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 Der Hafen von Takbal

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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   So Aug 28, 2016 12:40 pm

Avraim interessierte sich nicht für du oder Euch. Aber er interessierte sich für Respekt, den er von beiden in aureichendem Maß empfing, wenn ihm auch nicht entging, dass jene beiden einander gegenüber weniger freigiebig waren mit diesem wertvollen Gut.
Er sagte zuerst nichts und nickte die Beschlüsse nur ab, wie wenn sie ihn gar nicht beträfen.
"Ich weiß nicht, worauf dein Unfrieden mit diesem Mann beruht, Vhenan", sprach er dann umso plötzlicher aus einer Haltung der Ruhe heraus, da der Statthalter schon los gegangen war und Lahmi noch unschlüssig in der Schwebe stand und nicht wusste, wem von beiden er sich anschließen sollte. "Und ich bezweifle, dass es mich angeht. Aber ich hoffe, du vertiefst deinen Streit nicht um meinetwillen." Seine guten Absichten untermauerte er mit einem seiner grimmen Blicke. Dann wollte er sich bereits der Rumbullion zuwenden. Er rechnete damit, dass seine Tochter zu ihm käme.


Lahmis schlanke Finger fuhren an seinen Hinterkopf und umschlossen die Mannigfaltigkeit dicker, schwarzer Zöpfe. Er wartete, blickte Vhenan entgegen und schenkte ihr den Anreiz eines aufmunternden Lächelns, zusammen mit einem Kopfrucken zum Kartenhaus. Er würde mit ihr gehen.

[Forsetzung im Kartenhaus]
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   So Aug 28, 2016 2:17 pm

Vhenan nickte Neome zu und wollte sich Lahmi ohne Umschweife zuwenden, als Avraims Worte sie trafen und sie seinen Blick noch einmal erwiderte. „Das entscheide nicht ich allein“, antwortete sie, bevor sie ihre Worte stoppen konnte, lächelte aber am Ende wieder halbwegs freundlich. „Es freut mich dich wiederzusehen.“ Sie verbeugte sich ein letztes Mal ansatzweise, um zu demonstrieren, dass sie sehr wohl verstanden hatte – Anweisungen beider Pakata – und folgte Lahmi dann in Richtung Kartenhaus. Sie war noch immer wütend und griff nach der Kette, die die Pakata ihr für den Feldzug geschenkt hatte. Terra... war das wirklich gut, um sich zu erden? Sturheit? Wahrheit und Gerechtigkeit? Aus diesen Gründen war sie ja wütend und dieser elementkram egab wieder überhaupt keinen Sinn in ihrem aufgewühlten Gemüt. Sie ließ die Kette wieder los, brummte einmal und versuchte sich zusammenzureißen.

Tbc: Kartenhaus

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Mallo
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Fr Jun 02, 2017 7:47 pm

Wenige Tage nach dem Konvent 15 n.d.E.

Sie war seltsamerweise erleichtert gewesen, dass es zumindest bei Clodrig nichts Neues gegeben hatte, zumindest "_noch_ nicht", wie der alte Blumenbauer es stetig unterstrichen hatte. Zu viel war in den letzten Tagen passiert, zu viel Aufwühlendes. Sie hatte dem Morgenkelch das Köpfchen gestreichelt, mit ihm gesprochen und die Ehre zuteil werden lassen, wieder Zeuge einer Aussetzung seiner Kameraden zu werden, sie hatte sich dieser Routine wieder angenommen als eine der ersten Sachen hier unten in Gutenbucht.

Den Gedanken an den Nachmittag hatte Malen heruntergedrängt, bis es nicht mehr ging. Sie hatte sich beschäftigt gehalten und fröhlich, hatte viel Zeit mit ihren Freunden verbracht. Die Stimmung, seit die neue Nyame und die Männer und Frauen aus dem Jadekrieg zurückgekehrt waren, war leichtherzig und ansteckend und die Chirya gab diesem Gefühl nur zu gerne nach.

Um die fünfte Stunde, das hatte sie gesagt, das hatte sie von ihm verlangt. Als es nicht mehr ging, fand sie sich zwischen Kai zwei und drei ein, lehnte sich an die Wand einer Fischerhütte mit Blick auf die Straße, rauchte Harz und wartete.
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Jael

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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   So Jun 04, 2017 6:23 pm

Wenige Tage nach dem Konvent 15 n.d.E., einige Zeit davor

"Freund, es ist soweit, ich sollte dich wecken!"
Bleib liegen, lass die Augen zu, ignorier ihn.
"Freund, hörst du mich, es ist Zeit!"
Noch ein paar Minuten. Verdammt, jetzt hast du die Augen doch geöffnet.
"Freund, ich komm jetzt hoch, hörst du? Und schütte Dir Wasser ins Gesicht, wie befohlen!"
Leuteschinder
"Ja, ja, ich bin doch wach! Bleib unten, bleib weg, ich bin wach!"
Jael, bis gerade eben in seiner Hängematte liegend, kämpfte sich schwerfällig in einen Sitz und rieb sich mit der flachen Hand über das Gesicht. Auf der Treppe, die zu seiner kleinen Dachterrasse hinauf führte, vernahm er die Schritte des umkehrenden Abad und dessen Versprechen, mit dem Wassereimer wieder zu kommen, sollte er nicht klar vernehmen, dass Jael auch wach bliebe. Treuer Mann, Jael musste lächeln. Unter Ächzen quälte er sich in den Stand, streckte die Glieder in alle Richtungen von sich und schüttelte sie aus. "Huuuuaaah", gähnte er und schmatzte auf eine Art die wenig Zweifel daran ließ, dass er sich am liebsten wieder hingelegt hätte. Er roch an seiner Achsel und verzog dann den Mund. "Waschen, definitiv." Irgendwie war die Zeit nach dem Konvent wie im Flug vergangen und doch stehen geblieben. Wie von einer riesigen Welle erfasst, die einen herum schleudert bis man oben und unten vergisst, hatte Jael sich mitreißen lassen, ohne so recht auf das hier, das jetzt, das wann, das wo zu achten. Er blinzelte. Nach ein paar Augenblicken und nachdem ihm aufgefallen warl, dass er vor sich hin starrte, begab er sich dann zu einer der Gießkannen die, neben den Tomatenstauden, den restlichen Pflanzen und all dem anderen Zeug, dass man zum Gärtnern brauchte, seine kleine Dachterrasse bevölkerten und schöpfte sich Wasser sich ins Gesicht. "Besser", befand er und rieb sich den Nacken mit kalter, nasser Hand. "Und besser du wäscht dich, denn irgendwie stinkst du ziemlich. Macht eine bessere Figur, wenn der Alte dich durch die Stadt jagt."

...

Jael hatte sich in Schale geworfen, zumindest nach seinem eigenen Maß, trug ein anständiges Wams, saubere Schuhe, Ringe an den Fingern und Bänder im Haar, wie es sich für einen Chirya geziemte. Auch hatte er auf einen Hut verzichtet und zumindest beim Verlassen des Hauses mochte man etwas von der gesetzten, ehrbaren Gestalt erahnen, die er abzugeben gedachte.
Als er aber fast zwanzig Minuten später am Hafen um eine Ecke bot, war von diesem Ansinnen nur noch die Hälfte zu erahnen.
Es fehlten ihm einige der Ringe, dafür zierte ein neuer Strohhut sein Haupt, das Wams, den Gehrock trug er nicht länger am Körper, sondern achtlos über der Schulter und unter seinem Arm glotzte starr ein toter, in Tuch geschlungener Fisch hervor den er auf seinem Weg von dort nach hier aufgegabelt haben musste.
So, mit jovialem Gang und knackenden Gelenken schob er sich durch das geschäftige Treiben an den Kais, nickte hier ein paar Naihlar zu, zwinkerte dort einem Mädchen entgegen, tauschte ein paar Worte mit zwei vierschrötigen Ghalmaren und kam so in Malens Blickfeld, der er erst zu winkte und vor der er dann langsam zum stehen kam.
"Hier, für dich!" Sagte er und warf ihr, kaum, dass er ihre Aufmerksamkeit hatte, eine Tomate zu. "Eine von meinen!"
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Mallo
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Mo Jun 05, 2017 6:14 pm

Sie war weggerückt und musterte die Welt, ihre Welt, durch einen Harzschleier, aus dem Schatten des Fischerverhaus heraus. Sie erwischte sich dabei, wie sie an nichts dachte, sondern starrte, beobachtete. Wie zwei Männer eine schwere Kiste aus einer Kogge hievten. Wie ein Junge mit einer Hauttrommel an ihnen vorüber zum Kaufmann wackelte, um den um sein Geld zu bebetteln. Wie eine Möwe am Ufer einen toten Fisch ausnahm.

Sie hatte sich bereits Gedanken darüber gemacht, was zu tun, sollte er nicht kommen. Einen Blick aufs Chronometer geworfen, richtete Malen die Zeiger gegen die Sonne. Noch in der Zeit. Sie zog am Harzkolben und lehnte sich wieder zurück. Wieviel würde sie ihm schenken? Eine Viertel Stunde? Eine halbe? Sie stellte sich vor, wie es sein würde, nicht mehr mit ihm zu reden, probierte sich in Gedanken diese Situation an, verzog das Gesicht. Rieb sich über den tätowierten Arm. Sie trug Leichtes: Ein schillerndes Leibchen in Königsblau, eine weiße Hose und war umgurtet mit einer Tasche und einem kleinen Messer. Wenig genug fürs Sommerwetter, viel Genug für alles Wichtige am Körper. Das Haar in einem dicken Zopf zusammengenommen, wie auf den Feldzügen. Nichts sollte ablenken.

Als sie ihn bei zwei Kerlen aus Ghalm entdeckte, lächelte sie - und bewegte sich nicht aus ihrem Schatten, sondern zog wohlig die Schultern an. Sie schaute ihm entgegen, er winkte, sie nickte weit. Ihre Brauen zuckten bei den kleinen Details, die sie an seiner Aufmachung ausmachte (Ringe, schön, Bänder, schön, Wams - woher?, Fisch - va tschad?) und als sie dem toten Tier unter Jaels Arm ins Gesicht sah, zwang sie das absurd berührte Lächeln herunter (es wehrte sich nachhaltig).

Ehe sie ihn zuerst grüßen konnte, flog eine Tomate; Mallos Reflex siegte und sie fing sie mit beiden Händen, zwischen Handfläche und Harzkolben, auf Herzhöhe und glotzte eine überraschte Sekunde.

"Danke", sagte sie verblüfft, bevor sie zu Jael aufsah und den Kampf gegen ein Lächeln, ein kleines, aufgab. "Warum das?", fragte sie, nickte grob in Richtung des Fisches. Dabei fuhr ein Impuls durch ihren Körper, stieß sie von der Wand ab. Sie steckte den Harzkolben in die Tasche und roch lange und frohgemut an der Tomate, während sie, dem Impuls mit den bloßen, breiten Schultern folgend, schon eine Gehrichtung anstrebte und Jael die freie Hand hinhielt. Deutlich wurde: Sie respektierte seine Zeit, dass er sie erübrigte und wollte sie nicht verschwenden; und was sie von ihm oder für ihn wollte, war nicht hier.

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Jael

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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Mi Jun 07, 2017 11:41 am

"Warum nicht? Hat mir die Fischfrau geschenkt, als Dank für meine Hilfe mit einem schiefen Fenster," antwortete er leichthin und hob Malen, schon im Begriff gar nicht erst anzuhalten sondern ihr zu ihrem nächsten Ziel zu folgen, den Fisch mit beiden Händen wie zu Kuss oder Konversation entgegen. Mit verstellter Stimme fuhr er fort, "Hallo, ich bin Rotbarsch, Jaels Anstandsdame! Ich passe auf, dass er nicht in Widrigkeiten gerät!"
'Der Fisch' hätte vielleicht noch mehr zu erzählen gehabt, doch noch während die Worte Jaels Mund verließen, überkam diesen ein nachdenklicher Zug. Als er weitersprach, klang er ernst. "Apropos, hast du etwas von Robart gehört? Den habe ich schon ewig nicht mehr gesehen!" Er klemmte sich den Fisch wieder unter den Arm und ergriff mit fischiger Hand die Ihre. "Manchmal kommt es mir vor, als wären wir schon ewig hier... ."
Hinter ihnen krächzten die Möwen, schwappte das Wasser gegen muschelverkrusteten Stehlen und zog sich die See in endlose Ferne, bis weit hinter den Horizont, wo irgendwo Ortac wartete, ihre alte Heimat, das Land ihrer Väter und Väters Väter, das Land ihrer Vergangenheit.
Jael blickte die Straße entlang, sein Auge zuckte. Er blickte auf die Häuschen und Zelte, das Gemisch der Völker und die Terrassen hinauf bis an den Rand der Gutenbucht. Er blickte auf das Land ihrer Kinder, das Land ihrer Zukunft. Ohne es zu wollen, lächelte er.
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Mallo
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Fr Jun 09, 2017 2:11 am

Mallo verzog das Gesicht und lehnte sich weg von dem Fisch, wie ein Kater, der an einer Zitrone gerochen hatte. In ihren Wangenknochen saß noch immer der kleine Junge, der sie all die Jahre über gewesen war.

"Oh Mann. Und jetzt schleppst du den Toten mit dir rum? Lass ihn zuhause kaltstellen, sonst wird er... schlecht..." Sie bremste selbst im Wort. Und die Gründe dafür spiegelten sich eben auf ihrer Stirn, als sie den Blick überschattet auf einen blinden Fleck vor sich lenkte. Zuhause. Und ein totes Tier, das schlecht wird. Das war einer dieser kleinen Momente, in denen die Gegenwart gewaltvoll sich offenbarte und man feststellte, dass das, was gewesen war, ein anderes Leben war, als das, was war...

Mit der ausgestreckten Hand schlug sie nach Jaels Arm; Ein Lächeln saß wieder in bitteren Mundwinkeln. Als ihre Hände sich festhielten, schloss sie die Augen, striff den Gedanken von eben schaudernd ab und griente breit zu ihrem Bruder, ihrem Freund, ihrem... Jael hinauf und erwischte ihn dabei, wie er die Straße vor ihnen, die Landschaft hinaufsah und etwas zulächelte, was wahrscheinlich nur in seinen Gedanken gerade Sinn ergab.

Hinter den Terrassen würde die Sonne bald untergehen. Mallo atmete einmal tief, musterte im Laufen sein Profil und sah dann wieder nach vorn.

Sie mussten nicht weit laufen, nur eine der kleinen Parallelstraßen wieder hinauf, die das Volk üblicherweise zum Hafen nahm. Schweigend führte Malen Jael um einen Zypressenbaum herum und sie kamen vor dem Tor eines helllehmernen Hauses zum Stehen, mit breiten Fassaden und zwei Stockwerken. Eines der größten hier in der Gegend. Ein Schlüsselbund klimperte in Mallos Hand; dann schob sie das Tor auf. Ein kühler Hauch wehte ihnen entgegen aus dem dunklen Inneren. Und die Chirya machte ihrem Lehrer den Eingang frei.

"Willkommen im Kelch und Rose", sagte sie leise, als sie ihn passieren ließ. In ihren Augenwinkeln glänzte Frohsinn.

Innen gewöhnten sich die Augen schnell an den Lichtwechsel. Ein halbkreisförmiger Schankraum begrüßte Jael, der sich nach einem weiteren Lichtfleck, einem kleinen, begrünten Innenhof im Zentrum des Hauses, öffnete. Wenige Gestalten frequentierte die noch-nicht-eröffnete Taverne an diesem Nachmittag: Eine Gruppe Zocker, zwei festgefahrene Säufer an vereinzelten Tischen. Doch Malen ließ ihm nicht viel Zeit, sich genauer umzusehen.

"Hier lang", sagte sie nur und winkte ihn mit sich, einige Schritte durch die rechte Seite des Schankraums, einer Treppe entgegen, die nach oben führte.

Im Innenhof konnte man die Silhouetten eines jungen Mannes und einer Frau erkennen; Sie saß auf seinem Schoß und sie sprachen leise miteinander, einander zugewandt. Über ihren Köpfen hallten Schritte über das Holz der Galerie, die den Innenhof ein Stockwerk weiter oben säumte und ein Mann in schäbiger, dunkler Klamotte, scheppernd vor Werkzeug und Tascheninhalt, kam ihnen entgegen, die Treppe zur Galerie hinab. Er nickte den Chirya zu.

"Hallo auch", entgegnete Mallo mit einem Nicken. Dann ging sie ein paar Stufen voraus und wandte sich nach Jael um.

"Ich hab dir etwas versprochen", sagte sie, als sie oben waren. Der Treppenabsatz endete vor einer Tür, und genau davor blieb Malen stehen und wühlte in ihrer Tasche. "Dass du etwas bekommst, wenn wir wieder da sind." Wieder klimperte der Schlüssel in ihrer Hand. Sie biss sich auf die Lippe und drehte ihn im Schloss.

Auf der anderen Seite des Zimmers blickten sie aufs Meer hinaus.

Es schillerte unter ihnen im Gold der untergehenden Sonne; tückisch und scheinbar friedlich und malerisch. Vor dem Fenster blühten Veilchen und Ringelblumen in ein paar Tontöpfen, die silberne Pinselmalereien trugen. Malen durchmaß den Raum zielstrebig und blieb vor den Blumen stehen, prüfte die Feuchtigkeit der Erde und den Zustand der Blüten. Dann atmete sie die Meerbrise aus dem offenen Fenster, wandte sich um, sah Jael entgegen und führte, darbietend, die Handflächen auseinander.

Alles in allem war der Raum ein kleiner und jedes Möbelstück war mit einer Menge einfacher Hände angefertigt worden, das würde Jael nicht entgehen. Aber jemand hatte, trotz einfacher Mittel, ein bisschen in Tasche und Ideenkiste gegriffen, um das Beste und Schönste aus jeder Anschaffung zu holen - als besorgte er für einen Gast, dessen Detailwahrnehmung dem Erschaffer kein Geheimnis, sondern sehr vertraut und lieb war.

Zu Jaels Linken stand ein niedriger, weiß gestrichener Tisch mit einer hellen Decke. Er trug ein Teekännchen mit Verzierungen aus bunten Glassplittern und ein paar ähnlicher Becher. Kissen, bestickt mit Gold- und Silberfaden und grauem Leinen, lagen darumherum, zum Sitzen einladend. An der Wand eine Reihe von drei mächtigen Truhen - für Kleider, Taschen und sonstige persönliche Habseligkeiten.

Zu seiner Rechten erstreckte sich ein hoher und längerer Tisch - ein Schreibtisch, eine Ablagefläche für die zahlreichen Bücher aus den drei Regalen dahinter. Ein Sessel, bespannt mit weichem Grau, stand daneben in der Ecke.

"Ich hab gesammelt", sagte Mallo und klang ein wenig zaghaft, als sie auf die Regale deutete. Sie rochen noch nach frischem Schliff. "Du liest doch so gern. Hier ist alles, was ich sammeln konnte. Ein paar Chroniken, Abenteuergeschichten, Abhandlungen über Mythodeas Magie... das sind nicht viele. Bisschen Schund." Sie griente schräg. "Und das Vademecum. Und... ein paar Bücher von Zuhause."

Zuhause.
Ein anderes, ein altes Zuhause. Eines, das in den beiden Seelen in diesem Raum weiterlebte.

Zwei helle Paravents mit dezenten, verschlungenen Ranken, die nur im richtigen Lichteinfall zu sehen waren, trennten Sitz- und Leseeck vom Rest des Zimmers. Malen versuchte, Jaels Blick zu erhaschen. Dann winkte sie ihn mild zu sich.

Hinter dem Paravent auf der rechten Seite würde Jael ein Wascheck finden, mit einem Ofen, dem nötigen Geschirr aus weißem und blauen Porzellan, einem Spiegel und einem bescheidenen Waschtisch aus hellem Holz.

Der Raumtrenner auf der rechten Seite beherbergte ein Lager. Die Matratze erstreckte sich übers gesamte Zimmereck und war, hinter Truhe, Sichtschirm und unter einem Himmel aus blassem Gaze, wohlig verborgen vor den Blicken eventueller Besucher. Sie war bespannt mit sandfarbenem Leinen und denselben Kissen reich belegt, wie es sie auch im Sitzeck gab.

Mallo musterte Jaels Miene. Sie hatte die Schultern unwohl angezogen. Dann näherte sie sich, nahm seine Hand, legte einen Schlüssel hinein und schloss seine Finger darum. Und erst nach einem langen Blick sagte sie:

"Ich weiß, du bist nicht gern lang an einem Ort. Und du suchst ihn dir am liebsten selbst aus. Ohne, dass jemand davon weiß. Wenn du willst, dann verrate niemandem etwas hiervon. Behandle diesen Raum pfleglich, aber ansonsten mach damit, was du willst. Das hier ist mitunter mein Gasthaus. Gwen und ich und viele Helfer haben es mit eigenen Händen gebaut. Und ich schenk dir dieses Zimmer. Damit du... einmal im Leben... einen Ort hast, der dir gehört. Nicht eine Kammer irgendwo unter jemandes Dach. Nicht ein Versteck mit dem Nötigsten. Sondern ein Ort, der schön ist. Und deiner. Nur deiner."
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Jael

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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Fr Jun 16, 2017 3:15 am

"Was hast du gegen den Fisch? Du beleidigst seine Gefühle," tat Jael verwundert und sah Mallo unter in die Höhe gezogenen Augenbrauen hell entgegen. Als ihre Antwort ausblieb, tat er es mit einem Schulterzucken ab, so als wüsste er genau was mit ihr los war und verfiel für den restlichen Weg in ein herrschaftliches Schweigen. Und er überließ es ihr auch, ihn durch die Gassen zu führen, an den Füßen den Staub der Straße, den Kopf voller Gedanken, die sich hoch auftürmten zu Wolkenschlössern nur um alsbald in sturmtiefen Schluchten zu versinken. Er nahm nicht wahr wie sie ihn musterte und erkannte auch das Haus erst, als sie es ihm vorstellte.
Ein saloppes "das weiß ich doch", lag ihm zuerst auf der Zunge, doch es war ein verschmitztes "Kelch und Rose, wirklich jetzt", das seinen Mund verließ. Jael bleckte amüsiert die Zähne und mehr noch, als sie ihm den Vortritt ließ.
"Hab ich die Eröffnung verpasst?" Er gab seinen Augen kurz Zeit, sich an das Dämmer zu gewöhnen, ehe er weiter gezogen wurde von Mallos Stimme und der Richtung, die sie einschlug. "Schick, schick! Und das haben wirklich Gwen und du auf die Beine gestellt?" Er redete wie ein ewig Zweifelnder und tat dabei doch wie ein Pilger vor dem Abbild seines einzig wahren Gottes, doch wer ihm in die Augen sah, der hätte unmöglich sagen können wie er wirklich darüber dachte. Ein Lächeln glomm in den Winkeln seines Mundes.
Als sie schließlich stehen blieb, war es als wäre es ein Tag wie jeder Andere auch, und er, Jael, bloß ganz zufällig in die Szene hinein gestolpert. Irgendwo auf dem Weg von unten bis ans Ende des Treppenabsatzes hatte er den Fisch verloren. Sein Lächeln war zu einem aparten Grinsen angewachsen. "Ist es ein Schatz? Oh, ich hoffe es ist ein Schatz;" fragte er, als er ihr, sich ihrer Worte wohl bewusst, ins Zimmer folgte. "Ich wollte schon immer mal einen Schatz finden und wäre glaube ich schon irgendwie enttäuscht, wenn es jetzt doch kein Schatz wä- oh. Oha."
Als ihm das glitzernde Meer wie tausend goldene Münzen die Sicht raubte, verlor er den Faden seiner Worte.
Als ihm die vielen kleinen Eindrücke die Sinne raubten, verfiel er in Staunen.
Und als sie ihm den Schlüssel in die Hand drückte, wusste er längst nicht mehr wie ihm geschah.
"Ich... ", begann er, unterbrach sich, haderte mit den Worten, scheiterte erneut und musste sich dann eingestehen, dass er tatsächlich einmal sprachlos war.
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Mallo
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Sa Jun 17, 2017 9:30 pm

Malen kämpfte nur ein bisschen gegen das Strahlen, das ihre Mundwinkel in die Höhe zwang, als sie sein Gesicht betrachtete; erleichtert und tonlos und flattrig atmete sie aus und hörte auf zu kämpfen und strahlte, wie die Sonne hinter ihr. Ganz selbstverständlich streckte sie die Hand und legte sie an Jaels Wange, als die Worte ihn verließen, und suchte seinen Blick, als wollte sie ihn mit der eigenen Sonne füllen. Etwas war in diesem Moment in sie zurückgekehrt; Es schimmerte wie der Segen der schuldlosen und lange vergessenen Kindheit.

Wenn er sie ließ, strich sie mit dem Daumen über seine Lippen.

Du bist das Schönste.
Mallo war ein einfach zu lesender Mensch für die Meisten; ein schwer zu verstehender für die Meisten, die stets glaubten, alles in ihr bald erkannt zu haben. Aber Jael hatte das Privileg der Jahre des Vertrauens, der Familie. Hier sahen ihn die Augen Elians an, die eines Mannes, der für Geborgenheit und Frieden stand, die stimmlos Bände sprechen konnten, wenn die Worte nicht mehr reichten. Und sie trugen eine Liebe in sich, an die keine andere jemals heranreichen würde.

"Die Eröffnung hast du nicht verpasst." Sie löste das Band und sich von ihm und strebte langsam an Jael vorbei zur Tür, die noch offen stand, kehrte ihm den Rücken zu - wenn er sie ließ. "Wir heißen Leute willkommen, aber bis zur richtigen Feier wollen wir warten, bis die Kriegszüge für dieses Jahr vorbei sind. Das heißt, du wirst noch eine gute Weile deine Ruhe hier haben." Sie legte die Hand an die Tür und blickte in den Flur hinaus. Dann vollendete sie den Kreis im Raum und ließ sich in den grauen Sessel bei den Regalen fallen, die Beine über eine Armlehne gehangen, den Rücken gegen die andere gelehnt. "Komm an. Schau dich in Ruhe um. Wenn es dir gefällt... und du bleibst, dann helf ich dir die Tage mit deinen Sachen."

Sie ließ den grauen Blick aus dem Fenster wandern. Elian schlich sich in ihre Gedanken, aber für diesen Moment bat sie ihren Vater noch um eine Weile. Er erwartete sie heute und sie würde ihn nicht enttäuschen, aber etwas Zeit würde sie Jael lassen.
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Fr Jun 23, 2017 9:11 pm

Sprachlos aber, blieb er nicht lange.
Ein Moment der stillen, innigen...
"Ist das... das Vademekum?" Fragte Jael und schritt an ihr vorbei, aufs Bücherregal zu. Seine Hand strich im Vorbeigehen über ihre Seite, doch sein Kopf, sein Geist und sein Fokus waren schon voran geschritten, ihm voran gegangen und hatten sich mit festem, prüfendem Blick auf den Büchern festgesetzt.
"Das wollte ich eigentlich während des Feldzugs lesen", erklärte er ihr. "Du glaubst ja nicht, aus wie viel Warterei so ein 'Feldzug' besteht. Und trotzdem hab ich es irgendwie nicht hinbekommen." Er kratzte sich hinterm Ohr und streckte dann die langen Finger nach dem Büchlein aus. "Jemand musste ja Raûl auf die Finger schauen. Oder so etwas in der Art. Weiß nicht, der ganze Feldzug war eine rechte Ha- ... haha! Da schau an!" Jael ließ das zur Hälfte hervor gezogene Vademekum zurück ins Bücherregal fallen, fuhr mit dem Finger die Buchreihe ab und tippte mit der Spitze kräftig gegen den Rücken eines mitgenommenen Einbands. "Das ist doch Band zwei von Bryn's Abenteuern? Du wusstest, dass mir der fehlt, oder? Band zwei und fünf! Verrückte Bücher, da geht's um einen ziemlich arschigen Typen und seine inkompetent-kompetente Bande. Ziemlich lustig, wenn auch... ."
Wieder hielt er inne. Er hatte sich während seiner Ausführungen Mallo zugewandt und derselbe, feste Blick, der sich zuvor auf die Bücher gelegt hatte kroch über ihre Schultern, ihren Hals entlang und legt sich wie eine Maske auf ihr Gesicht. Dann wurde er erst weich und schließlich gedankenvoll wirr.
"Entschuldige, was hast du gesagt? Du hast was erzählt, nicht wahr? Was hab ich verpasst und was ist mit meinen Sachen? Ich glaub, ich hab nicht zugehört."
Jael schaute noch einen Moment lang, dann grinste er breit und schief.
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Sa Jun 24, 2017 12:46 am

Mallo hatte den Hinterkopf in die Rückenlehne des grauen Sessels gekuschelt und sah ihm mit glänzenden Augen zu. Betrachtete seine Hände.

"Ja!", bestätigte sie knapp das erkannte Vademecum und nickte in ihrer für den Moment neu gefundenen, wohligen Bequemlichkeit. Dann wölbten sich ihre Brauen, erst verständnislos, dann ungläubig. "Ich-glaub-nicht-,aus-wieviel-Warterei-ein-Feldzug-besteht- - sag mal, willst du mich verarschen?", fragte sie mit einem Lachen in der Stimme, "Ich reise seit wievielen Jahren mit den Oshead?"

Sie griente breit, als er das Abenteuerbuch entdeckte und strahlte noch mehr, als er fragte, ob sie wusste, welche Bände ihm gefehlt hatten. Zur Antwort baumelte sie fröhlich mit den Beinen. Dann trafen sich ihre Blicke wieder - und auch ihrer wurde weich - und blieb es, als sie ihn abwandte und schnaubte.

"Ich hab gesagt: Ich helf dir, deine Sachen hier runterzuschaffen, wenn du das Zimmer annimmst. Und hier bleiben magst."
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Sa Jun 24, 2017 2:27 am

"Meine Sachen her...? Achso, klar. Was sitzt du denn dann noch so rum? Klar bleib ich hier. Hast du den Ausblick gesehen? Und ich hab 'n Schlüssel, nicht wahr?"
Jael wippte auf seine Fersen, dann vor auf die Zehenspitzen und wandte sich von neuem Fokus erfüllt mit einer energischen Drehung gen Tür. "Komm, komm", winkte er sie mit sich und war, als er sich erneut nach ihr umdrehte schon auf halbem Weg zur Tür. "Oder willst du ewig hier stehen? Ich hab das Gefühl wir haben heute noch einiges vor! Apropos, wie geht es deinem werten Herrn Vater?"
An der Tür blieb er stehen, die Hand auf dem bereits gedrückten Griff, die er aber nicht öffnete.
"Bei den Elementen und den Weltenlenkern noch dazu, ich schwör der wird aus allen Wolken fallen. Der wird so schwer auf dem Boden aufschlagen, dass Raûl vom Scheißhaus fällt!"
Absurd berührt schüttelte er den Kopf. "Man, das allein wär es schon wert. - Kommst du jetzt?"
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Sa Jun 24, 2017 3:36 am

Seine Entscheidung nahm ihr das letzte Bisschen Zweifel und Vorsicht an dieser Sache. Er musste wissen, das dieser Blick, mit dem sie ihm in seinem neuen Schwung folgte, Glück bedeutete. Und Überraschung - ob seines plötzlichen Tatendranges. Zunächst ungerührt und mit nachscheinendem Strahlen sah sie Jael zur Tür nach - und seine Worte machten sie herzlich lachen.

"Oh Mann", stieß sie aus, nahm die Beine von der Lehne und stützte sich einen Moment vornüber, die Stirn in der Hand. Dann fischte sie nach Jaels Hand, um sie zu ergreifen und sich aus dem Sessel ziehen zu lassen. "Der Aufprall hängt ganz davon ab, was du ihm sagst - und wie. Er wohnt noch bei Ceres und Argo oben. Ist wohlauf. Sie wissen bescheid, dass wir noch vorbeischauen."

Malen warf einen letzten, zufriedenen Blick durchs Zimmer und atmete durch. Sie nickte etwas zu, Plänen, Taten, Entscheidungen.

"Ich bin da", sagte sie schließlich fest und leise und folgte Jael hinaus.
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Sa Jun 24, 2017 6:29 pm

"Bei Ceres also? Naja, ist immerhin jemand da, der ihn wieder aufpäppeln kann, wenn es ihn umhaut."
Jael seufzte und schüttelte eine aufkommende Nachdenklichkeit aus seinem Gesicht, die sich einer dunklen Wolkenfront gleich seines Gemüts bemächtigen wollte und die er zwar mit Leichtigkeit vertreiben konnte, die aufzulösen er sich jedoch nicht im Stande sah. Doch als er außen zur Seite trat um sich mit großem Gestus zu verneigen und um Mallo den Vortritt zu lassen, war davon nichts zu sehen. Nur umso breiter lächelnd, hob er die Hand und fing an Mallos aufzuziehen.
"Dann will ich dich mal voran gehen lassen, meine Liebe! Es interessiert mich nämlich schon sehr, ob du mit diesem bisschen debilen Gesichts trotzdem deinen Weg finden wirst oder ob du uns versehentlich nach Neu-Naevi führst vor lauter Geschau!"
Vorsorglich aus ihrer unmittelbaren Reichweite tretend, streckte er ihr die Zunge raus und folgte ihr dann, ganz augenscheinlich guter Laune.
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Mallo
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BeitragThema: Re: Der Hafen von Takbal   Sa Jun 24, 2017 9:30 pm

Vor dieser Dreistigkeit blieb Mallo das Lachen in der Kehle und der Mund offen stehen.

"Debiles Ge- Ich geb dirgleichdebilesGesicht!", drückte sie glucksend durch die Zähne und nahm sein Angebot an, nach ihm zu schlagen.

"Komm jetzt - wir haben keine Zeit zu verlieren."

Sie hakte sich bei Jael ein. Selber schuld.




Fortsetzung: Ceres' Kräuterstube
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Der Hafen von Takbal
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