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 Die Gesandschaft aus Zweiwasser

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Erzähler Zweiwasser

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BeitragThema: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Dez 23, 2016 3:16 pm

Es war ein kalter Wintertag, an dem die Winde graue Wolkenberge über den Himmel jagden und das Meer zu großen Wellen auftürmten,
als die Karawane aus Zweiwasser nach langer Reise endlich Gutenbucht erblickte. Die kleine Hafenstadt lag geschützt von natürlichen Klippen direkt an der Küste, ein Hort von Sicherheit nach dem beschwerlichen Weg.

Und hoffentlich auch der Ort, an dem die Männer und Frauen aus Zweiwasser genug Nahrung und Güter erwerben konnten, um die Menschen in der Heimat durch den Winter zu bringen ...

Abgekämpft und zerschlissen, aber ungebeugt, machten sich Urdan, Fuchs, Roan und Briceus mit ihren Leuten daran, das letzte Stück des Weges hinter sich zu bringen.
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Briceus
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Dez 23, 2016 7:49 pm

Briceus beobachtete die dünnen Wölkchen, die sein Atem an der frischen Luft entstehen ließ und zog sich seine Kapuze tiefer ins Gesicht. Auch wenn er den Humor der Götter nicht verstand ihn wieder an seinen Ausgangspunkt nach Gutenbucht zurück zu schicken war er erleichtert, dass sie jetzt ohne weitere Zwischenfälle in die Stadt ziehen konnten. Die Männer und Frauen Zweiwassers hatten ihn und seinen verwundeten Begleiter zwar nicht aus den Augen gelassen, doch ihnen zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gegeben nicht geduldet zu sein.

"Gutenbucht. Ich war gerade erst vor ein paar Tagen hier." Ein paar Augenpaare blickten in Erwartung nützlicher Informationen zu Briceus. "Die Bewohner erschienen mir eine etwas aufgelockerte Beziehung zur Rechtschaffenheit zu haben, doch es müsste hier sicher sein."
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Mo Jan 02, 2017 12:26 pm

Dieser kalte Wintertag war für die Bewohner der belebten Hafenstadt nicht wirklich kalt. Die Sonne war von Wolkenbergen verdeckt, brannte aber trotzdem wieder auf die Bucht nieder und man trug endlich wieder luftige und sommerliche Kleidung, die Pfahlrammer an den Docks trugen zum Wohlgefallen der weiblichen und auch männlichen Bevölkerung oben herum sogar gar nichts mehr und ließen ihre Muskeln sprechen. Nachdem sich die Auswirkungen des falschen Winters gelegt hatten, war es wieder angenehm warm geworden, denn auch im echten Winter herrschten angenehme, sommerliche Temperaturen. Hier war es nie richtig kalt. Gutenbucht war vom Schnee und auch von jeglichem Schmelzwasser verschont geblieben und zusammen mit den oronischen Nachbarn der angrenzenden Wüste vielleicht der Glückspilz des Reiches. Und somit auch ein Auffangbecken für Flüchtende aus dem Norden, die noch mehr Leben in die Bucht brachten.

Die Gesandtschaft konnte die Stadt unter sich in der natürlichen Bucht gut überblicken und müsste dem Pfad aus der Steppe über die terrassenförmigen Klippen hinunter folgen, um sich dem Wasser zu nähern. Es würde einige Zeit dauern, denn der Hang war steil, aber gut passierbar. Hier und da waren Pflanzen zu erkennen, die darauf drängten zu wachsen, Felder, Gärten und Plantagen. Ein kleiner Bach schlängelte sich den Hang hinunter und endete im Meer.

Die meisten Häuser waren um den Hafen errichtet worden, aber es gab auch sehr viele Zelte, große und kleine, Koten und Jurten in beige, rot und schwarz. Einige waren Wohn- und Schlafplätze, andere waren Gemeinschaftszelte, in denen gekocht wurde, gespielt, beisammen gesessen. Es gab einige große Plätze, an denen sich Trauben von Menschen aufhielten, auf Kissen saßen und Wasserpfeife rauchten oder in Hängematten trotz der Lautstärke gemütlich schliefen. An den Docks gab es große Lagerhallen und sogar einen Kran, der beim Verladen helfen sollte. Es lagen viele Schiffe an den Stegen, einige trugen mythodeanische Flaggen, andere waren offensichtlich von außerhalb des Nebels gekommen.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit herrschte hier ein reges Treiben, die kleine Stadt schlief nie und ließ sich auch von dem Sturm, der draußen tobte nicht beeindrucken. Auffällig war, dass es größere unterschiedliche Gruppen von Menschen zu geben schien, die man optisch sehr gut auseinanderhalten konnte. Es gab den Großteil der Bewohner mit deutlich dunklerer Haut, deren Kleidung von Rottönen und schlichtem Schwarz dominiert wurden. Sie trugen vielerlei kunstvollen Schmuck aus Gold, Muscheln, Knochen, Zähnen und Holz. Und goldene Ringe im Haar unter ihren Kopftüchern. Diese tummelten sich auffällig an den Docks und nahe der Schiffe.

Dann gab es Gruppen von Menschen in hellen Farben. Beige, weiß, braun, allgemein helle Töne und Filzzöpfen im Haar. Sie hockten eng beieinander und genossen Räucherwerk und leise Gespräche. Hin und wieder sah man auch Menschen in auffälligem Grün dazwischen, die sich optisch gut in die Gruppe fügten, aber doch nicht richtig hineinpassen wollten.

Die Stadt war derzeit ein wenig überfüllt mit Menschen, es gab zu wenig Platz und alle waren aus der Not heraus zusammengerückt. Es war eng, aber die Stimmung könnte schlechter sein.


Oben an der Klippe war ein kleines Häuschen errichtet worden, in dem sich jemand regte und die Fremden misstrauisch beäugte. Der Mann mit kurzem braunen Haar, grünem Hemd und Leinenhose trat heraus und wartete. „Seid gegrüßt, Fremde. Was führt euch her?
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Roan

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Mi Jan 04, 2017 5:43 pm

While Urdan is checking up on the wounded man again, Roan dismounts and with the reins in his hand he walks over to the man. He puts down the hood of his cloak and looks at him.

“My name is Roan and we are the company from Zweiwasser lead by ( he points at Urdan ) our Magister. We came here to pick up goods and raw materials that will have to help our people back home get through the coming winter.”

Meanwhile Roan looks over the bay and the harbour with all it’s ships anchored there. He also looks at the steep descent they have to make to reach it.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Mi Jan 04, 2017 11:05 pm

Verdammt!“, fluchte der wachhabende Mann laut los und seufzte leise. Dann lächelte er Roan im nächsten Moment wieder freundlich entgegen. „Wette verloren.", erklärte er seinen Ausbruch. "Wir erwarten Euch bereits. Ich hab mein Kupfer aber auf den Seeweg gesetzt. Dachte Ihr kommt aus dem Süden mit 'nem Schiff, nich aus der Wüste. Besonders jetzt, wo da Schlachten toben! Die Herrschaft bevorzugt hin und wieder die Anreise durch das Portal in Habannas Wacht. Ist ja nur ein Katzensprung von dort hierher. Wie dem auch sei, fühlt Euch herzlich willkommen, Freunde! Ihr müsst den Hang runter.

Er deutete hinter sich als sei die Richtung nicht offensichtlich genug.
Ich kündige Euch an, dann sollte sich unten in der Bucht irgendjemand einfinden, der euch empfängt und sich um die Pferde kümmert und auch um...“ Die Wache reckte den Kopf neugierig. „..um die Verletzten. Ich habe Wasser und Verbände hier, falls Ihr sie braucht? Der Abstieg dauert seine Zeit.

Er sah fragend zu Urdan, der bei dem Verletzten war. Sein Blick wanderte über die anderen Reisenden. „Oder Wegzehrung? Ich kann ein paar Datteln und Ziegenkäse anbieten, es ist zwar nicht viel, aber besser als nichts. Unten in der Stadt wartet sicher auch eine Mahlzeit auf euch.
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Briceus
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Do Jan 05, 2017 2:56 pm

Während sich Roan mit dem einheimischen Mann ein paar Worte wechselte, ließ Briceus seinen Blick über die Bucht schweifen. Der Wind schob die See zu kleineren Wellen an die bis hierher hörbar an ein paar Felsen an der Küste brandeten. Hafenstädte erinnerten ihn an seine Heimat. Nicht an die schlimmen Zustände, die dort gegenwärtig herrschen mussten, sondern an die gute alte Zeit als er von Jehaanas Hafen aus zu den großen Stadtstaaten entlang der Westroute reiste und prächtigen Festen beiwohnen konnte.

Mit einem tiefen Seufzer riss er sich aus der nostalgischen Melancholie und folgte Zweiwassers Tross den Hang hinunter. Als er Urdan passierte suchte er kurzen Blickkontakt zu ihm. Er wirkte erleichtert die Reise überstanden zu haben.
"Lasst es mich wissen wenn ich Euch irgendwie bei Eurer Aufgabe behilflich sein kann." Er wandte seinen Blick ein weiteres Mal zur See.
"Am besten schont Ihr Euch etwas. Ihr habt großartige Dienste geleistet und werdet Eurem Baron ausgeruht von größtem Nutzen sein können."

Auch vor dem Mann am Stadteingang erübrigte Briceus einen Moment. In seinem rissigen Wappenrock und dem löchrigen Kettenhemd darunter musste er den Eindruck erwecken Schlimmes gesehen zu haben.
"Habt Dank für Eure Gastfreundschaft. Bei der Versorgung der Verletzten hat der Magister da letzte Wort, doch wir nehmen Eure Hilfe gerne in Anspruch."
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Élanë
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Do Jan 05, 2017 10:33 pm

"Magister Urdan, the men and your wounded companion can now rest for a while. If you stay here to keep an eye on them, Fuchs and I will look for the landing point of the ships from the Velonian Empire."

Roan nods at Briceus and the man and together with Fuchs heads for the harbour.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Do Jan 05, 2017 11:59 pm

Gut.“ Der wachhabende Mann nickte Briceus zu, wandte sich halb zu der kleinen Hütte am Hang um und pfiff laut. „EY, Alef! Wir brauchen die Wanderbeutel!
In der Hütte tat sich erst nichts, dann trat eine zweite Person heraus, ebenfalls eine Wache, die bis jetzt kein Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Dieser jüngere Mann in heller Lederrüstung trat näher und hatte zwei Beutel dabei, die er verteilte.

Grüße. Hier drin sind ein paar Datteln und hier Ziegenkäse. Einfach Zugreifen. Ist nicht viel, aber das hier ist nur ein kleiner Außenposten. Unten in der Stadt gibt's was besseres. Aber der Abstieg kann anstrengend sein, wenn man mit dem Gelände nicht vertraut ist“ Der Beutel würde irgendwie wieder gefüllt hierher zurückgelangen. Die jüngere Wache betrachtete die Fremden eindringlich und dachte nach. Die sahen alle mitgenommen aus, aber wenn sie aus der Schlacht kamen, war das kein Wunder. Danach zog er sich wieder zur Hütte zurück, um zwei Signalflaggen zu hissen, die nur auf der Buchtseite der Hütte zu sehen war, nicht in Richtung Wüste. Irgendjemand dort unten würde wissen was damit gemeint war, denn es entsprach dem gleichen System, mit dem man an den Docks mit entfernten Schiffen kommunizierte. Dann läutete er eine Glocke. Es dauerte einen Moment, da ertönte weiter unten eine zweite Glocke und der Ton kletterte den Hang hinunter, bis er irgendwann sein Ziel in der Stadt erreichte.

Die erste Wache hatte in der Zeit Wasserschläuche aus dem Schatten der Hütte geholt und reichte zwei herum. Einen an Urdan, den anderen an Briceus. „Die könnt Ihr ebenfalls mitnehmen, wenn Ihr mögt.

Dann wandte er sich aber irritiert an die Dame, die Befehle erteilte und eilig davonritt.
Ähm...“ Dann waren sie schon weg. „Tja....“ Er zuckte nur lässig mit den Schultern. „Die Damen haben es wohl eilig.“ Er grinste leicht bei dem Satz und musterte Urdan prüfend, der wohl weniger Anführer war als eben gesagt. Die Wache lief noch einmal zur Hütte, um eine Schüssel zu holen. Er tauchte sie in ein Fass und stellte sie bei der Gruppe auf den Boden. „Für die Pferde.“ Er musterte die Tiere und dachte wehmütig an die Flaten seiner alten Heimat zurück. Vielleicht würden sie bald einen Weg finden die Tiere über das Meer zu bringen, um hier eine Zucht zu beginnen.

Ihr könnt Euch so lange ausruhen wie Ihr wollt... unten in der Stadt wissen sie gleich bescheid und.... werden irgendetwas tun.“ Er zuckte nur wieder mit den Schultern. „Vielleicht werdet ihr dann später direkt mit einem warmen Eintopf empfangen. Mein Name ist Sehlan. Wie lief die Schlacht? Haben wir gewonnen? Seid Ihr unseren Truppen begegnet? Wir haben Rauch aus der Wüste beobachtet, steht Alsahav noch? Die Boten eilen immer nur weiter und sagen mir nichts.
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Briceus
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   So Jan 08, 2017 9:55 pm

Dankbar nahm Briceus etwas von den überreichten Gaben an und reichte die Beutel weiter an die anderen Streiter Zweiwassers. Er suchte kurz nach einer Sitzgelegenheit und nahm dann auf einem kniehohen, abgeflachten Stein platz. Sofort machte sich eine wohltuende Erleichterung in seinen müden Knochen breit.

"Sehlan ..." sagte er mehr zu sich selbst als er nachdenklich eine Dattel zwischen den Fingern drehte. "Ich bin Briceus, doch fürchte ich dich enttäuschen zu müssen. Seit Tagen tragen mich meine Beine umher und alles was ich zu Gesicht bekam waren Wegstraßen, Trockenrationen an Lagerfeuern und die verwunschenen Reiter des Feindes." Er vollführte eine etwas theatralische Geste Richtung der idyllischen Stadt weiter unten und beendete sie mit einem Bissen vom Käse. "Deine Stadt ist da schon ein ganz anderer Anblick. Aber wenn es dich nach Neuigkeiten dürstet wissen die anderen vielleicht mehr."  

So angenehm diese kleine Rast auch war, Briceus blieb jederzeit bereit sich mit den anderen zur Stadt aufzumachen. Auf der anderen Seite hatte er es aber auch nicht allzu eilig und wartete geduldig auf die anderen Frauen und Männer, die sich noch kurz stärkten und um die Verwundeten kümmerten. Er war guter Stimmung und es überkam ihn das Bedürfnis wenigstens etwas Interessantes berichten zu können: "Hört Sehlan, der Käse ist gut, deutlich besser als ich ihn aus meiner Heimat in Nordkambrien kenne. Mir ist nicht bekannt ob es ihresgleichen hier ebenfalls gibt, jedoch sind dort viele Ziegenhirten Orks. Sie halten irgendeine Gattung recht zotteliger Ziegen und füttern sie mit allerhand struppigem Gestrüpp. Das Land, das sie bestellen ist recht karg und kalt, sodass sie den Käse lange einlagern und er so ein noch kräftigereres Aroma erhält."
Er genoss seine letzte Dattel und seinen letzten Bissen Käse und wischte sich die Hände in einem Tuch. "Nein, Gutenbuchts Käse ist wirklich besser."
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Mi Jan 11, 2017 7:19 pm

Ein wenig enttäuscht ließt der Wachposten seinen Blick über die anderen Reiter der Gesandtschaft wandern. Keine neuen Informationen. Das war bedauerlich, aber leider auch nichts neues für ihn. Sehlan lauschte der kleinen Anekdote und grinste verhalten. „Orks als Ziegenhirten? Sachen gibt’s! Ich glaube die haben hier sogar Reichsverbot. Aber ich kann mich auch irren“, gab er offen zu und lief ein paar Schritte.

Es freut mich, dass Euch der Käse schmeckt. Mir hängt er ehrlich gesagt schon zum Hals raus... Es gab lange Zeit nur Gemüseeintopf, diesen Käse, Datteln und Oliven... ich will mich eigentlich gar nicht beschweren, die Zeiten sind hart und ich sollte froh sein überhaupt so viel Auswahl zu haben und nicht nur Wasser und Brot essen zu müssen. Falls Brot überhaupt zur Verfügung steht... Getreide ist ja rar, da kamen schon einige Ladungen mit den Schiffen an. Aber wenn man so an einen saftigen Braten denkt, kommt man schon in Verlegenheit.“ Ein schwärmerisches Lächeln umspielte seine Lippen, ehe er sich wieder besann.

Naja der Fisch ist auch gut, davon haben wir hier Überfluss. Also keine Sorge, hier verhungert schon niemand. Die Bauern unter uns auf den Terrassen pflanzen schon fleißig neue Dinge an, das werdet ihr sicher beobachten können.“ Er nickte bestimmt, weil akuter Hunger tatsächlich kein Problem war, mit dem man sich hier herumschlagen musste, im Gegensatz zu anderen Gebieten des Reiches. „Ein paar Fischer sind auch wieder draußen und fangen Nachschub. Diese Naihlar können das. Mir wird auf See immer übel, ich bewache und beobachte lieber mit festem Boden unter den Füßen,“ plauderte er munter weiter und musterte die Gesandtschaft dann neugierig.
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Fuchs
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Jan 13, 2017 12:36 pm

Fuchs and Roan walk down the streets to the harbour. As Fuchs senses the sunbeams touching her face her spritis lift for the first time since long. Her muscles start to relax and she takes off her Gugel revealing the pale skin of her neck and shoulders.

Roan and her listen to the lively mumbling of the working people in the streets and proceed their way.
Do you actually know how the ships of the Velonian Empire look like? Fuchs asks. Roan nods: Master Urdan said, we can't miss them. They have colorful sails and their crest shows a black sea lion on a golden ground. We should look for captain Viran.

The harbour is crowded with ships, workers unloading goods and animals and people shouting orders. Still Master Urdan was right. Among all those boats, it is still easy to make out the Velonian ships. Come on, let's ask for Viran Roan says. But as they enter the Pier a tall and ugly man steps in Fuchs' way. You little Madam, what do you want here? He stares unashamed at the neckline of her tunic and seems to imagine what's underneath. Fuchs is irritated. I want to follow my friend to the ship of the Velonian Empire. People wait there for us. she mutters. The guy Lifts an eyebrow...Aha, and why should I let you pass? First you pay, then you can go. Fuchs feels really uncomfortable now Pay what? The guy again looks greedily at her Body. Let's say, first you give me something I desire, then I'll give you what you desire. He steps towards her and gets threatening close...
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Jan 13, 2017 2:58 pm

It was going to be a good day for Ugly Henry, the village rape-threater.

Sure, at first, in the morning, his business on the docks went rather slow. He peddled his particular kind of service to dockworkers and prostitutes alike, but alas, no one had a to-be-girlfriend to impress or a coworker to scare.
But then, his fortune changed. Down the wharf, two people went strolling, and they looked like a fortune in the making.

“Son”, he remembered his dear old father telling him, “’tis an honorable work indeed, rape-threating. Clicques of schoolgirls, searching for a thrill, wives, eager to make their husbands jealous, Dockworkers, who are into strange forms of foreplay, they are our professions’ bread ‘n butter. But never forget this, young’un, what truly makes our pockets jingle: ‘Tis the common adventurer, or, rather, the common adventuress, who you must look out for. For not only does she need – nay, crave! – senseless and chlichèd drama in her life, she also (usually) has the coin to pay for it. So when you see one, be on your ugliest and brutish best (indeed, it is no rape-threat if the man is handsome, for a handsome man can never rape a woman, so it is written), do your very best performance and gold will always come your way.”
And so he remembered these wise old words, and as he saw this Young, Strong Female Character (done almost by the book), he did put on his most brutish face, made sure his ape-like, hairy arms looked their best and walked over to introduce himself.

And he wasn’t disappointed. Mouse-like, shy, with a hint of virginal purity, this woman looked fragile, yet beautiful, even after a long journey. She definitely was looking for character development.
To show his worth as a clichéd rape-threat, he spouted some corny lines, then stepped near her to deliver his card.
(“Ugly Henry. Rape-Threats For All Ages. Have the Drama you deserve.”)
Now it was his turn to be frightful. Would she take the Deluxe-Version-Rape-Threat? (Dragged behind the bushes, followed by shrill, yet pleasantly female, shrieking, then to be let go with tastefully ripped clothing – good for months of meaningful sulking.) The Strong, Female Character – Moment? (Swift kick in the groins, to show her strength and independence.) Or would she just go on her way, to the place, where the four ships under the black sealion had docked (namely here)?
Anxiously, he waited for her move.


Zuletzt von Oshead Erzähler am Sa Jan 14, 2017 1:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Fuchs
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Jan 13, 2017 11:01 pm

Fuchs' breathing began to quicken, her chest was lifting and lowering. Her muscels tensed up and she began to think about the small knife she had hidden in one of her boots. A quick move...and maybe this animal-like man would be history. But something told her not to do so. Spilling blood in a foreign city where her company was given shelter...no good. She could smell the foul breath of the ugly creature and her mind already imagined those enormous hairy arms pressing her down. She shivered.

Roan, please turn around and help me! she thought. She had never liked to depend on the help of other people but at that moment she really wished Roan was there to defend her.
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Neome
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Sa Jan 14, 2017 12:52 pm

Die Umstände des Aufwachsens bestimmten den Umgang mit den Fragen, Gegenständen und Situationen im Leben, sowie auch mit der Zeit. Sowie auch mit der Pünktlichkeit. Pünktlichkeit war in den Landen der Naihlar ein dehnbarer Begriff, denn er konnte auf viele Weisen ausgelegt werden. Wer sich nach dem Sonnenstand richtete, bemaß die Pünktlichkeit selten an einer bestimmten Minute, selten an einem bestimmten Abschnitt des Tages. Ob ein Naihlar pünktlich war, entschied sich viel eher dadurch, ob er zum günstigen, vorgesehenen oder passenden Augenblick an der richtigen Stelle war. So würde einer aus dem Windvolk selbst dann noch behaupten, auf den Punkt eingetroffen zu sein, käme er nach der Hälfte einer wichtigen Ratssitzung, wenn im ersten Teil für ihn nichts Bedeutsames gesagt worden war.

Gemessen daran war Neome durchaus pünktlich.

"Henry!", schnitt ihre Stimme durch das Gelände, nicht etwa, als wäre es freies Land, indem sie sich bewegten, sondern so unmittelbar dem Hinterkopf des Mannes entgegen, dass man meinen konnte, es gäbe für ihre Worte nur diesen einen Weg. "Geh beiseite."
Die ehrerbietige Begleitung der Lehensherrin bestand nicht etwa aus Kriechern und Schleimern. Zwei hochwachsene und starke Männer standen hinter ihr, von denen einer in rotes Tuch und geschwärztes Leder gekleidet war, zwei lange gezackte Messer an den Hüften trug und Zöpfe mit goldenen Ringen in sein Haar geflochten hatte. Seine Haut war bronzefarben. Die Kohlenstriche unter seine Augen ließen ihn nicht weniger harsch aussehen. Der andere trug ein Wams aus Erdtönen und eine dünne, grünbestickte Weste; er war kein Naihlar, aber er war doch Gutenbuchter und blickte mit der Sicherheit eines hier Einheimischen dem Mädchen, das sich bedrängt glaubte, entgegen.

"Siehst du nicht, dass du dem Mädchen Angst machst?", wandte sich Neome allerdings zuerst an den hässlichen Kerl, und es mochte Fuchs vielleicht seltsam erscheinen, dass ihr Umgang mit dem Mann kein bisschen furchtsam war. Der diskrete und würdevolle Respekt ihrer Bewegungen zog Gefahr gar nicht in Betracht. Tatsächlich behandelte sie ihn wie einen alten Freund, dessen Schrullen einem bereits lange bekannt waren, und dem man Nachsicht zukommen ließ, selbst wenn er wieder etwas getan hatte, das außer ihm niemand verstand. Jeder hatte seine Geschäftsmodell längst begriffen. Einige bewunderten ihn im Stillen sogar dafür. Er hatte sogar Nachahmer. Und selbst diejenigen, die mit seinem Schandandrohungs-Dienst nicht einverstanden waren, mussten doch zugeben: Es funktionierte.

Neome war nicht so groß wie die Männer, die sie begleiteten, aber sie ging sehr aufrecht. Ihre Taille war in dünnes Leder eingeschnürt, und sie trug mehr Schmuck an einer Hand, als die meisten Bauern besaßen. Goldene Armreifen und Ketten aus Muscheln und Holz schlangen sich um ihr Handgelenk, hingen um ihren Hals als ein Ausdruck von etwas, das in Anbetracht der Tatsache, dass sicher nicht alles echt war, was sie trug, nicht einmal Reichtum sein musste. Aber es trug zu einer gewissen Imposanz bei. Ihre Augen waren sehr hell. Viel heller als gewöhnlich. Und sie schienen, obwohl ihr Mund es nicht tat, ein wenig zu lächeln.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Sa Jan 14, 2017 10:03 pm

Nebenbei ...


Es war kein guter Tag für Hackfresse-Heiner, den Gutenbuchter Schandandroher.

Da war er, der Auftrag seines Lebens, stand mit bebender Lippe vor ihm, bereit für Charakterdrama. Sie war ganz klar von seinem Auftritt und seinen Fähigkeiten beeindruckt - er hatte lange und hart dafür gearbeitet, so klischeehaft abscheulich und bestialisch zu wirken. Auch, wenn noch nicht klar war, ob sie sich nun für das Angebot "Prinzesschen" (Starker, Edler Beschützer Eilt Hilfloser Jungfer Zur Seite, Romantik Optional) oder die Variante "Emma" (Starke, Tapfere Frau Überwindet Ruchlosen, Männlichen Schurken Und Beweist Ihre Unabhängigkeit) entscheiden würde, war doch eindeutig, dass sie eine ordentliche Portion Schandandrohungs-Drama kaufen wollte. Warum sonst denn diese übertriebene Mimik und die bühnenhaften Emotionen?

Aber da walzte, wussten die Elemente woher, auf einmal die heimliche Herrscherin der Stadt heran, ihre beiden Lustknaben im Gepäck. Ihr scharfer Tonfall duldete keine Widerrede, auch wenn Heiner es natürlich versuchte:
"Was? Aber sie hat doch noch gar nicht ... Frau Papaya, bitte ... sie wollte doch gerade kaufen ... einmal Schandandrohung "Deluxe" ... schaut doch, so guckt doch keine normale ... "
Es war natürlich umsonst. Solange das alte Einauge die Naihlarkönigin stützte, blieb sie die unangefochtene Herrscherin der Stadt. (Und jeder wusste, dass Kehlenschlitzer-Nani, ihre Mörderassassinin, im Hintergrund bereit stand.) Da ging ein Wochen - nein, ein Monatslohn. Heiner ließt die Arme hängen, sackte nach vorne und trottete traurig davon.

Es war ja ansonsten kein sonderlich profitabler Tag gewesen. In dieser schnelllebigen Zeit hatten immer weniger Leute Geduld und Geld übrig, sich etwas gutes altes, handgemachtes Drama zu leisten. Viele machten es sich einfach selbst, auch wenn das natürlich nie mit Profi-Arbeit würde mithalten können.
Das wären neue Schuhe für den kleinen Thimmi gewesen, vielleicht eine Ziege oder ein Hausschwein. Und nun? Was würde Liesbeth sagen?
Heiner schlich durch die Gassen der Stadt, allein in seinem Unglück. Er merkte kaum, wie sich die Köpfe nach ihm umdrehten und hielt nicht an, um eilig geflüsterte Fragen zu beantworten.
Den Kopf voller Sorgen, trat er die Stufen zu der kleinen Eckwohnung empor. Er schlich durch die Tür und ließ sich auf die Küchenbank fallen. Als seine Frau, zwei Stunden später nach Hause kam, hockte er immer noch dort.

Es dauerte eine Weile, bis sie ihn zum Reden gebracht hatte.
"Ach, Heini, das wird doch wieder. Geht uns doch allen gut, sind wir doch alle gesund.
"Ach Liesel, es ist einfach zuviel. Miete kommt bald, und Thimmi braucht doch neue Schuhe. Und wenn die Sturmzeit anbricht und die Matrosinnen ausbleiben, dann brauchen wir doch Rücklagen. Und deine Füße, die machen's auch nicht mehr so lang, am Markt. Es hätt so schön sein können, Liesel. So schön."
"Vati, Vati, was ist denn los? Du guckst so traurig, Vati? Ist alles gut?"
"Ach Junge, es ist nichts. Gar nichts. Mach dir keine Sorgen. Vati ist nur ein wenig müde. Er geht jetzt ins Bett ... mach dir keine Sorgen."

Er wankte nach oben und fiel, ohne die Stiefel ausgezogen zu haben, auf die breite Matraze. Liesbeth Schandandroherin hingegen schlüpfte durch die Tür nach draussen. Sie war eine praktisch eingestellte Frau und wusste, was nun zu tun war.



Am anderen Tag

Hackfresse-Heiner rieb sich den Sand aus den Augen. Wie war er nur ins Nachtgewand gekommen? Hatte er die Stiefel noch ausgezogen? er erinnerte sich an nicht mehr viel, nachdem er unter die Laken gekrochen war. War schon Morgen? Die Sonne war so tief ...
"Heiner, mein Schandimäuschen, wirf dir was über und komm herunter. Da ist jemand, der will dich sehen."
"Oh, bitte keine Schuldner. Kannst ihnen sagen, es ist nichts da. Wir haben doch nichts."
"Nein, nein. Komm einfach."
"Na gut, na gut." Er schlüpfte in seine Hosen, warf sich den Schandandroher-Gildenumhang über und trat vorsichtig die Treppe herunte. Es konnte ja nichts Gutes ... wer war denn ... nanu?
"Ja, da soll mich doch ... seid ihr etwa ... aber das ist doch nicht möglich!"
Sie waren alle gekommen. Die Dockschwalben und die Pfahlrammer, die Fischer und die Fischbudenweiber. Die ganzen Naihlar - es blinkte in der Gasse nur so vor goldenen Ohrringen. Und da stand Joakim, der Hafenmeister, einen großen Lederbeutel in der Hand. Er trat nach vorne.
"Heiner, mein lieber Heiner. Die Liesbeth hat uns erzählt, was passiert ist. Und wir sind alle zusammengekommen, und wir haben es besprochen. Und wir haben beschlossen ..."
Wie hatte er nur so blind sein können? Da waren sie doch, seine guten, verlässlichen Kunden. Die Naihlar ganz besonders - denn wer brauchte wohl mehr sinnloses Drama als eine Naihlar - aber auch die Alteingesessenen, die Matrosinnen, das ganze Volk. Das hier, das war sein Glück. Was brauchte er fremde Abenteurerinnen mit ihren Launen?
"... und haben gesammelt. Hier, Heiner. Für dich. Das ist doch das Mindeste, was wir tun können.
"Aber ... aber Herr ... das ist doch nicht ... das kann ich doch nicht ... "
"Unsinn, Heiner. Natürlich kannst du. Eine Stadt und ihr Schandandroher - das ist nicht nur Geschäft. Das ist Tradition. Das ist Familie. Du kannst dich auf uns verlassen, Heiner. Wir sind für dich da, so wie du für uns da bist. Und nun nimm schon das Geld, du alter, dummer Sturkopf."
"Oh Vati, oh Vati - ist jetzt alles wieder gut?"
"Ja, mein Junge. Alles ist gut. Was für ein schöner Tag."
"Ja, Vati. Ein schöner Tag. Und mögen die Elemente uns alle segnen, jeden von uns."

Und damit kehren wir zurück zum Geschehen an den Docks ...
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Roan

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   So Jan 15, 2017 5:46 pm

When the man addressed Fuchs with his indecent proposals, Roan had put his left hand on the dagger under his cloak, the hood still covering his face.

He layd his right hand on Fuchs' shoulder and whispered to her; "don't be affraid, I am here to help you."

He was thinking quickly about what to do. Attacking this man would probably not the wisest thing to do since they were with two in a strange harbour with many. As he was ready to step up to the man, suddenly a woman with her warriors and other rabble appeared......
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Erzähler Zweiwasser

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Di Jan 17, 2017 10:54 am

Einer von den größer gewachsenen Waldläufern schob sich zwischen Fuchs und den Störenfried. Er dreht dem Mann den breiten Rücken zu, schaute Roan direkt an, dann auf ihre Hand am Dolch und schüttelte den Kopf. Dann beugte er höflich den Kopf in Richtung der Pakata und ihrer Begleiter.
Die anderen Männer und Frauen der Gesandtschaft aus Zweiwasser taten es ihm gleich.
Urdan verbeugte sich besonders tief und schwenkte den Arm in einer ehrerbietenden Geste.

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Briceus
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Di Jan 17, 2017 5:40 pm

Briceus war inzwischen mit den restlichen Gesandten aus Zweiwasser den Abstieg in die Stadt angetreten und hatte aufgrund der günstigen Sicht auf die ganze Bucht sehr wohl wahrgenommen wie sich dort unten eine kleine Ansammlung von Menschen gebildet hatte. Zwar maß er dem keine allzu große oder überhaupt erwähnenswerte Bedeutung zu, doch seine Füße trugen ihn nichtsdestotrotz dorthin. Vielleicht war es ein Instinkt, der ihn schon in der Vergangenheit desöfteren zur rechten Zeit an wichtige Orte führte, vielleicht war ihm aufgefallen wie bereitwillig und zügig das gemeine Volk beiseite trat um jemand anderem Platz zu machen.

Aus einer Distanz, die ihn weder Gesprächsinhalte mithören noch neugierig erschienen ließ riskierte er zwischen ein paar Köpfen hindurch den einen oder anderen Blick. Er erkannte Fuchs und Roan und einen großgewachsenen Mann, der zumindest auf den ersten Blick wirkte als wäre er als kleines Kind vom Pier gefallen. Mehrmals.

Die Frau, die eben gesprochen hatte konnte er nur seitlich von hinten sehen doch er erkannte sofort, dass es sich um eine Dame, wahrscheinlich eine Edle handeln musste. Die beiden Männer hinter ihr wirkten recht amüsiert, wenn auch aufmerksam. Briceus zuckte zusammen als der Blick des einen den seinen traf und er drehte sich wieder ab und ging ein paar Schritte Richtung Hafen.
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Midian
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Di Jan 17, 2017 6:32 pm

Die Verbeugung haltend begann Urdan zu sprechen " Habt Dank für die Hilfe Herrin" er richtete sich auf wohl wissend das er und seine Gefährten in ihrer staubigen Reisekleidung nicht gerade beindruckend wirkten. Verlegen strich er seine ehemals weiße Robe glatt. Dann lächelte der Heiler das Schicksal schien ihn endlich dorthin geführt zu haben wo er hin musste um der Bevölkerung Zweiwassers zu helfen.
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Neome
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Mi Jan 18, 2017 8:39 am

Menschen kamen. Sie kamen von hier und dort. Neome kannte sie allesamt nicht, und doch schien es - denn ihre Augen engten und spannten sich kombinatorisch - als könne sie die Gestalten einander zu und in einen Kontext einordnen. Der Schandandroher - sie selbst mochte dieses Wort hassen, aber Tatsache war, es wurde benutzt und da es genügend leidenswillige Menschen gab, entwickelte sich ein Geschäftsmodell, das sich bei aller Absurdität nicht so leicht aufhalten ließ - war gesenkten Hauptes davongetrottet. Es gab keinen Grund mehr, sich seinetwegen zu echauffieren. Allerdings, die Frau wähnte sich anscheinend in einer Lage, in der eine Erklärung angebracht war. Oder zumindest hilfreich.

Auch Neome neigte ihr Haupt in höflicher, kultivierter Weise, ohne aber die sehr hellen Augen von den Gästen zu lösen, indessen ihr Landsmann mit dem Ausdruck eines Barbaren hinter ihr aufragte. Es konnte Misstrauen, Fremdenfeindlichkeit oder sein ihm von der Natur gegebener Ausdruck sein. Der zweite Wächter in grün jedenfalls, sah etwas weniger schroff aus einem gelasseneren Gesicht.
"Willkommen in Takbal", sagte sie mit dem Anflug eines Lächeln. "Oder Gutenbucht, wie ihr sagt. Und entschuldigt die missverständliche Begrüßung." Der Rest ihres Lächelns, der noch in ihrer Miene saß, galt dem jungen Mädchen.
"Ich glaube, Ihr habt ihm genauso viel Schrecken eingejagt wie umgekehrt. Er ist kein übler Mensch. Nur seine Geschäfte sind fragwürdig."
Geschäfte sagte sie, sie akzuentierte es klar und präzise und schloss damit aus, dass es sich wirklich um das handeln konnte, was alle wohl zu sehen geglaubt hatten. Was immer es sonst gewesen war. Am Meer herrschte wahrscheinlich ein anderes Klima und eine rauere Kultur.

Neome hob ihre Hand zu einer milden Geste. Die goldenen Armreifen, von denen sie ein Übermaß trug, klimperten an ihren Handgelenken, aber sie hatten keinen Platz, um weit zu verrutschen.
"Ich nehme an, Ihr seid die Gesandtschaft aus Zweiwasser?" Einer nach dem anderen wurde kurz und stechend von ihrem Blick getroffen. Dann löste sie die Distanz, die von ihr ausging, ein wenig auf, indem sie immerhin die räumliche Distanz verringerte und den Leuten näherkam.
"Ich bin Neome. Ich führe dieses Lehen." Sie benutzte keine Floskeln wie sehr erfreut, sie behauptete auch nicht, dass es ihr eine Ehre sei, eine handvoll Fremder unter so unliebsamen Umständen kennenzulernen. Allerdings schenkte sie ihnen allen einen Ausdruck der Gastfreundschaft und des Interesses, der für die Besucher jede ungesagte Phrase entschädigte. "Warum hat man Euch nicht zu Essen oder zu Trinken angeboten?"
Vielleicht war das bereits geschehen und sie wusste es nur nicht. So oder so, man würde es ihnen wieder anbieten.

Zuletzt ließ sie der Gesandtschaft noch eine Wahl.
"Wollt ihr euch ins Kapitänshaus setzen? Oder wollt Ihr dort sprechen, wo Eure Schiffe eingetroffen sind?" Es war nicht schwer, ihrem Deut zu folgen. Er ging zum Hafen.

((OT: Ich raffe ein bisschen, da mir gesagt wurde, ihr hättet es eilig ;-) ))

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Midian
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Do Jan 19, 2017 6:01 pm

Urdan lächelte "Ja wir sind die Gesandschaft von Baron Balor. Ich bin Urdan, danke dass ihr Zeit für uns habt Herrin." Der Magister hielt den Bilck der Pakata. Also keine unnötigen höfisches Geplänkel gut. " Eure Leute haben uns zu Essen und zu trinken gegen als wir ankamen. Ich denke wir können bei den Schiffen weiter sprechen."
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Neome
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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Do Jan 19, 2017 8:04 pm

Unnötiges höfisches Geplänkel hatte er tatsächlich nicht zu erwarten. Nicht sehr verwunderlich, die Naihlar hatten das Kolorit exotischer Piraten, obschon Neome als die Ranghöchste unter ihnen Stoffe trug, die edel genug waren, sie für eine Höhergestellte zu halten. Aber sie schien Standesdünkel gar nicht zu verstehen, denn sie lächelte zufrieden und setzte dann voran. Nach ein paar Schritt drehte sie sich um, um sich zu versichern, dass ihre Gäste ihr folgten und diejenigen, die mit ihr sprechen wollten, zu ihr aufschließen konnten.
"Ich hoffe Euer Weg nach Takbal war nicht zu reich an Beschwerden? Ich weiß, wir liegen etwas abgelegen von Zweiwasser." Das kurze Lächeln von zuvor kehrte wieder, finessenreicher und ironischer diesmal.

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Jan 20, 2017 10:32 am

Einer der Soldaten aus Zweiwasser konnte ein freudloses Schnauben nicht unterdrücken.
"Beschwerlich?", murmelte er halblaut fragend und sah auf die Stelle herab, wo ein Säbel der Daroths Söhne aus Kal´Hatra seinen Wappenrock zerfetzt hatte und erst vom Kettenhemd darunter aufgehalten worden war.

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Fr Jan 20, 2017 7:38 pm

Urdan erzählte der Pataka und ihren Begleitern, auf dem Weg zum Hafen von den Geschehnissen der Reise. Er beschrieb die Lage Oron ebenso wie die marodierenden Truppen Kal'Hatras.
Am Hafen angelangt bilckte er suchend zwischen den Schiffen hin und her. Bald darauf fand er die velonische Seeflagge die von den Schiffen wehte sein Lächeln wurde breiter. Als der Heiler jedoch die Flaggen der Hohen Häuser huschte für einen Wimpernschlag eine leichte Besorgnis über das Gesicht des Magister. Das verspricht
eine interessante Heimreise zu werden.
Er wandte sich wieder an Neome ' Herrin wir sind hier um Euch ein Angebot unseres Herrn Balor zu unterbreiten.'

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BeitragThema: Re: Die Gesandschaft aus Zweiwasser   Sa Jan 21, 2017 11:28 am

Die Männer und Frauen aus Zweiwasser blickten mit großen Augen zwischen den Schiffen im Hafen umher. Viele von ihnen hatten seit langem keinen solchen Anblick mehr gesehen. Nach den Entbehrungen des langen Weges, erschienen ihnen die Tavernen und Garküchen Gutenbuchts wie Oasen in der Wüste.

Und doch dachten sie alle auch an die Heimat. An die hungernden Familien, die auf die Lieferungen angewiesen waren. Je schneller, je besser. Denn keiner konnte sagen, wie lange die Nahrungsmittel noch reichen würden.

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