernach aber ertönte die Stimme des Huhns. Und es sprach:
Ga ... Gaha ... Gahahahuuuu! Ich bin der Gaheiheist der verlorenen Reichtümer Gaahuuuuuhhhck. Denn Wahrlich, Wer des Talerrrs nicht ehrt ist nur selten ein Pferd. So spreche ich, der Geiheiheiiist deiner Vorfahren.

Man konnte erkennen, das Gack Schauspielunterricht genommen hatte.

Jawoooohl. Gahuuuu! Ich weiß alles, aaaaaaalles über diiich, Soßenziz! Gahuuuuu Deine düstersten Geheimnisse kenne iiiiiiiich. Gahuuuu. Zum Beispiel weiß ich ... weiß ich .... gahuuuu ...

Dann, etwas leiser, zu Vhenan:
Stichwort! Gack. Sag mir was ... das hätten wir vielleicht vorher machen sollen.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 26, 2016 1:08 pm

Gahuuuk? Ist dir nichts besseres eingefallen?“, flüsterte Vhenan ein wenig genervt aus einer dunklen Ecke, weil das nicht sehr kreativ war. Und sehr nah am großen Gahack. Da hätte sie vielleicht vorher mal nachfragen sollen. Warum musste sie eigentlich ständig Leute fragen, ob denen nichts besseres einfiel. Hier mangelte es an jeder Ecke an Kreativität. Gack würde sich mit dem Haushofmeister der Dornen bestimmt hervorragend verstehen...

Dann lauschte sie der verzerrten Hühnerstimme und befand für sich, dass das schon ein wenig gruselig war. Wüsste sie nicht was hier vor sich ging, wäre sie vielleicht selbst zu einer Zeit darauf hereingefallen...

Wenn da nicht diese seltendämlichen Floskeln wären. „Pferd?“ Vhenan fand es total bescheuert und schüttelte den Kopf. „Übertreib nicht so!“ Sie fand, dass das Huhn zu dramatisch posierte... das nahm ihr doch niemand ab.

Als Vhenans Einsatz kam, blinzelte die kleine Naihlar nur ein paar Mal in die Dunkelheit. „Ich sagte ja nicht, dass du sofort anfangen sollst, du dummer Vogel!“, murrte sie flüsternd zurück und hatte Mühe sich zu beherrschen. Manchmal war es vielleicht wirklich besser nicht immer kopflos überall hinzustürmen... aber diese Erkenntnis wog nicht genug, um beim nächsten Mal berücksichtigt zu werden.

Der Geistergahukomplize beugte sich zu Gack und flüsterte ihr das Gerücht über Hompi ins Ohr, der ihr jetzt auch nicht beistehen konnte. Oder würde. Zuerst musste Taktschads Gefühl der Sicherheit auseinandergenommen werden.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 26, 2016 1:47 pm

Was? Du hast doch ... Gack! ... Auftritt ... und dann ...
Gack zitterte vor Empörung, besann sich dann aber doch schnell wieder auf ihre Aufgabe. Schon, als die kleine Naihlar ihr während des Auftritts ständig dazwischengeflüstert hatte, wäre sie am liebsten zum Picken übergegangen. Sie war aber professionell geblieben - und jetzt erst recht wieder.
Später konnte man sich noch immer beschweren.

Sie lauschte Vhenans Geflüster, wurde aber nicht recht schlau daraus. Naturgemäß war ihr die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier immer noch ein Rätsel. Und das Konzept eines aus Plüsch gemachten Miniaturwildtiers zum Kuscheln überstieg dann endgültig ihr Begriffsvermögen. Nun gut. Sie würde das Beste daraus machen.

Buuuheiii. Den Hompi, den kenne ich. Hinter einer Pachyde ... einem eeeelefanten kannst du sich nicht vor miiiir verstecken. Gahuuuuu! Sein Rüssel fasst mich nicht, ich komme überall hin! Hompi! Er kann dir hier nicht heeelfen! Gahuuuuuu!

Dann, zur Seite zu Vhenan:
Und jetzt?



Hompi? Was ist mit Hompi? Woher kennt der Geist ... ist es ein Fantengeist? Aber wo ist der Rüssel? Und was sagt er jetzt für komische Sachen? Ich hab Angst. Die Decke ... sie ist so kalt. Und oben leuchten die Sterne, labimmellabammella ... Bammel. Ich hab Bammel. So kalt, die Nacht und die Sterne.

Taktshad machte einen Schritt aus dem Bett, glitt wenig elegant zu Boden und robbte dann, zitternd in der nächtlichen Kälte, auf das "Gespenst" zu. Labimmel. Labammel, sagte sie dabei. Und Hompi? Wo ist Hompi? Nimm mir nicht meine Sterne, Nachtgespenst!

Sie wirkte nicht mehr sonderlich selbstsicher.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Di Jul 26, 2016 10:29 pm

Vhenan fragte sich was denn eine Pachyde wohl war und hörte nur halbherzig zu, bis Taktschad sich aus dem Bett bequemte. Nackt natürlich. DA war Nanis Aufmerksamkeit natürlich sofort wieder geweckt, obwohl das nichts Unbekanntes war. Ihr Plan schien aufzugehen. Wie schön! Und bei dem Anblick kam ihr auch das nächste Gerücht in den Sinn... ob das stimmte?

Vhenan wählte die Behauptung des unschönen Körpermakels. Taktschads Beschützer war vernichtet, jetzt musste ihr die eigene Verletzlichkeit näher gebracht werden... und danach konnte man persönlich werden. Nani beugte sich zu Gack und flüsterte ihrer gefiederten Komplizin aus den Schatten dieses Gerücht zu. Wenn das auch stimmte, dann würde sie ihrer Lanzfrau endlich den härteren Tobak um die Ohren hauen. Vielleicht könnte man dann die grüne Lampe ins Spiel bringen...
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mi Jul 27, 2016 1:38 pm

Gack fragte sich leise, was Vhenan an der Federlosigkeit nur so faszinierend fand. Das war einfach nur braun und rosa und kahl und hässlich ... zumindest ihrer Meinung nach. Aber gut, so waren die Menschen eben.

Aber offenbar war das komplizierter, als sie gedacht hatte. Anscheinend war kahle Haut nicht immer gut. Irgendwas mit Warzen ... warum auch immer das schlecht sein sollte. Hatte sie ihr nicht eben noch bewundernd auf die Brustwarzen gestarrt? Gack verstand wieder einmal gar nichts, und versuchte, das Beste daraus zu machen.

Gahuuuuuu! Nichts bleibt mir je verborgen! Deine tieeeeefste Scham kenne ich. Gahuuuu. Vor den Augen der Welt willst du sie verbergen, doch sehe ich den Makel, die Hässlichkeit, die Braungeschupptheit unter deinen Fe ... auf deiner Haut. Gahuuu. Du magst dich krümmen, wie du willst, ich seeeehe sie doch. Gahuuuuu!

Und wirklich, sie krümmte sich ganz gehörig.


Bin allein im Kalt. Es ist ganz bitterwald. Aber warum? Was ... braun? Was sagst du zu mir, du kleines Gespenst? Erst nimmst du mir meinen Lieblingsrüssel weg, und jetzt starrst du mir auf die ... nein? Nein, nicht das!
Ich kann mich winden, wie eine Schlange, das sagen alle Männer. Ich bin eine Schlange? Ich bin hässlich! Hässlich! Hässlich! Aber wenn ich mich drehe, können sie mich nicht sehen. Dann bin ich unsichtbar. Ich muss mich nur ganz schnell drehen!



Es mochte sich dem unwissenden Zuschauer nicht sofort erschließen, warum Taktshad nun nackt auf dem Teppich herumrollte.
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mi Jul 27, 2016 6:21 pm

Fasziniert betrachtete Vhenan Taktschads Reaktion. Seltsam. Aber immerhin bewahrheitete sich auch dieses Gerücht. Sehr gut! Jetzt dürfte sie weichgeklopft sein, um zur Sache zu kommen.

Frag sie.... ob sie vorhat ihre Liebhaber auch zu verletzen. Scarena absichtlich ein Auge mit den Ringen zu zerschlagen wie der jetzt Einäugigen. Und ob sie Yaimbwar auch versehentlich beim Liebesspiel umbringen will, um sich sein Geld unter den Nagel zu reißen.... und dann.. UH das ist gut! Und dann sag ihr, dass sie sich freikaufen kann, wenn sie uns ihr Silber gibt. Sie soll verraten wo ihr geheimer Schatz, das ganze Diebesgut ist!“ Jetzt war Vhenan Feuer und Flamme und konnte kaum erwarten, dass Gack loslegte. Das hätte sie am liebsten selbst gemacht und die Naihlar hatte Mühe sich zu beherrschen. „Los, mach!
Natürlich hatte Vhenan all das nicht geplant, sondern verknüpfte die Gerüchte spontan zu einem ihr logischen Kontrukt.

Aber vergiss nicht zu fragen wo mein Kram ist! Und das Silber von Cohjons!.... Ist ihre Reaktion eigentlich im Rahmen? Das sieht schon etwas gruselig aus.
Denn trotz der Euphorie der Halunkerei regten sich erste Gewissensbisse.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mi Jul 27, 2016 7:47 pm

Äh, was? Woher soll ich das wissen ... sieht nicht normal aus. Gack, immer noch ein wenig indigniert, pickte, bevor sie nachdachte. Sofort tat es ihr ein wenig leid ... es war nicht völlig Vhenans Schuld. Sie sah etwas genauer hin.
Gack ... schwer zu sagen, sagte sie, während sich der Große Geist Gahu etwas nach vorne lehnte. Taktshad hatte auf dem Boden damit begonnen, an ihren eigenen Zehen zu lutschen (was einiges über ihre Beweglichkeit sagte.
Aber sie verletzt sich nicht selbst - scheint noch Körpergefühl haben. Vielleicht sollte man sie demnächst mal fiedern ... also, ihr was überziehen, will ich sagen. Also gut. Auftritt.

Der große Geist Gahu erflatterte erneut. Lampe! flüsterte es noch, da dröhnte auch schon des Gespenstes tiefe Stimme.
Gahuuuu! Ja, ich kenne alle deine Sünden. Die Nacht der Waaaaahrheit, sie ist angebrochen. Deine Freunde, deine Feinde, deine Familie, deine Lieben, selbst dich selbst magst du betrügen, aber meine Augen, meine Auuuuugen, sie sehen dich aaaaan. Gack verließ sich darauf, dass Vhenan schon genug dramatisches Gespür besitzen würde, um den rechten Moment (nämlich diesen( zu erkennen, des Gespenstes Leib (und damit auch die Augen) zum Glühen zu bringen. Sie machte also selbstsicher weiter.

Bluuuut fließt, wo du nur gehst und stehst. Bluuut. Diese da, wirst du sie auuuch so pick ... entstellen, wenn sie dir einst im Weg ist? Im Weeeeeeg! Ja, ich kenne dich, Augendieb!

Ich wolltenicht, hattenicht, neinneinnein ... alle sagten, wie klug, wie geschickt, wie raffiniert, die andere, Augenehmen, Augeweg, geschickterHieb, wieschönsie ... wie schön sie alles abstreitet ... alles abstreiten, nie die Wahrheit sagen, immer tricksen, täuschen, lügen ... aber ich wollte doch wirklich nicht ... wollte nicht ... wolltenicht ... neinneinneinnein ...

... nein, nein, nein, tönte es vom Boden. Taktshad, hielt sich verzweifelt das Auge zu.
Aber das Huhn kannte keine Gnade.

Gahuuuu! Du nimmst und nimmst und nimmst immerfort. Willst du ihn hier auch nehmen? Den anderen, den hast du genommen. Hast ihm alles genommen, als er unter dir laaaaag. Gahuuuuu. So wehrlos. So hilflos. Er hat dir vertrauuuut. Und du, du hast ihn getötet. Getöööööööötet. Gahuuuuu. Gack, die die Gerüchte selbst nicht kannte, spielte nun nach Instinkt, aber es schien zu wirken.

Nehmen - geben - machen - tun - immer tun ... immer schön ... immer gut ... immer lachenlächelnlieben. Männer lieben. Männer gut lieben. Taktshad, sie liebt Männer. Liebt Männer gut. Allesagenallesagensagendas. Ich musstekonntesollte ... musste ihn lieben. Taktshad, sie liebt ... liebt ... liebt immer besser, immermehrmehrmehr ... immermehr ... mehr ... bis zum Schluss. Ich wollte nicht ... konnte nicht ... habe nicht ... nicht gesehengedachtgefühltgekonnt ... können ... Taktshad kann ... alles kann ... kann alles.

Taktshads Beine kreuzten sich auf dem Boden, darüber die Arme. Die ganze Frau lag verkrampft, verschlossen, zitternd auf dem Teppich. Gacks Stimme wurde freundlicher

Zeit, gahuuu, Zeit ist es nun, dich reinzuwaschen. Reeeeeiiiin. Gib wieder, was du genommen hast. Gahuuuu. Giiiiib. Dein Schatz, der genommene Schatz, den du verborgen hältst. Ich kenne ihn, gahuuuuuu. Gib ihn nun preis, gib alles wieder, gahuuuuuu! Gib wieder, und die Seelen können Frieden finden, gahuuuuuu. Gahuuuuuu! Dein geheiiiimer Schatz, und alles, was du genommen hast. Von Vhenan, von Cohjons, von all den anderen. Der geheime Schatz. Geheiiiiiim. Gahuuuu!

... kannkannkannnichtsdafür ... kannnicht ... kann nicht ... geben? Gib? Gib mir gib dir gib ihr gib es mir hart gib gib gib ... gib was? Schatz? Was für ein ... ?

Mit einem Mal entspannte sich die eben noch so verschlossene Gestalt am Boden. Taktshad sank zurück in den weichen Teppich. Von irgendwo zog sie eine Decke heran, breitete sie über sich. Und kicherte.
Geistimausi ... Schatzihabinetti ... habbinich. Habkeinschatz. Hihihihihi. Hab ich erzählt ... erzählen lassen. Von Taktshads gemeiner ... geheimer Wunderhöhle ... Taktshads geheimer Wunderhöhlenschnatz ... schatz. Schnatz mich. Hihi. Geheime Höhle! Meine Höhle ist doch gar nicht geheim.
Selbst in ihrem derzeitigen Zustand konnte sich Taktshad noch über diesen uralten Witz amüsieren, den sie damals in einer Rumlaune erfunden hatte. Es war vielleicht kein sehr subtiler Humor, aber für sie genau richtig. Auf einmal wirkte auch das Gespenst nicht mehr so furchteinflößend.

Hihi. Geistimausi? Hast du Hompi gesehen? Du kennst ihn bestimmt, er ist groß und rosa und hat einen laaaaaangen Rüssel. Hihi.

Dann lutschte sie wieder an ihren Zehen.

Gack wirkte etwas ratlos. Soweit man das von einem Huhn unter einem Leinenhemd sagen kann.
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mi Jul 27, 2016 8:15 pm

Vhenan war sich nicht ganz sicher, ob sie dem Urteil des Hühnchens trauen sollte, immerhin wäre Gack ohne eine angemessene Rüge so weit gegangen Taktschad für immer in so einem Zustand zu lassen. Die Naihlar war auf einmal unsicher, machte aber bereitwillig weiter mit und ließ das Gespenst in grünem Geisterlicht erleuchten, als sie es für richtig hielt. Jemand, der laute und dramatische Auftritte schätzte und genau wusste wann er etwas sagen musste, um Verwirrung zu hinterlassen, der hatte ein angeborenes Gespür für soetwas. Da hatte Gack schon recht und dosierte das wenige Vertrauen richtig.

Innerlich begann Nani zu hüpfen, nachdem es so gut lief. Ha! Sie hatte offenbar hevorragende Arbeit in der Gerüchteküche geleistet, das würde doch ein Kinderspiel werden den Schatz zu bergen! Das wäre dann schon der zweite in den letzten drei Mona-“WAS?!“, polterte sie laut dazwischen und ging impulsiv einen Schritt nach vorn. Dabei stieß sie das Gespenst unglücklich an, dass sie das Huhn traf und der Fetzen bedrohlich waberte.

NEIN!“, verlangte sie erschüttert. Erst jetzt flüsterte sie wieder. „Wir brauchen das Silber! Frag sie wo ihr Silber ist! Und mein Kram, du Federvieh! Sonst krieg ich dich nie von der Insel! Sag ihr, dass wir Hompi entführt haben und dass wir ihn nur rausrücken, wenn sie ihre Beute zurückgibt!“ Oder war das zu übertrieben? Wenn ja war es jetzt zu spät, denn Vhenan hatte wie so oft erst geredet und dann gedacht.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mi Jul 27, 2016 8:48 pm

Nanu nana, ist da wer da?
Taktshad räkelte sich spielerisch und schaute dann neugierig in die dunkle Ecke, aus der der Ruf gekommen war. Gack reagierte aber schnell genug.

Gahuuuu! Das tut jetzt nichts zur Sache. Gahuuu. Hompi! Er ist hier bei mir, und wenn du ihn wiederhaben willst, dann musst du zurückgeben, was du von Vhenan gerauuuubt hast. Sonst schneide ich ihn in Stüüüüücke. Und mit dem Rüüüüüssel fange ich an. Gahuuuuuu!

Das schien eindeutig den gewünschten Erfolg zu haben. Taktshad erstarrte, und rollte sich einmal mehr zusammen. Ein schrilles Schluchzen ertönte, das sicherlich weniger betäubte Bettgenossen geweckt hätte:
NEEEEIN! Neieiiiiieeeeeein! NichmeinHompi! Bittenichtbittenicht! Hooooompi.
Ihre langen Haare fielen ihr in das Gesicht, und das Schluchzen wurde regelmäßiger.
Bitte ... bitte nicht Hompi ... das Silber ... von Vhenan ... in der Truhe ... unten links ... geheim ... Fach ... nicht mein Hompi ... nicht mein ... nicht ihren Hompi ... ihren Hompi ... er war doch ihr Hompi ... ist doch alles, was mir ... Hompi ...

Taktshad brach erschöpft zusammen. Nur ihre Beine zuckten noch ein wenig.

Gack schwieg.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Mi Jul 27, 2016 10:49 pm

Oh, ein Geheimfach!“ Da wurden die Naihlarohren doppelt so groß wie normal. Mindestens. Und ihr juckten die Fingerspitzen. Trotzdem lag Vhenans Aufmerksamkeit weiter auf der hilflosen Frau auf dem Boden. Das hier war kontrolliertes Herumhalunken, Taktschad sollte nichts (wirklich) Schlechtes widerfahren. Sonst käme die Kleine ihrem unrühmlichen Ruf als Kehlschneider doch näher als ihr lieb war. Und immerhin würde sich Taktschad, sollte sie je herausfinden was hier geschehen war, angemessen dafür rächen... das wollte Vhenan nicht unterschätzen...

Vielleicht haben wir es doch ein wenig übertrieben...“, murmelte sie unschlüssig. „Hompi scheint ihr mehr zu bedeuten, als ich dachte. Hm.... Gack, das wars. Wir sind hier fertig... ich hol mir das Silber. Pack du den Kram zusammen. Aber sag ihr noch, dass sie jetzt schlafen gehen soll und wenn sie morgen aufwacht, dann wird Hompi wieder auf sie Acht geben...."
In diesen Zeiten war (außerhalb der kontrollierten Herumkalunkerei) Sicherheit sehr wichtig, selbst wenn es ... Hompi war. "Wer nennt denn ein Kuscheltier schon Hompi?", dachte sie laut nach und es blieb besser ungesagt wie sie ihre Kinderspielzeuge selbst betitelt hatte...


Zuletzt von Vhenan am Do Jul 28, 2016 8:40 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Do Jul 28, 2016 1:32 pm

Gack, die auch selbst von der Reaktion ihres Opfers erschreckt war, nickte kurz (unter dem Hemd), und sprach, jetzt sehr viel beruhigender, weiter:

Gahu. Fürchte dich nicht, denn nun wird dir große Gnade widerfahren. Gahuu. Hompi wird zu dir zurückkehren ... hey, bist du noch da? Äh, daaaaa? Das Gespensterhemd ruckte nach unten und eine Kralle kam daraus hervor. Sie hob ein Stück Leinentuch auf und warf es nach der reglosen Gestalt. Diese zuckte ein wenig.
Ah, gut. Guuuut. Gahuuu. Lege dich in dein Bett, lege dich hinein und schlafe. Schlaaaaafe. Alles wird gut. Gut Guuuuut. Gahuuuu. Alles wird gut, morgen früh. Alles wird gut. Guuuut. Das gespenstische Heulen ging immer mehr in einen monotonen Singsang über und, in der Tat, Taktshad nahm ihn auf - erst zögerlich, dann regelmäßig. Sie erhob sich, nun nur noch wenig elegant, und schleppte sich zum Bett.
... wird gut ... schlafen ... alles wird gut ... schlafen... alles wird ...

Sie plumpste auf den Deckenberg und kroch, dem Plattwurm ähnlich, darunter. Der Singsang wurde langsam leiser, bis er schließlich verstummt war. Nach einer Weile ertönte Schnarchen.

Gack seilte sich dann langsam von der Zeltdecke ab und löschte die grüne Lampe. Es wurde dunkel im Zelt, und doch auch bedeutend weniger unheimlich. Was zuvor noch ein furchtbares Gespenst gewesen war, war jetzt nur noch ein Leinenhemd, neben dem ein sprechendes Huhn stand. Ganz normal, also.

Gack. Das lief ja ganz gut.
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BeitragThema: Re: Jeder Herzschlag, ein zerbrechliches Geschenk   Do Jul 28, 2016 8:51 pm

Die kleine Naihlar beobachtete Taktschad ganz genau dabei wie sie ins Bett zurückkroch. Bei dem Zeug musste man wirklich aufpassen, sie wollte gar nicht wissen wie ihre Gaunerfreundin jetzt zustehen würde, hätte Gack die Rezeptur ausgewählt. Darüber war Vhenan immer noch zornig und ließ es Gack hin und wieder spüren. Jetzt allerdings wollte sie Geld spüren. Auf leisen Füßen schlich Nani zu der Truhe, öffnete sie und suchte nach dem Geheimfach, das das Silber beinhalten sollte. Da wäre sie so schnell nicht von allein drauf gekommen. Naihlar nutzten alles mögliche als potentielle Verstecke...

Ja... ganz gut... blöd nur, dass es keinen Schatz gibt! Ich hab noch die zwei Silberstücke von Chattras... und das jetzt hier. Und deinen Gahackanteil.. ich hoffe das reicht..... und ich hätte gerne einen Schatz gefunden.“ Da blutete das Entdeckerherz ein wenig.

Hat Chattras dir beigebrach zu lügen oder warst du das selbst?“, wollte sie dann noch wissen und kramte weiter in der Truhe.
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