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 Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang

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Adhemar

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BeitragThema: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Fr Aug 25, 2017 10:55 am

Wann: Nach dem Sommerfeldzug des Jahres 15 nach der Entdeckung

Wo: Auf den Terrassen am Rande Takbals

Wer: Adhemar, Raûl



Es hatte nicht lange gedauert, bis Adhemar, frisch vom Felde heimgekehrt, das er zugegebenermaßen nicht ein einziges Mal betreten hatte, hatte ihn doch das Leben am Hofe und in der Feldkanzlei viel mehr in Beschlag genommen, als dass er sich mit stumpfem Haudrauf hätte beschäftigen wollen, der Enge seiner Hütte überdrüssig geworden war.

In seinem Kopf wirbelten die Gedanken. Diese waren umso mehr in Bewegung geraten, als er einen Blick auf seine finanziellen Reserven geworfen hatte. Die nämlich begannen, zur Neige zu gehen. Zwar mochte die kleine Kiste, die er, vor aller Augen verborgen, in seiner Hütte aufbewahrt hatte, mit ihrem Inhalt eindrucksvoll wirken, doch wenn man bedachte, dass es dereinst derer vier gewesen waren, gefüllt mit allem, was er an Kupfer und Silber vor seiner Flucht noch hatte zusammen raffen können, von denen eine unterwegs verloren ging und der Inhalt von zweien dafür herhalten hatte müssen, seinen Unterhalt in den letzten Jahren zu bezahlen und die nunmehr alte Zwiebeln und runzlige Äpfel enthielten, konnte man nicht umhin kommen, den Entschluss zu fassen, dass etwas getan werden musste.

Da hatte es sich tatsächlich als wahrer Glücksfall entpuppt, dass er während seiner Arbeit in der Feldkanzlei den ein oder anderen Kontakt geknüpft hatte, der sich nunmehr als äußerst nützlich erweisen würde. Immer vorausgesetzt, dass er sich mit dem Mazhahk einig wurde. Bei dem Gedanken stieß Adhemar sauer auf. Jedoch, es half ja nichts. Da seine Exzellenz den Mann als Stadthalter eingesetzt hatte und ihre Herrlichkeit ohnehin von ihm angetan schien, dann musste man sich eben arrangieren.

Den ganzen Vormittag hatte Adhemar nun also damit verbracht, auf den Terrassen am Rande Takbals hin und her zu wandern, sich mit den Menschen zu unterhalten, die sich in ihren zerlumpten Zelten an die Hänge klammerten, weil in der Stadt einfach nicht genug Platz war, um alle unterzubringen und sich dabei den Boden genau anzusehen.

Dabei hatte er festgestellt, dass die Chirya, die er langsam von den Ghalmlern und den Klimmbimmbehängten zu unterscheiden lernte, ein feines Händchen dafür hatten, ihre, wenn auch noch so kleinen und improvisierten Parzellen, in etwas zu verwandeln, das man "Heim" nennen konnte, wenn man ein oder zwei Augen zukniff. Jedenfalls hatten manche von ihnen ein Talent darin bewiesen, den Boden urbar zu machen. Dies war ein Grundstock, den er gedachte, sich zu Nutzen zu machen.

Nach einigem Hin und Her hatte Adhemar auch, ein Stück weit außerhalb gelegen und nicht gar so überlaufen von Menschenmaterial, einen Flecken gefunden, der ihm äußerst geeignet schien für das, was ihm vorschwebte. Nun also ging es daran, herauszufinden, wie genau man eigentlich in diesem improvisierten Konglomerat an Eingeborenen, Flüchtlingen und Zwilichtigen daran ging, so etwas wie eine ordentliche ökonomische Basis zu schaffen.

Er winkte einen Burschen heran, einen klirrenden Nahilar, der wohl so gar nichts mit seiner Zeit anzufangen wusste und, seinem Äußeren nach zu urteilen, nicht abgeneigt sein würde, sich ein paar Münzen zu verdienen.

"Sei gegrüßt, mein Freund!"

Adhemar ignorierte den misstrauischen Blick des Unbekannten, sowie dessen Sammelsurium an Wurfmessern am Gürtel und setzte seinen freundlichsten Gesichtsausdruck auf, während er fortfuhr:

"Du siehst mir wie ein tüchtiger junger Mann aus. Wärest du so nett, für eine angemessene Entlohnung natürlich, in die Stadt hinein zu laufen und dem Mazhahk auszurichten, dass Adhemar ihn in einer dringenden Angelegenheit hier zu sprechen wünscht?"

Mit diesen Worten reichte er dem Burschen ein kleines Beutelchen mit fünf Kupferstücken.

Nach einer kleinen Weile legte er mit hochgezogener Augenbraue noch einen weiteren Beutel hinzu und sah dann kopfschüttelnd dem Jungen nach, wie er sich endlich in Bewegung setzte und in gemächlichem Tempo davon ging. Immerhin in die richtige Richtung. Nun hieß es warten.


Zuletzt von Adhemar am So Sep 03, 2017 3:27 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Raûl
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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Fr Aug 25, 2017 11:44 am

Es verging einige Zeit - aber noch bevor die Sonne unterging, näherte sich über die Serpentine des Hochwegs eine Gestalt in Schwarz und Rot, hin und wieder reflektierte irgend ein goldenes Gebamsel das tiefstehende Sonnenlicht. Im Abstand von zwei Dutzend Schritt folgten zwei weitere Gestalten, denen der unauffällige Part der unauffälligen Leibwächterrolle aufgrund der offenen und unbelebten Hochstraße offensichtlich misslang. Raûl selbst war ungerüstet, trug aber seine Klingen bei sich. Diese hatte er seit der Rückkehr aus dem Jadekrieg nicht mehr abgelegt, manche munkelten, dass er die Dinger sogar mit ins Bett nahm.

So dauerte es eine ganze Weile, bis der Mahzahak zügig, aber merklich nicht mehr jung, den Berg hinaufkam. Er atmete ziemlich schwer und schnaufte erst ein paar Herzschläge lang, bevor er ganz zu Adhemar ging, nach Sitte der Naihlar beide Handflächen nach oben geöffnet und ihn anlächelte, das Sonnenlicht in seinem Goldzahn einfangend.

"Atata, Adhemar, ich grüße Dich. Ich habe Nachricht bekommen, dass Du nach mir suchst?"
Die beiden Wachen blieben auf Abstand und beobachteten mit übertrieben-gewissenhafter Miene das Umland, ob nicht hinter irgendeinem Strauch ein zugehöriger Dieb hervorhüpfen und den Statthalter von Gutenbucht anfallen würde.

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Adhemar

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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Fr Aug 25, 2017 1:51 pm

"Gesundheit."

Irgend etwas in Adhemar drängte ihn jedes Mal, wenn er die Begrüßungsformel, die den anderen OShea'd zu eigen war, hörte, dem Sprecher ein langes Leben zu wünschen. Vielleicht wollte er nicht wahrhaben, dass es sich bei 'Atata' tatsächlich um ein Wort handeln sollte.

Gleich darauf folgte die übliche, seltsam anmutende Zeremonie des Armeschlenkerns, da er immer noch nicht herausgefunden hatte, was man denn nun als Antwort auf die Handgeste genau tun sollte... erst streckte er dem Anderen den Arm dagegen, um einzuschlagen, dann drehte er seine eigene Handfläche nach oben, um die Geste seines Gegenübers zu imitieren, bis ihm bewusst wurde, dass das durchaus nicht unbedingt die richtige Antwort sein musste... für den Bruchteil einer Sekunde war er versucht, mit seinen eigenen Handflächen auf die Raûls zu schlagen, wie er es einmal bei zwei Jungen in einer Gasse gesehen hatte... dies schien jedoch mehr als Geste der Übereinkunft gemeint gewesen zu sein, denn als Begrüßung.

Resignierend ließ er die Schultern hängen und hielt den Arm als einfache Geste des Grußes angewinkelt nach oben, die Handfläche dem Mazhahk zugewandt.

"Mazhahk, sei mir gegrüßt!"

Es freute Adhemar, Raûl mit seinem alten Schiffstitel anzureden, gleich ob er ihn nun als Namen angenommen hatte, oder nicht... Quartiermeister klang nun einmal nicht halb so wichtig, wie der Titel des Statthalters, den Raûl nun einmal inne hatte, ob es ihm nun gefiel oder nicht und was auch der Grund dafür war, dass er diese Unterredung nun führte.

Wenn er es sich selbst eingestehen wollte, dann gab es für diese Spitze auch überhaupt keinen Grund, der Mann hatte sich als äußerst tüchtig und nach allem, was man so sah und hörte, den Umständen entsprechend sogar außergewöhnlich treu erwiesen, ohne sich dabei von überschüssigen Emotionen leiten zu lassen. Er war eben ein Pragmatiker. Wahrscheinlich war es einmal mehr der verletzte Stolz und ein wenig Neid, der Adhemar diesen Querschuss setzen ließ, den der Andere nicht einmal als solchen empfinden mochte, war es doch gerade dieses Amt gewesen, dem er seinen jetzigen Stand verdankte, während Adhemar mit seinem Stammbaum winken konnte, wie er mochte.

Er rang sich daher ein freundliches Lächeln ab, als er fortfuhr, zu sprechen:

"Gesucht habe ich dich nicht, das hat jemand anders offensichtlich erfolgreich für mich erledigt. Aber ich wollte mit dir sprechen, das ist richtig."

Ein wenig ernster waren seine nächsten Worte:

"Ich habe mich hier ein wenig umgesehen und mir Gedanken gemacht. Dieses Land ist reich an Potenzial und Schätzen, genau wie diese Leute hier."

Er wies in einer ausladenden Geste auf die Umgebung und sprach weiter:

"Doch all dieses Potenzial liegt brach. Das Land wird nur unzureichend bebaut, die Leute sitzen an den Hängen und zweifeln von Tag zu Tag mehr an ihrer Entscheidung, hier her gekommen zu sein, denn die Tristesse hat sich ihrer bemächtigt und bringt sie dazu, das Vergangene zu verklären und die Zukunft zu verteufeln.

Mir ist aber ein Gedanke gekommen, wie man sowohl Land, als auch Leute in einen besseren Zustand versetzen kann. Dazu jedoch brauche ich jedoch deine Expertise."


Einmal holte Adhemar tief Luft und wählte seine nächsten Worte sehr bedächtig:

"Ich trage mich mit dem Gedanken, einen Teil dieses Landes zu erwerben und bestellen zu lassen, mit Methoden, wie ich sie aus meiner Heimat und von meinen langen Reisen in fernen Landen kenne und zu schätzen gelernt habe.

Gleichzeitig würde ich damit einigen dieser Menschen wieder eine Aufgabe und ein Heim bieten, für das es sich zu arbeiten lohnt. Eine Aussicht auf eine bessere Zukunft in einem neuen Land.

Dazu aber brauche ich zunächst den Grund und Boden, der uns dies ermöglichen würde. Und sollte dies geglückt sein, brauchen wir Baumaterial."


Ein wenig blinzelte Adhemar gegen die sinkende Sonne, als er Raûl anblickte und versuchte, seine Miene zu deuten.

"Und wer, wenn nicht du, wüsste, wie ich dieses Land erwerben und wo ich Material beschaffen kann?"
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Raûl
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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Fr Aug 25, 2017 6:00 pm

Er ließ es sich nicht anmerken, aber Raûl amüsierte sich gerne ob der Versuche diverser Oshead, ihn daran zu erinnern, dass er vor kurzem nur ein einfacher Mann gewesen war. Als ob er das selbst nicht am Besten wüsste. Aber so ließ er die mehr oder weniger geschickt versteckten Versuche, ihn zu sticheln oder zu beleidigen ohne merkliche Reaktion an sich abperlen. Adhemar kam zum Glück auch gleich zum Punkt:
"Ich stimme Dir zu - so viel Potential, wenn man weiß wie und den richtigen Flecken Land, ein paar fähige Leute und vor allem die richtige Einstellung besitzt. Da Du mich hier hinauf zitiert hast, gehe ich davon aus, dass Du eine der Terrassen hier oben meinst. Grundsätzlich ist dies noch Einflussgebiet von Gutenbucht und damit Reichsgebiet, unabhängig von Shäekara, aber da die Nyame so oder so bestimmen kann, wer was bekommt, ist es eigentlich gleichgültig, ob ich im Namen des Archons oder im Namen der Nyame Land an Dich abtrete.
Bisher habe ich ausschließlich Pachtverträge ausgestellt, mit Optionen auf Verlängerung, welche bei erfolgreicher und nachhaltiger Bestellung auch in ein Kaufrecht münden sollen. Ich wollte nicht gleich ab Neubeginn haltlos Flächen verscherbeln und dann explodieren hier die Grundstückspreise und die einfachen Leute können sich keine eigene Kate mehr leisten.
Insofern kann ich Dir wie allen anderen Land verpachten und wenn Du die fälligen Pachtgebühren pünktlich bezahlst sowie brav den üblichen Steuersatz auf alles, was Du Ertragreiches mit dem Land anstellst, bekommst Du bei erfolgreicher und lehengefälliger Entwicklung nach ein paar Jahren die Option auf einen Kauf. Oder die Nyame schenkt es Dir wegen treuer Dienste."
er zuckte mit den Schultern.
"Was hast Du denn geplant?"

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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Fr Aug 25, 2017 7:09 pm

"Ha!"

Adhemar lachte trocken auf, als Raûl das Gespräch auf ein Landgeschenk für treue Dienste brachte. Noch ehe sich dieser Gedanke in seinem Kopf einnisten und dort Unsegen stiften konnte, verwarf er ihn gleich:

"Ich glaube kaum, dass wir uns hier Freunde machen, wenn die Herrliche anfängt, Land, für das andere teuer bezahlen müssen und es nur dann in in ihren Besitz bringen können, wenn sie gegen alle Widrigkeiten in der Lage sind, es nutzbar zu machen, an Leute zu verschenken, deren einzige Leistung darin besteht, ihr eine Weile stumpfsinnig hinterher gelaufen zu sein.

Die Lage hier ist gespannt genug, als dass man durch solcherlei Bevorzugung weiteren Unfrieden stiften sollte.

Eine Pacht, so sie denn eine vernünftige Höhe hat, erscheint mir ein gangbarer Weg. Und wenn mir das Erwerbsrecht ein wenig früher zufallen sollte, als einem anderen Pächter, der der Herrlichkeit und ihrem Anhang vielleicht nicht ganz so lange und treu und intensiv und... stumpfsinnig gedient hat, dann bin ich darüber natürlich nicht böse. Steuern indes sind eine Selbstverständlichkeit, schließlich verlassen wir uns alle darauf, dass wir mit unserer Unternehmung unter dem Schutz des Archons und der Nyame stehen und Wachen wollen bezahlt sein."


Auf die Frage nach seinen Plänen hin besann sich Adhemar einen Moment. Sollte er seine Idee in allen Einzelheiten schildern und riskieren, dass die Einmischung vonseiten seines Gegenübers zu groß werden würde? Doch in einer plötzlichen Eingebung verwarf er diesen Gedanken. Erstens hatte Gutenbuchts Statthalter mit seinen Aufgaben genug zu tun, als dass er Adhemars fixe Idee an sich reißen würde, auch wenn man ihn als Mann kannte, der gerne in alles seine Nase und seine Finger steckte, doch in diesem Fall, so glaubte Adhemar, wäre der Mazhahk ein Mann, der sich lieber an den Früchten laben, statt sie selbst anpflanzen wollen würde.

Zum Zweiten hatte Adhemars Unterhändler in Sagara, der in diesem Moment, vielleicht ein wenig voreilig, aber dennoch fleißig mit Verhandlungen über... die andere Ressource beschäftigt war, mit Sicherheit ebenfalls keinerlei Geheimhaltungsmaßnahmen ergriffen, was dazu führte, dass Raûl über kurz oder lang ohnehin davon Wind bekommen würde. So beschloss Adhemar, gleich mit offenen Karten zu spielen und war sich sicher, dass er in seinem Gegenüber den richtigen Ansprechpartner gefunden hatte. Jedoch zäumte er aus taktischen Gründen das Pferd einstweilen von hinten auf:

"Was ich geplant habe? Das ist sehr einfach erklärt, Ma... ein Freund. Bewässerungssysteme. Zisternen, Pumpen, Gräben. Wir machen diese Terrassen hier oben so feucht, wie... na ja, wir machen sie nass."


Nun kam er zum Herzstück seiner Überlegungen:

"Und ich werde hier Trauben anbauen und Beeren, aus denen wir die feinsten Weine keltern werden, die das Reich der Rosen je gesehen hat! Der Archon und sein Hof werden Takbal gar nicht mehr verlassen wollen. Zumindest nicht, wenn auch der zweite Teil meines Planes klappt."

In diesem Moment wurde Adhemar von der Größe und Güte seiner Idee so sehr übermannt, dass er Raûl aus einem Impuls heraus den Arm um die Schulter legte, während er mit einer ausladenden Geste über die Terrasse deutete, die ihm für diese Idee am Geeignetsten erschienen war und die er nun haben wollte, koste es, was es wolle:

"Denn, mein guter Mann, ein guter Wein lebt nicht alleine von der Güte seiner Bestandteile, sondern auch von seiner Verarbeitung. Insbesondere von der Qualität des Maischens. Und wie es der Zufall will, habe ich im Heerlager eine Dame kennen gelernt, die über ein ganzes Kontingent von Mädchen verfügt, die aufgrund ihrer Profession... wie soll ich sagen... mit sehr kräftigen Schenkeln ausgestattet sind. Was mir also vorschwebt, ist folgendes: Ich werde mit Mistress LeFay eine dahingehende Übereinkunft anstreben, dass eine Gesandtschaft ihrer äußerst fähigen Angestellten sich hier, wo wir ein prachtvolles und allen Bedürfnissen genügendes Etablissement errichten werden, zu Gewerbezwecken einfindet. Sie dürfen hier auf eigene Rechnung ihrer Arbeit nachgehen, nach Abzug der üblichen Steuern, sowie einer Abgabe für die Nutzung meiner... unserer Räumlichkeiten natürlich. Jedes Jahr nach der Lese werden die guten Damen sich jedoch verpflichten, der vertikalen Tätigkeit des Maischens und Kelterns nachzugehen, gegen Entlohnung, wie sich versteht."

Adhemar verstummte und wandte sich dann um, um Raûl ins Gesicht zu blicken.

"Kurtisanenwein! Die feinsten Früchte Shäekaras, gekeltert von den zartesten Blumen Sagaras! Und nur wir haben ihn!

Außerdem wird die Nebentätigkeit unserer Winzerinnen dazu beitragen, dass die überschüssigen Energien, die sich hier angestaut haben, schon bald abgebaut und in vernünftigere Bahnen gelenkt sein werden.

Was sagst du?"


Zuletzt von Adhemar am Di Aug 29, 2017 8:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Mo Aug 28, 2017 2:25 pm

Raûl hörte aufmerksam zu. Adhemar schien erst zu zögern, aber sprudelte dann mit seiner Idee hervor, wie sie nur ein sehr überzeugter Kaufmann vorzutragen in der Lage ist - oder ein Verrückter.
Bewässerungssystem? Gerne. Weinanbau? Vertikal horizontales Gewerbe? Die Idee klang überzeugend, wie das Schlammtapult der Rotte. Nicht dass es irgendjemand ernsthaft brauchte. Aber es war so dekadent, dass es nur ein Verkaufsschlager werden würde. Wenn ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt waren.
"Süßwasser ist ein Problem, dass wir bisher nur schwer gelöst bekommen." er zeigte oben am Hang an die Einkerbung, welche der Gutenbach über Jahrhunderte gegraben hatte, lange bevor er den dämlichen Namen bekommen hatte. Ein erbärmliches Rinnsal im Sommer, ein halbwegs passabler Quell im Winter. Gespeist wurde er durch die Regenfälle an der Wetterkante zwischen Steppe und Meer, die nicht so selten, dafür aber relativ spärlich ausfielen. Die Bodenbeschaffenheit sorgte dafür, dass sich kaum etwas vom Wasser am Hang halten konnte.
"Wir versuchen, dem Problem durch Terrassenbau und Bepflanzungen Herr zu werden, aber es wird eine Weile dauern. Wenn Du Zisternen und Tiefbrunnen bauen willst, dann werde ich die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stellen, wenn vielversprechende Grabungen dies in Aussicht stellen. Sollte es Dir gelingen, zusätzliches Süßwasser für Gutenbucht zu erschließen, sollst Du für alle deine zukünftigen Unternehmungen hier umsonst Wasser beziehen können. Dass diverse Brunnen aber in Stadthand kommen, wo wir für ihren Unterhalt sorgen werden, sollte sich von selbst verstehen. Etwas so... Elementares wie die Wasserversorgung der Terrassen oder der Stadt kann nicht einer einzelnen Person überlassen."
Raûl machte eine kurze Pause, um diesen Punkt zu unterstreichen.
Dann fuhr er fort:
"Mit Weinbau an sich kenne ich mich nicht aus. Ich weiß nicht, ob der Boden hier dafür taugt. Oder wie viel Wasser man alleine dafür braucht. Ich kenne aber karge Gegenden, die ganz ordentlichen Wein hervorbringen, also denke ich, dass es möglich ist. Wenn Du denkst, dass es sich eignet, soll es mir recht sein. Ich weiß auch nicht, wie viel Fläche du benötigst. Wir haben viel Hang, aber nur wenig mit direktem Anschluss an die bestehende Bewässerung. Letzterer ist sehr begehrt und wir haben im Moment einige Leute zu viel im Lehen, als dass man das erschlossene Land zu einseitig verteilt. Musst Du mir sagen, was Dir vorschwebt."
Wieder eine kleine Pause und dann lächelte der Mahzahak schelmisch:
"Was die Idee mit den Mädchen angeht, so sind das die Geschichten, die sich alle Söldner gerne in den Tavernen erzählen. Gefällt mir."
Aber schnell wurde er wieder geschäftsmäßig:
" Was die tatsächliche Umsetzung vor Ort angeht, müsste ich darauf bestehen, dass zur Zeit der... Verarbeitung die Mädchen keinem horizontalen Gewerbe nachgehen, außerdem müssen sie sauber und frei von Krankheiten sein. Aber das sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Zu guter Letzt wäre mir lieb, wenn außerhalb der Weinproduktion die Preise der Dienstleistungen des Hauses gewisse Preise nicht unterschreiten, damit die anderen Etablissements dies nicht als Kriegserklärung sehen und ich nachher wieder Mord uns Totschlag in meiner Stadt habe."

Raûl lachte. Ein Hochwohlgeboren wird zu einem diensteifrigen Unternehmer. Wie unterhaltsam - bei ihm war es genau umgekehrt gewesen. Mythodea zur Zeit des Wandels!

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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Di Aug 29, 2017 8:54 pm

"Nicht UNTERschreiten? Ich bin sicher, das wird sich einrichten lassen."

Adhemar stimmte in das Lachen des Anderen mit ein.

"Ich habe nicht vor, den Schwerpunkt meiner Unternehmungen auf das Dienstleistungsgewerbe zu legen. Eine kleine Weinstube zur Verkostung der Produkte, ein, zwei Hinterzimmer für... erlesene Gäste,
der Rest wird für die Produktion und Lagerung der besten Tropfen verwandt werden, die dir je untergekommen sind."


Er begann, mit langen Schritten das Land zu umschreiten, das er sich für den Beginn dieses Abenteuers erkoren hatte. Dabei achtete Adhemar fein säuberlich darauf, dass sich auf dem Streifen, den er umrundete, nicht allzu viele Siedler ihre Zelte aufgeschlagen hatten und dass keiner von ihnen die bezeichnenden Farben der Nahilar trug. Sie mochten fähige Geschäftsleute sein, tüchtige Seeleute und starke Trinker, das jedoch waren Qualitäten, die seinen Plänen allesamt mehr hinderlich waren, als dass sie sie förderten. Die Chirya würden ihre Sache gut machen, so er denn in der Lage wäre, sie für sich zu gewinnen.

"Zunächst jedoch werden wir uns um die Bewässerung kümmern. Wir wissen, dass es hier unterirdische Wasservorkommen gibt. Es gilt also, herauszufinden, wie weit sie sich erstrecken. Natürlich ist es töricht, auf einem Hügel einen Brunnen zu graben, also werden wir uns einstweilen mit Zisternen behelfen und dann, wenn die Zeit reif ist, werde ich dir ein paar Zeichnungen zeigen, die es uns ermöglichen werden, das Wasser hier herauf zu bringen, sodass es uns jederzeit zur Verfügung steht."

Während er sich von Raûl entfernt hatte, um das Land zu vermessen, hatte Adhemar die Stimme erhoben, sodass nicht nur der Mazhahk, sondern auch die umstehenden Familien ihn gut vernehmen konnten. Nun näherte er sich wieder und streckte dem Goldbezahnten die Hand entgegen:

Ich bin mit deinen Bedingungen einverstanden. Wenn du sie durch einen Schreiber schriftlich niederlegen lassen willst, was du sicher tun wirst, dann werden wir die finanziellen Aspekte von Pacht und Abgaben noch unter Dach und Fach bringen und dann so schnell, wie möglich die Arbeit aufnehmen. Ich möchte hier Gebäude stehen haben, ehe das Wetter unangenehm wird. Ich möchte einige dieser Menschen bitten, sich meiner Unternehmung anzuschließen und sie werden sicher dankbar sein, dafür im Gegenzug ein Dach über dem Kopf zu haben."

Zufrieden lächelte Adhemar Raûl zu, die Hand immer noch ausgestreckt. Wer sagte denn, dass das Feudalsystem nicht auch im Kleinen imstande war, seine Segnungen zu stiften?
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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Mi Aug 30, 2017 5:34 pm

Raûl schlug ein, hielt die Hand aber fest, da er noch etwas ergänzen wollte:
"Wenn es um die Auswahl an geeigneten Bewohnern geht, lege ich Dir Malen ans Herz. Sie weiß nicht nur um die Fähigkeiten der Leute besser Bescheid, sie sollte auch über Anstellungen informiert werden. In unserem kleinen Universum hier bin ich das Land und sie die Leute. Die exakten Flächen und die Rahmenbedingungen werden wir noch schriftlich festhalten. "
Dann ließ er die Hand von Adhemar los. Er nickte ihm wieder zu:
"Unsere Vereinbarung kann natürlich jederzeit von Neome oder Karl umgeworfen werden, wenn die anderer Meinung sind. Aber ich begrüße jede Unternehmung, sofern sie Wohlstand und Arbeit in unser Lehen bringt. Und sofern sie den Elementen nicht zuwider steht."
Der letzte Satz war neu bei Raûl. Er sprach dies mit einem für ihn ungewöhnlichen Ernst aus. Offensichtlich hatte die Elementtreue nun auch beim Mahzahak Einzug gehalten.

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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Do Aug 31, 2017 11:52 am

'...den Elementen nicht zuwider steht.'

Fast hätte Adhemar sich verschluckt. Wie konnte ein so pragmatischer Mann sich nur auf einen solchen Unsinn einlassen? Er jedenfalls würde nicht anfangen, sich vor der Rebenlese Dreck ins Gesicht zu schmieren oder vor jedem Gewitter furchtsam mit der Gieskanne über den Berg hetzen, um irgend welche irgend wie gearteten Unsichtbaren glücklich zu machen. Doch solle es sein, wie's sei. Er würde dieses Geschäft nicht durch eine abfällige Bemerkung in Gefahr bringen. So nickte Adhemar lediglich und erwiderte dann:

"Sicher. Ich hoffe einfach einmal, dass die Herrliche keine Einwände haben wird, zumal ich vorhabe, hier alles in bester Ordnung zu halten. Und der Archon hat schon gar keinen Grund, sich in die inneren Angelegenheiten ausgerechnet des Lehens der Nyame einzumischen, Reichsstadt hin oder her.

Ich werde dann also mit Malen sprechen und sehen, was sie zu sagen hat. Das ist eine gute Idee.
Ich habe zwar schon einige dieser Gestalten hier im Auge, aber ich bin sicher, sie kann die Leute um einiges besser einschätzen, als ich, wo sie doch eine der ihren ist."


Adhemar ließ den Arm sinken, nickte Raûl noch einmal zu und wandte sich dann zum Gehen:

"Ich danke dir für deine Zeit. Wenn die Dokumente fertig zur Unterzeichnung sind, dann lass nach mir schicken. Du weißt ja, wo du mich künftig finden wirst."

Ein letztes, diesmal ehrlich zufriedenes Lächeln, ein Winken als Abschiedsgruß, dann eilte Adhemar den Weg entlang, in die Stadt hinunter.
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BeitragThema: Re: Juchta ân kenjeith teyaniella - Von Wein, Weib und Gesang   Do Sep 28, 2017 1:52 pm

Wann: Einige Tage nach dem Gespräch mit Raûl

Wo: Auf dem Gelände, auf dem das Haupthaus entstehen wird

Wer: Adhemar / Zwei Chirya-Familien / Offen

Aktueller Bauwert: 4

Noch verbleibend: 296


Nach dem Gespräch mit Raûl war Adhemar sehr zufrieden gewesen. Auch wenn er noch keine harten Zahlen hatte, die die ganze Angelegenheit untermauerten, so war er doch nicht von vornherein auf Ablehnung gestoßen und hatte nicht das Gefühl, dass der Statthalter vorhatte, ihm Steine in den Weg zu legen. Daher hatte er die letzten Tage genutzt, über einer kruden Karte zu brüten und das ein ums andere Mal Berechnungen anzustellen, sie zu verwerfen und neu zu berechnen. Schlussendlich war er zu einem Ergebnis gekommen, das ihn zufrieden stellte.

Er hatte die ideale Größe für die gesamte Unternehmung mit zwei Hektar bestimmt, davon anderthalb Hektar Rebfläche, sowie einen halben Hektar für die Gebäude. Sie würden also nicht ganz so exorbitant ausfallen, wie die Tempel von Heliopolis oder der Herrschaftssitz, den er einst in Saint Gilles bewohnt hatte, aber es war zumindest ein Anfang und wenn das Land erst endgültig in seinem Besitz war, dann war immer noch genug Zeit, sich ein Palästchen aus dem Boden zu stampfen. Zunächst einmal musste seine Unternehmung wortwörtlich Früchte tragen. Dies hing auch von seinen nächsten Worten ab. Adhemar unterbrach seine kleine Wanderung am Fluss entlang und wandte sich um zu seinen Begleitern:

"Meine Freunde. Ihr seid, genauso wie ich, von weit her gekommen. Seid geflohen vor dem Ungemach, das euch eures Glückes in eurer Heimat beraubt hat und habt euch nur mit dem, was ihr am Leibe habt und einigen wenigen Habseligkeiten hier in diesem Lande niedergelassen. Und wenn wir ehrlich sind, es ist ein unwirtliches Land, in das es uns verschlagen hat. Alles, was wir uns wünschen, was wir brauchen, um einfach nur zu leben, das müssen wir diesem kargen Land abtrotzen. Und dabei habt ihr, wenn man die Umstände berücksichtigt, Großes geleistet!"

Adhemar betrachtete das kleine Häufchen Menschen, das ihm gegenüberstand. Zwei Männer mit ihren Frauen, halbwüchsige Kinder, junge Knaben und ein Säugling, der sich wohlig in den Armen seiner Mutter streckte und zufrieden gluckste, als Adhemar verstummte.

Einer der Jungen gähnte ausgiebig, seine Eltern und einige der älteren Geschwister hatten mehr Anstand, doch man sah ihren Gesichtern an, dass sie nur einige Anstrengung davon abhielt, es dem Kleinen gleichzutun. Zu seinem großen Bedauern war Adhemars Redetalent, das diese Bezeichnung ohnehin nur sehr rudimentär verdient hatte, in den Jahren, in denen er weg von den Höfen großer Reiche und in Gesellschaft von Wegelagerern, Falschspielern und Piraten gewesen war, nicht besser geworden.

"Hier nun bietet sich uns die Chance für einen Neuanfang! Eine Gelegenheit für euch und mich, uns eine neue Heimat aufzubauen, das unsichere Leben in Provisorien hinter uns zu lassen und uns eine Zukunft zu sichern, die Zukunft, die wir verdienen."

Adhemar hatte sich in den vergangenen Tagen schon mit den Oberhäuptern der beiden Familien unterhalten, die ihm bei seinen Streifzügen durch die Stadt und über die Terrassen aufgefallen waren. Sie hatten sich trotz der widrigen Örtlichkeiten einige kleine Parzellen angelegt und es war ihnen gelungen, sich und ihre Familien mit allem zu versorgen, was sie brauchten. Sie führten ein den Umständen entsprechend annehmbares Leben. Und was noch wichtiger war: Sie scheuten sich nicht, sich die Hände schmutzig zu machen. Wenn man sie ein wenig unterwies, würden sich diese Leute als gute Arbeiter und vielleicht sogar Freunde erweisen.

Bevor nun seine Zuhörer gänzlich in das Reich des Schlafes hinüberglitten, führte Adhemar sie über die Parzelle. Die Kinder begannen, in der lauen Wärme des sterbenden Sommers am Ufer des kleinen Flusses zu spielen, an dem bald das Haupthaus errichtet werden würde, in direkter Nähe zu den Pumpen und Hebevorrichtungen, die sein Wasser zuerst in Adhemars Weinberge und später über die gesamten Terrassen ergießen würden.

Während er dem Lachen der Kleinen und den Gesprächen der Älteren lauschte, die sich bereits mit Ideen befassten, wie man die Topographie des Landes am besten nutzen konnte und was dazu alles vonnöten wäre, formten sich die Zeichnungen und Pläne in seiner Hand vor seinem geistigen Auge zu einem Zuhause.
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