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 Durch die Steppe nach Shäekara

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Corbain Al Kyz

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BeitragThema: Durch die Steppe nach Shäekara   Fr Nov 11, 2016 12:38 am

Wann: zwei Tage nach dem Münzfest
Wo: Beginn in Münzquell, Ende in Oshead
Wer: alle die zwei Tage nach dem Münzfest nach Osten reisen

Kaum war das Münzfest vorbei, wurden bereits wieder Reisevorbereitungen getroffen. Es fand sich jedoch noch genug Zeit um einigen Gästen die Stadt und die Akademie zu zeigen. Aber auch das eine oder andere Gespräch stand aus, welches keinen Aufschub bedurfte. Glücklicherweise mußte Corbain dieses mal nicht allein reisen. Aro würde ihn begleiten und auch seine Freunde aus Oshead... es würden interessante Tage werden bis er das Schiff nach Norden besteigen würde.
Wie immer hielt sich die Menge an Gepäck überschaubar, da Corbain es bevorzugte flexibel und variabel zu sein. Er hielt sich bereit für die anderen und wartete in der Schreibstube seines Hauses. Er ging die letzten Schriftstücke durch und wartete auf die Nachricht das alle abreisebereit wären.


Zuletzt von Corbain Al Kyz am Sa Nov 12, 2016 12:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Fr Nov 11, 2016 8:56 pm

Vhenan war noch einmal allein durch die fremde Stadt gewandert, um einige Eindrücke aufzunehmen und den Kopf frei zu bekommen. Das Fest lag hinter ihnen, die harte Realität kehrte zurück, ohne dass sie je gänzlich verschwunden gewesen war. Nani wusste das, aber sie wusste auch, dass man hin und wieder loslassen und sich entspannen musste, um mit neuem Elan an Aufgaben heranzugehen. Sie hatte sich mit Mallo ausgesprochen und für beinahe einen ganzen Tag eine innere Ruhe und Zufriedenheit gespürt, die sie vermisst hatte. So hatte sie sich lange nicht mehr gefühlt. Der kurzzeitige und offenbar völlig unbegründete Zorn Genefe gegenüber war im Nichts verschwunden und am Ende blieb nur noch das unterschwellige Brodeln gegenüber Arden und vor allem Raûl. Aber das konnte nicht hier geklärt werden... Wut und Zorn glimmten stumm vor sich hin, waren da, störten aber nicht weiter, denn viel zu viele gute Emotionen tobten in ihr und hatten die Oberhand gewonnen.

Nani bog derweil um eine Ecke und lief die Straße entlang. Hatte sie sich schon wieder verlaufen? Irgendwo hier musste er doch wohnen. Bradach! Sie blieb stehen und sah sich um. Das war ja beinahe wie in der Pfalz in Schönweiler, in der sie sich ständig verlaufen hatte. Orientierung an neuen Orten - mit Häusern!! -  schien ihr wirklich nicht besonders zu liegen. Oder aber es lag an der mangelnen Konzentration. Die Pakata hatte nämlich Recht behalten. Nani war eine lange Zeit lang einmal nicht wütend auf Neome gewesen, ein sehr angenehmer Zustand, und jetzt.... jetzt schlummerte da wieder dieses Monster im Schatten, das sich noch nicht gänzlich an die Oberfläche wagte. Vhenan hatte Verständnis für Neomes Schweigen, für den Wunsch diese neuen Kräfte und Möglichkeiten nutzen zu wollen.... aber wenn jemand nur negative Erfahrungen mit Magie gemacht hatte und einer magischen Heilung immer nur großer Schmerz vorangegangen war, dann fiel es schwer etwas Gutes darin zu finden. Besonders wenn es um Gefühle ging, die Vhenan heilig waren. Sie war noch unsicher was sie fühlen, denken und sagen sollte... und würde es auf sich zukommen lassen. Bald würden sich ihre Wege erst einmal für eine Weile trennen...

Ah, hier.“ Jetzt stand sie vor dem Haus, in dem Corbain wohl sein sollte. Sie klopfte laut und rief ein freudiges „Ey! Atata!“. Sie stand schwer bepackt mit einer Umhängetasche und einem Rucksack aus braunem Ziegenleder vor der Tür. Heute trug sie ihre warme, schwarze und gut gebrauchte Reisejacke, die mit Muscheln, goldenen Seesternen und Seepferdchen verziert war und einige sichtbare Waffen bei sich. Zwei Dolche waren am Gürtel zusammen mit einer Handaxt befestigt, an dem Rucksack war die kleine Gitarre verschnürt und ein Köcher mit einem Kurzschwert, vielen Pfeilen und dem entspannten Bogen hing an ihrer Hüfte. Es sah nach viel zu viel Kram für so eine kleine Person aus, aber es schien Nani nicht besonders zu stören, die Gewohnheit herrschte vor und außerdem war sie mit Mallo zusammen für die Sicherheit der Pakata zuständig gewesen, da musste man einfach belastbar sein. Gute Voraussetzungen also für die Weite Reise Richtung Hauptstadt, die sie allein, ohne die Oshead, antreten würde. Aber sie wollte sich noch einmal veraschieden.


[btw: Das Lehen heißt Shäekara ;-) ]


Zuletzt von Vhenan am Fr Nov 18, 2016 6:15 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Neome
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Sa Nov 12, 2016 9:03 pm

"Ich geh voraus", hatte Neome am Karren verkündet, ehe sie den Weg gegangen war, den Vhenan allein eine kurze Weile zuvor als erste von ihnen zurückgelegt hatte.
Ein paar Dinge, mit denen sie gekommen waren, lagen nicht mehr darauf, dafür nahmen sie ein paar Dinge mit, die sie bei ihrer Ankunft nicht gehabt hatten. Hühner.

Neome gab sich nicht saumselig. Am Morgen war sie vor den anderen wach und bereit gewesen und hatte noch bei diesem oder jenem Handgriff geholfen. Sie hatte sich in Gedanken von dem Ort bereits verabschiedet, von der Spinne in ihrer Kammer, von denen, die sie noch getroffen hatte.
Jetzt stand nur noch ein Abschied an.
"Atata", grüßte auch Neome, als sie in die Schreibstube kam. Sie blieb jedoch zu Beginn des Raumes stehen. "Wir sind bereit."
Ihre Augen suchten zuerst Corbain. Danach blieben sie einen Moment auf Vhenan liegen. Neome hatte schon lange vorher gewusst, dass die Naihlar diese Angelegenheit, über die sie am vorgestrigen Abend wider besseren Wissens mit ihr gesprochen hatte, nicht einfach hinnehmen und wegstecken würde. Doch jetzt war es zu spät, und vielleicht war es gut, wenn ihre Wege sich trennten. Es gab genug Theater aufgrund der Politik, und Neome eignete sich nicht zum Schmierenschauspiel. Vielleicht kam es ihr gelegen, dem neuerlichen Konflikt zu entgehen oder Vhenans Zorn zu entgehen, wenn sie sich einfach nicht darauf einließ.
"Wenn du soweit bist, Jaspa", sprach sie zu Corbain, und Jaspa, das hatte sie ihm bei der Führung durch die Akademie verraten, bedeutete 'Freund' auf Chollodann, ihrer Sprache. Sie nickte auch Vhenan zu, schloss sie mit ein.

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Aronia

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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Mo Nov 14, 2016 8:18 am

Ein letzter Blick von ihr ging durch den Raum. Hatte sie alles gepackt, die Sachen, die sie in ihrer Heimat nicht brauchen würde hier gut verstaut. Soweit Aronia es überblicken konnte, war sie bereit mit Corbain und den anderen aufzubrechen. Bisher war sie nur mit ihren Leuten aus der Leuenmark gereist. Wie würden die anderen ihr gegenüber reagieren? Werden sie sich die Zeit über anschweigen? Sie hoffte, mit Corbain über ihre Geschichte, und die damit verbundenen Folgen, sprechen zu könnten. Die Druidin freute sich einerseits auf die Reise, auf der anderen Seite war sie etwas unruhig. Was würde sie auf der anderen Seite des großen Wassers erwarten?

Sie verbannte diese Gedanken fürs erste aus ihrem Kopf und schwor sich, erst dann wieder über diese Fragen nachzudenken wenn sie dort war.

Sie nahm ihre wenigen Sachen und schwang sie sich über die Schulter, ging hinaus aus dem Zimmer, blickte kurz in die Richtung von Pandions Zimmer, mit ihm teilte sie sich dieses Haus, und verließ dieses dann. Quer durch den etwas matschigen Garten, rüber zu Corbains Haus. Sie kannte sich dort bestens aus. Ohne anzuklopfen trat sie ein und ging schnurstracks in Richtung Schreibstube, klopfte kurz an und öffnete direkt die Tür. Am Schreibtisch saß Corbain, er wartete wohl bis die Reisegruppe komplett war. Sie nickte ihm kurz zu und ließ sich und ihre Tasche auf dem Boden neben der Tür nieder. Die anderen begrüßte sie ebenfalls mit einem kurzen Nicken.
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Mallo
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Mi Nov 16, 2016 6:04 pm

Über das Huhn mit den Puschelhaaren freute Mallo sich am meisten. Seltsamerweise lag ihr nicht sofort ein Name für das Tier auf der Zunge, aber das bewies vielleicht umso mehr seine Besonderheit. Sie hatte lang geschlafen, es war bitter nötig gewesen, dafür ihre Sachen und Proviant für die Reise und die Tiere schnell gepackt. Ein paar sanfte Worte zu den Vögelchen, sanfter, als man sie je zu einem Menschen sprechen hörte. Dann folgte sie den Anderen, um sich ihnen an Corbains Schwelle anzuschließen.

Nani befand sich, klein, aber kompakt gepackt, wie sie sie kannte, in voller Montur und noch viel mehr, bestens gerüstet für ihren langen Weg. Mallo begrüßte sie damit, dass sie ihr von hinten ihr Kinn kurz auf die Schulter legte.

"Hallo", sagte sie leise lächelnd, mit einem Fältchen Wehmut auf der Stirn. Dann rieb sie Nani über den Arm und sah zu den anderen auf.

"Der Karren ist auch startklar", schloss sie den Worten der Pakata an und dann blieb ihr Blick auf Aronia liegen. Sie hatten noch gar nicht miteinander gesprochen diese Tage - oder doch?

"Hallo", sagte sie auch hier, diesmal lauter, "Du kommst wohl auch mit?"

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((Falls ich nicht regelmäßig in der Reihenfolge zum Posten kommen sollte, überrundet mich ruhig! Mein Charakter ist ein stillerer, möglichst knapp und effizient, und tut in der Regel einfach das, was verlangt ist. Smile ))
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Aronia

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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Fr Nov 18, 2016 9:44 am

"Grüße." Aronia lächlte Mallo zu. "Ja, meine Reise führt mich nach Gorasia. Und da ich alleine nicht wirklich weiß, wohin ich muss, hat Corbain mir angeboten mit eurer Gruppe zum Hafen zu reisen." Ihr Blick wurde kurz ein wenig traurig. "Vor allem bietet sich damit auch die Möglichkeit über ein paar Dinge mit ihm zu reden."
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Corbain Al Kyz

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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Fr Nov 18, 2016 3:14 pm

Einer nach dem anderen trafen sie bei ihm ein. Zuerst hörte er Vhenans Stimme. Schwer bepackt trat sie herein und bot einen ungewöhnlichen Anblick. Er kannte sie mittlerweile gut genug um sich nicht von ihrer Größe täuschen zu lassen. Was ihr an Größe fehlte machte sie durch ihre Entschlossenheit, ein wehrhaftes Mundwerk und einen unstillbaren Tatendrang mehr als weg. Doch sie so schwer bepackt zu sehen erweckte in Corbain trotzdem den Wunsch ihr etwas abzunehmen. Doch da es sich nur um ihre Gepäck handelte, hatte sie wohl ein System dahinter.

"Sei gegrüßt. Komm rein und leg nochmal ab bis alle da sind... sofern das geht..." wobei er den Blick über das interessante Konstrukt aus Tauschen und Gepäckstücken wandern lies.
"Möchtest du noch etwas essen oder trinken bevor wir abreisen? Falls ja, die Küche ist dort links..." wobei er auf den Gang deutete durch den sie herein gekommen war "...bedient dich einfach."

Er schaffte es gerade sich noch etwas zu notieren, damit er nach seiner Rückkehr noch seinen Gedankengänge nachvollziehen konnte, gesellte sich auch die zweite Reisegefährtin dazu... Neome.
"Schön dich zu sehen. Wir sind noch nicht vollzählig, also nimm auch du ruhig noch einmal kurz Platz. Wir werden die nächsten Tage genug laufen..." Auch Neome bot er an sich in der Küche zu bedienen, wußten sie doch nicht wie ruhig und sicher die Reise verlaufen würde.

Corbain versaute die Bücher und Schriftstücke in einem kleinen Regal neben dem Schreibtisch. Eigentlich hatte er sich diesen Raum zum studieren eingerichtet, verkam er jetzt jedoch mehr und mehr zu einer Schreibstube für Lehensangelegenheiten. Zuviel stand unerledigt im Raum oder würde demnächst zu erledigen sein und sie hatten bei weitem nicht genug Personal um das alles zu bewerkstelligen.

Von hier konnte er durch die Fenster bereits Aronia sehen die den Garten durchquerte um sich der Gruppe ebenfalls anzuschließen. "Hallo Aro, nun sind wir fast komplett wenn ich das richtig sehe."

Keiner konnte behaupten das Corbain keine Gesellschaft mochte. Doch fühlte es sich trotzdem komisch an so viele Gäste in seinem Haus zu haben. Das Cho'wa plötzlich auftauchte und hier ein und ausging wie es ihm passte, war er mittlerweile gewöhnt. Auch Inis und Deliah waren ein gewohnter Anblick ebenso wie Aronia und Pandion, gingen sie doch mindestens genauso ein und aus wie der Vogt.
Doch mußte er sich eingestehen das Neome und Vhenan ebenso wie Mallo ihm mittlerweile ebenso ans Herz gewachsen waren. Es gab wohl kaum jemandem aus dem Reich der Rosen - bis auf wenige Ausnahmen - mit dem er vor allem in den letzten Monaten soviel Zeit verbracht hatte wie mit diesen drei Gästen aus Shäekara.
Nach dem Münzfest fand sich sogar noch die Zeit den Interessierten kurz die Akademie zu zeigen. Auch wenn sie ihren Dienst gerade erst aufnahm, hatte die Baumeister und die Handwerker ganze Arbeit geleistet, vorallem wenn man den ungewöhnlichen ovalen Baustil bedachte. Das Hauptgebäude ebenso wie die beiden Nebengebäude - Unterkünfte für Schüler und Lehrkräfte - hatte man auf 3 Etagen vollständig ausgebaut und jeden Quadratmeter genutzt. Zwischen den drei Gebäuden befanden sich kleinere Gärten und eine kleine Laborhütte, welche von den Alchemisten genutzt werden konnte.
Er beantwortete bereitwillig jede Frage die ihm gestellt wurde, bemerkte aber selbst das eine gewisse Unruhe die Führung auf das nötigste beschränkte. Alle hatten Aufgaben denen sie nachkommen mußten und der Weg würde eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, die man noch für Fragen oder solcherlei Gespräche nutzen konnte.

Und gerade als er die Gedanken an die letzten Tage beiseite wischte, trat eine weitere Mitreisende in den Raum... Mallo. "Hallo Mallo. Dann sind wir glaube ich soweit vollzählig. Darf ich vorstellen..." wobei er die vier Anwesenden untereinander noch einmal korrekt vorstellte. Bei Aronia blieb er jedoch stehen und wandte sich an sie. "Weist du ob Pandion in seinem Zimmer ist? Er meinte er wollte uns auch begleiten und mit in den Osten kommen. Hast du ihn gesehen?"

---

[[Es wird wohl viele Kreuzgespräch geben oder jemand kann mal nicht schreiben. Am besten wenn wir mehrere interne Gespräch laufen haben die wir in einem Post abhandeln, kurz den Namen de Gesprächspartner vorsetzen... erleichtert für alle das Lesen.]]
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Fr Nov 18, 2016 6:24 pm

Sofern es ging. Vhenan dachte kurz schmunzelnd darüber nach und schüttelte dann bloß den Kopf. „Danke, ich bin versorgt.“ Sie ließ ihren Blick neugierig durch die Schreibstube wandern. Hatten alle Schreiber so einen Ort, an dem sie in Ruhe und vor allem allein ihre Arbeit verrichten konnten? Caspar hatte von seiner Schreibstube in Drachenbrück berichtet... irgendwo war da immer Wein zu finden, das hatte sie sich natürlich gemerkt.... Genefe zog auch leise Räume vor, wobei das wohl für Stille allgemein galt. Seltsam. Nani selbst war irgendwie in die Position gerutscht jetzt der Hauptschreiber der Oshead zu sein, aber sie bevorzugte noch immer eine laute, lebendige Umgebung. Corbain kannte den Trubel, der im Kapitänshaus in Takbal herrschte, hatte er ja dort öfter mit Neome gesprochen. Nani und Mallo wohnten mit der Pakata zusammen dort und dementsprechend war auch der Schriftverkehr irgendwo in einer der vielen Ecken zwischen den vielen Menschen vorangebracht worden. Wollte Vhenan allein sein, dann konnte sie in den zweiten Stock gehen, aber der Lärm war trotzdem zu hören gewesen.

Als Neome hereintrat, lag Nanis Aufmerksamkeit ganz auf ihr. Ihr Blick hielt dem der Pakata trotzig stand und die Naihlar hüllte sich wie am vorgestrigen Abend in ungewohntes Schweigen. Was es zu sagen gab würde irgendwann gesagt werden, aber nicht jetzt und vermutlich nicht auf dieser Reise, die sie in verschiedene Richtungen schickte. Von ihr ging eine deutliche Abneigung gegen das gelüftete Geheimnis aus und es änderte sich auch nicht, als Mallo Augenblicke später plötzlich an ihr klebte. Vhenan blieb angespannt und sah dieser nahenden Trennung weniger wehmütig entgegen als gedacht. Es fiel ihr mittlerweile nicht mehr so schwer allein zu reisen wie vor einigen Jahren. Außerdem würde sie nicht alleine sein, sondern mit neuen Verbündeten unterwegs.

Hey“, begrüßte sie Mallo zeitverzögert und rang sich ein leichtes Lächeln ab. Wehe die Chirya wurde übermäßig dramatisch. Nani griff kurz in eine Gürteltasche und holte etwas hervor. Es war nur ein gewöhnlicher Zettel, gefaltet aber ungesiegelt. „Kannst du den Brief für Gwen mitnehmen? Ich hab eben noch etwas geschrieben.“ Damit hielt sie das Schriftstück direkt vor Mallos Nase, ihre Finger mit türkiser Tinte bekleckst, die sie in am Konvent in Holzbrück erstanden hatte. Ein wenig mehr Farbe tat den Nachrichten in diesen Zeiten gut, wie sie fand, das würde Genefe auch merken, wenn der verschickte Brief in Schönweiler ankam.

Und der hier ist für Cojons. Was er wissen muss steht drin. Und schau nicht so traurig, du wirst mich erst in einer Woche für länger los, so wie ich Tyria verstanden habe. Vielleicht schaffe ich es in der Zeit dir nochmal richtig auf den Sack zu gehen, dass du mich mit deinem Hackebeil freiwillig davonjagst“, scherzte sie, während Corbain sie alle vorstellte.

Atata.“ Sie nickte Aronia mit einem leichten Grinsen zu und betrachtete die Fremde neugierig. Sie hatten noch nicht miteinander gesprochen, aber Vhenan hatte durch Beobachtungen während des Festes eine leichte Tendenz zu einer Einschätzung.


Zuletzt von Vhenan am Sa Nov 19, 2016 4:09 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Neome
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Sa Nov 19, 2016 3:53 am

Sie grüßte Corbain, dankte ihm. Sie ließ außerdem Vhenans unterschwellig abgeneigten Blick über sich ergehen und war doch abgestumpft dagegen, denn die andere war immer auf irgendjemanden zornig. Dieser Nerv war überreizt, die Impulse, die er sendete, kamen nur als dumpfe, verwaschene Signale an, die keinen Alarm mehr auszulösen vermochten und heute allenfalls Ernüchterung und auch Entfremdung ihrerseits. Da war eine dünne Warnung an ihr, die sie weder aussprach noch offen zeigte, die sie aber als Distanz um sich selbst herumsponn, als sie aus Abstand heraus, den sie auch räumlich einhielt, das Gespräch zwischen Aronia und Mallo beobachtete.

Sie hatte das Nicken der Fremden mit einer langsamen und klaren Geste beantwortet, doch verhielt sich seither unnahbar und im Hintergrund. Sobald die Gruppe bereit war, war sie es auch und folgte mit ihrer stillen, doch wahrnehmbaren Aufbruchsmotivation.
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Mallo
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   So Nov 20, 2016 9:26 pm

"Gorasia", wiederholte sie leise. Der Name jenes Landes war ihr in der letzten Zeit immer mehr Begriff geworden. Sie nickte, ansatzweise verständig, während sie sich Aronias Züge aufmerksam einzuprägen versuchte. Neigung ging durch ihre Miene, als betrachte sie etwas, das sie auf ästhetische Weise anspreche. Sie reichte der Druidin die Hand, als sie sich vorgestellt wurden.

"Ich schau doch nicht traurig!", gab sie dann Vhenan zurück und schmunzelte, "Du machst das schon." Sie rückte mit den Brauen, als der Brief für Gwen vor ihrer Nase hing, dann nahm sie ihn an sich. "Für Gwen?", hakte sie verwundert nach, formulierte aber keine weitere Frage. Nani würde die Verwunderung möglicherweise verstehen. Sie nickte und nahm, zuhörend, während Neome Aronia zunickte, auch den für Cojons. "Wer war nochmal.... ah. Ja. Ja. Ich finde ihn."

Da richtete Corbain das Wort an Aronia - noch ein Gefährte? Mallo verstaute die Briefe in einer ihrer unterschiedlichen Gürteltaschen, lehnte sich an den Türrahmen und kramte nach dem Harzkolben.

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Pandion
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Di Nov 22, 2016 6:23 pm

Pandion hatte erst am vergangenen Abend von Corbains Reiseplanung erfahren, für ihn war jedoch direkt klar das er sich anschließen würde. Zu wenig hatte er bisher von Mitraspera gesehen, ein Missstand den er ausmerzen wollte.

Das sich so auch zusätzlich die Möglichkeit ergab, die Gäste aus Shäekara kennen zulernen, freute ihn.

Bisher hatte er nur die Gesichter gesehen und Namen gehört. Aber alleine der Mut, den Jael in der Spiegelwelt bewies, als er sich dem Almahandir entgegenstellte, war für Pandion Anreiz genug, um auch die anderen Gesichter etwas näher in Augenschein nehmen zu wollen.

Er klopfte am Türrahmen zu Corbains Schreibstube und gab ein lautes "Guten Morgen zusammen" von sich wonach er ein freundliches Lächeln aufsetzte und sich im Raum umsah.

Als er neben Aronia und Corbain auch noch andere Gesichter erblickte, verbeugte er sich leicht "Es freut mich eure Bekanntschaft zum machen, ich bin Pandion"
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Corbain Al Kyz

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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Sa Nov 26, 2016 10:47 pm

"Wenn mich nicht alles täuscht sollten wir jetzt vollzählig sein. Tyria wartet soweit ich weiß bereits bei den Karren auf uns. Vhenan du wolltest glaube ich mit ihr nach Norden. So können wir zumindest einen Teil der Strecke gemeinsam zurück legen."

Er schaute sich kurz im Raum um als prüfe er ob alles an seinem angetrauten Platz stand und griff dann nach einem Rucksackbündel welches nahe den Fenster nur darauf wartete ergriffen zu werden.

"Wer noch etwa essen oder trinken möchte dann jetzt. Dort ist die Küche. Wenn alle soweit sind sollten wir uns auf den Weg machen. Die Situation auf den Straßen könnte die Tage ungewiss werden und wir sollten unser Reiseglück nicht strapazieren."

Nachdem Corbain allen die Zeit gelassen hatte die jeder brauchte verließ er sein Haus und hielt Ausschau nach einem Boten. Es dauerte nicht lange und ihm fiel jemand ins Auge den er heran winkte. "Überbringt das dem Vogt. Er weiß bescheid." wobei er ihm einen gesiegelten Brief in die Hand drückte.

Dann schlug er den Weg zu den wartetenden Karren ein und erblickte bereits Tyria die wie versprochen wartete. Die kommenden Tage würden für alle mehr als interessant werden...
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Sa Nov 26, 2016 11:38 pm

Ja, für Gwen“, bestätigte Nani amüsiert und grinste leicht, da sie Mallos Verwunderung durchaus verstehen konnte und sie es heimlich immer genoss, wenn sie es schaffte andere zu irritieren. Mehr sagte sie nicht mehr dazu, sondern betrachtete den anderen Neuankömmling, der nur für eine kurze Weile ein Weggefährte sein würde.

Atata. Ich bin Vhenan.“ Sie nickte auch ihm leicht zu, sah dabei nachdenklich aus und sprach direkt ihren Gedanken aus. „Ihr habt unserem Freund Jael den Krug Wasser gereicht, nachdem der Almahandir zugeschlagen hat, richtig? Oder irre ich mich?“ Es war eine verschwommene Erinnerung.

Corbains Worte ließen aber auch sie wieder langsam in Aufbruchstimmung kommen. Ein Ruck ging innerlich wie äußerlich durch die Oshead und sie machte einen kleinen Schritt Richtung Ausgang. „Genau. Ich begleite euch nur ein Stück und reise mit Tyria und einer Karawane in die Hauptstadt weiter. Mein Glück reicht übrigens mindestens für vier. Vielleicht können wir das im Norden noch gebrauchen“, bemerkte sie noch voller Überzeugung, als Reiseglück im Raum stand. Daran hatte sie keinerlei Zweifel.

Dann tauschte sie einen Blick mit Mallo und Neome. „Nadul ajdu?
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Di Nov 29, 2016 8:11 am

Als Pandion das Zimmer betrat, grinste Aronia Corbain kurz zu. "Ich glaube, die Frage, ob er mitkommt, hat sich grade erübrigt." Dann wandte sie sich Pandion zu. "Guten morgen, Schlafmütze." Wobei das 'Schlafmütze' weniger abwertend, als freundschaftlich klang. "Ich wusste gar nicht, dass du auch mitkommst. Mal schauen ob unser Häuschen noch steht wenn wir wieder da sind." Sie lachte freundlich und ließ dabei ihren Blick durchs Zimmer schweifen. "Sind einige, die gen Osten reisen. Freu mich mit euch allen gemeinsam die Reise zu machen. Wird bestimmt einige spannende Geschichten geben, die wir einander erzählen können. Ich stelle mich nochmal vor, obwohl das Corbain ja schon getan hat." Sie verbeugte sich kurz. "Aronia Ravenfeyder, es freut mich euch alle kennenzulernen. Auf dem Fest war das ja etwas schwierig. So viele Leute auf einmal." Sie war gespannt wie sich die Gruppe zusammenfügen würde.
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Mo Dez 12, 2016 9:02 am

Die Druidin räusperte sich leise und ihr Blick schenkte durchs Zimmer. Die Reisegruppe war bereit, soviel stand fest. Alle hatten das gleiche, oder zumindest ein ähnliches Ziel. Doch um dorthin zu gelangen, sollten sie so früh wie möglich aufbrechen.

"Corbain, ich glaube es sind alle da. Aber du weißt da am besten Bescheid, wer sich dir alles anschließen wollte."

Aronia war ein wenig ungeduldig. Sie wollte so schnell wie möglich nach Am'Shar. Sie hörte den leisen ruf ihrer Heimat in den Knochen und wusste, wenn sie nicht bald dort sein würde, würde sie einen langen Leidensweg erleben.
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Neome
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Mo Dez 12, 2016 2:58 pm

Aronia hatte Recht. Es waren alle bereit. Neome hatte Corbains Angebote mit einem ernsten Lächeln bedacht, sie jedoch nicht angenommen, und als Vhenan ihr "Nadûl ajdû" sprach, stemmte sie sich in den ersten Schritt, der sie hinaus führte. Goldene Armbänder raschelten an ihrem Handgelenk, als sie die Verschränkung vor ihrem Bauch löste. Dem letzten Hinzugekommenen nickte sie zu, mit der verbindlichen Höflichkeit der Vorbeilaufenden im Blick.
"Ich warte draußen", gab sie bekannt, als stimme sie Aronias Wunsch zum Aufbruch zu und täte ihr Übriges, ihn anzutreiben.

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Mallo
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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Di Dez 13, 2016 12:05 am

Sie tauchte aus der schwebend leichten Dampfwolke von Isanharz auf, als Pandion plötzlich im Türrahmen stand. Ihr Handschlag, mit dem sie ihn begrüßen wollte, und das geschäftige Lächeln waren mindestens so ernsthaft, wie eine gesprochene Begrüßung; zumindest dachte Mallo das.

Als die Pakata sich in Bewegung setzte, stieß auch die Chirya sich vom Türrahmen ab.

"Danke, danke, nein Danke", entgegnete sie auf Corbains gastfreundliches Angebot - sie war wohl zu genüge versorgt. Sie nickte Vhenan auffordernd zu und sprang die Schwelle hinab, mit voraus. Eine gewisse Ungeduld hing ihr schon seit gestern Abend in den Knochen.
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Corbain Al Kyz

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BeitragThema: Re: Durch die Steppe nach Shäekara   Mi Dez 14, 2016 12:30 pm

Die Gruppe erreichte die Wagen, welche bereits reisefertig gepackt und verzurrt waren. Es schien alles perfekt vorbereitet zu sein... nun blieb nur zu hoffen das die Straßen frei und ihre Reise ohne komplikationen sein würden.

Während sich die Gruppe in Bewegung setzte und der Straße nach Nordosten die Stadt verließ, schloß Corbain zu Neome auf und ging einige Schritte still neben ihr her. Dann blickte er in ihr Gesicht und versuchte etwas zu erhaschen, wie er es zuvor bei ihrem ersten Gespräch bei seinem Besuch in Gutenbucht getan hatte.

"Ist alles gut bei dir? Du wirkst so fern..." Die Reise würde ihnen allen die Gelegenheit geben der sie so oft beraubt wurden... in Ruhe miteinander zu sprechen.
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Durch die Steppe nach Shäekara
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