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 Das Kapitänshaus

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Mallo
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BeitragThema: Das Kapitänshaus   Sa Jul 02, 2016 9:52 pm

Als er die Augen aufschlug, war es längst hell. Wie immer sog er als erste Handlung des Tages eine Nase voll Luft ein und war im ersten Moment überrascht, keinen Himmel über sich zu sehen, sondern eine schlichte Holzdecke. Ja, er war wieder zuhause - wenn man das so nennen konnte. Im Automatismus eines erwachenden Körpers richtete Malen sich auf, trank einen Schluck Zitronenwasser, ließ Luveths Glöckchen klingeln und sah durch Cevels Glasstein. Für einen Moment war die Welt in sonniges Grün getaucht. Als er aufgestanden und sich seinen Seidenschal umgelegt hatte, zündete er Räucherkraut an; und wie er so am eingerosteten Spiegel vor dem Waschtisch stand, Jasmin atmete und sich gedankenlos ansah, dämmerte ihm, was ihm dieser frühe Morgen bescheren sollte.

Minuten später sprang er die Stufen in die Stube hinab - in einfachem, blauen Wams, einer weiten Hose, begurtet nur mit dem Nötigsten und zog sich den Hut über den ergrauenden Schopf.

"Pakata?", rief er, doch das Haus blieb still; Neome war gewiss unterwegs. Die Neuankömmlinge, die Nachrichten, die Freunde hielten sie seit seiner Rückkehr in Atem.

Er schnappte sich einen Apfel und einen Kanten Brot vom Herd und knallte mit der Haustür.

Fortsetzung:Auf den Straßen
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Neome
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 12:08 am

NACH DEM FELDZUG

Zu Hause in Valvas hatte Neome in einem großen Zelt gelebt. Es gab dort viele einfache Hütten aus Stroh oder Lehm, sogar manche, die ganz oder teilweise aus Holz aufgebaut waren. Aber ihre geräumigen, leinenfarbenen, roten und auch schwarze Jurten und Kohten konnten die Naihlar nie aufgeben, noch verlassen. Wahrscheinlich gaben sie ihnen den Rückhalt, den sie brauchten, das Wissen, jederzeit gehen zu können.
In Takbal jetzt, Gutenbucht, wie die Einheimischen es nannten, war die Erde, in die sie ihre Befestigungen geschlagen hatten, steif geworden.

Bei ihrer Wiederkehr war sie, die sie Pakata nannten, überfallen worden von drahtigen Frauen mit hohen Wangenknochen, von bronzefarbenen Männern mit kohlenumrandeten Augen und Stirnreifen und goldenen Ringen, sogar von Kindern, die Ketten aus Zähnen um den Hals trugen, und sie alle klagten, dass es zu kalt war, dass ihnen ihre Stoffe nicht reichten, und dass sie keine Lösung wussten. Manche schoben die Schuld auf Neome und ihre Gruppe, darauf, dass sie die Heimat verlassen und die Weltenlenker erzürnt hatte. Aber ihre Anführerin warnte sie, auf die alten Geschichten nicht allzu viel zu geben.

Sie war ins Kapitänshaus gezogen. Ihr Haus, in dem die meiste Zeit über nur Mallo lebte, und auch Vhenan kam hier unter, wenn sie nicht, wie Neome selbst, das Zelt vorzog. Es gab mehr Annehmlichkeiten, mehr Bequemlichkeit als draußen in der Jurte, vor allem jetzt. Doch sie mochte es nicht.

Sie saß im Schneidersitz auf einem Polster, dass sie sich aus dem verlassenen Zelt mitgebracht hatte. Auf ihrem Schoß lag, von Witterung und Zeit angenagt, ein aufgeschlagenes Buch. Immer wieder waren es dieselben Worte, die sie las.

Arvenoë Besbanath Nefrot Lev Aruun Obeskan Ve Atnem Uvoleth.

So nah standen die Buchstaben nicht beieinander. Sie verschwammen vor ihrem inneren Auge. Wie Licht, das durch eine dicke Platte von Eis schien, das einen See verkrustete, doch von unten her schien, und nur schwach durch die Decke drang. Dieses Bild zu erfassen, das Licht unter der Oberfläche zu halten....

Ein lautes Poltern von draußen her ließ sie aufsehen, ihr Blick starrend in einer Regung urplötzlicher Wut. Schon im nächsten Moment schlug sie das Buch zu und schaffte es mit einer plötzlichen Eile als hinge ihr Leben davon ab an dem Ort, von dem sie es vorher hatte. Sie atmete auf, sah über ihre Schultern zur Tür hin und umfasste, ohne sich dessen bewusst zu sein, den Schlüssel, der unter vielen anderen versteckt an einer Kette um ihren Hals hing. Das Haus war kein guter Ort für diese Beschäftigung.
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 1:02 am

Das vernommene Poltern war durch eine kleine Person entstanden, die jetzt auf das Desaster vor ihren Füßen starrte. „MAAAAN! BRADACH!“, fluchte Vhenan inbrünstig und war kurz versucht nach dem Kram vor ihren Füßen zu treten. Sie ließ es aber, denn so würde sie die Ressourcen nur weiter verkleinern. Stattdessen seufzte sie einmal genervt, öffnete die Tür des Kapitänshauses und sammelte dann die langen Holzstäbe ein, die sie transportiert hatte. Sie und Türen würden niemals Freunde werden. Vhenan ließ die Stäbe vor der befestigten Feuerstelle fallen, schloss die Tür hinter sich, um die Kälte nicht ins Haus zu lassen und setzte sich dann daneben. Denn auch sie zog ein befestigtes Haus in diesem üblen Winter vor, selbst wenn es sie nicht so schlimm erwischt hatte wie das Reich weiter nördlich.

Sie ging davon aus, dass sie allein war. Die Pakata hatte viel zu tun nach ihrer Rückkehr und mit Mallo... musste sie reden, wenn sie sich wieder beruhigt hatte. Selbst viele Tage nach dem Feldzug war Vhenan noch wütend auf den blöden Sack und hatte es bisher nicht geschafft diese Wut zu zügeln. Im Gegenteil. Immerhin wusste sie aber jetzt wo der Ursprung lang.

Die kleine Naihlar war nach der Rückkehr aus der Kelriothar noch rastloser und nervöser als dort. Die Welt klang nach. Sie war launisch, wütend, verschlossener und wortkarger. Sie sprach eher mit Blicken als mit Worten und machte sich jetzt konzentriert und finster dreinblickend daran die Spitzen der Stäbe mit einem Messer zu bearbeiten. Sie stellte neue Pfeile her, weil ihr Vorrat versiegt war und sie vorbereitet sei wollte. Man wusste ja nie was hier noch gebraucht wurde. Pfeile für die Jagd? Für... Einschüchterungsversuche gegenüber Randalierenden? Oder um Freunden in Beine zu schießen, um sie vor Dummheiten zu bewahren. Allein der Gedanke daran ließ ihr inneres Feuer wieder heißer werden... hier spürte sie die Kraft immerhin wieder und nährte sich daran. Sie wurde stärker, nicht leerer und schwächer wie in dieser Dreckswelt.

Dort hatte sie sich immer in Bewegung gehalten, war mehr gerannt als gelaufen, hatte sich kaum eine Pause gegönnt und mit Aufgaben beladen, um nicht zu sehr über alles nachzudenken. Es hatte wunderbar funktionert. Besonders weil sie sich um andere hatte kümmern können. Wenigstens versuchsweise... Um Jael.... Miro... besonders Mallo.... Genefe war ihr immer irgendwie durch die Finger geglitten und es störte sie. Besonders weil Mallo daran eine große Schuld trug und das alles gar nicht ernst nahm.

Blöder Sack!“, murmelte sie angesäuert und schnitzte energisch weiter.

Und jetzt... jetzt war es vorbei, Nani musste ein ganzes Jahr lang darauf warten einen verkackten Kan töten zu dürfen und ohne Aufgabe brach alles erneut auf sie nieder. Jetzt konnte sie verstehen weshalb Rashid nicht dort gewesen war. Vhenan hatte ein simples Versprechen nicht einhalten können, weil Mallo sein eigenes gebrochen hatte. Eigentlich waren es sogar zwei Versprechen gewesen, die unerfüllt geblieben waren.

Nani hatte ein Jahr darauf hingearbeitet und weil Mallo nicht in der Lage gewesen war ein Versprechen, nein vielmehr einen Schwur, einzuhalten, hatten sie beide versagt. Und dann regte der sich wegen einer bescheuerten Ohrfeige auf.... sie hätte ihn am liebsten gleich nochmal richtig verprügelt! Sie war ihrem besten Freund deswegen sehr kühl und reserviert eingestellt. Er hatte einiges gradezubiegen. Und wenn er das nicht so sah, dann herrschte nicht nur im Reich Eiszeit, sondern auch zwischen engen Freunden.
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Neome
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 12:00 pm

In dem Spiegel, der in einem Eck des Raumes stand – sie hatte ihn von einigen Naeviten als Bezahlung angenommen – erkannte Neome sich selbst. Da stand sie, in fließendes Tuch und Leder eingeschnürt und unter ihrer braunen Pluderhose keine Schuhe. Zwei Klafter oder mehr trennten sie von dem Spiegel, doch sie sah sich so klar, als stünde sie direkt davor. Die Unmittelbarkeit ihres Bildes erschreckte sie, während sie eigentlich nur hatte horchen wollen, ob einer kam. Jeder Faden ihrer Gewänder, jede abgesprungene Muschel, ein jeder verbogene Armreif und jede ungeordenete Strähne ihres Haares stach ihr ins Auge. Kein Detail schien ihr zu entgehen, aber schlimmer war ihr Gesicht. Sie sah eine unbestimmte Kraft durch den Nebel der Abgrenzung von einem anderen Ort nach ihr lecken. Sie hatte dieser Kraft noch keine Richtung verliehen, sie weder mit guten noch mit schlechten Aspekten befüllt; sie hatte ihre Konzentration verloren, aber obwohl der Faden ihres Fokus' gerissen und zurückgeschnellt war, sah sie auch dessen Ende noch, als wolle er sich wieder nach ihr ausrichten. Neomes Augen glänzten, als wäre sie aus einem Blutrausch erwacht. Das kleine Auge auf ihrer Stirn brannte wie Feuer. Oder kam das Brennen von dahinter?

Neome regte sich schnell, entzog sich diesen lauen Fingern verlorener Energie, ehe sie sie erreichen konnten, und durchquerte mit einem Zuck den Raum. Ohne nachzudenken trieb sie auf die Geräusche zu, die sie wahrnahm, obwohl sie feststellen musste, dass sie nicht so laut waren, wie es ihr zuerst vorgekommen war.
„Mallo?“
Als sie bei Vhenan erschien, hatte sich der Schrecken in ihren Augen bereits aufgelöst und ließ sie ein wenig geweitet zurück. Sie strahlten, als habe große Überraschung sie licht werden lassen.
„Oh, du bist es. Was machst du, Pfeile?“
Neome verhielt sich geschmeidig und stellte Normalität zur Schau. Sie brachte ein Gefühl von Selbstverständlichkeit mit in den Raum, das jenes der Ertapptheit verdrängen sollte. Doch etwas hatte sie aufgestört und begleitete sie als ein schwacher Schauer, der auch ihre Erscheinung elektrisierte.
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 12:22 pm

Vhenan sah auf, als jemand von der Seite in den Raum trat. Sie war nicht weniger überrascht als die Pakata, hielt sich doch keine von ihnen beiden gerne in Häusern auf.
Ja... ich hab keine mehr“, antwortete die kleine Naihlar beiläufig und schnitzte weiter. Dann hielt sie inne.
Ich wollte mich beschäftigen... vorhin hab ich ein Kendama repariert und den Kindern auf dem Hof der Zusammenkunft gebracht. Die sind durch das Spielzeug erstmal ein wenig abgelenkt. Vielleicht bau ich noch eins...“ Sie lächelte dabei leicht und musterte die Pakata jetzt erstmalig.

Alles in Ordnung?“ Ihr Blick war prüfend, aber nicht zu forsch. Vom Nachhall der Kelriothar blieb niemand verschont, deswegen wollte sie nicht zu viel Gewicht in die oberflächliche Beobachtung und die merkwürdige Ausstrahlung Neomes legen.
Wo Mallo ist weiß ich nicht.
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 12:58 pm

"Ein Kendama." Neome lehnte im Durchgang zum Raum und beobachtete Vhenans Handarbeit. Ihre Augen waren schmal, als wüsste sie nicht, was das sei, ein Kendama, doch schließlich lächelte sie und bewies diesen Eindruck einen Irrtum. Sie ließ von der Wand ab und trat näher. "Mit oder ohne Schnur?"
Als sie in Vhenans Nähe war, ließ sie sich in die Hocke nieder, ein Knie vorgebeugt. Spannung umgab sie, wie wenn einem Nackenhärchen zu Berge stehen, wie die Erwartung eines Sturms, der dann nicht eintritt und seine Macht nicht abgibt.
"Ich suche Mallo gar nicht. Ich dachte nur, sie wäre gekommen."
Ihr Kinn drehte sich dem Hauseingang zu.
"Es wird wärmer. Wirst du zurück ins Zelt gehen?"
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 1:17 pm

Mit Schnur. Sonst verlieren sie die Kugel zu schnell.“ Vhenan grinste bei dieser Aussage wie jemand, der aus Erfahrung sprach. Und es hellte ihre Laune ein wenig auf und sie ließ das Messer ruhen.

Wenn es warm genug ist, dann ja. Ich bin lieber im Zelt, das hat sich nicht geändert“, gab sie offen zu und machte keinen Hehl daraus.

Sie musterte Neome im nächsten Moment wieder kritisch, die nicht auf ihre Frage reagiert hatte. Nani hatte einen Verdacht was die seltsame Stimmung herbeigeführt haben könnte.
Lass dich von den Ortaclern nicht so treffen. Du hast ihnen ein Angebot gemacht, sie haben es angenommen und sie sind freiwillig hergereist. Es war ihre Entscheidung. Dieses Chaos hier und den Winter konnte niemand von uns vorhersehen. Wir haben es auch erst 60 Tage vor dem Feldzug erfahren, das können sie dir nicht vorhalten.
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 2:08 pm

Vhenans Worte zogen einen Schleier von Neomes Gedanken, von dem sie sich vorher überhaupt nicht bewusst gewesen war, dass er da war. Sie sandte einen überraschten Blick zur kleinen Bazhima.
"Sie machen uns allen Vorwürfe", erklärte sie, indem sie sich soweit zurücksinken ließ, dass sie von der Hocke in einen Sitz glitt. "Für ihre Sorgen sind wir das offensichtlichste Ziel. Aber eigentlich gilt ihr Kummer nicht uns. Meine Sorge gilt mehr den sich überschlagenden Ereignissen. Der verwüstete Norden, die heimatlosen Menschen. Wir kennen das..."
Ein eindringlicher, schwesterlicher Ausdruck bohrte sich Vhenan entgegen wie das Fenster zu den fernen Schreien hoffnungsloser Fremder. Dann rumpelte es an der Tür, als ein atemloser Mann in das Haus brach.
Vhenan kannte ihn bestimmt vom Sehen. Er war einer der Naihlar aus Neomes Dunstkreis. Einer ihrer alten Bekannten, die ihr halfen, die Leute im Griff zu behalten, ohne sich zuviel in die politischen Belange der Gruppe einzumischen. Sein Name war Lahmi, er war hübsch und aufrecht, aber gerade schien an ihm nichts mehr am richtigen Platz zu sitzen. Das rote Tuch um seine dicken, schwarzen Haarsträhnen war ihm halb über die Augen gerutscht und einen seiner Gürtel musste er von den Knien hochziehen und neu binden.
"Apaniell", keuchte er, hielt dann inne, da er Vhenan sah. Seine Augen, braun und ausdrucksstark, hafteten an ihr, ehe er nickte und beschloss, dass er um ihretwillen nicht geheimnniskramen musste. "Es sind wahre Gerüchte. Die Rumbullion läuft auf Takbal zu."

Einen Moment musste Neome wohl glauben, falsch gehört zu haben. Was sie betraf, hatte sie viele Gerüchte mitbekommen, aber keines vom Schiff ihres Vaters. Sie starrte zu Vhenan.
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 6:33 pm

Ja... da wendet man das Ende der Welt ab und alles was man dafür bekommt ist ein Tritt in den Arsch“, witzelte Vhenan halb ernst, halb amüsiert, weil es so doch ständig lief. „Wenn dir das klar ist, bin ich beruhigt. Wir regeln das schon irgendwie. Wie immer“, meinte die kleine Naihlar abschließend und lächelte wieder munterer. Ja, sie kannten es alle und machten wie immer das Beste daraus, was sollten sie auch sonst tun? Aufgeben war keine Option.

Dann wurde ihr Gespräch von einem ihrer Landsleute unterbrochen und auch Nani staunte nicht schlecht und glotzte Lahmi stumpf entgegen. „Die... Rumbullion? Wirklich?“ Vhenan sah Neome fragend an, die ihren Vater ganz offensichtlich nicht eingeladen und erwartet hatte. Ihr war der alte Kapitän immer ein wenig unheimlich gewesen. Und die neuen Informationen, die Neome in der Spiegelwelt preisgegeben hatte unterstützte nicht gerade ein wachsendes Vertrauen. Wobei das in diesem Zusammenhang auch für Neoms neue... Richtung galt.

Va Tschad! Ist das gut oder schlecht? Er hat einen Riecher für dramatische Momente.
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 7:34 pm

War das gut oder schlecht.
Neome antwortete nicht, sondern rumpelte hinauf in den Stand und auf den Ausgang zu, schlug einen hektischen Bogen, als sie merkte, dass sie ihre Schuhe vergessen hatte und rannte nach nebenan, um sie zu holen. Wieder im Raum löste sie einen ihrer Gürtel, von dem sie bereits jetzt spürte, dass er sie beim Rennen hindern würde, ließ ihn zu Boden knallen, knickte ihren Oberkörper und zog sich, umständlich jeweils ein Bein von sich streckend und dabei um Gleichgewicht kämpfend, erst den einen, dann den anderen Stiefel über.

Lahmi schenkte Vhenan derweil ein angeschrägtes Lächeln. Er war einer jener Naihlar, die wussten, dass Glendrel und Oraudika es gut mit ihm gemeint hatten, als sie ihn mit seinem schönen Gesicht beschenkt hatten. Man sah ihn öfter um die blonden Chiryamädchen herumtänzeln und ihnen wertlose Geschenke machen, die sie für Gaben der Götter hielten. Was sie ihm dafür zurückschenkten ließ sich nur erahnen.
"Komm Vhenan!", forderte Neome, da sie endlich stand und sich unter Lahmis fragendem Lächeln die Hosen hochgezogen hatte. Sie schoss an ihm vorbei, stieß ihn noch an, da er nicht rechtzeitig aus dem Weg kam. "Steh da nicht nur im Weg rum! Weißt du, was lahm in der allgemeinen Sprache bedeutet?"
"Jaja." Er rollte nur, ohne dass ihm sein freizügiges Lächeln zu schief wurde, mit den Augen. "Sie mag mich nicht", raunte er Vhenan entgegen, als sie vorbeikam, dabei lehnte er sich etwas zu ihr hin, aber Vhenan hatte nicht die Zeit, lange darauf einzugehen.
"NENANI! TSCHA!"
Sie musste sich darauf einstellen, den Weg zu den Anlageplätzen zu rennen.
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Mi Aug 24, 2016 8:08 pm

Nani brach nicht in Hektik aus, sie klappte das Messer ruhig zusammen und befasste sich lieber mit dem anwesenden Herren, während die Pakata wieder... hier und da herumwerkte ohne wirklich etwas zu tun. Bis Neome bereit war irgendwo hinzugehen vergingen immer Minuten... wozu also die Eile?

Sie grinste viel lieber zurück und erhob sich vom Boden, um sich mit Lahmi zu unterhalten. Neome war aber ausgerechnet jetzt sehr schnell und schoss pöbelnd an ihnen vorbei. Das brachte Vhenan dazu ungläubig zu blinzeln, die Augenbraue hochzuziehen. War das Vorfreude oder eine unangenehme Befürchtung?

Das weißt du nicht.... wir können ja später weiterdiskutieren“, bot die Kleine an und grinste genauso schelmisch. Dann kam Neomes Ruf und ein Ruck ging durch Nanis Körper.
JAJA ICH KOMM JA SCHON!
Sie brüllte zurück, schob Lahmi im Vorbeigehen aus dem Haus, natürlich nur zufällig auf Körperkontakt aus, und grinste ihm ein letztes Mal entgegen, bevor sie losrannte, um die Pakata einzuholen. Nani sah sie nicht, aber sie hörte Neome zum Hafen scheppern und folgte den Lauten flink, sodass sie sie tatsächlich irgendwann noch einholte.

tbc: irgendwo im Hafenbereich Oo
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Do Aug 25, 2016 3:41 pm

Lahmi lächelte. Er schaute Vhenan einen längeren Augenblick nach. Dann kam er gemächlich hinterher.

Fortsetzung am Hafen von Takbal
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Mallo
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Sa Feb 18, 2017 12:52 am

Als erstes wusch sie sich Hände und Gesicht mit einer Lösung aus Wegerich und Wundalkohol. Staub klebte an ihren Haaransätzen, sie fragte sich, wo der zu dieser Jahreszeit herkam, als sie in den beschlagenen Spiegel ihrer Dachkammer schaute. Mit klammen Fingern zog sie sich feuchte Strähnen von den Schläfen, rubbelte herzlos über die Staubspur und warf sich wieder Kapuze und Umhang über. Fröstelnd, die Gedanken aber fest auf einem Weg, den nur sie sehen konnte, schritt sie zum Schrank und legte sich mit wenigen Handgriffen Papier, ihr altes Tagebuch und ihr behelfsmäßiges Schreibzeug zurecht. Sie wusste, wo sie zu blättern, was sie zu schreiben hatte. Dieser Gefallen war längst so überfällig geworden.

Sie biss aufs Ende des Kohlestiftes, glotzte zwei Augenblicke und sprang wieder auf, um die alte Karte von Ortac auf dem Tisch auszubreiten. Irgendein Tand fiel am anderen Ende des Tisches auf den Boden und schepperte. Ein Kerzenständer vielleicht. Mallo beachtete ihn nicht, sondern fuhr mit dem Finger die Grenze zwischen Ghalm und Naihl ab.

"Kleibenwacht", murmelte sie und maß die Entfernung zwischen dem Turm und der Grenze, zog die Linie weiter und markierte eine Stelle weiter im Westen. Dann atmete sie durch und setzte sich wieder an den Brief. Hustete auf, zog die Nase hoch und schrieb weiter. Ab und zu schmunzelte sie den Worten auf dem Papier zu, amüsierte sich still über etwas. Ihr Magen knurrte. Sie besänftigte ihn mit Isanharz, ohne vom Papier aufzusehen. Dann setzte sie mit Gestus einen Namen auf unter die Schrift, legte den Stift beiseite und atmete tief, um den dreiseitigen Schrieb nochmal durchzugehen. Zufrieden rollte sie ihn schließlich zusammen, legte ihn beiseite, zog sich neues Papier her.... und über diesem leeren Blatt brütete sie sehr, sehr lang.

Noch bevor sie zu schreiben begonnen hatte, stand ihre von Umzugstruhen und Kisten vollgestellte Kammer voll Isandampf. Ein Krug Bier war auch irgendwo hergekommen. Sie starrte aus dem Fenster in die Nacht, die längst vorangeschritten war. Erst als ihr Blick am Stängel des Morgenkelchs hängenblieb, der sich leicht neigte, sprang sie wieder auf und ließ Luft herein. Die Blume kaum mit den Fingerspitzen berührend streichte sie über die Blätter und murmelte etwas Sanftes. Dann schrieb sie.

Dieser Brief verdiente einen Umschlag. Wachs schmolz. Sie presste den Kraken auf Rolle und Kuvert. Dann beschriftete sie die Briefe.

An den Hof Kollenfurt
Östliche Waldgrenze
Zu Händen von Björn und Marga
Ghalm
ORTAC


An seine Eminenz Chattras
Sohn des Serrasthes
Haus Melanes
Zuflucht der O Kosh not Un
Kaiserreich Eterna
SÜDLANDE


"Wünsch mir Glück und ich bring dir, was du willst", sagte sie zum Morgenkelch, als sie die Briefe vom Tisch klaubte und sich in den Morgenstunden noch zum Postamt aufmachte. Fellar würde wieder den Kopf schütteln - über Uhrzeit und Zielorte, wie so oft.
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Sa Jun 10, 2017 10:38 am

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Neome stand im Kapitänshaus. Es war Nachmittag, die meisten waren draußen. In den schattigen Zimmern war es ungewöhnlich still. Sie blickte mit stirnrunzelndem Lächeln auf einen Schrieb hinab, indem Mallo sie um ein bisschen ihrer Zeit gebeten hatte. Schriftlich.
"Als könne sie nicht jederzeit in dieses Haus", murmelte Neome. Dicht hinter ihr hob jemand den Kopf. "Schau mir nicht über die Schulter, Lahmi. Du weißt, dass ich das nicht mag. Weißt du, wo Mallo steckt? Hol sie mir."
Der ausgesprochen schöngesichtige Naihlar schnalzte mit der Zunge, vergeudete eines seiner Lächeln an den leeren Raum und machte sich dann auf den Weg.
"Übrigens", sagte er noch bei der Tür. "Die kleine Vhenan ist auch wieder in der Stadt. Vielleicht nimmst du dir für sie ja auch ein bisschen Zeit. Denn sie wird dich höchstvermutlich nicht darum bitten."
"Höchstvermutlich ist kein Wort", erwiderte Neome und schmunzelte grimmig, obschon ihre Gedanken mit etwas anderem beschäftigt schienen.
"Ich habe es aber gerade gesprochen oder nicht? Also was ist es, wenn kein Wort?"
"Jaja. Geh. Hol Mallo. Und Vhenan...ich such sie selbst auf."
"Vergiss es nicht."
"Lahmi..."
Der schöne Mann lächelte. Er tat es absichtlich nur auf einer Seite, weil er wusste, dass er sich auf diese Weise einen kritischen Charakter beibehielt. Dann ging er, um Malen zu suchen und herzubringen.

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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Sa Jun 10, 2017 4:07 pm

Er fand sie am Platz der Zusammenkunft. Sie hing an einer der Säulen und half den Chirya, Bänder und Grün übers Gestein zu ziehen, Sprüche, Farben und Vezierungen zu Ehren der neuen Nyame. Als Lahmi zu ihnen trat, war sie mit einem Moment unten bei ihm.

"Gib mir zehn Augenblicke", bat sie und klopfte sich die Hände ab, nachdem sie gehört hatte, um was es ging, "Ich muss auf dem Weg zum Kelch, um Neome was zu bringen. Ich flitze sofort."

Sie verabschiedete sich rasch von ihren Landsleuten und schoss die Gassen hinunter Richtung Hafen, verschwand hinter dem großen Tor des Kelchs, grüßte Gwen, hetzte die Stufen hinauf, die auf der linken Seite, die, die zu dem unfertigen Etwas führten, das irgendwann mal ihr Zimmer werden sollte.

Wenige Augenblicke später verließ sie es wieder mit deutlich mehr Luft in den Lungen. Sie trug jetzt ihre hellgrauen Diplomatenrock und unter dem Arm ein großes Glas. So schnell sie konnte fand sie den Weg nach Hause, ohne etwas zu verschütten und stand noch vor Ende der erbetenen 10 Augenblicke vor Neome.

"Von den Chirya", sagte sie, atmete tief durch und hob das runde Glas mit beiden Händen vor Neomes Gesicht. Aufgetürmt darin war eine kleine Insel im Miniaturformat. Durch den Glasbauch sah man, in einem schönen Muster, deren verschiedene Erdschichten. Hellbraun, sonnengelb und nachtschwarz schimmerte Grund, ganz oben bedeckt von Gras. Das Inselchen war umgeben von klarem Wasser, sodass nur der gräserne Boden hinausspähte. Auf ihm wuchsen, der Luft der Glasöffnung entgegen, Steinrosen. "Sie sagen, du sollst uns lange erhalten bleiben." Damit stellte sie das Glas auf Neomes Tisch ab und nahm dann, die Hände senkend und ein wenig wippend, wieder respektvollen Abstand ein.

"Sollen wir hier sprechen?"
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 11, 2017 12:39 pm

Neome war noch dort, als Mallo kam. Sie hatte das Vademecum in den Händen und las, als die Chirya an sie herantrat, sie grüßte und sogar ein Geschenk mitbrachte.
"Ihr sperrt Blumen in ein Glas....", bemerkte sie und bog die Brauen ein wenig. Ihr Lächeln war aber nachsichtig und wusste die Geste - jene, die gedacht war, nicht jene, die sie mittels ihres Satzes ebenfalls hineindeutete - zu schätzen. Und beide schienen zu passen.
"Ja, Mallo, reden wir hier. Es ist gerade keiner da. Du kannst die Tür schließen, damit es so bleibt."
Neome nahm in der Ecke mit den Sitzkissen platz. Lahmi war bereits fort.
"Übrigens kannst du einfach herkommen. Du siehst ja dann, ob ich Zeit hab oder nicht. Es gibt viele, die Briefe schreiben um Kontakt aufzunehmen, aber für dich ist das doch eigentlich nicht notwendig. Du weißt doch, wo ich zu finden bin."
Auf dem Tisch standen kalter Tee und Wasser und ein paar umgedrehte Becher.
"Die Naldar mögen es nicht, wenn Becher mit der Leere nach oben auf dem Tisch stehen", erklärte sie mit einem Schmunzeln. "Ich versuche mich bereits daran zu gewöhnen. So...worum gehts also?"

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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 11, 2017 5:18 pm

"... Oder: Wir nehmen sie in unsere Hände und lassen ihnen Wurzeln und Luft", interpretierte sie das Geschenk nochmal neu. Dann sollte sie die Tür schließen.

Wie so oft ließ Mallo zwei Augenblicke verstreichen, ehe sie reagierte. Sie senkte die Schultern, wandte sich um und schritt zum Eingang. Wenn sie die Tür jetzt schloss, gab es keine Unterbrechungen mehr - und kein Zurück mehr. Sie musste alles richtig machen. Die Chirya biss sich auf die Lippe, warf einen anhaltenden Blick in die Flure des Kapitänshauses, ungewohnt leer heute.

"Ich wollte mich nicht wichtiger nehmen, als Andere", entgegnete sie melodielos, als Neome sie auf ihre Freiheit hinwies, zu kommen und zu gehen, wann immer sie wollte, "Für den Moment." Damit schloss sie Augen und Tür.

"Und ich dachte, die Ouai stellen sie so hin, weil sie so besser trocknen." Sie trug ein Glucksen in der Stimme. Als sie wieder vor Neome stand - sie nahm nicht bei ihr Platz - war sie nervös.

Stell die Frage. Dann siehst du schon, wie es weitergeht.

Sie trat auf der Stelle, richtete sich auf, straffte die Schultern und hob zuletzt das Kinn, um Neome ins Gesicht zu blicken. Ihre Herrlichkeit wusste, das war noch immer selten, und wenn es passierte, dann musste es etwas Wichtiges zu sagen geben. Mallo legte ihre Hände ineinander, als müsste sie sich dringend an etwas festklammern und nichts hatte, außer sich selbst und ihren Gedanken - und wahrscheinlich war das wahr. Und dann stand sie. Eine dünne Birke im Wind, mit Wurzeln aus Stein.

"Weißt du noch, beim Konvent, da hatte ich dir gesagt, du sollst dich mal mit Jael und Vhenan unterhalten. Wegen Ihrer Ideen. Hast du das schon getan?"
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 11, 2017 7:14 pm

"Aber keinen Raum zur Entfaltung..." Mehr sagte sie dazu nicht und ihr Einwand kam auf Mallos und erweiterte nur den Gedanken um eine nächste Ambivalenz.
"Das hat nichts mit Wichtigkeit zu tun. Was ist das überhaupt: Wichtigkeit. Wichtigkeit ist nichts Stabiles, es ändert sich mit der Situation."
Mallo sprach etwas an. Sie hatte es sich wahrscheinlich nicht so erhofft, aber das Vorgehen der Chirya machte, so wie Neome es bisher verstand, keinen guten Eindruck auf sie.
"Setz dich vielleicht erstmal zu mir", schlug sie vor und wartete, bis Malen saß, ehe sie etwas anderes sagte.

"Ich hab in der Tat mit Jael geredet. Er hat ein paar eher unklare als klare Antworten gegeben. Und ehrlich gesagt gefällt mir dieses Darumherum nicht. Du möchtest etwas von mir? Dann sprich es an. Schick mich nicht hierhin und dorthin, damit andere es für dich machen. Wenn du willst, dass andere für dich sprechen, sorg dafür, dass sie es von sich aus bei mir tun. Aber sende mich ihnen nicht nach, damit ich sie dazu auffordern muss, mir etwas zu sagen, was du mir von dir aus nicht angetragen hast."

Sie gab Mallo wenig Gelegenheit, eigentlich keine, sich zu rechtfertigen oder zu erklären, welcher Gedanke dahinter stand, sondern hob die Hand und leitete gleich über:
"Was sollte also dieses Botenspiel. Ist es deine Art, vorsichtig darum zu bitten, die Oshead anführen zu dürfen? Kläre mich jetzt auf."

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Mallo
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 11, 2017 11:14 pm

Atemlos ließ Malen sich auf ein Kissen sinken, Neome gegenüber und betrachtete ihr Gesicht. Als Ihre Herrlichkeit fortfuhr, weitete sie die Augen. Halthalthaltneineinein. Sie tat es, sie drehte ihr die Gedanken im Kopf herum, wie sie sie niemals gemeint hatte, sie musste das aufhalten, das-

"Ich-"

Mallo hob in Verteidigung die Handflächen und als Neome ihr das Wort abschnitt, zwangen diese ihre Stirn in die Tiefe. Sie kniff die Züge zusammen, als stellte sie sich vor eine überhaushohe Welle, die sie überrollen wollte. Alles, was sie sich vorher zurechtgelegt hatte, alle Argumente, alle Barrieren, jeder Schutz vor diesem Blick, jeder innere Kniff, das alles fiel in sich zusammen und schwirrte ihr mit einem Mal im Kopf, dass er zu platzen drohte. Malen nahm ihre Kräfte zusammen. Und als Neome ihre letzte Frage stellte, klappte sie die Finger zu; und schob mit eiserner Willensfaust dem Chaos in sich den Riegel vor.

"Nein."

Sie senkte die Hände.

"Gerade jetzt bitte ich dich nur um eine Sache. Lass mich ausreden."

Sie zwang sich in die Gerade. Ließ zwei Augenblicke verstreichen. Sah Neome an. Hob wieder ihr Kinn. Und begann.

"Beim Konvent hab ich dich gefragt, ob du schon eine Idee hattest, wer die Oshead anführen soll, wenn du das nicht mehr könntest. Du hattest noch niemanden auf dem Plan. Ich hab nicht weiter auf dich eingeredet, weil ich wusste, du entscheidest früher oder später, und es wird richtig sein. Weil nur du das entscheiden kannst.

Später... sagten Leute etwas zu uns, das mich sehr beschäftigt hat. Zwei Dinge. Samara sagte etwas, worüber auch du am ersten Abend schon mit uns gesprochen hast. Dass sich alles verändern wird. Dass wir dich, wie du warst, verlieren. Und dass es richtig so ist. Dass es so sein muss. Und ich hab ihr geantwortet, dass wir das wissen.

Und zu dir sagte jemand klug: Behalt dir deine Leute."

Sie führte die Hände sich an den Nasenrücken, drückte für eine Sekunde ihre Stirn dagegen und fuhr fort.

"Als ich das erste Mal nach der Krönung vor dich trat, sagtest du, du willst mich nahe bei dir behalten und mein Herz ist fast geplatzt vor Ehre. Aber je mehr Zeit verging, umso mehr hab ich mich an alles erinnert, was unsere Freunde und Verbündeten gesagt haben, umso mehr hab ich selber nachgedacht. Und ich habe diesen deinen Wunsch... wie einen Segen... und ein Sorgengeschwür mit mir herumgetragen."

Ihre Stimme zitterte.

"Weil es das Schlimmste für mich ist, mich zwischen dir und den Oshead entscheiden zu müssen."

Sie schluckte, biss die Zähne zusammen, mahlte mit dem Kiefer.

"Und dann kam mir, dass ich das vielleicht gar nicht muss. Ich bin dir treu und sterbe für dich, wenn es sein soll. Ich hoffe, nach den vergangenen drei, fast vier Jahren weißt du das. Aber damit ist es nicht getan. Die Oshead brauchen dich. Sie brauchen jemanden, der sie zusammenhalten kann, dem sie folgen können und wollen, nicht nur als Leitfigur, sondern als einer von ihnen, zu dem sie immer kommen können, dem sie sich anvertrauen können. Sie brauchen dich wie die Elemente Magica brauchen, um nicht auseinanderzudriften, mit all ihren Wünschen. All ihren Zielen. All ihren großen und kleinen Problemen. Du kannst nicht mehr für sie da sein - nur für sie. Das darf nicht sein. Denn du bist das Land und wir müssen dich mit allem teilen, was hier lebt.

Also hab ich nachgedacht, wie ich dieses Problem lösen kann."

Während sie von den Oshead sprach, war ein Funke in ihrem Blick aufgekeimt. Er versengte das Grau des Zweifels in ihren Augen, als sie Neome ansah. Diese Frau ihr gegenüber, die der Welt entrückt war und doch so nah mit ihr verschmolzen, wie einem Sterblichen nur möglich. Diese Gestalt, die so viel größer geworden war, als sie alle. Diese Herrscherin, in deren langem Schatten sie jetzt saß und darum kämpfte, sich zu behaupten.

"Und ich weiß jetzt, was ich will."

Neome hatte den Mithray'Kor und den Siedlern versprochen, den Zweifel auszumerzen. In Mallos Augen hatte sie es längst geschafft.

"Ich hab von Anfang an gewusst, dass es richtig war. Ich hab gewusst,", sie senkte den Zeigefinger wie ein Messer senkrecht auf den Tisch, "dass du es schaffst. Und dass die Elemente sehen, dass du gut für dieses Land bist. Beim Konvent hab ich dich durch diese ganze Scheiße begleitet, Neome, und ich hab gesehn, wie stark du bist... und dadurch erkannt, wie stark ich selbst sein kann. Und, dass ich so stark sein will.

Ich will mich nicht mehr hinter der Einfachheit eines Befehls verstecken. Hinter denen, die scheinbar schneller, scheinbar besser, scheinbar klüger sind. Ich kann mehr. Ich will mit einer Hand dich halten, wenn du es brauchst und mit der anderen die Oshead, die dich brauchen. Ich will der Stein an deinem Fuß sein, der dich an deine Leute bindet, egal, was passiert. Ich will, dass dein Wille durch mich zu ihnen geht und durch sie zu dir zurückkommt. Ich will dein Freund sein... der nah bei dir geht und deine Leute zu dir bringt."

Ihre Nase brannte längst. Aber sie hatte helles Feuer gefangen. Ihre Hand, auf dem Tisch liegend, zitterte.

"Wenn du mir deine Frage jetzt nochmal stellst: Ist das meine vorsichtige Art, dich zu bitten, anführen zu dürfen, antworte ich dir jetzt nochmal:

Nein.

Ich will... in deinem Namen... und mit deiner Erlaubnis... die Oshead anführen."
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 11, 2017 11:25 pm

"Eine bewegende Rede."

Neome verspottete Mallo nicht. Sie meinte es, wahrscheinlich, so, wie sie es sagte. Ihr Blick ließ dabei wie immer mehr Distanz entstehen als ihr Tonfall.

"Aber warum glaubst du, dass ich den Oshead einen Anführer diktieren kann? Du glaubst, du musst mich überzeugen? Sie sind es doch, die dir folgen sollen, Mädchen."
Es hätte sehr belehrend klingen können, aber diesmal hatte es die Melodie einer wohlmeinenden Erinnerung.
"Ich glaube, dass du sie überzeugen kannst, wenn du so zu ihnen sprichst wie gerade zu mir. Ich hätte dich gern in meiner Nähe, das ist wahr. Aber das soll kein Sorgengeschwür für dich sein. Wenn du lieber bei ihnen bleibst, dann bist du frei, es zu tun. Aber Mallo. Mach nicht den Fehler zu glauben, dass du an zwei Orten zugleich sein kannst. Manche Entscheidung lässt sich aufschieben, aber nicht aufheben. Wenn du die Oshead, wie du sagst, in meinem Namen führen willst, dann wirst du oft bei ihnen sein müssen. Und ich werde den leeren Fleck, den du an meiner Seite in dieser Zeit hinterlässt, anders besetzen müssen. Ich will, dass du dir dessen bewusst bist."

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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Sa Jun 17, 2017 11:13 pm

Ihr Ausatmen war zittrig; Aber Neomes Worte beflügelten ihren Geist und schenkten ihr etwas Ruhe. In einer bemüht beiläufigen Geste wischte sie sich einmal übers rechte, dann übers linke Auge und sah wieder auf. Mahlte mit dem Kiefer und nickte. Als sie antwortete, war ihre Stimme fester und ruhiger.

"Das ist die beschissenste Entscheidung in dieser Situation", befand sie und lächelte unfroh, "Klar kann ich nicht überall gleichzeitig sein. Aber ich kann Wege finden, die so nah da rankommen, wie möglich. Es ist doch so. Wenn ich etwas kann, dann Wege finden. Das hab ich mein Lebtag gemacht. Und ich mein das wörtlich wie bildlich. Ich bin viel gereist im Reich. Ich kenn die schnellsten Routen und viele Boten. Und wenn man selber etwas nicht kann, dann kann man dafür sorgen, dass jemand anders es kann, das haben wir doch erst wieder mit dir gelernt."

Sie musterte Neome und konzentrierte ihren Fokus auf die Schönheit der Naihlar, auf ihre Weisheit, die da sprach und auf alles Gute und Gütige, was sie von ihr kannte. Daran appellierte sie.

"Es wird doch eine Weile dauern, bis du weißt, was du mit uns anfangen willst, oder? Vielleicht... gibt es am Ende gar kein Entweder-Oder. Vielleicht werden die Oshead dich begleiten. Entweder geschlossen, oder auf jede Reise in irgendeiner Konstellation. Das ist zum Beispiel etwas, das ich tun kann. Ich kann dafür sorgen, dass du stets jemanden von uns um dich hast, wenn du reist. Ich kann die von uns zu dir bringen, die du brauchst und sie als deine Hand zusammenhalten. Und deine Wünsche an sie tragen und sie mit ihnen gemeinsam umsetzen.

Ich bin doch auch so oft bei ihnen. Vielleicht so viel wie keiner sonst. Deswegen glaub ich ja so fest daran, dass es mir gelingen kann. Weil sie mir vertrauen. Sie vertrauen sich mir an. Und ich hör sie und mein Wunsch ist, jeder Seele der Oshead Frieden zu bringen, so weit ich kann. Damit sie stehen und gehen und kämpfen können für dich und für sich und für Shäekara. Das war schon die letzten Jahre über so. Ich will das nicht aufgeben. Wer soll das sonst tun? Wer wird sich um die Neuen kümmern, die sich uns anschließen? Ich hab auch oft eine kurze Zündschnur und bin manchmal grob... aber ich liebe unser Volk."

Mallo wälzte mit den Lippen und senkte den Blick. Und lachte dann auf.

"Und unser Volk ist manchmal blöd, wenn ihm nicht jemand sagt, wo es langgeht."

Dann richtete sie sich wieder auf und fuhr beschwingter, aber mit Ernst fort.

"Den leeren Fleck an deiner Seite", wiederholte sie und eine Spur Trauer schlich sich in ihre Augenwinkel, aber sie lächelte mit Akzeptanz und Wohlwollen, "Der ist doch schon gefüllt." Wieder sah die Chirya zu Neome auf. Sie war schon letztes Jahr voller Gunst für den kleinen Hofmagier gewesen und voller Dankbarkeit. "Miro ist jetzt dein nächster und treuster Begleiter und das ist gut so. Und Vhenan liebt dich sehr. Du wirst Dinge jetzt mit anderen Leuten tun müssen, so wie du es versprochen hast, Dinge, bei denen ich dir nicht mehr helfen kann, nicht mehr so wie früher. Du wirst bestimmt auch allein viele Dinge tun müssen und da dürfen wir uns nicht einmischen mit unserem Zeug. Aber wir können in der Nähe sein. Ich werd auch oft bei dir sein müssen. Wie sollen die Oshead sonst erfahren, was dir wichtig ist und was sie für dich tun sollen? Das geht nur, wenn du und ich uns nicht aus den Augen verlieren - oder wer auch immer für dich mit ihnen sprechen soll. Und natürlich muss ich dich dafür zuerst überzeugen. Ich weiß, wieviel dir an den Oshead liegt. Und du bist unsere Pakata, und du wirst es immer bleiben. Wenn du Shäekara nicht ganz den Rücken kehrst, wird es einfacher. Du waltest immer noch über uns, egal, wer da nach dir kommt. Und ich maße mir mit keiner Faser an, dir das abzunehmen. Das überhaupt zu wollen. Das ist doch Blödsinn. Aber ich will dir das erleichtern. Und genau deswegen bin ich hier und kämpf um deine Gunst in dieser Sache. Du kannst mir diese Aufgabe nicht guten Gewissens geben, wenn du nicht sicher bist, dass ich das gut mach."
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 18, 2017 7:04 pm

"Es ist alles sehr vage", sagte sie schließlich, die Stimme mild und gleichsam streng entschlossen. "Du kommst zu mir und sagst du willst etwas anführen, von dem du noch gar nicht weißt, wie es aussehen wird?"

Auf die Sache mit Miro sagte sie nichts. Ein paar scharfe Linien, die ihren Ausdruck verändert hatten, hatten aber während Mallo noch gesprochen hatte, Ungunst gezeigt. Nicht gegenüber ihrem Neches'Re. Auch nicht gegenüber Mallo. Mehr aufgrund dieses Vergleichs, den die Nyame, so schien es immerhin ihrer Miene nach, nicht anerkannte.

"Willst du Kastellan werden?", fragte sie dann. "Denn es wird wohl jemand aus dem Kreise der Oshead werden, nehme ich an. Und wenn ein Kastellan unter den Oshead ist, kannst du ihn schlecht anführen." Ihre Augen engten sich. Es klang nicht wie eine Frage. So wie Neome allerdings dreinschaute mochte es sehr wohl eine sein.

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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   So Jun 18, 2017 8:26 pm

Die Chirya weitete kurz die Augen, als das Wort "Kastellan" fiel.

"Kastellan? Das ist... ein ländlicher Titel. Oder versteh ich das falsch? Das ist doch das, was du noch bist... das Oberhaupt von Shäekara. Einer, der das Lehen verwaltet und dort der oberste Richter ist. Um das zu tun,... muss der Kastellan dem Land doch die meiste seiner Zeit verbunden bleiben und dort sein. Nein..." Sie klang nachdenklich. "Das ist doch ein politisches Amt. Was ich für mich vorstelle, hat nur zum Teil mit Shäekara zu tun. Zu einem guten, aber nicht nur... Mir geht's um die Leute und die, die aus Shäekara mit dir ausrücken, um in deinem Namen zu handeln. Ja... dummerweise kann ich nicht ganz unvage sein. Es verändert sich ja alles. Auch die Oshead verändern sich und wer weiß, wie es mit den Expeditionen weitergeht. Wie sie aussehen werden. Ich hab dir vorgeschlagen, zu versuchen, dass sich daran so wenig ändert wie möglich... damit du dir unserer sicher sein kannst. Dass wir mit dir ziehen und in der Nähe bleiben, wenn etwas ansteht. Dass wir dich in den Krieg begleiten und sofort handeln können, wenn du Not siehst. Und ja, natürlich bleibt es an ihnen, ob sie mich akzeptieren. Ob sie das überhaupt wollen. Eine neue Rolle unter dir, die sie führt. Vielleicht wollen sie auch keinen, sondern alle zusammen entscheiden. Ist auch möglich. Aber..." Sie musste den Blick kurz abwenden, eine unwohle Miene, die sie Neome nicht unbedingt frontal präsentieren wollte: "Ich hab es letztens zu Vhenan schon gesagt. Auch dann will ich mein Bestes dafür tun, dass die Oshead die Oshead bleiben, damit du uns nicht aufgeben musst. ... Kastellan, Anführer, wie auch immer... Ja, ich kann als Anführer nicht über einen Kastellan entscheiden, aber das... sind zwei unterschiedliche Bereiche? So wie... ein Anführer nicht dem Heerführer reinredet und andersrum. Oder was meinst du?"
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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Di Jun 20, 2017 3:02 pm

Neome hörte zu. Sie ließ sich nicht ansehen, ob ihr die Idee gefiel. Oder der Vortrag. Sie schenkte Mallo ihr Interesse, aber dieses Geschenk war nur zu teilen barmherzig. Zu anderen Teilen war es harsch.

"Ich meine das, was ich gesagt habe", sprach sie dann, abermals mild und forsch zugleich. Die Milde lag in ihrer Stimme, die Forschheit im Blick. "Wenn der Kastellan aus den Reihen der Oshead sein wird, besteht ein Widerspruch. Nicht nur, weil zugleich du auf den Kastellan und der Kastellan auf dich hören müsste. Auch weil die Oshead auf den Kastellan zu hören haben. Und dabei sollen sie gleichzeitig auf dich hören? Oder willst du über dem Kastellan stehen? Du musst verstehen, dass es diese Situation bisher nicht gab, denn die Kastellanin hat die Leute angeführt. Es kam sich nichts in die Quere."

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BeitragThema: Re: Das Kapitänshaus   Heute um 2:15 am

"Das stimmt", sagte sie und nickte auffassend, "Bisher war's so. Aber mein Ziel ist Einigkeit. Nicht die Quere. Kannst du das nicht bestimmen? Wer über wem steht? 'Kastellan' ist doch ein Titel. Menschgemacht. Was passiert, wenn er das Sagen zuhause hat und ein Anderer das Sagen unterwegs? Wenn sie sich die Arbeit teilen und zusammenarbeiten?"
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Das Kapitänshaus
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