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 Die Tränen des Djinn

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AutorNachricht
Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mo Apr 16, 2018 9:07 am

Raûl hörte stirnrunzelnd zu und schien erfreut von der blumigen Erzählweise. Die Freude aber verschwand, als es um Untote ging. Immer wieder  griff er sich, wahrscheinlich unterbewusst, an die Unterarme und Ellenbogen und rieb darüber. Zu der ganzen Erzählung schwieg er und brütete vor sich hin.

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IT:  Raûl Mazhahk ân Oshead, Mancar'Quar des Reiches, Statthalter von Gutenbucht und Edler Herr
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Do Apr 19, 2018 10:56 pm

Ein wenig grinsend hob Ben den Becher mit dem guten Roten. „Nun, trinken wir auf das Leben, denn das ist etwas was der Untot nie haben wird.“
Mit einem Blick auf Raûl fügt er hinzu „Und auf die Narben, die die Kämpfe hinterlassen.“
Mit Wut und Verachtung in der Stimme schreit Ben schließlich fast: „Sei es der verfluchte Laird von Flowerfield oder die Mumien von Al Bahra, mögen sie brennen und zu Asche vergehen.“
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Antonius
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Do Apr 19, 2018 11:01 pm

Antonius stieg mit voller Stimme in diesen Trinkspruch ein "Sei es der verfluchte Laird von Flowerfield oder die Mumien von Al Bahra, mögen sie brennen und zu Asche vergehen.“
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Fr Apr 20, 2018 6:50 am

Raûl hob seinen Becher und schloss sich im Trinkspruch an, wenn auch in etwas anderem Wortlaut: “Mögen alle Untoten ihren Weg zurück in den Kreislauf finden.“

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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Apr 24, 2018 6:21 pm

Die Nacht war längst weit fortgeschritten. Die Frühlingsluft der Nacht hatte noch das leichte Beißen des Winters. Die Kühle allerdings erreichte nicht die Gesellschaft im Kartenhaus. Öllampen und Kerzen, wie auch die leicht qualmenden Kohlen der Shisha hatten mit der Zeit den Raum so gewärmt, dass kaum jemand mehr als leichte Kleidung trug.
Mit einem Blick auf Raûl wendet sich Ben ihm zu. „Nun mein Freund. Ihr habt offenbar eigene Erfahrungen mit den Untoten. Wollt ihr sie mit uns teilen?“
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Apr 24, 2018 9:50 pm

Raûl war betrunken genug, dass er der Frage nicht auswich. Aber sofort schien er einen ganzen Schlag nüchterner.
"Eine Expedition in den Norden des Reiches, Nahe dem Fleckchen, dass ihr bald eure Heimat nennt, Antonius, Stordan..." er nahm seine silberne Tabaksdose aus seiner Tasche und zündete sich wieder einen Kräuterstengel an, warf dann das Behältnis eher beiläufig auf den kleinen Tisch in die Mitte.
"Münzquell hatte eine Bande Schmuggler und Diebe aus ihrem Lehen aufgespürt und das Ganze jedenfalls als Expedition benannt. Aber schnell stellte sich heraus, dass dort vor Ort noch viel mehr los war als gedacht. Ein Artefakt eines alten Herrschers - für die Untoten von großer Bedeutung wie für uns.
Es ging rund. Die Expeditionsleitung war überfordert. Die militärische Führung hatte keine Ahnung von der Materie und unsere Wissenssucher hatten für zu wenig Ahnung von den Gefahren. Jedenfalls war für zu wenig Rückendeckung gesorgt worden. Wir wurden überrumpelt, zahlenmäßig vier zu eins unterlegen. Die Hecs, welche den Ton angaben, hatte ich auf dem Feld schon zweimal umgeschnitten vorher - sie hat mich erkannt und ausgiebig für die Niederlage... bedankt.
" Selbst im schummrigen Licht der fortgeschrittenen Nacht konnte man sehen, wie Raûls Gesicht an Farbe verlor.
Er nahm einen Schluck von irgendeinem Becher, es war wahrscheinlich Bens, dann fuhr er fort:
"Nachdem sie mit mir... fertig war, wollte sie die ganze Gruppe dem Willen der Knochenkönigin unterwerfen. Ich widersetzte mich, brach sogar aus dem Ritualzirkel aus. Aber ich kam keine zehn Schritt weit. Sie befahl ihrem Loyal, mein Leben zu verschonen und verzichtete auch auf die Assimilation, aber ich sollte dem Rest der Expedition eine Nachricht überbringen. Er brach mir beide Arme, eine Schulter und zertrümmerte mir beide Ellenbogen mit seinem Hammer, bevor er mir spöttisch mein Kopftuch hinhielt und mich großzügig "entließ". So zugerichtet wie ich war hat mich dann fast die eigene Vorhut erschossen, weil sie mich nicht mehr von einem Untoten unterscheiden konnte." er zog wieder an seinem Kräuterstengel und stieß den Rauch durch die Nase aus.
"Der Hauptmann richtete mir die Knochen so gut es ging, aber sehr notdürftig und verarztete mich dann mit einem starken Heiltrank. Es wuchs alles irgendwie zusammen und ich war nach ein paar Stunden für das Feld wieder einsatzbereit, aber fragt nicht wie. An diesem Tag wurde ich noch zweimal fast totgeschlagen und wieder vollständig geheilt und zu guter Letzt dann doch noch einmal von der Hecs einkassiert. Aber zweimal erwischte ich sie auch noch. Beim letzten mal schien es, dass sie keine Quelle mehr hatte, aus der sie schöpfen konnte. Ich hoffe es zwar, aber ich glaube nicht, dass sie vollständig vernichtet ist." er schüttelte den Kopf und lachte.
"Auf dieser Expedition habe ich mehr einstecken müssen wie alle Kämpfe zusammen die ich seit Erreichen der mythodeanischen Küste gefochten habe. Die Ellenbogen habe ich mir noch einmal richten lassen," er schluckte schwer und verzog angewidert das Gesicht "aber ganz schmerzfrei werde ich sie wahrscheinlich den Rest meines Lebens nicht mehr bekommen. Vor allem wenn es kälter wird."
Vorsichtig beugte er beide Arme an, man konnte ein leises Knirschen hören. Raûl quittierte es mit einem Schulterzucken.
"Ich habe bestimmt ein Dutzend Schlachten mit dem verdammten Untot hinter mir. In diesen Dingen habe ich inzwischen viel Erfahrung. Ebenso dem schwarzen Eis. Einige Male mal gegen die Ratio. Ein paar Male gegen die Pestilenz. Die Negatoren um Firin ein paar mal, aber nur aus der Ferne. Und der Herold des Zorns hat mich einmal quer über das Schlachtfeld gejagt, weil ich ihm drei Pfeile gesteckt hatte..." Raûl kicherte fröhlich, diese Episode schien ihm besondere Freude zu bereiten.
"Aber diese Geschichte hat im letzten Sommerfeldzug auch sein Ende genommen. Kor'Zul Et 4. Firin das Jahr davor. Wenn man es genau nimmt, haben wir unbedeutenden Siedler den ganzen Verfemten und Urzweiflern bisher ganz schön auf den Sack gegeben. Wenn wir mal alle an einem Strang in eine Richtung ziehen, kann uns nichts aufhalten!"
Er grinste und brauchte drei Versuche, sich einen Neuen Kräuterstengel aus der Dose zu fischen.

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Antonius
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mi Apr 25, 2018 1:42 am

Antonius Blick, zuvor noch lächelnd, wurde bei der Erzählung immer Finsterer und in sich gekehrter. So hatte doch auch er seine Erfahrungen mit dem untoten Fleisch gemacht, doch bei der Erwähnung von Kor'Zul Et 4 schaute er wieder voller Aufmerksamkeit auf und als Raul geendet hatte Sprach er zu erst leise "Dich hat er über das halbe Schlachtfeld gejagt, mich hat er über das halbe fliegen lassen, im hohen Bogen" dann sprach er lauter "einer meiner Krieger, Urukar, War einer der 9 die ihr Leben opferten um den Körper des Herolds zu zerstören, unvergessen sei sein Name!" rief er laut und hob seinen Becher dabei. "Doch es ist ungewiss, ob auch der wahre Kor'Zul in der Kelriothar dadurch gestorben ist."


Zuletzt von Antonius am Mi Apr 25, 2018 6:21 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mi Apr 25, 2018 6:26 am

Raûl hob seinen (bens) Becher auch, ein Teil des Inhalts schwappte aus und landete sonstwo, was ihn aber nicht interessierte: “Auf Urukar und all die Tapferen, die unser Vorwärtsstreben mit ihrem Leben garantieren!“

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mi Apr 25, 2018 5:59 pm

Ben schnappte sich einen weiteren Becher und stimmte, wenn auch schon etwas undeutlich, in den Trinkspruch ein. „so ham‘ wir aale efaahrungen miit den verdammten Uuntoten gemackt.“
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Ben al Habib

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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Di Mai 15, 2018 11:24 pm

Der Abend ging noch lang und etliche weitere Becher wurden gehoben und geleert. Die ersten Vorboten der Sonne waren bereits wieder am Horizont zu sehen, als Ben sich in das Schlafgemach zurückzog.
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Raûl
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BeitragThema: Re: Die Tränen des Djinn   Mi Mai 16, 2018 2:20 pm

Raûl erwachte am nächsten Morgen desorientiert in den Kissen der Taverne durch die liebevollen Tritte seiner Frau Elaya und kommentierte dies alles mit einem verschlafenen "Oh..."

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