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 Amtsstube Friedhelms

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Erzähler Waldesleben

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BeitragThema: Amtsstube Friedhelms   Mo Jul 10, 2017 10:16 pm

Am Rande Eichheims an der Palisade stand die Hütte des Jägers Brunulf.
Da Brunulf seit dem Sommerwinter verschollen war, wurde Friedhelm mit seinen drei Assistenten hier einquartiert.
Nach einigen hastigen Umbauten und einigem Aufräumen war die Hütte jedoch in eine, recht armselige, Amtsstube umgewandelt worden. Der seltsame Geruch nach nassem Hund und leichter Verwesung war jedoch bislang nicht zu entfernen.

Wenn man durch die Tür trat, kam man zuerst an einen der Tür zugewandten Tisch an dem der erste Assistent arbeitet, an der Wand zu rechten Hand standen die beiden Tische für die anderen beiden Assistenten.
Friedhelms Tisch befand sich an der Wand zur linken Hand, hinter dem Tisch des ersten Assistenten.
Der Schlafbereich war durch einen Vorhang abgetrennt.

Während die Assistenten hier immer recht guter Dinge waren, war Friedhelm hier eigentlich immer verdrießlich gestimmt.
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mo Mai 28, 2018 9:56 pm

Praiodan trat mit dem Rücken durchgedrückt auf, um sich in voller Größe aufzubauen. Seinen Stab hielt er in der rechten Hand und hinter ihm stellten sich Eslam und Vergus auf.

"Magika zum Gruße. Ich bin Magus Praiodan von Fuchshag, zweiter Hofmagus des Stordan von Zackenberg. Das sind meine Collegen, Magus Eslam Ernbrecht Hesindian von und zu Gareth, erster Hofmagus des Stordan von Zackenberg und Magus Vergus Dalanea, Administrator Bibliothecae von Zackenberg. Wir sind hier um uns bei unserer Durchreise bei der Inquisition anzumelden. Wir wurden von den Stadtwachen hierher geführt. Ich nehme also an, wir sind dafür hier richtig."

Er hatte eine feststellende, klare Aussage gewählt. Es stand ihm im Gesicht, dass er diese Sache hier nur mit Mühe akzeptierte.
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mo Mai 28, 2018 10:12 pm

Der Assistent der geöffnet hatte, ein Mönch mittleren Alters, in grünem Habit mit weißen Überwurf, eilte schnell hinter seinen Tisch zurück und lauschte mit bangen Blick Praiodan´s Rede.

Im Hintergrund ging ein junger Mönch, in derselben Tracht, mit einem Blatt in der Hand auf und ab und schien einem anderen Mönch, der an einem anderem Tisch saß, zu diktieren:
"Zu diesem Zwecke sollen die kleinen Brüder vom Konvent mir helfen die Gemeinde Eichheim und ihre Angelegenheiten zu verwalten und mir unter Umständen unter Waffen zur Seite zu stehen."
Der junge Mönch blickte kurz aus den Augenwinkeln zu Praiodan, widmete sich jedoch recht desinteressiert weiter seinem Diktat.

Der Assistent antwortete Praiodan, als er geendet hatte, mit unsicherer Stimme:
"Ja, da seid ihr hier wohl richtig, der Syndikus hat bestimmt gleich Zeit."
Womit der Assistent zum jungen Mönch huschte, der sein Diktat sichtlich genervt unterbrach, sich jedoch unter vorgehaltener Hand ins Ohr wispern ließ.

Friedhelm sah mit neutraler Miene zu Praiodan hin, legte das Blatt, das er hielt hin, trat zum vorderen Tisch, setzte sein bestes Lächeln auf und fragte:
"Bitte, bitte die Herren, was kann ich für sie tun?"
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mo Mai 28, 2018 10:30 pm

Praiodan nickte dem Herrn nur kurz zu.

"Nach neuesten Informationen sind wir, die die Gabe der Magie in uns haben, verpflichtet, uns bei der Durchreise der Inquisition zu melden. Aus diesem Grund sind wir hier.
Wir haben Waldesleben soeben betreten, werden wohl eine Nacht in eurem Gasthaus verweilen, und morgen dann weiter zum Konvent der Elemente reisen. Neben uns drei Magiern reisen noch Stordan von Zackenberg, Federica Bonavesia di Volemo, Antonius von Zackenberg und Sybaris Damion di Grimani, allesamt nicht magisch."

Mit prüfendem Blick musterte Praiodan die Amtsstube und auch Friedhelm.
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mo Mai 28, 2018 11:02 pm

Von Praiodan´s prüfenden Blick gänzlich unbeeindruckt behielt Friedhelm sein Lächeln bei, jedoch bemüht einen selbstsicheren Eindruck in der recht engen, wenig Autorität ausstrahlenden, Umgebung zu machen.

"Nun, wir werden sehen. Ich bin Bruder Friedhelm, Gemeindesyndikus und vorläufiger bestellter Inquisitor der Gemeinde Eichheim."
Womit Friedhelm eine uneindeutige Geste vollführte.
"Aber keine Sorge, ich bin davon unterrichtet worden, dass ihr kommt. Ich wurde angehalten euch das komplette Prozedere zu ersparen..."

Hier seufzte Friedhelm aufgesetzt.
"Als Zeichen des guten Willens, von Seiten des Ehrenwerten Vogtes."
Womit Friedhelms Lächeln einen eher listigen Ausdruck annahm.
"Und sehr nett von euch uns bereits ein paar unserer Fragen zu beantworten. Womit wir gleich zum amtlichen Teil kommen wollen? Ich würde hier jedoch darauf bestehen, dies einzeln durchzuführen."
Mit breitem Grinsen fügte er an:
"Die Herren werden ja keine Angst vor drei einfachen kleinen Brüdern haben?"
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mo Mai 28, 2018 11:06 pm

"Was auch immer", sagte Praiodan nur knapp, nicht ohne eine flappsige Handbewegung zu machen.

"Woraus besteht der amtliche Teil? Fangt einfach mit mir an. Wir würden uns für die Weiterreise auch gerne noch ausruhen."
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Di Mai 29, 2018 10:25 pm

Womit Friedhelms Lächeln eisig wurde.
"Dann belehre ich euch zuerst, dass ihr solange ihr euch in Waldesleben befindet, nicht ein einziges Mal zaubert. Unsere Gemeindemitglieder sind vor Magie hierher geflohen, nicht auszudenken, was euch zustoßen könnte. Der Orden würde in diesem Fall nicht für eure Sicherheit garantieren können und wollen."

Beiläufig ging Friedhelm zu seinem Tisch, nahm einen Tonkrug mit Wasser und einen Becher, stellte beides auf den vorderen Tisch und deutete kommentarlos darauf.

"Außerdem rate ich euch den guten Willen des Vogtes nicht einfach beiseite zu wischen."
Hierbei musterte Friedhelm Praiodan scharf von Scheitel zur Sohle.

Mit einem kleinen Lachen machte er jedoch plötzlich eine versöhnliche Geste, und ließ sich ein paar Blätter Papier reichen.
"Da ihr es seid, müsst ihr nur einen einfachen Fragebogen ausfüllen, den werte ich aus, dann bekommt ihr, denke ich, eure Passierscheine und fertig seid ihr. Eurer Reiseprivileg muss dann weiter verhandelt werden, aber der werte Vogt und Herr Zackenberg werden sich sicher einig werden. Beide haben ja ihren guten Willen bewiesen, wenn ihr mich fragt..."
Friedhelm besah Praiodan nochmal mit uneindeutigen Blick. Reichte ihm schließlich einen Fragebogen.
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Di Mai 29, 2018 11:00 pm

Praiodan goss sich noch das Wasser ein, ehe Friedhelm mit seinen Ausführungen fertig war. Mit einem ausdruckslosen Blick schaute er in Friedhelms Gesicht, als er ihm den Fragebogen reichte.

"Ahja", kam es ihm nur leise über die Lippen, ehe er sich den Fragebogen anschaute. Er überflog ihn bevor er die erste Frage ausfüllte und musste einige Male leicht den Kopf schütteln, ehe er mit dem Ausfüllen der Fragen begann...

Während er die Fragen ausfüllte, murmelte er einige Sachen vor sich her.

"Praiodan von Fuchshag, 30 Götterläufe, geboren in Gareth..."

I. Gleich auf die Frage nach seinem Glauben an Mutter Erde ließ er einen Tropfen Tinte auf die vorgefertigte Antwort 'nein' tropfen.

II. Bei der allgemeinen Frage nach Religion hingegen wählte er 'ja'.

III. Bei der Frage nach korrupten Magiern strich der das Wort Magier und ersetzte es durch 'Personen', um gleich danach eine weitere Antwort unter den vorgefertigten hinzuzufügen: 'korrupt und vor Gericht zu stellen'.

IV./V. "Nekromantie unterstütze ich natürlich nicht, bin also auch keiner" murmelte er bei der Beantwortung der nächsten beiden Fragen.

VI. Bei der nächste Frage geriet er jedoch ins Stocken.
"Was ich will? Was sind das für vorgefertigte Antworten? Viel Macht? Macht? Nichts? Einen Passierschein? nach Hause? Liebe?! Ich will hier durch sein, damit wir weiterreisen können. Wenn der Passierschein den es hier gibt so betitelt wird, nehme ich diese Auswahlmöglichkeit. Ihr solltet das hier aber überarbeiten..."

VII. Er setzte schon den Stift wieder an, um gleich die nächste Frage zu kritisieren.
"Was ich tun würde um Macht zu erhalten?! Was? Pflichtfrage? Ich meine..."
Er schüttelte kurz den Kopf und strich die ganze Frage durch.

VIII. "Kontakt mit dem Zwielicht hatte ich, zumindest wenn man die Verfemten so nennen mag. Und Kontakt bedeutet hier das Verbrennen eines Anhängers der Pestilenz sowie einiger Untoter. Zählt das dazu?"

IX. "Und, wer sind die anarischen Rebellen? Ich kann hier nicht ankreuzen dass ich sie nicht einmal kenne..."

X. "Gegen den rechtmäßigen Herrscher Krieg führen? Ihr meint gegen Archon und Nyame nehme ich an? Natürlich nicht..." Hier wurde 'Nein' angekreuzt.

XI. Bei der Frage nach der Quantität seiner Zauberei kreuzte er 'nein' an und fügte noch eigene Zeilen darunter. 'Gemäß §10 Codex Albyricus ist jedes Zaubern untersagt, wenn man es auch profan lösen kann.'

XII. Bei der nächsten Frage musste er kurz glucksen.
"Natürlich sollte Magie schädlich sein. Nicht alle, aber doch auf jeden Fall die magia combattiva, Schadensmagie. Es ist Sinn und Zweck dieses Zweiges schädlich zu sein. Ich bin für diesen Zweck ausgebildet." Er kreuzte 'ja' an.

XIII. Ob er jemanden getötet hatte mit Einsatz der Magie?
"Zählen dazu Verfemte? Dann ja, sonst nein..."

XIV. "Kontrolle über Magier? Bei uns gibt es ein eigenes Gesetz dafür. Darin gibt es nicht nur Pflichten sondern auch Rechte. Also nein, keine Pflichten ohne dazugehörige Rechte." 'Nein' wurde angekreuzt.

XV. "Kontakt mit den Verfemten, ja, durch einen Feuerball..."

XVI./XVII. "Meine Behandlung durch die Inquisition erkenne ich nicht an, doch sie waren nett und bekommen daher ein" 'ganz zufrieden'.

Danach stellte er die Feder zurück in die Halterung.
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 12:11 am

Friedhelm lächelte noch immer, als Praiodan mit dem Ausfüllen fertig war und wartete einen Moment, nachdem die Feder weggesteckt war, bevor er sich die Blätter wieder nahm.
Er ging den Bogen nach und nach durch.

Bereits bei der ersten Frage notierte er sich etwas unleserliches auf einen beiliegenden Blatt, schaute Praiodan kurz mitleidig an, ging den Bogen dann weiter durch.

Bei der dritten Frage sah er ernstlich belustigt aus, notierte sich trotzdem etwas.

Hiernach nickte er zunächst nur.

Schließlich merkte jedoch an, während er sich etwas notierte:
"Ihr habt eine Frage nicht beantwortet, alle Fragen müssen beantwortet werden, vielleicht betrachten ihr das aus einer etwas gröberen Perspektive? Magie stellt eine Art von Macht dar, das würdet ihr doch wohl auch sagen?"

Mit schräg gelegten Kopf fuhr schließlich fort:
"Ihr hattet also Kontakt zum Zwielicht? In Anarion wart ihr also noch nie?"

Bei der Frage der Quantität der Zauberei besah Friedhelm Praiodan wieder kritisch von Kopf bis Fuß und machte sich Notizen. Was er mit einem echten Seufzer bei der nächsten Frage wiederholte.

"Sind Verfemte, Personen?" hakte Friedhelm nach.

Verbittert sah Friedhelm Praiodan bei Frage vierzehn an und machte sich eine dicke Markierung in seinen Notizen.
"Sehr Aufschlussreich!"

Frage fünfzehn schien Friedhelm endgültig aus der Fassung zu bringen, kein Lächeln zierte mehr sein Gesicht, sein Gesichtsausdruck war nicht richtig einzuordnen, etwas zwischen sprachlosen Erstaunen und rasender Erregung.
Seine Stimme war dennoch recht ruhig:
"Ihr Rechtsverständis stellt hier eindeutig ein Problem dar! Sie befinden sich hier nicht in ihrem eigenen Rechtsbereich, in dem ihr, weiß das Zwielicht was, machen könnt! Hier gelten andere Rechte, das werdet ihr doch wohl aber einsehen?!"

Friedhelm atmete tief ein und mit einem lang gezogenen Seufzer, ohne Lächeln, mit neutraler Miene und Ton fasste er zusammen:
"Ich will sagen, dass das hier wirklich ein schrecklicher Antwortbogen ist. Und er einiges über euren Charakter aussagt... so kann ich euch einfach nicht gehen lassen. Ich werde euch ein paar zusätzliche Fragen stellen müssen."

Mit einem erneuten Seufzer zog Friedhelm ein anderes Blatt Papier hervor, überflog es kurz und fing an:
"Bitte sagt mir einfach nur noch wie es dazu gekommen ist, dass ihr Magie studiert habt und warum ihr die "magia combattiva" betreibt. Haltet euch bitte kurz."
Ernüchtert wartete Friehelm ab, bereit sich Notizen zu machen.
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 12:22 am

Praiodan rollte kaum merklich mit den Augen.

"Wie ihr meint und wünscht. Macht? Ich studiere und lerne um die arkanen Künste weiter auszubauen. Also... Ist lernen die Antwort. In Anarion war ich noch nie, dann also wohl nicht mit Personen des Zwielichts Kontakt gehabt. Das ist dann übrigens ein Eigenname und nicht klar formuliert. Sollte ausgebessert werden. Ob Verfemte Personen sind habe ich euch vorher gefragt. Das kommt auf die Definition der Person an. So wie ich? Nein. Ganz allgemein, ja. Auch hier hilft eine klarere Formulierung in der Fragestellung.
Und ihr wollt in Frage stellen dass ich Verfemte mir Magie vernichtet habe? Sehr interessant!"

Praiodan war ein bisschen aufbrausend gewesen, redete aber nun wieder ruhiger.

"Ich stimme euch voll und ganz über die Qualität des Antwortbogens zu. Er ist... Miserabel. Der Convocatus Primus hätte mich Strafarbeiten ausgesetzte, hätte ich so etwas ausgearbeitet.
Ich bin als Sohn des Tiro von Fuchshag geboren und hätte in die Armee gesollt. Magisches Potential wurde allerdings erkannt und ich bin deshalb auf die kaiserlich garethische Akademie von Schwert und Zauberstab zu Gareth geschickt worden. Die magia combattiva ist die dortige Fachrichtung."
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 12:35 am

Friedhelm hörte Praiodan aufmerksam zu, schrieb nebenbei auf seinem Papier herum.
Merkte nebenbei nur an:
"Ich stelle in Gegensatz zu euch gar nicht in Frage. Lediglich das Verfemte Personen sind, was für jeden... selbst evident sein sollte..."

Unbeeindruckt lauschte Friedhelm weiter Praiodans Kritik, schrieb nebenbei nur weiter.
Schließlich hakte er nach:
"Ihr hattet zu beginn eures Studiums keinen eigenen Antrieb? Im Krieg wärt ihr ja so, oder so gelandet?"

Friedhelm versuchte so freundlich zu bleiben wie es ihm möglich war, was ihm schwer fiel, aber er fing wieder zu Lächeln an.
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 8:46 am

"Das kann ich nur bejahen. Es herrschte zu Beginn meiner Ausbildung Krieg. Nach Beendigung war er gelegt."

Praiodan schien sich schmerzlich an die Vergangenheit zu erinnern.

"Meine Heimatakademie bildet nicht nur Magier für den Krieg aus. Sie haben zwei Sparten. Die Zweite steht nur langjährigen Collegen zu. Die Pfeile des Lichts. Sie ist geschaffen worden um abtrünnige Magier zu jagen und zu vernichten. Das ist aktuell mein Antrieb, sollte ich es je wieder in meiner Heimat sein. Ihr seht, wir haben eine Schnittmenge. Doch, bei all der Kritik sei eins nicht erspart: eure Inquisition lässt darauf schließen, dass ihr viele Probleme mit finsteren Magiern hattet. Ihr misstraut ihnen einfach prophylaktisch. Was wenn ich euch sagen, dass - leider - auch geduldete Nekromanten und Dämonologen in meiner Heimat existent sind. Sie sind nicht in der gleichen Gilde in der ich es bin, aber sie sind vom Gesetz geschützt, solange bis sie die Magie gegen... die Schöpfung anwenden."
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 9:26 am

"Höchst aufschlussreich! Auch wenn ich euch nach euren damaligen Antrieb gefragt habe. Aber ich sehe euch nun klarer vor mir."

Friedhelm wiegte seinen Kopf abwägend, bevor er fortfuhr.
"Am liebsten würde ich euch noch über das Konzept der Schöpfung ausfragen, das anscheinend weit von der Auffassung des Ordens entfernt ist, wenn Nekromanten und Dämonologen von Gesetz geschützt sind. Aber ich will es vorläufig dabei bewenden lassen. Um auch einen Teil euer Neugier zu befriedigen, sage ich euch so viel,... Anarion, unsere alte Heimat liegt in einem Bürgerkrieg, in dem einige Herzöge, mit der Hilfe verderbter Nekromanten das halbe Land verwüsten. Wenn man weiter sieht, dass jeder Eingriff in die SCHÖPFUNG der Mutter Erde ein Akt gegen sie darstellt, dann habt ihr einen Teil der Beweggründe für die Inquisition verstanden."

Friedhelm war augenscheinlich mit seinen Notizen fertig, er sah Praiodan unverwandt an.
"Nun, dann steht eurer Reise vorläufig nichts weiter im Weg. Die Inquisition befindet sich hier noch im Aufbau, ich erteile euch die Erlaubnis durch die Gemeinde zu reisen, belehre euch jedoch erneut, in Waldesleben nicht zu zaubern und außerdem,..."
Hierbei blickte Friedhelm nocheinmal auf die Antwort zur Frage vierzehn.
"... euch von unseren religiösen Einrichtungen fern zu halten. Alles weitere müssen dann der werte Vogt und der Herr von Zackenberg regeln."

Mit einen Seufzer der Ernüchterung fügte er schließlich an:
"Nächster"


Zuletzt von Friedhelm am Mi Mai 30, 2018 9:44 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 9:31 am

Praiodan nickte Friedhelm verstehend zu.

"Ich habe verstanden und werde mich selbstverständlich innerhalb von Waldesleben uneingeschränkt an diese Weisung halten."

Dabei stand er bereits auf und ging zurück zu den anderen.

"Vergus, du kannst..."
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 9:52 am

Friedhelm, von der ersten Befragung ernüchtert, ließ sich einen neuen Fragebogen geben, nahm sich selbst ein neues Blatt Papier, setzte ein neues, wenig überzeugendes Lächeln auf und begann:
"Bitte lasst euch Zeit und beantwortet die Fragen."
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Vergus Dalanea

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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 10:27 am

Der Magier in Schwarz-Roten Roben nickte und ging an seinem Kollegen vorbei. Als er den Vogt sah grüßte er ihn mit einem kurzen nicken. Vielen Dank. antwortet er nur und setzte sich, nahm den Federkiel in die Hand und begann zu lesen.

Der Anfang war einfach. Vergus Dalanea, 26 Sommer, geboren und aufgewachsen in Perricum. Das war soweit einfach. Mutter Erde...der Kreislauf? Ja ich glaube an die Herrlichkeit Terras in ihre Schöpfung, doch die Bezeichnung 'Mutter Erde' habe ich noch nicht gehört, das nehme ich gleich auf.

Religion. Es scheint mir wichtig, dass das Volk einen gesicherten Anker findet, die Religion. Generell ist Religion ja nichts weiter als die feste Geschichte der Schöpfung, unumstößlich. Ja kreuzt er an.

Macht missbrauchen...ist im Volksmund verpönt, doch wenn die Macht zum Guten genutzt wird, warum dann nicht? Nutzen die Quin ihre Macht nicht auch in diesem Sinne? Trotzdem gefährlich nach eigenem Ermessen zu entscheiden, was als gut gilt. Ich will die Quin aber nicht tot sehen... nehmen wir also erstmal 'gut'.

Nekromantie, nein markiert er ohne Umschweife. Auch die nächste Frage, ob er Nekromantie unterstütze, verneint er. Ebenfalls ist er kein Nekromant.

Was ich will? Er schaut durch die möglichen Antworten. Hmm. Am besten passt 'Mehr'. Stillstand ist immer Rückgang, nur der Fortschritt ist konstant.

'Um Macht zu erhalten'...wer sagt ich wollte Macht? Nekromantie ist ein direkter Weg zum Zerfall. Sukzessive wird man selbst zu dem, was man konstruiert. Der Kontakt zum Zwielicht, das Paktieren, verspricht viel Macht in kurzer Zeit, doch korreliert das nicht mit dem Aufwand, das ist kein äquivalenter Tausch. Und wie soll bitte morden zu Macht führen? Die Dienerschaft...lässt einen die Schöpfung möglicherweise ihren Blick auf dich wenden, doch diese passive Variante gefällt mir nicht. Hier fehlt der Punkt 'hart Arbeiten'. Er setzt seine Tinte auf 'weiß nicht'.

Ob ich mit dem Zwielicht Kontakt hatte? Ständig. Die Pestilenz, das Schwarze Eis, all die Schriften und Texte, die verseuchten und verstörten Überbleibsel der Kriege. Wer ist nicht ständig mit ihm in Kontakt. Wenn es um Verhandlungen geht...kommt es darauf an. In erster Linie nein, aber geht man den Weg der Ouai, sucht man die Diplomantie zwischen allen 9 Elementen. Doch liegt es nicht an mir diese Diplomatie zu führen. Er trägt sich bei 'Ja' ein.

Anarische Rebellen? Keine Ahnung, aber ich würde gerne mehr darüber erfahren, bevor ich ein Urteil fälle. 'Diskutabel'.

Gegen den Herrscher Krieg zu führen wäre zunächst hirnrissig, aber schaut man sich den Jadekrieg an, sind ganze Heere gegen die Nyame der Rosen gezogen, die Herrin des Gegensatzes, oberste geistliche Leitung des Reiches. 'Weiß nicht.

Auf Mythodea hat sich das mit der Magie etwas gewandelt. Hier scheinen alle Magie wirken zu können, wenn sie nur wollen. Sonst musste man immer penibel auf das Wirken achten, aber hier geht das wie aus dem Handgelenk. Ich zaubere ständig.

Je weiter er den Fragebogen abarbeitete, desto mehr mit Vorurteilen belastet kamen ihm die Fragen vor.

Magie ist in erster Linie die Wissenschaft über das, was sein kann, die Manipulation des Nayrakis, der Kraft des Werdens. Es kann zu allem geformt werden, auch zu Schaden, aber auch zu Heilung, Verwandlung, Analyse, Fortbewegung, so vieles. Aber warum Schaden? Wir führen Krieg gegen die zweite Schöpfung und die Verleumdung der Elemente. Wenn Schwerter nicht reichen, braucht es destruktive Magie. Spätestens bei verfemten Artefakten muss darüber nachgedacht werden. Magie kann schädlich, und im selben Zuge gut, sein. Er kreuzt 'selten' an.

Vor Ewigkeiten gab es einen Schwarzmagier, den wir mit magischem Feuer ausgebrannt haben. Hier besitze ich keine offensive Magie und habe in letzter Zeit niemanden getötet. 'Nein'

Die Kontrolle von Magiern, ob die Schäden an all dem zufügen, ist völliger Quatsch. Jeder lizenzierte Magier ist im kontrollierten Umgang mit Magie ausgebildet worden. Wenn jemand weiß, wie man sie zum Schutze der Allgemeinheit verwendet, dann sind wir es, und keine dritte Instanz. Außerdem hatten wir das schon zwei mal. Die Zeiten der Priesterkaiser war katastrophal. Ein definitives 'Nein'.

Beim Kontakt mit Verfemten kreuzte er 'Ja' an, mit dem Vermerk 'siehe Kontakt Zwielicht.

Die Inquisition ist meines Wissens nach nicht öffentlich verlautet worden. Eigentlich hätte uns das schon in Gutenbucht gesagt worden sein. Ich bin für die Registrierung von Magiern, aber das aktuelle Verfahren kann ich nicht unterstützen. Die Tinte viel auf 'Nein'.

Die Arbeit der Inquisition ist... er überlegt kurz naja, sie geben sich Mühe, uns zu treffen und zu kontrollieren. Sie habt diese Fragen erstellt, doch kommt mir das wie unpersönliche Abfertigung vor. Ein intensives Gespräch würde sich da viel mehr anbieten, eine Analyse des Jo'Kor unter Eid des Analysten, möglicherweise sogar das Löschen der Erinnerung an die Analyse, um den Einfluss des Analytikers einzudämmen. Das alles könnte fundierten Hinweis auf das Wesen eines Magiers geben, aber das? Die Tinte landet auf 'Nicht zufrieden'.

Nach getaner Arbeit gibt er den Fragebogen zurück.
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 4:07 pm

Friedhelm nahm den zurückgereichten Fragebogen entgegen und begann sofort ihn durchzugehen.
Zufrieden übersah er die ersten Fragen und sah Vergus dazwischen freundlich an.

Was jedoch bereits bei der dritten Frage abschwächte und bei den nächsten Fragen sah er Vergus kritisch von oben bis unten an. Friedhelm machte sich ein paar unleserliche Notizen auf seinem Blatt.

Bei der sechsten Frage stutzte er kurz, besah Vergus wieder kritisch und machte sich wieder Notizen.

Auch bei Vergus hakte er nach:
"Ihr hattet also Kontakt zum Zwielicht?"
Schließlich sah er Vergus bei Frage neun ein wenig enttäuscht an, um nach der nächsten Frage zu bemerken:
"Sehr aufschlussreich!"

Bei der Frage nach der Häufigkeit des Zauberns zog Friedhelm nur die Augenbrauen hoch um bei Frage zwölf Vergus endgültig enttäuscht anzusehen.
Bei der Antwort auf die Frage dreizehn wirkte er jedoch recht zufrieden.

Auch bei Vergus Antwort auf die vierzehnte Frage sah Friedhelm verbittert aus und machte sich eine dicke Markierung in seinen Notizen.
Bei der Frage sechszehn sah Friedhelm mit der selben Mischung von Gefühlen auf, wie er es bei Praiodan getan hatte. Betont ruhig merkte er bestimmt an:
"Auch ihr Rechtsverständis stellt ein Problem dar! Dies hier ist Waldesleben und nicht Gutenbucht, oder Kelemthal! Hier gelten unseren lokalen Gesetze, das ist durch den Archon garantiert! Es ist eure Pflicht sich über die lokalen Gesetze zu informieren, um nicht gegen sie zu verstoßen!"

Nach einem Blick auf die letzte Antwort fuhr er fort:
"Und wenn ihr unbedingt darauf besteht, kann ich euch einer vollständigeren Untersuchung unterziehen, wovon ich auf bitten des Vogtes abgesehen habe! Wobei ich zugeben muss, dass das normale Prozedere ebenfalls angepasst werden könnte.... Da ihr jedoch einige bedenkliche Antworten gegeben habt, werde ich euch ebenfalls ein paar weitere Fragen stellen!" Nebenbei hatte sich Friedhelm weitere Notizen gemacht.

Nun holte er wieder das andere Blatt hervor, überflog es wieder und fragte schließlich:
"Wann hattet ihr das erstemal Kontakt mit Magie und welchen Eindruck hat sie bei euch hinterlassen? Und sagt mir doch bitte welche Art von Magie ihr denn betreibt, keine "magia combattiva"?"
Bereit mitzuschreiben sah Friedhelm Vergus an.
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Vergus Dalanea

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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 5:47 pm

Mit tiefer, ruhiger Stimme antwortete Vergus auf alle seine Fragen und ließ sich zwischen den Sätzen nicht viel Zeit zum Überlegen. Er schien nicht so, als wollte er etwas beschönigen oder verheimlichen. Ich schätze eure Gesetze und würde sie nicht absichtlich missachten, bitte wisst das, sonst wären wir bei der zweiten Durchreise wohl nicht geradewegs zu Euch gekommen, um uns zu melden. Dass in jedem Lehen, in der Stadt und jedem Reich die eigenen Gesetze herrschen, ist mir ebenfalls klar, doch reicht es an den meisten Orten aus, die entsprechenden Rechte bei Ankunft zu erfahren. Dass wir uns bei der schieren Durchreise von Waldesleben schon strafbar machen, erschüttert mich. Zwar bin ich kein Rechtsgelehrter, aber ganz unbewandert bin ich in diesen Belangen nicht. Er machte eine Pause, um dann das Thema zu wechseln.

Zum ersten Mal Kontakt mit Magie hatte ich in Perricum. Ich war nicht mal ein Dutzend Sommer alt, als ein Magister der Perricumer Akademie in dem Geschäft meiner Eltern war. Ich komme aus einer Schneiderfamilie, er wollte eine neue Robe. Er kam danach noch öfter vorbei, und gelegentlich erzählte er mir eine Anekdote aus der Magierwelt. Ich war fasziniert von der Andersartigkeit, den verblüffenden Möglichkeiten, aber hatte ich auch Angst vor diesem ungewissen, teilweise chaotisch wirkende Zeug. Später hat besagter Magister mein magisches Potential entdeckt, er brachte mich in die Schule der Austreibung.

Das Spezialgebiet dieser Schule ist die Heilung von seelisch Erkrankten, sowie der Bruch von Flüchen, Antimagie in allgemeinen und der Exorzismus von Geisterwesen und Dämonen. Auf diesem Kontinent habe ich mich konkretisiert auf die Magica Contraria und Clarobservantia, oder wie hier gesprochen: der Schutzmagie und Analyse. Desweiteren leite ich die Bibliothek Zackenbergs, sammle die Geschichte Mythodeas und studiere damit das Erbe der Siedler. Für effektive Antimagie braucht es tiefgreifendes theoretisches Wissen in diversen Bereichen, um feindliche Magie aufheben zu können, auch dieses studiere ich.

Und bezüglich unseres Vorgehens: Danke, dass Ihr es kurz halten möchtet. Da wir uns etwa dem selben Ziel widmen, zwar aus unterschiedlichen Richtungen, können wir uns über das Konzept gerne weiter austauschen.
Den letzten Satz ergänzte er in freundlicherem Ton.
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mi Mai 30, 2018 6:27 pm

Friedhelm hörte aufmerksam zu und machte sich Notizen. Als er fertig war sah er zu Vergus auf und sagte in einem eher neutralen Tonfall:
"Ich sehe euch nun ein wenig klarer, auch wenn ich eure Beweggründe nicht verstehen kann. Die Art Magie die ihr betreibt ist mir auch nicht bekannt."

Nachdenklich fügte er an:
"Ein eingehenderes Gespräch erschiene mir sehr aufschlussreich, auf jeden Fall könnten wir versuchen einen brieflichen Kontakt aufzubauen, damit der Orden euch und euer Wirken kennenlernen kann."

Hier nickte Friedhelm langsam:
"Ganz wohl fühle ich mich nicht dabei, aber ich erteile euch hiermit auch die Erlaubnis durch die Gemeinde zu reisen. Ich belehre euch jedoch auch, während eures Aufenthaltes euere Zauberei zu unterlassen und..."
Auch hier sah Friedhelm auf die Antwort der Frage vierzehn.
"...auch ihr halten euch bitte vorläufig von unseren religiösen Einrichtungen fern. Alles weitere wird sich bestimmt ergeben."

Friedhelm lächelte freundlich bevor er sagte:
"Dann bitte der Nächste"
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   So Jun 10, 2018 2:26 pm

Es ging ein wenig Zeit ins Land und rege Briefe wurden ausgetauscht. Praiodan hatte sich nun doch die Mühe gemacht herzureiten, um auch eine kritische Stimme auf das Gesetz blicken zu lassen. Er meldete sich nach seinem Ritt von Kelemthal nach Waldesleben vorschriftsgetreu bei den Wachen und meldete auch zwei weitere, reiterlose Pferde an. Er würde eventuell länger bleiben und die Pferde dann mit zur Hauptstadt nehmen, um Stordan und Eslam abzuholen. Silbertaler für eine ordnungsgemäße Unterkunft der Tiere wurden angeboten und er wurde, vorschriftgemäß zur Amtsstube des Inquisitors gebracht, an welche er nun anklopfte und eintrat.

"Die Elemente zum Gruße die Herren,
ich hoffe ihr hattet eine angenehme Zeit seit unserem letzten Treffen. Ist der Inquisitor zu sprechen?"
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   So Jun 10, 2018 3:09 pm

In der Amtsstube, die seit dem letzten Besuch nicht größer, aber mit Papier gefüllter war, waren zur Zeit als Praiodan ankam nur zwei Personen anwesend.
Friedhelm stand über die Schulter seines Assistenten auf der linken Raumseite gebeugt und sprach auf diesen ein, während der Assistent anscheinend versuchte etwas abzuschreiben:
"... nein, nein, das heißt Prosperität!"

Als Praiodan grüßte blickte Friedhelm ihn verdutzt an und brauchte einen kleinen Moment, bis er seine Worte wiederfand.
Er richtete sich auf, setzte ein Lächeln auf, das ein wenig gekünstelt aussah und kam mit raschen Schritten auf Praiodan zu.
"Der werte Praiodan von Fuchshag! Was für eine Überraschung euch hier zu sehen! Wie geht es eurem Bein? Ihr hättet euch doch nicht die Mühe machen müssen, diese Reise hierher auf euch zu nehmen, oder führt euch etwas anderes hierher?"

Friedhelm besann sich nach seinen schnell nacheinander gestellten Fragen mindestens ebenso schnell wieder und setzte nach:
"Aber bitte setzt euch doch erst einmal, euer Bein braucht nach der Reise sicher ein wenig Ruhe."
Womit er Praiodan den Stuhl am vorderen Tisch anbot.
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   So Jun 10, 2018 4:54 pm

"Habt Dank, habt Dank."

Auf seinen Stab gestützt, eine Umhängetasche voll von Unterlagen dabei, hinkte Praiodan erst zum Stuhl und setzte sich dann. Das linke Bein streckte er voll durch, sodass die Schmerzen nicht so groß waren.

"Meinem Bein? Schon besser, um ehrlich zu sein. Sonst wäre ich gar nicht gekommen, wenn ich nicht von selbst auf das Pferd hätte steigen können.
Ich bin auf der Durchreise, und habe etwa 10 Tage Zeit ehe ich in der Hauptstadt sein muss um meinen Collegae sowie Stordan abzuholen. Da dachte ich mir, warum nicht die Zeit nutzen?"

Dabei griff er in seine Tasche und legte mehrere dutzend Zettel auf den Tisch. Sie waren grob gebunden, sodass die vorläufige Reihenfolge feststand. Viele Seiten waren immer wieder durchgestrichen oder oft geändert worden, ehe der finale Entwurf nun vor ihm lag: Der Codex Albyricus für das Reich der Rosen.

"Ich möchte euch bitten es aufmerksam zu lesen und Anmerkungen zu machen. Euren letzten Brief konnte ich hierbei noch nicht berücksichtigen, aber deswegen bin ich ja hier."
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Mo Jun 11, 2018 10:45 pm

Friedhelm holte Praiodan schnell Becher und Wasserkrug, ehe er sich die Seiten mit dem Entwurf des Codex vornahm. Er nahm sich die Blätter, ging herüber zu seinem Schreibtisch du fing konzentriert an zu lesen. Er war sehr vertieft und war währenddessen nicht wirklich ansprechbar, unterdessen machte er sich aber Notizen.

Als er fertig war wandte er sich zu Praiodan und besprach mit ihm die Stellen, die er für diskutabel hielt.
Schließlich lehnte er sich zurück und merkte nachdenklich an:
"Nun, das sind die Dinge, die mir nach einer ersten Lektüre auffallen. Ich werde mich selbstverständlich weiter damit beschäftigen. Ihr bleibst ja auch noch ein paar Tage. Ihr seid in der alten Eiche untergekommen? Vortreffliches Haus! Ich werde den Text weiter durchgehen und euch bei Nachfragen und Verbesserungsvorschlägen dort aufsuchen. Ruht euch aus und kommt weiter zu Kräften, bevor ihr wieder aufbrecht."
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Praiodan von Fuchshag
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Di Jun 12, 2018 3:18 pm

Praiodan nickte ihm zu, ehe er aufstand.

"Schaut ruhig drüber und kommentiert, wo ihr Kommentare für angebracht haltet. Ich werde mich jetzt erstmal im Gasthaus melden. Ich bin direkt zu euch, als ich in die Stadt kam.
Ach, und bevor ich es vergesse... bekomme ich die formelle Erlaubnis zu bleiben?"

Ein freundliches, kein neckendes Lächeln war auf Praiodans Gesicht.

"Gesetz ist Gesetz"
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Friedhelm
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BeitragThema: Re: Amtsstube Friedhelms   Di Jun 12, 2018 6:43 pm

Friedhelm kramte einen Zettel hervor, besah diesen und schrieb etwas hinzu.
Danach blickte er auf.
"Selbstverständlich dürft ihr bleiben. Zaubert aber nicht und bietet auch keine Zauberei an."
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