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 Die Tränen des Djinn

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Ben al Habib

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BeitragThema: Die Tränen des Djinn   Do Feb 08, 2018 1:45 pm

Die See war grün und am Himmel das winterliche blau der milden Gefilde. Der Wind blies fröhlich, so das die ersten Schaumkronen auf den Wellen zu sehen waren. Der schlanke Zweimaster pflügte mit Eleganz durch die Dünung. Die Wanten und das Zeug surrte im Wind. Fast schien es als freute sich das Schiff noch etwas schneller vor die nächste Welle zu kommen.  
Auf dem etwas erhöhten Achterdeck standen - man möchte fast sagen wie immer - drei Gestalten. Ein Mann mit Turban und fest in einem Umhang gehüllt. Ein Mann mit Dreispitz und festem Seemannszwirn. Und ein Mann am Steuerrad, dem offenbar Hemd und Hose reichten.
Rudergänger! Kurs halten! Knurrte der Mann mit dem Dreispitz
Aber seht wie sie fliegt! Geradezu wie der Falke! War die Antwort des Maat.
Lümmel! Bist du je auf dem seidenen Falken gefahren? Sag hast du ihn je gesehen? Unruhig sucht der Käpt’n den Horizont ab. Mit so was macht man keine Scherze! Ob Legende oder Mythos, man muss es ja nicht beschwören.
Der dritte auf dem Achterdeck war Ben und er hatte bisher schweigend zugehört mischte sich jetzt aber ein. Er legte dem Kapitän die Hand auf die Schulter.
Nicht in diesen Gewässern mein Guter. Und selbst wenn, dann würde auch dieses Schiff nicht schnell genug sein, um vor ihr zu flüchten.  Und hört meine Worte der seidene Falke der Morgenröte ist so real wie ich es bin. So wahr wie der Besanmast des Falken mir den Oberarm gebrochen hat.
Auf dem Vorderdeck öffnete sich der Niedergang und ein weiterer Turbanträger betrat das Deck. Schlingernd bewegte er sich immer drei Schritte vorwärts, taumelte durch die Schiffbewegung, suchte Halt und begann erneut mit den nächsten Schritten.
Die drei auf dem Achterdeck schauten sich das Spektakel an. Sie selbst allerdings standen wie angenagelt an Deck und wippten nur leicht wie bei einem Tanz mit Hüfte oder Oberkörper.
Zwei Kupfer, dass er es nicht im ersten Versuch die Treppe zum Achterdeck rauf schafft. Brummte der Kapitän.
Darauf falle ich nicht rein ! Erwiderte Ben leise. Etwas lauter rief er in Richtung der Gestalt: Sayid! Was gibt’s?
Die Antwort kam prompt: Wir sind doch bald da? Der Wind wird wieder so schlimm.
Es kann nicht mehr weit sein. An der Küste wirst du den Hafen von Takbal sicher demnächst sehen.

Der schlanke Zweimaster schoss in den kommenden Stunden entlang der Küste.  Der Wind ließ unter Lande deutlich nach und die Fahrt wurde ruhiger. Die charakteristische Klippe von Gutenbucht war bald gefunden und so steuerte das Schiff weiter Richtung Land.
Inzwischen hatte sich eine Gruppe von Turbanträgern auf dem Vorderdeck versammelt und spähte gen Land. Es gab viel zu sehen in dem großen Halbrund der Bucht. Neben den etwas provisorisch wirkenden Hafenanlagen waren verschiedene kleine Boote und Schuten geschäftig dabei hin und her zu fahren. Das bemerlenswerteste war aber der Dreimaster.

In der Bucht ankert ein großer Dreimaster. Es scheint alles voll zu sein. Besser wir Ankern hier und fahren mit den Dingis herüber. Forderte Ben.
Kurz glaubte er den Schrei eines Falken gehört zu haben, fasste sich an den rechten Arm und ertappte sich dabei zu schätzen wieviel Tonnen der Ladung wohl noch auf den Zweimaster passen würden. Für einen Wimpernschlag des Gedankens stand er wieder in kurzen Hosen auf dem Achterdeck des Falken und hörte die harschen Kommandos der Kapitänin. Die Illusion verschwand so schnell wie seidene Schleier der Tänzerin bei Nacht fällt.

Der Kapitän tippte kurz an seinen Hut.
Aye, Aye. Männer in die Wanten. Segel bergen. Bereitmachen zum ankern. Maat! Macht die Dingis bereit.


Zuletzt von Ben al Habib am Mi März 28, 2018 10:02 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa Feb 10, 2018 11:04 am

Die letzten Schläge der Ruderer wühlten noch das Wasser der Bucht auf.
Wende über Seuerbord! .... Hochscheren! Vorleine über! Achterleine über!
Im Gewusel des Hafens waren die zwei Dingis um den Dreimaster herum und weiter auf einen kleinen Steg zu gefahren.  Die Arbeiter am Steg machten das erste Dingi mit geübten Handgriffen fest, während die Matrosen an den Riemen die schmerzenden Rücken streckten. Im ersten Dingi waren neben Ben noch Nazim, Sahid, Shahir und Samira mit übergesetzt. Im zweiten Boot kamen Yassaf, Asuara, Toki, Oliver und Sören kurze Zeit später an.
As-salāmu  alaykum werte Herren. Dem All-Einen sei dank war die Bucht nicht allzuschwer zu finden. Unsere Reisegesellschaft ist leider nich komplett seefest.
Einige der Reisenden hatten tatsächlich eine leichte Blässe im Gesicht und schwankten noch leicht im stehen.
Ben räusperte sich: Nun würden wir gern mit dem Hafenmeister sprechen. Wo finden wir ihn?


Zuletzt von Ben al Habib am Mi März 28, 2018 9:59 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa Feb 10, 2018 2:33 pm

In der Hütte des Hafenmeisters, nur wenige Schritt von dem Massenauflauf entfernt:

"Was? Jetzt?! Eine ganze Reisegesellschaft?" Joakim, vielgeplagter Hafenmeister und Bürokrat allgemeiner Zuständigkeit, war nicht sehr erfreut. Es kam natürlich mal wieder alles zusammen.
"Ja, Herr. Fremdländisches Volk, Herr. Zwei Boote, Herr." Urist stand in solchen Momenten für gewöhnlich einfach stumpf da und rezitierte die Fakten. Es war einfacher.
"Ausgerechnet heute. Haben die die Menschenmassen auf den Straßen nicht gesehen? Nein, sag es nichts, das war eine rhethorische Frage. Warum hat das eigentlich niemand früher gemeldet? Was ist mit dem Ausguck?"
"Alle sind sie die Delegation gucken gegangen. Weil, ist ja einmalig, das." Urist hätte selbst sehr gern die legendäre Nyame gesehen, aber er hatte natürlich das kurze Hölzchen gezogen. Immerhin war sie noch eine Weile in der Stadt. Der Hafenmeister knurrte. "Bah! Natürlich sind sie das. Pflichtvergessene Bande. Alle, ja? Sogar der alte Heiner? Der sitzt doch sogar am Pier und starrt raus, wenn es Sturm gibt, der Sturkopf."
Urist schüttelte den Kopf. "Sie ham' ihn mitgenommen. Weil, die Herrin, also die Herrlichkeit, also die Nyame, die redet doch ... äh, ich mein, die sagt immer solche Sachen, die ... äh ..."
"Ja, ja, ich weiß, was du meinst." Die bedeutungsvoll klingenden, inhaltsleeren Worthülsen Ihrer Herrlichkeit waren in Takbal legendär, auch wenn man das vor den Naihlar natürlich nicht offen aussprach. "Und?"
"Heiner versteht das manchmal. Sagt, seine Frau hätte auch immer so viel geredet und so wenig gesagt, da wüsste er, wie man auf das Wichtige achtet. Deswegen haben sie ihn mitgenommen, zum Übersetzen."
Joakim seufzte, und legte sich die Hand auf die Augen. Dann, plötzlich, schrak er hoch. "Moment, wenn alle bei dem Massenauflauf sind, woher weißt du das dann?" "Paar Schauerleute hatten noch was zu tun. Ihr Vormann hatte sie nicht gehen lassen wollen. Sie sagten, er kümmert sich um die Fremden." "Aha. Und wer ist das?" "Brokk, Herr."
Urist war plötzlich allein in der Hütte, Joakim war nach seiner Antwort mit einem lauten "Oh neeeeeeiiin!" hinausgestürmt, in Richtung der Mole.


Am Pier:
Brokk Ramrodd, Teilzeit-Wachmann und Hafenarbeiter-Antreiber, stand vor dem vielleicht schwersten Problem seiner Karriere. "Uh. Äh. Öhh ... also."
Die Fremden waren offenbar keine Unruhestifter - er konnte sie also nicht zusammenschlagen und in den Kerker schleifen. Sie waren auch keine Arbeiter, er konnte sie also nicht schlagen und anbrüllen, schneller zu arbeiten. Damit allerdings waren Palette seiner professionellen Fähigkeiten bereits ausgeschöpft. Er hatte zwar noch mehrere andere Handlungsoptionen, doch waren sie auf den privaten Bereich beschränkt.
"Öh ... also, wenna hier festmachn wollt ... äh, müssta's Schiff innen Hafen bringen. Abba grad is schlecht ... äh, alles voll ... äh, Nüahme is da, die Pappata ... deswechn sin' alle wech." Allerdings schienen die Fremden das auch zu wissen, weswegen sie mit Booten gekommen waren. "Äh ... wenna Ware habt, müssta Liste bringen, wo's drauf is. Also, was drin is. Abba erst müssta festmachn. Anner Mole. Äh. Abba grad is schlecht. Weil ... alles voll." Brokk hatte das Gefühl, sich verbal im Kreis zu drehen. Er spielte mit dem Gedanken, einfach trotzdem zuzuhauen, nur, um den Prozess in Gang zu bringen.
In diesem Moment hastete allerdings schon Joakim herbei, so schnell ihn seine kurzen Beine tragen konnten. Er hielt, mit einiger Mühe, kurz vor dem Rand des Stegs an, und versuchte, so schnell wie möglich zu Atem zu kommen.
"Uh! Uff! Hua. Brokk ... puh ... Brokk, gut ... uff ... gut gemacht. Du kannst gehen, ich - fff - kümmere mich darum." Dann drehte er sich zu dem Anführer der Fremden und, schnaufte noch einmal kurz durch und schaltete in den offiziellen Modus um. "Willkommen, willkommen, verehrte Gäste, im schönen Takbâl. 'S hat sich leider gerade etwas verzögert, Ihre Herrlichkeit geruhte, uns zu besuchen - ich bitt vielmals um Vergebung. Doch ich stehe Ihro Liebden nun zur Verfügung - Joakim von der Graumark, Hafenmeister, wenn's beliebt. Ich seh, Ihro Liebden haben schon bemerkt, dass derzeit mit Liegeplatz die Situation etwas unvorteilhaft ist - ich bitt nochmals um Vergebung. Sobald die derzeitigen Festivitäten erledigt sind, wird sich sicherlich ein schöner Platz finden, wenn's Ihro Liebden gefällt. Zwischenzeitlich steh' ich gern zur Verfügung, sei es mit Rat und Wissen, sei es beim leidigen Papierkram. Was darf ich tun, wo kann ich Ihro Liebden helfen, bittschön?"
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa Feb 10, 2018 10:44 pm

Ben verbeugte sich leicht und führt mit der rechten Hand eine ausholende Bewegung vor der linken Brust. Zugleich springt Sahid vor und erklärt:
Na‘am, wir sehen, dass der Hafen ein wenig überfüllt ist.
Aber wo bleiben meine Manieren. Mein Name ist Sahid. Darf ich euch meinen Herren vorstellen. Es ist Ben ibn Amir ibn Omar al Habib. Er vertritt gemeinsam mit seinem Bruder Yassaf das alte und ehrwürdige Handelshaus al Habib aus Al Marsa. Er ist auch der Quartiermeister und Führer des gelben Banners der Feste der Vielfalt im Banner der Entdecker.
Ben legte die Hand auf SahidsSchulter
Es ist gut Sahid. Erschreck’ bitte die Leute nicht so sehr. Es herrschen sicherlich andere Bräuche hier. Aber wo wären wir denn ohne Gastgeschenke. Ben klatschte kurz in die Hände. Asuara stellte einem Korb mit großen knollenartigen Früchten zu Füßen des Hafenmeisters ab.
Wir hörten, dass Zwäpfel in Reich der Rosen zu den schmackhaftesten Früchten zählen sollen. Bitte sehr.
Doch nun zum Geschäftlichen werter Herr.
Zum Einen wollen wir die Wasser- und sonstigen Vorräte an Bord auffrischen. Zum Anderen hörten wir, dass sich hier ein neues Gemeinwesen zusammenfindet, welches aufgrund unglücklicher Umstände zur Flucht vor dem schwarzen Eis gezwungen war. Nun wie auch immer, ich hoffte auch den Baron Stordan von Zackenberg, den Hauptmann Antonius und Raul de Mahzahak hier zu treffen.
Mit einem freundlichen Lächeln fuhr er fort: Allerdings sprach der Wachsoldat von hohem Besuch. So der All-Eine nicht mein Ohr hat täuschen wollen sprach er von der Nyame? Ist Ihr Herrlichkeit Neome damit gemeint? Das wäre sicherlich ganz außerordentlich und ich fürchte, dass wir in dem Fall ungelegen kommen. Wir würden uns dennoch gern etwas Frischmachen und angemessen kleiden. Nur für den Fall. Gibt es ein Gasthaus oder eine Unterkunft für uns in diesem Ort?
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa Feb 10, 2018 11:32 pm

Joakim, der sehr erfreut war, es einmal mit manierlichen Gästen zu tun zu haben, verbeugte sich ebenfalls. Er schnippte mit den Fingern - aber es passierte zunächst einmal nichts. Er drehte sich um, und konnte gerade noch erkennen, wie Brokk hinter der nächsten Ecke verschwand. "BROKK! Ah, verflucht ... bitte um Vergebung, ehrenwerte Gäste", sagte er zu den Neuankömmlingen, nach dem er dem großen Wachmann hinterhergebrüllt hatte. "Es ist auch wirklich zu ärgerlich. BROKK! Verflucht noch eins ... komm wieder her."
"Uh ... was'n? Kannich gehn, oda nich?" Joakim lächelte seinen Gästen erneut zu, beseufzte innerlich die Inkopmetenz des Dienstpersonals und sagte so geduldig wie eben möglich: "Nein, jetzt noch nicht. Hörst du denn nicht, wenn ich dir Zeichen mache? Bring diesen Präsentkorb in die Hafenmeisterei, und sag dort Bescheid, dass man nach zu seiner Wohlgeboren Nachricht senden soll, dass Gäste eingetroffen sind. Mit Präsenten."
"Öh, watt? 'N Korb mit Grünzeuch? Datt is'n Geschenk? Un wen sollich holn? Wer issn 'Wohlborn'?"
"Ja doch, genau den. Frag nicht, nimm ihn einfach. Und ... na, seine Wohlgeboren. Raûl von Mazhak. Nicht holen, eine Botschaft zukommen lassen. Es sind Gäste da. Er möge ... er solll ... ach, dass Gäste da sind. Im, ähm ... " Joakim überlegte kurz, wo er die Neuankömmlinge hinschicken konnte. Das 'Kelch und Rose' war zwar das größte Haus am Platz, aber nicht unbedingt das Beste - und heute wahrscheinlich hoffnungslos überfüllt. Vermutlich war es besser ...
"Im Kartenhaus. Gäste im Kartenhaus." Dann wandte er sich erneut zu besagten Gästen um. "Bitte vielfachst um Vergebung, Ihro Liebden, es ist gerade sehr schwer ... qualifiziertes Personal zu erhalten." Im Hintergrund trottete Brokk davon, den Korb halb hinter sich herschleifend. "Versteh ich nix meah ... was soll'n das mit'm Obstkorb  als Geschenk ... so'n Blödsinn ... unn seit wann is'n Raûl 'n Wohlgeborn ... ich dacht, der is'n Mazhak?" Joakim indessen schaltete den diplomatischen Modus zwei Gänge höher.

"Im Namen der Herrschaft von Takbâl möchte ich die Herren noch einmal herzlichst willkommen heißen in unserem Lehen. Ich möchte auch vielfältigsten Dank aussprechen für das überaus reizende und höchst geschmackvolle, haha, Geschenk. Dem Transport der werten Herrschaften wird natürlich alsbaldmöglichst Nachschub herbeigeschafft - die Einzelheiten der Zahlungsmodalitäten können wir dann später besprechen. Die von Ihro Liebden genannten Persönlichkeiten befinden sich in der Tat in der Stadt und haben derzeit auch die Ehre, Ihrer Herrlichkeit, Nyame Neóme I. die Aufwartung machen zu dürfen. Es könnte dadurch zu einigen kleinen Verzögerungen kommen, wenn Ihro Liebden vergeben mögen. Ich habe soeben Nachricht zu seiner Wohlgeboren, Raûl von Mazhak entsandt" - ein "hoffentlich" verkniff sich Joakim dabei -"und bin guten Mutes, dass er alsbald Zeit für Ihro Liebden haben wird. In der Zwischenzeit darf ich Ihro Liebden das "Kartenhaus" empfehlen. Es hat exzellente Unterkünfte für die gehobene Kundschaft und Ihro Liebden werden dort nicht mit ungestümem Volk belästigt, dass an diesem Tage leider etwas in Feierlaune ist. Ihro Liebden finden es am Ende des Kais, in der zweiten Straße rechts, direkt am Wasser." Das würde ihm hoffentlich etwas Zeit verschaffen, um eine bessere Nachricht an Raûl senden zu lassen. Es sei denn ... aber die Höflichkeit gebat, dass er das Angebot machen musste: "Wenn Ihro Liebden wünschen, kann ich Ihro Liebden auch höchstselbst dorthin eskortieren."
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So Feb 11, 2018 10:32 pm

Ben nickte kurz freundlich: „Shukran lak wir begeben gern zum Kartenhaus.“
Er klatschte dann zweimal in die Hände. Sahid und Asuara holten zwei Korbtruhen aus den Dingis. Toki und Sören hatten das Prozedere schon mehrfach mitgemacht und hoben schon die erste Truhe zu zweit an.
Ben blickte über den Steg bis zum Ende und dann schweifte sein Blick weiter nach rechts. „Ah, ihr meint das grössere Gebäude dort am Wasser? Wenn das das Kartenhaus ist, finden wir das auch ohne eure Hilfe.“
Zu Nazim gewandt:“Nun Cousin, geht schon mal vor und kündigt uns bei Wirt an. Wir werden einige Augenblicke noch im Hafen verweilen und nach euch da sein. Bis dahin möchte ich, dass ausreichend Wasser vorbereitet wird, ihr die Zimmer inspiziert, eine Kleinigkeit zu essen vorbereitet wird und bitte gebt acht, dass ein ordentlicher Tee aufgesetzt ist.“
Nazim machte sich zügig auf den Weg. Toki,Sören, Sahir, Samira und Asuara folgten ihm mit verschiedenen Utensilien beladen.
„Herr Joakim, kommt gern später vorbei, damit die Einzelheiten der Versorgung - damit deutete Ben auf den Zweimaster vor der Bucht - besprochen werden können. Bis dahin. Mögen eure Kamele stets Wasser und Schatten finden.“
Ben deutete eine leichte Verbeugung an.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Feb 13, 2018 8:27 pm

"Sehr wohl, euer Liebden. Ganz wie's beliebt, euer Liebden." Joakim verbeugte sich noch einmal - es musste schließlich der Anstand gewahrt bleiben - drehte sich dann um und tänzelte davon.


Das "Kartenhaus" war ein etwas seltsam anmutender Bau, direkt am Wasser, am Ende des Piers. Eindeutig von Nordländern errichtet, schien es nicht recht in das Klima zu passen - was wohl auch der Besitzer bemerkt hatte, denn es war nachträglich "orientalisiert" worden - kleinere Fenster, kühlende Matten, Gitter für ebenso wirkende Pflanzen und sogar ein aufgepropft wirkendes Minarett, in dessen Inneren eine große Amphore mit Wasser für Verdunstungskälte stand. Im Inneren war es ähnlich hybrid: Schwere Eichentische, auf denen verspielte Silberkaraffen standen, Fässer hinter der Theke, direkt neben der Teekanne und Schleier über Serails, die aus Holzstühlen bestanden (Kissen auf Nachfrage). Das Haus war eindeutig reich - es standen frische Kerzen auf den Tischen, einige Fenster und ein Teil des Geschirrs waren aus Glas - und auch die eher spärliche Kundschaft bestand aus Vertretern der vermögenderen Schichten. Die Atmosphäre war fast schon verdächtig still - ins "Kartenhaus" ging man nicht, um sich gröhlend zu betrinken. Ein Hüne von einem Mann wachte hinter der Theke darüber, dass das auch so blieb, während hinter dem Vorhang der kleinen Küche ein sehniger, zäh wirkender Alter mit grauer werdenden Haaren die Szenerie überwachte. Nun, da das "Kelch und Rose" das beliebteste Haus am Platz geworden war, war der Wirt, Kharabhoudian, endlich zufrieden. Es herrschte zivilisierte Ruhe, und niemand trat mehr mit schlammigen Stiefeln auf seine Teppiche.


Brokk indessen hatte Râul endlich ausfindig gemacht. Die Nachricht "Öh, da Joakim sacht, da sinn welche im Kattnhaus, die sinn Gäste, die kommn mit 'm Geschenk, aber das is nur Obst, unn die wolln dich, also mittir redn" war vielleicht nicht sehr kohärent, brachte das Wesentliche aber zum Ausdruck. Joakim war danach auch doch noch etwas besorgt hinterhergegangen, nur um sicherzugehen, dass Seine Wohlgefor ... Wohlgeboren keine Fragen mehr hatte.
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Fr Feb 16, 2018 3:53 pm

Ben schlenderte mit seinem Bruder noch etwas am Hafen entlang. Viele Leute waren rund um den Empfang von Neome zu sehen. Jedoch hielten sich die Orientalen etwas abseits und beobachteten nur.
Nach kurzer Zeit schauten sie viel interessierter auf die Bauten und Menschen, die hier offensichtlich lebten.
"Meinst du hier lässt sich ein Geschäft machen Bruder? Die Leute hier haben auch nicht viel mehr als die armen Teufel in Porto Leonis. Wenn ich mir das so anschaue sind hier mehr Flüchtlinge als Anwohner."
"Warten wir mal ab was Raul der Reichskämmerer der Rosen so sagt. Wir müssen ja nicht von einem Hafen auf das ganze Reich der Rosen schließen. Außerdem sollte Antonius auch hier sein. Ich bin gespannt auf seine Einschätzung. Abgesehen davon sah ich ihn zuletzt beim Heiler Banner am Tag als wir die Verfehmten zurück trieben. Ich hoffe sein Bein hat sich erholt."

Der Weg zum Kartenhaus war nicht zu verfehlen und so kamen die restlichen Orientalen etwa sechzig Augenblicke nach den anderen an.
Sahid hatte bereits eine Ecke mit Speisen und Wasserpfeife herrichten lassen wie Ben wohlwollend bemerkte.
"Wir sollten uns nach der Reise erst frisch machen und umziehen. Bitte lege mir das blaue Gewand mit der silbernen Schärpe heraus. Wo ist das Bad bereitet?"
Ben wurde umgehend bedient und zog sich in die wohlige Wärme des Wasser zurück. Etliche Augenblicke später betrat er in Blau und Silber gekleidet den Raum, in dem Speisen und Wasserpfeife auf ihn wartete.
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa Feb 17, 2018 2:28 pm

Es dauerte noch etwas, bis Raûl die Taverne betrat. Er hatte die Parteien zusammengebracht, zur Hochebene begleitet und sich dann bei passender Gelegenheit bei ihrer Herrlichkeit und den Exzellenzen entschuldigt und war wieder in den Hafen zurückgekehrt, um sich kurz umzuziehen. Joakim hatte ihm ausrichten lassen, dass eine Handelsdelegation im Kartenhaus auf ihn wartete. Der Name al Habib war gefallen und das war schon Grund genug, sich sein feinstes Tuch über zu werfen.
So stand er einen Moment in der Türe, begleitet von einem Mitglied seiner Familie, und sah sich kurz um. Es dauerte nicht lange, die Gruppe ausfindig zu machen.

Er ging zu Ihnen hin, streckte beide Handflächen nach oben, wie üblich Brauch der Naihlar, und nickte lächelnd in die Runde:"Atata, liebe Freunde. Schön, dass Ihr den Weg nach Takbal gefunden habt."

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IT:  Raûl Mazhahk ân Oshead, Kämmerer des Reiches, Statthalter von Gutenbucht und Edler Herr
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So Feb 18, 2018 9:55 am

Die Ecke in der sich die al Habibs ausgebreitet hatten war mit Kissen rund um zwei niedrige Tische ausgestattet. Die Wände waren behangen mit Tüchern und Teppichen. Auf den Tischen waren eine Sisha und etliche keine Schälchen mit Nüssen und weiteren köstlichen Kleinigkeiten. Die weißen Schwaden der Wasserpfeife zogen nach oben in das Gebälk, das noch von dem nordischen Baustil zeugte. Allerdings schien sich keiner um diesen kleinen Stilbruch zu kümmern. Im Gegenteil die Atmosphäre war eher locker und entspannt.
Ben hatte Raûl schon beim Betreten des Kartenhauses erblickt und stand bereits um ihn begrüßen zu können. Sahid schaute noch einmal zweifelnd zu seinem Herrn, als wollte er sagen: aber ich muss euch doch vorstellen wie es sich gehört. Ben allerdings runzelte die Stirn und schüttelte leicht den Kopf, bevor er sich dem Ankömmling zuwenden konnte.
As-salāmu alaykum Raûl. Ben verneigte sich leicht und führte die traditionelle Geste der Wüstenvölker mit der rechten Hand aus.
Shukran für die nette Begrüßung hier in der Bucht. Ich beglückwünsche euch für so eine nette und gediegene Unterkunft hier vor Ort. Aber bitte leistet uns Gesellschaft, so es eure Zeit heute zulässt. Der getrocknete Fisch, aber auch die Nüsse sind ganz hervorragend. Beim Essen redet es sich besser. Es scheint hier im Ort gerade viel los zu sein. Wir als Händler wittern dabei natürlich schon Geschäfte.
Ben lächelte dabei entschuldigend.
Aber auch die Auswirkungen des letzten Feldzugs würden wir gern besprechen, denn nicht nur hier scheinen viele Flüchtlinge zu sein. Auch in Porto Leonis, die ja eigentlich die Feste an der Weltenschmiede versorgen sollen, scheint es den einen oder anderen Mangel zu geben. Aber ich komme schon ins plaudern, setzt euch doch bitte.
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Feb 20, 2018 11:12 pm

Raûl lächelte, dass sein Goldzahn blitzte und nickte:"Wa aleikum as-Salam. Und danke für die Einladung, die ich gerne annehme. Da die Delegation ihrer Herrlichkeit und ihrer Exzellenzen ihrerseits nun in Besprechungen sind, die einige Zeit gehen werden, habe ich Zeit für Euch. Gerne so lange wir brauchen oder im Zweifelsfall, bis wieder nach mir geschickt wird." Raûl ließ sich in der Runde nieder und nahm ihm angebotene Erfrischungen dankend entgegen.
"Als Kämmerer haben solche Gespräche für mich eine hohe Bedeutung. Und als Herr meines eigenen Handelshauses ebenso, genauso wie der Stadthalter des größten Warenumschlagsplatzes des Reiches. Dieser Ort zieht viele Menschen an, zumal wir weder während des Sommerwinters noch während des Jadekrieges Schaden oder Zerstörung hinnehmen mussten, ganz im Gegenteil. Gerade deswegen platzen wir aus allen Nähten. Über zweitausend fünfhundert Menschen Leben nun in Takbal und auf dem Hochweg ist noch die provisorische Stadt der Freyenmärker, die wir evakuiert haben, mit noch einmal etwa knapp Siebenhundert Menschen. Es wird langsam etwas unübersichtlich hier. Aber die Waren fließen ununterbrochen rein und raus über den Hafen und den Landweg. Manchmal muss man etwas warten, aber früher oder später bekommt man immer irgendwie, was man braucht, über den einen oder anderen Kanal, wenn auch manchmal zu unanständigen Preisen. Ich habe daher immer Interesse, bestimmte Waren aus mehreren Quellen zu beziehen, damit ich mich nicht von einer Handelsroute abhängig mache."
Er holte eine Schatulle mit Rauchstengel hervor und hielt sie einladend in die Runde.

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IT:  Raûl Mazhahk ân Oshead, Kämmerer des Reiches, Statthalter von Gutenbucht und Edler Herr
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mi Feb 21, 2018 6:55 pm

„Na‘am.“ antwortete Ben und nahm einen der angebotenen Rauchstengel, drehte ihn zwischen den Fingern und roch daran. „Ahh, ein guter Tabak. Der Geruch scheint mir fremd. Eigene Ernte oder Importware?“
Sahid stellte eine kleine Kiste zu Füßen von Ben. Er nickte darauf hin nur kurz und widmete sich wieder seinem Gegenüber.
„Ich hoffe ihr erinnert euch an meinen Bruder Yassaf?“ mit den Worten zeigte er auf den, wie üblich in rot gekleideten und mit Schmuck behängten Bruder, der freundlich nickte.
„Und auch an Nazim meinen Cousin?“ Der junge Orientale saß etwas abseits folgte den Worten aber aufmerksam.
Ben öffnete nur die Holzkiste auf deren Deckel das Symbol der Al Habibs eingebrannt war. Er drehte sie so, dass Raul nun auch hinein schauen konnte. Im Inneren lag ein Krummdolch, etwas länger als eine Hand auf einem samtrotem Bett. Am Knauf waren Verzierungen und ein paar kleine Steine eingelassen, die sich in der blanken Klinge spiegelten.
„Wir möchten euch ein Gastgeschenk überreichen und hoffen auf interessante Geschäfte, bei deren wir möglicherweise auch auf Kreativität und gute Beziehungen angewiesen sind.“
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mo Feb 26, 2018 9:42 pm

Raûl freute sich sehr über das geschmackvolle Geschenk und lobte den Krummdolch, seine Machart, die Verzierungen und sogar das Rot des Samtbezuges, da es ja eine seiner Farben war.
"Interessante Geschäfte, ja, das ganz sicher, meine lieben Freunde." und bezog in seine freundliche Geste auch die ganze Verwandschaft mit ein.
"Alle Parteien des Reiches die ich vertrete sind interessiert an den verschiedensten Arten der Güter, gleich ob Ein- oder Ausfuhr. Aufgrund der Lage eignet sich Gutenbucht und Shäekara unbedingt als Hauptumschlagsplatz für den Warenstrom, zumal ich inzwischen schon diverse Pläne habe, wie wir die Waren schneller und zuverlässiger im Reich verteilen können. Das Reich ist gigantisch, die Entfernungen ermüdend und Aerisportale eignen sich nicht für einen kontinuierlichen Warenstrom.
Aber sprecht doch bitte von dem Bedarf, den Ihr habt - an Dingen die ihr gerne handelt, egal von wo nach wo. Sollte etwas... ungewöhnliches dabei sein, dass vielleicht nicht unbedingt gerne im Reich gesehen wird, werde Euch dies selbstverständlich mitteilen, ohne dass Ihr Bedenken haben müsst, dass unsere gerade erwachte Geschäftsbeziehung Schaden nimmt. Ich bin zuallererst einmal Geschäftsmann.
"
Wieder einmal lächelte er ein breites, goldenes Lächeln und zündete sich und allen, die seinem Angebot an Tabak angenommen hatten, einen Tabakstengel an.

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Stordan von Zackenberg
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Feb 27, 2018 5:56 pm

Kurz vor der Besprechung mit der Nyame und dem Thul'Heen kam einer der jungen Boten, die den ganzen Tag für Stordan schon unterwegs waren, zu ihm gerannt. Eigentlich passte es ihm gerade gar nicht, aber er wies die junge Frau an, ihm kurz Bericht zu erstatten, was denn so wichtiges passiert sei, dass sie zu ihm gerannt ist. Dabei hörte er im Hintergrund die Geräusche der Stadt lauter werden, anscheinend war ihre Herrlichkeit soeben eingetroffen.

Mein Herr, begann die junge Emer, kurz vor der Nyame, auf die ihr wartet, kam noch ein anderer Handelssegler im Hafen an. Ich hörte, wie er im Hafen nach euch und dem Ritter Antonius fragte. Außerdem wollte er Raul sprechen, anscheinend hatte er etwas wichtiges zu besprechen. Und das merkwürdigste war, dass er darüber Bescheid wusste, unsere Flucht meine ich.

Stordan dachte kurz darüber nach, diese Angelegenheit müsste er genauer un tersuchen und dann sich mit dem Mann treffen. Raul ist sicher bei der Nyame, dachte er, also muss der Fremde auf uns alle warten, bis das Treffen mit den Würdenträgern des Reiches stattgefunden hatte. Schließlich hatte dies die oberste und absolute Priorität.

Ein paar Minuten stand Stordan still da, dachte nach. Dann wandte er sich Emer zu. Lauf zum Hafen und suche den Mann. Beobachte ihn, was er macht, und warte darauf, dass die Würdenträger des Reiches zu uns kommen. Wenn er Quartier genommen hat oder auf seinem Schiff wartet, gehst du dann zu ihm und richtest ihm aus, dass ich zurzeit sehr beschäftigt bin und mich erst später mit ihm genauer beschäftigen kann. Er möge doch bitte dir eine Botschaft zwecks des Grundes mitgeben, aus dem er mich und Antonius sucht. Hast du dass verstanden?

Sie nickte und machte sich wieder auf den Weg in den Hafen.
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Feb 27, 2018 7:01 pm

Ben lächelte breit und lehnte sich nach den Worten von Raul leicht zurück und genoss den angebotenen Tabak. Zusätzlich zu den eher weißen Schwaden der Shisha kamen nun noch ein leicht bläulicher Dunst hinzu. Nach ein paar Zügen lehnte sich Ben wieder etwas weiter nach vorn und schaute Raul direkt ins Gesicht.
„Nun ungewöhnliche Dinge? Ach nein, da geht es doch eher um recht profane Dinge, die die andauernden Kämpfe mit den Verfehmten mit sich bringen. Zumindest im Moment.“
Mit einem kleinen Seitenblick zu seinem Bruder Yassaf erläutert Ben:“In den letzten beiden Jahren des Feldzuges hatte die Feste der Vielfalt einen Vertrag mit den Zwergen der Binge zu Hammerburg. Dieser umfasste Schwerter und Schilde die für die Kämpfer bereitgestellt wurden, so dass die Truppen durch die logistische Versorgung zum Beispiel mit Ersatzwaffen während der Kämpfe eine höhere Einsatzbereitschaft auszeichnete. Dies war und ist die Aufgabe des gelben Banners der Feste und der Quartiermeisterei.
Nun ist euch möglicherweise während des letzten Sommerfeldzugs zu Ohren gekommen, dass die Bezahlung der Zwerge für ebendiese Waffen bei einem Überfall im Tross geraubt wurde. Der sogenannte Geier-Vorfall. Diese Gruppe hat sich wohl neben anderen kontrovers zu diskutierenden Verhaltensweisen auch an den Raub beteiligt. Nur mit Mühe und mit Hinweis auf das Kriegsrecht habe ich unsere Streiter davon abhalten können eine Nacht der langen Messer auszurufen.
Wie ihr nun sicher versteht waren die Zwerge verärgert und ich musste sie mit einigen Kilo Goldnuggets entschädigen. Darüber hinaus überlegen wir nun ob wir für dieses Jahr einen anderen Lieferanten für Waffen und Nachschubwaren finden können.
Mein erster Weg führte mich nach Porto Leonis. Dort siedeln doch einige der Granden aus dem Banner der Entdecker.
Allerdings sah ich dort nur Not und Elend. Herr Wu, Herr Ulrich und Frau Rose erklärten mir, dass die Stadt im Moment keine Überschüsse produziere.
So frage ich also hier, ob die Handwerker und Schmiede in der Lage wären für unsere Truppen zusätzliche Ausrüstung vorzuproduzieren, auf dass sie zum Sommerfeldzug bereit steht.
Darüberhinaus bin ich kein gefühlloser Kupferklauber. Die Not in Porto Leonis lässt sich sicherlich lindern, wenn man Nahrungsmittel, Holz und Eisen dort hin schaffen könnte. Ich bin sicher, dass die Ressourcen des Reiches dies zulassen würden. Allerdings müsste das Reich es wohl zunächst als Kredit sehen, da Porto Leonis noch nicht andere Waren im Gegenzug zur Verfügung stellen könnte. Das wird noch etwas dauern.“
Das Lächeln von Ben wird noch breiter.
„Aber zum Glück gibt es ja Handelshäuser wie unsere, nicht wahr mein Freund? Sagt, was haltet ihr davon wenn wir den armen Menschen helfen?
Ich verstehe euch so, dass es durchaus Ressourcen gibt, die hier ankommen. Ich sehe auch schon die Transportmöglichkeiten. Ich denke es fehlt noch ein kleines Abkommen zwischen den Handelspartnern. Und gegen ein bescheidenes Handgeld einer Provision bin ich gern bereit mit den Parteien jeweils zu verhandeln.
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Do März 08, 2018 5:46 pm

Raûl lächelte. Seine Seele sang ob des verwandten Geistes, der ihm da gegenüber saß. Natürlich hatte er inzwischen als Kämmerer auch das Wohl des ganzen Reiches im Blick und konnte nicht ganz so einseitig... offensichtlich einseitige Vereinbarungen tätigen. Aber eine Verbindung zu alm Habib und seinem Bekanntenkreis konnte er sich keinesfalls entgehen lassen.
"Die Geier, jaja. Ich denke ja, dass sie inzwischen genauso tot wären, wenn sie sich nicht für ihren Heldentod entschieden hätten. Dies hat sie wahrscheinlich auch dazu veranlasst. Sich in so kurzer Zeit mit so vielen zu verscherzen, das ist auch mal eine Kunst. Aber da sind sie im Blutpakt nicht die Einzigen gewesen." er zuckte mit den Schultern und nippte an seinem Becher.

"Das Reich der Rosen hatte etwas Pech, zumindest Teile davon. Den Norden und die Mitte hat es am Härtesten erwischt. Schwarzes Eis Überfall auf Kelemthal im Norden, dann der Wintersommer, der die Ernten des halben Landes vernichtete und dann noch der Jadekrieg, der zumindest ab Tinderos zu großen Verlusten und Verheerungen geführt hat. Gutenbucht musste seinen Tribut zwar bezahlen, als dass wir viele unserer Ressourcen zur Versorgung der stark betroffenen Lehen eingesetzt haben, aber wir sind völlig Schadlos aus zwei Jahren Misere ausgekommen. Tatsächlich hat kein anderes Lehen im Süden Anspruch auf die Kriegsbeute der geschlagenen Khal'Hattrani erhoben und so haben wir ein ganzes Lagerhaus voll mit ihrem Kriegsgerät. Lasst Euch von dem Durcheinander da draußen nicht täuschen. Viele Lehen stehen inzwischen in unserer Schuld, nach dem Weggang von Münzquell ist Gutenbucht der einzige Hafen und somit effektiver Zugang zum reichsweiten Handel. Meine zweite Werft wird in diesem Sommer noch fertig gestellt. Ich brauche Waren, viele Waren.
Und ich sortiere den Bedarf des Reiches vom Bauern bis zum Archon.
Durch die Evakuierung der Freyenmark bin ich zwar noch nicht ganz so fortgeschritten mit meiner Planung wie erhofft. Aber auch dieser Einsatz wird sich wieder zu unsere Gunsten wenden."

Raûl zog an seinem Räucherstengel und bließ Rauchringe in die Luft.
"Ich kann für eine gewisse Anzahl an Waffen und auch anderer Ressourcen sorgen, wenn diese gebraucht werden. Über eventuelle Schuldverhältnisse und entsprechende Kompensation lässt sich sicher ein Vertrag ausarbeiten."

Er lächelte wieder breit, sein Goldzahn reflektierte den Kerzenschein.
"Welcher Unmensch hilft denn nicht, wenn Freunde in Not sind?"

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So März 11, 2018 10:56 am

„Das mein Freund ehrt dich. Denn anderen Streitern gegen die Verfehmten zu helfen, kann nicht falsch sein.
Was die benötigten Waren angeht, so bin ich neugierig zu hören was konkret euch vorschwebt. Luxusgüter wie Geschmeide, Düfte und Stoffe für den Hof? Da wir den königlichen Hof zu Dahab in den ewigen Sanden mit diesen Dingen beliefern könnte ich euch hier sicherlich helfen. Allerdings ist die Schiffsreise in die ewigen Sande nicht unbedingt kurz und die Seehandelsgilde wird einen Zoll erheben.“
Ben klatschte einmal kurz in die Hände und schon wurden ein kleine paar Stoffballen gereicht. Die Stoffe waren reich gemustert und von leuchtenden Farben.
„Nur eine kleine Probe.“ erklärte Ben und strich fast liebevoll über den Brokat.
„Aber zurück zu den handfesteren Dingen. Ich gehe davon aus, dass ihr die Bedarfe der Hiesigen Flüchtlinge im Griff habt. Darüber hinaus sprach in Porto Leonis an. Dort fehlte es vor 2 Monden noch an so vielem.
Um den guten Willen und auch den Handel anzuschieben schlage ich vor mit einer Schiffladung Nahrung und verarbeitbarem Eisen dort hinzureisen.
Sofern es dort zum Handel kommt, soll es nicht zu eurem oder dem Schaden des Reiches sein. Allein ein kleiner Obulus für Vermittlung und Transport für unsere Mühen sollte beinhaltet sein.
Und bevor ihr fragt, natürlich werden wir mit den Waren nicht einfach in den Wüsten verschwinden. Unser Handelskontor in Holzbrück könnte euch schon bekannt sein.“
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di März 20, 2018 3:57 pm

Raûl schaute einen Moment verdutzt drein, dann lachte er aber herzlich heraus.
"Also ich habe schon viel gehört über das Handelshaus, aber sicher nicht, dass ihr einfache Diebe seid. Ich erkenne einen Geschäftsmann, wenn ich ihn sehe. Ein Geschäftsmann weiß immer, wann er seine Zusagen einhalten muss. Daher bedarf es sicher keiner Absicherung, wenn ich Euch Nahrung für Porto Leonis zum Handeln gebe." er fuhr mit bewunderndem Blick über die schönen Stoffe, prüfte sie sachkundig und stieß einen tiefen Seufzer aus: "Das panmythodeanische Handelsabkommen... das eigentlich kein Abkommen ist, sondern eine Barbarei. Das macht es in den jetzigen Zeiten kaufmännisch sinnlos, größere Mengen solcher atemberaubenden Luxusgüter zu importieren. Kleinbedarfe für zahlungskräftige Kunden - ja. Aber wer kann sich heute solche Aufschläge leisten? So wie unser Loragrin. Das ist sind die Rum-Reserven, die wir aus unserer Heimat mitgebracht haben. Inzwischen zahlt man für einen Mundvoll schon ein Silber im Einkauf. Das geht den meisten, ehrlich arbeitenden Menschen hier ab. Unser hier produzierte Ahkgrul-Rum ist natürlich auch gut, aber es ist eben... nur Ahkgrul - für diejenigen, welche das Original kennen."
Er strich noch einmal über die Stoffe und nickte dann. "Ich werde jemand aus meinem Haus vorbeischicken, die Stoffe könnt Ihr meiner Frau Elaya und ihrer Mutter vorlegen, sie sollen sich etwas aussuchen."

Raûl hielt kurz inne und zog am Schlauch der Shisha, dann tippte er mit einem Finger auf das Geschenkkästchen mit dem Krummdolch:
"Eisen hingegen wird etwas dauern. Ich bin im Moment schriftlich - aber eben nur schriftlich - mit den anderen Lehen in Kontakt und sammle Meldungen über Produktion, Überproduktion und Fehlbedarf. Ich habe wie gesagt eine nicht unerhebliche Waffenkammer, aber Eisenbarren, gerade für normale Haushaltsgüter - da reichen meine Vorräte nicht für den Export.
Ich kann sicher etwas organisieren, wenn ihr und eure Kunden etwas Zeit mitbringen.
"

Er lehnte sich zurück und zog wieder an der Shisha.

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa März 24, 2018 7:09 am

Ben verneigte sich leicht im Sitzen und legte die rechten Hand auf sein Herz.
„Ihr ehrt uns erneut. Das Vertrauen in das Handelshaus wird nicht enttäuscht werden.
Hinsichtlich der Nahrungsmittel werde ich einen Boten schicken. Gerade zum Ende des Winters kann ich mir vorstellen, dass Porto Leonis solche Vorräte gut verwenden kann.
Was die hier verfügbaren Stoffe angeht, so freuen wir uns auf die Damen eures Hauses. Ich bin sicher sie werden etwas schönes finden.“
Bens Gesichtsausdruck wurde ernst.
„Was das Eisen angeht, können wir sicherlich im nächsten Schritt sehen, welche Mengen der wirkliche Bedarf sind. Allerdings macht mir die Evakuierung der Freyenmark nicht als Handelshaus, aber als Quartiermeister der Feste Sorgen. Ist es richtig, dass sie komplett überrannt wurden? Was sagen die militärischen Berichte? Sind unsere Hererführerin Kaela und die Stimme der Vielfalt Larius informiert worden? Die Truppen der Feste der Vielfalt sind noch in ihren Winterquartieren. Sie zu mobilisieren würde sicherlich etwas Zeit benötigen.“
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Sa März 24, 2018 8:17 pm

Raûl Miene verfinsterte sich ob der Fragen zur Freyenmark. Er legte den Schlauch der Shisha beiseite und zündete sich wieder einen Krautstengel an, bevor er antwortete:
"Die Freyenmark wehrt sich tapfer, bekommt von zahlreichen Seiten Hilfe, aber die Lage ist unübersichtlich. Vor allem das Rückrat ist durch den Sturz Eisenkeils zerbrochen, alle scheinen sich um sich selbst zu kümmern. Ich weiß konkret nur vom Lehen Zackenberg, aber das ist verloren. Die Flüchtlinge sind bei uns untergekommen, wenn auch unter schweren Verlusten. Wir waren gerade in einer Sitzung mit ihrer Herrlichkeit Neome und den Exzellenzen, dem Thul'Heen und dem Neches'Re, als mir eure Ankunft vermeldet wurde. Baron Stordan und der Waffenmeister Antonius haben es mitbekommen und ihren Reaktionen entnehme ich, dass Sie ebenfalls beabsichtigen, mit Euch Kontakt aufzunehmen, wenn sie nicht schon auf dem Weg hierher sind. Sie können Euch bestimmt mehr sagen als ich." Raûl neigte den Kopf zu Seite und schüttelte ihn dann aber.
"Ich befürchte das Schlimmste."
Er dachte noch einmal nach und fügte dann noch hinzu:
"Die Verfemten haben ihre eigenen Strategien und Beweggründe. Das Schwarze Eis folgt einem Schlachtplan, den ich nicht greifen kann. Vielleicht halten sie einfach mittendrin inne und ziehen sich zurück, das wäre nicht das erste mal. Aber langfristig arbeiten sie an der vollständigen Assimilation allen Lebens. Und nur die Elemente und unser Handeln in ihrem Namen können das verhindern."
Raûls Augen schienen bei diesen Worten im Halbdunkel der Taverne zu leuchten. Aber das war bestimmt nur eine Lichtspiegelung gewesen.

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So März 25, 2018 1:38 pm

Antonius war vor das große Zelt getreten, lange ging dieser Empfang bereits und er brauchte dringend frische Luft und so ging er ein paar Schritte. So landete er am Rand des Plateaus und blickte nach unten zur Stadt und dahinter der Hafen, wo ihm ein Schiff ins Auge viel, dass etwas weiter draußen geankert hatte. "Die Habibs" schoss es ihm durch den Kopf und er dachte sich Raûl hatte sich schon vor über einer Stunde entschuldigt und beim raus gehen hatte er Antonius noch zu geflüstert wo er hingehen würde. Kurz entschlossen nahm Antonius den Weg Richtung Stadt. 
Als er im Gewühl der vollen Straßen ankam, schlug er Zielstrebig den Weg zum Kartenhaus ein, um dann, nach einer gefühlten Ewigkeit des schubsens und weg schiebens, anzukommen. Er betrat das Kartenhaus und es war ein Ruhepol, wie abgeschnitten wurden die Geräusche der geschäftigen Strasse ausgesperrt. Antonius ging zu dem Hünen am Tresen und fragte nach Raûl und den fremden Gästen. So wurde zu ihnen gebracht und als er ihrer Gewahr wurde rief er vor Wiedersehensfreude "Ben!" er ging mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu, dabei schickte er einen Blick zu Raûl um sich zu entschuldigen, dass er das Gespräch unterbrochen hat.
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So März 25, 2018 6:33 pm

Bei den Worten von Raul bildeten sich Falten auf Bens Nasenwurzel und der Blick würde härter. Als hätten die Worte über das schwarze Eis die Temperatur im Raum abgekühlt, zog sich Asuara ihr Tuch über den Schultern enger. Die Töpfchen mit den leckeren Kleinigkeiten wirkten wie fehl am Platze. Im Geiste sah Ben die Karte der Freyenmark vor sich und betrachtete wie beim Taktiksandkasten die vermuteten Truppenbewegung. Einen Augenblick war Stille im Raum.
Gerade da trat Antonius um die Ecke. Die Herzlichkeit und Freude des Neuankömmlings erfüllte alle Herzen und die schweren Gedanken über die Verluste ganzer Landstriche traten in den Hintergrund. Ben sprang auf, riss noch ein paar Schalen auf dem Tisch um und ging Antonius entgegen.
„Antonius! Mein Freund! Du hast es geschafft. Und diesmal sogar auf deinen eigenen Beinen.“
Ben umarmte ihn herzlich und legte im beide Hände auf die Schultern. So stand er Aug in Aug mit seinem Freund.
„ Schön dich bei guter Gesundheit zu sehen. Setz dich zu uns und erzähl wie es dir ergangen ist.“
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Antonius
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So März 25, 2018 7:17 pm

Antonius erwiderte mit Ignis wärme die herzliche Umarmung und lachte dann zur Antwort, schlag dabei auf sein linkes Bein und sagt, "Ja das Bein ist gut verheilt, damals auf dem Schlachtfeld, dank dem Aqua Banner, aber ich habe mir seit dem einige neuen Narben geholt, vor dem schwarzen Herz wurde ich einge male schwer getroffen und bei dem Gefecht vor den Mauern von Neu-Zackenberg hatte es mich auch erwischt, aber nicht so schwer, wie Khaid es mir glauben machen wollte" beim erzählen setze er sich und beim erwähnen von Khaid, dem Chef des Hospitz in Neu-Zackenberg, lacht er rau. Dann nahm er sich einige der Leckereien und steckte sich einen in den Mund, nach dem er die Süßigkeit herunter geschluckt hatte, setzte er an weiter zu erzählen "ja...wie ist mir ergangen,  drei mal in Folge vom schwarzen Eis eine blutige Nase geschlagen zu bekommen würde einige demotivieren, aber mich hat es nur entschlossener gemacht. Die Abwehr Kämpfe in Neu-Zackenberg waren heftig, doch danke Raûl's guter Organisation konnten wir viel retten und sind nun hier." dabei sah er zu Raûl und beugte sein Haupt dankend. "Nun sind wir hier und müssen zum Glück nicht von Null anfangen, Man wird uns Kelemthal geben. Ich bin sehr Zufrieden damit. ist dieser Landstrich doch an der Grenze zum schwarzen Eis. Genau wie ich es am liebsten habe. Das sagte ich auch damals zum Principal als er uns das Lehen offiziell übergab, den Neu-Zackenberg war auch genau an der Grenze zum schwarzen Eis. Aber genug von mir, sag wie ist es dir ergangen, wie steht es um die Feste und um Porto Leonis? Hast du Neuigkeiten von der Weltenschmiede, wie steht es um die Festung?"
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So März 25, 2018 8:02 pm

„Ahh, Raul! Da hättet ihr auch schon eure Finger drin? Na wie gut, denn sonst wären wohl noch mehr Waren und Versorgungsgüter zurückgeblieben.“
Ben hatte sich wieder auf einem der Kissenhaufen niedergelassen und die Shisha dampfte erneut.
Kelemthal sagt ihr ist das Ziel? Das ist im Landesinneren und zwischen zwei Flüssen, wenn ich mich recht erinnere. Ein gutes Lehen, gerade für eure Pferdezucht. Das wird schon. Und wenn ihr beim Aufbau Dinge braucht, dann weißt du ja wo du den Boten hinschicken solltest. Das Handelskontor in Holzbrück ist permanent besetzt. Wenn mein Bruder oder ich nicht zugegen sein sollten, ist Bertram auf jeden Fall vor Ort.
Die Truppen der Feste sind noch in den Winterquartieren. Zum Teil auch im Reich der Rosen. Daher steht mit der Feste alles zum Besten.
Porto Leonis. Ja was soll ich sagen? Eine Stadt im Aufbau. Und tatsächlich noch mehr Flüchtlinge als hier. Ich denke eine Zeltstadt vor drei Monden die bestimmt fünftausend Individuen umfasste. Nahrung ist vermutlich nicht übermäßig viel vorhanden. Bei meinem kurzen Besuch vor Ort wurde ich allerdings deutlich weniger herzlich empfangen als hier meine Freunde. Nichtsdestotrotz werden wir dort helfen und ich schicke einen Boten der ihnen die hier von Raul gelagerten Nahrungsmittel zum Kauf anbieten wird.
Die Weltenschmiede wird von Porto Leonis aus versorgt und ist, so weit mir bekannt, noch in unsere Hand. Das sind zumindest gute Nachrichten nicht wahr?
Aber Antonius vergesst nicht: schaut was ihr für den Aufbau noch braucht. Am besten sollte ich mit dem Baron noch sprechen. Meinst du nicht?
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Antonius
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   So März 25, 2018 8:26 pm

Antonius nickte und lächelte einige mal als Antwort auf Ben's Worten. Auch er nahm sich eine Pfeife der Shisha "Das freut mich zu hören. 
Ja ich denke auch. Kelemthal ist ein guter Ort. 
Porto Leonis wird es Anfangs noch schwer haben, aber sie werden es schon schaffen, es haben sich dort gute Leute angesiedelt, einige kenne ich." er nahm einen Zug aus der Shisha und redete dann weiter "Ja selbstverständlich solltest du dich mit dem Baron treffen und darüber reden, mein Fachgebiet ist das nicht" er lachte  "Ich habe mir nur von dem Empfang, sagen wir, eine Pause genommen, um dich zu treffen. Raûl hatte mir von deinem eintreffen erzählt."
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