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 Weitfortgebrachtes

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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mo Feb 01, 2016 10:17 pm

Na ... na gut?
Gack fühlte sich ein wenig zurückgewiesen. Zu Hause - seltsam, von diesem Platz so zu denken - hatten die beiden anderen sie immer bei Tisch mitessen lassen. Obwohl "lassen" ein starker Begriff war - Gack hätte sicherlich lautstark protestiert, wenn dem nicht so gewesen wäre. Es war eine Frage der Anerkennung. Sie hatten sie als Menschen ... naja, als gleichwertig vernunftbegabtes Wesen behandelt. Was, zugegebenermaßen, an der Erfahrung liegen mochte. Von dem was sie wusste (auch wenn das nicht viel war) gab es in der Zuflucht recht viele absonderliche Wesen. Hier hingegen hatte sie nur Menschen gesehen. Kein Wunder also, dass Vhenan in ihr nicht mehr als ein seltsames Tier sah.

Andererseits, vielleicht urteilte sie auch vorschnell. Immerhin war diese sogenannte "Stadt" ziemlich rustikal. Gack hatte Zelte gesehen, Schlammgruben, kahle Holzpfähle - es mochte durchaus sein, dass sie hier alle in Gruben vom Boden aßen. Oder doch zumindest unter freiem Himmel auf der Erde.
Kein Tisch zum Essen? Ich gebe zu, das ist mir neu. Also, nicht als Huhn, aber ... du weißt schon.
Sie machte sich daran, alten, ein wenig in den Hintergrund getretenen Instinkten zu folgen. Picken ... Scharren ... Picken ... Packen ... Zerren.
Die Begleitgeräusche kamen von ganz alleine.
Gack ... Gack ... Gack. Gackgack. Gack.
Aber ein wenig Ressentiment blieb dann doch. Sie zog ein besonders prächtiges Exemplar aus dem sandigen Boden und legte es Vhenan vor die Füße.
Gack. Auch was? Du siehst aus, als ob du einen Wurm vertragen könntest.
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mo Feb 01, 2016 11:01 pm

Vhenan seufzte wieder. „Wir essen schon von Tischen... wir sind keine Barbaren, auch wenn die Eminenz das wieder behauptet hat. Chattras behauptet viel.“ Nani schüttelte nur den Kopf. Was verbreitete der hier wieder?
Nur eben nicht immer. Manchmal ist es gemütlicher am Feuer zu sitzen... oder auf einer Wiese im Gras... im warmen Sand am Wasser... das kommt darauf an.", erklärte die Naihlar, während sie das Huhn beobachtete, das gerade einfach nur 'Huhn' war. Ging doch!
Nani sah zu ihrem Kumpanen, der sich in der Grube regte.

Na? Ausgerauscht?“, fragte sie mit einem breiten Grinsen und amüsierte sich königlich. Das war ihr auch schon einmal passiert. Aber noch nie in Gutenbucht. Nicht seit dem Feldzug... ein Vollrausch war für sie zwar gedanklich mehr als willkommen gewesen, aber nie in die Tat umgesetzt worden. Man wusste ja nie wann die kamen. Wäre sie jetzt so wie er da unten, und wäre Gack ein grauer Drachkaod, dann wäre das passiert, wovor sich Vhenan fürchtete. Im Rausch wäre es sicher einfacher zu ertragen, aber dann konnte sich niemand effektiv wehren.

Ähm... nein... das ist...“ Nani sah auf den Wurm hinab. War das ihr Ernst? „Das ist durchaus sehr zuvorkommend... aber... nein, danke. Ich esse keine Würmer.
Dabei wären sie ihr in Kelriothar viel lieber gewesen. Augenblicklich wurde sie ein wenig unruhig und lief kleine Schritte neben dem Huhn auf und ab. „Mehr für dich.
Vhenan kramte derweil an dem Postsack herum, um herauszufinden wem Chattras alles geschrieben hatte.
Du hast meine Frage nicht beantwortet. Bleibst du? Oder schicken wir dich wieder zurück... nur wenn es geht ohne dieses ganze Chaos.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mi Feb 03, 2016 12:01 am

Glück ist eine warme Stange unterm Hintern, meinte Gack philosophisch, während sie weiterpickte. Ich wollte euch nicht beleidigen - tut mir leid. Ich habe Menschen nur immer an Tischen essen sehen - wusste nicht, dass es auch anders geht. Sie pickte sich ein wenig die Federn zurecht und legte den Kopf schräg.
Animaten - das sind diese umhergehenden Kadaver. Habe nur einen kennengelernt, der sang ziemlich schräg. Aber es muss eine Menge davon geben, sagte das Huhn aus heiterem Himmel. Gacks Gedankensprünge waren manchmal recht willkürlich.


Inzwischen hatte sich der Naihlar namens Cohjons in seiner Grube ein wenig berappelt. Er war am Abend am Feuer gewesen ... sie hatten noch gesungen ... er war dann dem Nordstern gefolgt (oder etwas, das er für den Nordstern gehalten hatte) .. und jetzt war er ... wo?
Das sprechende Huhn war vermutlich Einbildung gewesen. Aber jemand hatte gesprochen - er konnte nicht genau erkennen, wer. Vermutlich einer der Ureinwohner. Cohjons glitt ganz automatisch in seinen üblichen Modus.
Ay! Habbet kein Furcht. Ist sich gutt! Wollt Ihr, gutt Frau, vielleicht Glückszeichen? Habb ich noch was, billiger Preis.
Dann sah er etwas genauer hin. Ups.
Oh. Äh. Atata, Vhenan.
Wenn man seinen Lebensunterhalt mit kleinen Betrügereien und der Selbsterniedrigung aufbesserte, war es nicht sehr aufmunternd, dabei erwischt zu werden. Cohjons zog sich beschämt an den Rand der Grube zurück.


Im Postsack waren genau drei Briefe, umschlagen mit Kuverts aus seltsam gelblich-bleichem Papier. Auf ihnen war das Siegel der O Kosh eingebrannt - ein silberner Baum, halb verdorrt, halb voller Blätter, auf schwarzem Grund. Um das Siegel schlang sich Chattras' persönliches (auch wenn Vhenan das nicht wissen konnte) Motto. Es lautete "NOLI ILLEGITIMI TE CARBORUNDUM". (Der Magier hatte einen etwas seltsamen Sinn für Humor.)
Jeder Brief war darüber hinaus mit Namen beschriftet - VHENAN, RAÛL und MALLO.

Gack hatte indes über Vhenans letzte Frage nachgedacht. Zurück ist ... nicht so ohne weiteres möglich. Ich habe Chattras gesagt, dass ich einen Weg finden würde - Gack sah ein wenig unsicher drein - hab da den Schnabel vielleicht zu voll genommen. Aber naja. Er hat so eine Art ... das fordert heraus. Sie sah zu Vhenan auf. Das mit dem Chaos wird hoffentlich nicht ein zweites Mal passieren, aber um das Rückkopplungsritual allein durchführen zu können, brauche ich etwas Vorbereitung. Lieber wäre es mir, eins von euren Systemen zu nutzen. Habt ihr was zur Raumkompression? Oder etwas, das fliegt? Möglichst leicht zu bedienen und mit ausreichender Reichweite.
Gack musste zugeben, dass die Idee etwas naiv war. Aber Vhenan hatte stolz verkündet, dass sie hier keine ungebildeten Barbaren waren ...


Zuletzt von Oshead Erzähler am Mi Feb 03, 2016 8:46 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Vhenan
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mi Feb 03, 2016 12:35 am

Ach die Zombies. Sag das doch.“, beschwerte Nani sich und tat plötzlich so als wüsste sie wovon Gack sprach. Die waren ihr durchaus unheimlich, sie wollte nie wieder einem zusammengenähten Fleischklumpen begegnen. Das Untote Fleisch in Kelriothar war nicht minder unheimlich gewesen wie jeder graue Kan. Wie man freiwillig mit Körperteilen arbeiten konnte war ihr schleierhaft. Aber jedem das Seine, vielleicht war es in diesen fernen Landen ja tatsächlich nützlich. Und wenn nicht... dann würde sie es auch nicht ändern.

Während Gack pickte, wandte Nenani ihre Aufmerksamkeit dem besoffenen Großmaul zu. Geschah ihm recht da unten. „Atata, Kowa!“, grüßte sie zurück und amüsierte sich lachend über seinen Fehltritt. „Für nen Sonderpreis verrat ich das hier keinem.“, konterte sie und grinste breit.
Aber vermutlich hatte Cohjons nichts in seinem Kupferbeutel außer Würfel und Schuldscheine. Und Glückszeichen.

Die Naihlar konzentrierte sich wieder auf Gack.
Ooohja, Chattras muss man immer Wind entgegen wedeln. Der nimmt den Mund auch immer zu voll. Mach dir nichts drauß, das hätt ich auch gemacht.“, gab sie freimütig zu. Wenn sich schon ein Verbündeter hier herumtrieb, dann musste man das nutzen.
Dann jedoch war ihr vorübergehender Verbündeter wieder einmal klüger. Ein beschissenes Huhn war klüger als SIE! Es war nicht zu fassen und ärgerte Vhenan ein wenig, aber... was sollte sie tun. Sie hatte und hätte diese Bücher nie gelesen.

Ähm...“ Wieder war es an Vhenan nur blöd zu glotzen. „Wir krümmen hier nichts... und fliegen... naja... ich kann dich werfen.“, kam es über ihre Lippen, bevor sie über den eigenen Witz lachte. Obwohl das tatsächlich die einzige Möglichkeit zum Fliegen war. „Luftschiffe haben wir nicht. Und du kommst nur mit bestimmten Personen von der Insel. Mit einem Schiff... tja... felszlach! Du sitzt fest, wenn du kein Ass im Flügel hast!

Dann sah sie sich die Briefe an. Die Namen konnte sie lesen. „Ein Baum?“ Vhenan überlegte, ob sie dieses Symbol bei Chattras schon gesehen hatte. Sie konnte sich nicht erinnern. Aber es war unwahrscheinlich. „Ein Naevi mit einem Baum. Wenn das die Galmaren wüssten.“, faselte sie vor sich hin, grinste und hielt die Briefe in einer Hand fest. Die alte Schrift ignorierte sie, das verstand sie ohnehin nicht.

Gut. Hast du genug gepickt?“ Ein Huhn konnte doch bestimmt nicht so viel essen. „Ich liefer jetzt die Briefe aus. Du kannst mitkommen. Aber ich würd aufpassen... jeder hier würde sicher viel für ein Brathuhn geben. Du lebst gefährlich. Kannst du Eier legen? Ich weiß ja nicht was die mit dir gemacht haben. Einen Hahn könnte ich dir aber besorgen, irgendwo gibt es einen.
Irgendwo. Nani verlief sich mittlerweile genauso oft wie Raul. Seit die Stadt wuchs wurde die Orientierung schwieriger.
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mi Feb 03, 2016 3:23 pm

Der Kowa namens Cohjons sagte nichts mehr. Er machte nur eine bekanntes, wenig glückbringende Geste, welche im Chollodan keine eindeutige Übersetzung hat. Dann trat er hinter einen Schutthügel und wurde das aufgestaute Bier des gestrigen Abends wieder los.
Verdammte, arrogante Oshead-Glückspilze und ihre surreale Herrschaft.


Gack, die angenehm überrascht war, dass Vhenan den Begriff "Raumkompression" tatsächlich verstand, fuhr nachdenklich fort. Dumm, dumm, dumm. Natürlich ist der Hebel noch da, irgendwo. Sie blickte auf, an den wieder strahlend blauen Wüstenhimmel.
Wenn ich rankäme, könnte ich den Vorgang revidieren. Naja, es zumindest versuchen.
Mit den Krallen zeichnete sie vorsichtig Kreise und Linien in den Sand. Eigentlich bin ich ja nie gereist .... nur der Raum hat sich verschoben. Die Spannung ist unter dem Winkel, aber wenn ich hier die Achse drehe ...
Gack wandte sich wieder an Vhenan: Wo ist denn eure Bibliothek? Und das Paraphernalion? Vielleicht kann ich mit euren Artefakten was anfangen. Oder eure Magier gehen mir zur Hand. Wie viele habt ihr denn?

Als die aber eine sehr hässliche Andeutung machte, rümpfte Gack indigniert den Schnabel. Wie bitte? Natürlich kann ich legen. Wofür hältst du mich? Und wenn so eine Kahlhaut mich anfassen will, dann reisse ich ihr die Kehle entzwei, sagte das Huhn in einer gewissen Verkennung der Machtverhältnisse. Dabei wetzte sie siegessicher ihren Schnabel an einem Kiesel.
Aber klar, ich komm mit. Muss mir diese Stadt ja mal ansehen. Allein, um zu entscheiden, wo ich den Kreis zeichnen lasse. Äh ... Hahn? Gack war ein wenig verblüfft, wie man hier offenbar mit Prostitution umging. Ähm ... vielleicht später. Wenn er nett ist. Und was zu sagen hat.
Gacks Erfahrungen mit Hähnen waren nach der Transformation einfach nicht dieselben. Es war, als würde man mit einem Tier verkehren.
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mi Feb 03, 2016 7:11 pm

Bibliothek?“ Vhenan konnte nicht anders, sie lachte laut. "Da bist du hier am falschen Ort. Jedenfalls wenn du die mit der aus der Zuflucht vergleichst... zwei, drei Bücher haben wir schon... und was den Rest betrifft... da weiß ich nicht einmal was das ist. Magier haben wir auch nicht. Nur einen Alchemisten... ich weiß nicht, ob der dir helfen kann... hmm... was genau hat Chattras dir denn hier versprochen? Der weiß doch genau, dass wir damit nichts am Hut haben.
Genau den rückte sich Vhenan auch gerade zurecht, bevor sie loslief, um den Postboten zu spielen. Das war zwar eigentlich nicht ihre Aufgabe, aber sie hatte eh nichts besseres zu tun.

Die Naihlar war nun ihrerseits überrascht, dass Gack sich persönlich angegriffen fühlte.
Ich halte dich für ein zusammengesetztes Huhn, das es nicht geben sollte. Ein Huhn kann normalerweise auch nicht sprechen. Und tön mal nicht so rum. Deine Stummel da schützen dich nicht vor einem Beil. Und dein Schnabel auch nicht. Aber es ist deine Entscheidung. Wenn du im Topf landest... felszlach. Ich hab dich gewarnt.

Und auch an den Hahn verhökert, aber scheinbar legte Gack da nicht so viel Wert drauf.
Gut, dann komm.
Vhenan lief los, suchte und fand die Adressaten. Die Briefe wurden Mallo und Raûl übergeben.

...

Ja und den Hafenbereich mit den Baugruben kennst du ja schon.“, meinte Vhenan einige Zeit später abschließend, nachdem sie Gack ein paar Dinge gezeigt hatte, die auf dem Weg lagen. „Wenn du wieder Hunger bekommst, kannst du da wieder hinspazieren... und jetzt... werde ich lesen.
Das dauerte ja immer noch länger, als es ihr passte, aber die Kleine machte weitere Fortschritte. Solange keine übermäßig langen Worte in Sätzen versteckt waren, schlug sie sich ziemlich gut.

Nani setzte sich an den allgemeinen Versammlungsort, an dem man immer irgendjemanden traf, mit dem man sich unterhalten konnte und öffnete den Brief seiner Eminenz...
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mi Feb 03, 2016 7:20 pm

Gack grummelte ein wenig vor sich hin. Vielleicht hatte der Magier doch Recht gehabt - das Volk hier war ziemlich primitiv. Und unhöflich. Nun ja, zumindest manchmal.
Gack überlegte, ob sie noch mit ein paar anderen Stadtbewohnern sprechen sollte, aber nachdem, was sie gesehen und Vhenan gesagt hatte, waren die wohl nur eine Schnabelweite davon entfernt, sie in den Kochtopf zu stecken. Und ob die paar Tricks, die sie mitgenommen hatte, sie dann retten würden, war mehr als unklar. Vielleicht später dieser Alchemist ...

So begnügte Gack sich mit einem warmen Sandbad. Ab und zu gackte sie hinüber zu Vhenan und warf ihr einen Blick über die Schulter.
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Mi Feb 03, 2016 10:53 pm

Der Brief des Magiers ist auf dasselbe, bleichgelbe Papier geschrieben, in das er auch eingepackt war. Die Buchstaben wirken wie gemalt - so, als ob eine Maschine und nicht eine menschliche Hand sie gemacht hätte. Zudem erscheinen sie seltsam schmucklos - nur gerade Linien, kein einziger Schnörkel. Lediglich die Unterschrift ist von Hand ... von einer lebenden Hand, heißt das.

Cháire, Vhenan

(Es heißt "Sei gegrüßt". Oder, in diesem Fall "Auch ich beherrsche seltsame, halbtote Sprachen". Nimm daraus, was Dir gefällt.)

Es ist nicht unerfreulich, zu lesen, dass es Dir besser geht. Es wäre zweifelsohne ein dunkler Tag für Oshead, wenn sich die Trägerin von so viel von dessen Seele dauerhaft unterkriegen lassen würde. Obgleich ich natürlich nicht von der Hand weisen kann, dass Du wieder/noch immer unter dem Einfluss wahrnehmungsalterierender Substanzen stehst. Andererseits - würde es wirklich einen Unterschied bewirken?
Unabhängig von diesen Spekulationen scheint mir aber doch, dass Du die Ereignisse des vergangenen Jahres allmählich zu ertragen lernst. Ich hatte nicht daran gezweifelt - es gibt bei Dir und Deinem Volk zweifelsohne eine Stärke, welche über simple Selbstbetäubung hinausgeht. Auch, wenn sie häufig in die falsche Richtung gelenkt wird. Darum bin ich auch sicher, dass Deine Kommunikation mit dem Hofe letztlich von Erfolg gekrönt sein wird. Immerhin ist der Archon ein vernünftiger Mann, der auch in sehr schlammigen Bächen noch Gold zu finden imstande ist - metaphorisch gesprochen. Siehe auch "Rotte".

Dennoch wäre ich natürlich erfreut, Deinen diesbezüglichen Enthusiasmus mit einigen hilfreichen Hinweisen zu verfeinern. Immerhin werden nicht alle kultivierten Gegenüber so nachsichtig sein wie Karl Weber. Oder die Hohepriesterin der Elfen von Tragant, was das angeht. Jene Strukturen mögen euch willkürlich und unangenehm erscheinen, aber sie haben ihren Zweck. Nicht nur schaffen sie eine Möglichkeit, schnell Gemeinsamkeiten unter so verschiedenen Partnern zu schaffen, sie dienen auch als Auswahlprüfung. Wer nicht die nötige Selbstdisziplin besitzt, sich dem zunächst unvertrauten Hofprotokoll zu unterwerfen, der ist wohl kaum verlässlich genug, dass man ihn im Schlachtfeld hinter sich wissen will. Und schlussendlich ist es auch weit weniger komplex und diffizil, als es zunächst erscheinen mag. Der Kern von Höflichkeit und guten Manieren ist schließlich nichts anderes als die Fähigkeit, jeden beliebigen Anderen mit dem gleichen Höchstmaß an Freundlichkeit und Zuvorkommenheit zu bedenken, unabhängig davon, was man tatsächlich von ihm halten mag. Ein Zeichen wahrer Größe, will mir scheinen. Und nur allzu oft ist das "ehrliche Aussprechen, was man denkt" nur eine billige Maske, um seine Herablassung und seine Selbstgerechtigkeit zu maskieren.
So gebe ich Dir den Rat, im Umgang mit den zivilisierten Völkern jeden stets so zu behandeln, als würdest du ihn ehrlich schätzen. Und Deine eigene Meinung aufzusparen, bis Du ihrer ganz sicher bist. Es mag weise sein, stets die eigene Fehlbarkeit zu bedenken.

Da Du geruhst, meine bescheidenen Erfolge in Zweifel zu ziehen, wirst Du mir wohl verzeihen, wenn auch ich die Größe eurer Leistungen erst nach genauerer Examination würdigen werde. Immerhin erscheint es mir noch rätselhaft, aus welcher Quelle eure Wüstenstadt ihre Versorgung nimmt - wer zahlt für die Schiffe, die Hütten, die Schiffsladungen Nahrung, welche ja eintreffen müssen, bis die ersten Felder bestellt sind? (Untote Arbeitskräfte wären hier natürlich von Vorteil, aber, nun ja.) Und auch vermag ich nicht recht zu glauben, dass aus einem Küstendorf mit "sehr vielen Hütten", weitab von Wäldern und Segeltuchmachern, sehr bald eine Flotte entspringen wird. Aber ich kann mich natürlich auch irren.

Raûl ist zweifelsohne sehr von seinem Erfolg überzeugt - er bat mich, der Gilde ein Bündnisangebot zu unterbreiten. Wie es der Zufall will, erwägt der Hohe Rat dieser Tage eine diplomatische Expansion in Richtung Mithraspera, so dass es durchaus sein kann, dass ich eure Siedlung eines Tages in offizieller Funktion besuchen werde. Dann mag es möglich sein, meine anderen Behauptungen mit Tatsachen zu untermauern. Aber ich bin natürlich an Unglauben durch Unwissende gewöhnt.

Wenn Du diese Zeilen in Händen hältst, dann wird mein Versuch, den Kommunikationaustauschprozess signifikant zu beschleunigen, von Erfolg gekrönt sein. Ich hoffe sehr, dass der Pilot die Passage ohne Blessuren überstanden hat. Wenn dies der Fall ist - und mehr noch wenn nicht - lege ich dir das Wohl des sprechenden, intelligenten Huhns namens Gack an das Herz. Sie ist zweifelsohne eine absonderliche Kreatur, aber sicherlich nicht das seltsamste Geschöpf, dessen wir jemals ansichtig wurden. Und - auch wenn es ihr nicht so bewusst sein mag - sie ist wahrscheinlich die einzige ihrer Art, allein unter fremden Wesen. Die Versuche ihres Schöpfers mögen eines Tages andere, vernunftbegabte Galloide erzeugen, aber bis es soweit ist, braucht sie alle Hilfe, die sie kriegen kann. Da ich mich ihrer Dienste bedient habe, fühle ich mich auch ein Stück weit verantwortlich für ihr Wohlbefinden.
Sie kann euch auch durchaus nützlich sein. Bereits dadurch, dass sie einige Wochen in den Bibliotheken der Zuflucht verbracht hat ist sie vermutlich die größte Kapazität auf dem Gebiet der Magietheorie in Takbal in Shaekara. Außer ihr habt unerwarteterweise einen Gelehrten (zusätzlich zu Heribas, der sicherlich recht belesen ist, aber auf anderen Gebieten) in eure Stadt holen können.
Zudem mag sie Dir bei deiner Orthographie helfen. Ähnlich wie die Regeln der Höflichkeit existieren die Regeln der richtigen Schreibweise aus bestimmten Gründen und deine phonetisch formulierten Begriffe werden bei Hofe wohl eher belächelt als beachtet werden. Sollte dir der Sinn danach stehen, jene Leute zu verblüffen, zögere nicht, dich Gacks Dienste zu versichern.
Irgendwann wird sie wohl zurückkehren wollen. Ich habe großes Vertrauen in ihre Fähigkeiten, würde es aber bevorzugen, wenn sie einen sicheren, langwierigen Weg statt eines kurzen, gefährlichen wählt. Was auch immer sie glauben mag, sie ist kein Magier. Und die Zuflucht ist gut gesichert - sollte sie Fehler machen, wird es ihr Schaden sein, nicht unserer.

Was meine Person angeht - es wird dich vielleicht freuen und/oder verunsichern zu hören, dass ich jüngstens eine sehr alkohollastige Feier unserer Gilde besuchte, zu der auch die Bracar Keltoi geladen haben. Bei dem Wettbewerb um das beste Spottgedicht auf meine Meisterin wurde ich Sieger, habe mir allerdings den Zorn des Kommandanten eines anderen verbündeten Volkes zugezogen. Ich glaube, er hat diesen Brauch nicht recht verstanden. Seine Ankündigungen, mich von seinen Männern verdreschen zu lassen, wurden allerdings wohl durch den beinahe-Ausbruch einer Blutfehde mit den Bracar unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt war ich leider schon auf dem Heimweg, doch sollte dich Nachricht ereilen, dass die Bracar Krieg gegen die Zuflucht erklärt haben, weißt du, dass unsere exzellenten Diplomaten in dieser Sache gescheitert sind. In diesem Fall werde ich vielleicht nicht mehr so viel Zeit für weitere, erfolgreiche Brieftransporte aufwenden können.

Bis zu diesem Zeitpunkt hoffe ich aber, noch häufiger von Dir zu lesen, Tochter des Joriel aus dem Haus Lorashosha, Schülerin des Regir, Meisterin von Rum und Glücksspiel sowie zweifelsohne Gomba extraordinaire.

Chattras
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Do Feb 04, 2016 12:08 am

Während Vhenan die seltsamen Zeilen las (dieses Schriftbild hatte keinerlei Charakter oder eigenen Stil, es war eine Schande), ignorierte sie das gackernde Huhn neben oder hinter sich mit gelassener Perfektion. Was sie las, war überraschend... nett. Sie konnte es kaum fassen und trug einen seltsam unentschlossenen Ausdruck im Gesicht. Trägerin von so viel von dessen Seele. Das war ja beinahe rührend. Sie hatte gar nicht gewusst, dass Chattras es so sah. Es erfüllte die Kleine mit einem plötzlichen Stolz und sie lächelte. „Anmei, Jaspa.“, murmelte sie leise und ließ dieses Lob und auch die eigene Standfestigkeit in ihr Herz sickern. Das machte Chattras gleich viel umgänglicher. Vielleicht war er genau wie sie und konnte solche netten Dinge nicht persönlich sagen. Ging ihr auch so. Aber sollte sie das gut finden? Oder eher schlecht? Ein kleiner Teil von ihr war durchaus beleidigt, dass kein einziger richtig grober Seitenhieb per Buchstabe erschien, ein anderer Teil (und das würde sie niemals offiziell zugeben) war froh, dass Chattras ihr einen Rat im Umgang mit dem Hof zukommen ließ. Er ahnte was sie tun würde, wenn sie auf die Rosen traf... und er hatte leider vollkommen Recht. Es würde einer Chattrastrophe gleichen! Sie hatte keine Ahnung wie sie sich dort benehmen sollte, kochte immer noch auf eine Weise über dieses... überzogen höfliche Geschwafel, das ihr Scriptoria geschickt hatte. Mit einigem Abstand war es selbst für Vhenan einsehbar, dass sie nur höflich hatte sein wollen. Wenn Nani ihre Wut vergaß, dann wirkte auch Genefes Brief... nett. Aber die Naihlar konnte und wollte ihre Wut über dieses Detail nicht vergessen!
Und jetzt kam seine Eminenz daher und erklärte Vhenan die Regeln des Hofes. Diese hatte Nani nie verstanden und tatsächlich auch nicht verstehen wollen. Aber jetzt... war sie gezwungen sich irgendwie mit den piekfeinen Rosen zu arrangieren. Schöner Mist. Aber nur so könnte sie das alles vielleicht besser ertragen... es war ein Anfang. Auch der beigelegte Streit mit Neome... es tat gut wieder normal reden zu können. Weniger wütend zu sein.

Nehmt ihr dahinten auch sowas wie Rindenwurz?“, fragte sie Gack zweifeln. „Das klingt gar nicht nach Chattras... er ist viel zu nett.“, meinte sie und las weiter. Hin und wieder gab sie ein nachdenkliches „Hmm...“ von sich. Selbstdisziplin. So hatte sie das noch nie gesehen. Es waren bescheuerte Regeln, einfach etwas, gegen das man rebellieren musste.
In Verbindung mit Neomes Worten... vielleicht war ein wenig Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung nicht verkehrt. Aber Nani beherrschte sich ungern... sie fühlte und dachte nicht. Und wenn sie nur fühlte.... ja, dann ging es so aus, wie es immer ausging...
Drecksmist...“, beschwerte sie sich leidend und sah zu Gack hinüber. „Ein Schwein in meinem Rücken ist mir lieber als ein Griffelspitzer.“ Wobei sie der Rotte auch zugestehen musste, dass sie sich anpasste. Verdammt, sogar die Rotte konnte staksen! Das allein hatte der Tanz oder das Üben bewiesen... Vhenan hätte nicht mit Smieh getanzt, wenn die Rotte sich nicht... dieser Selbstdisziplin unterworfen hätte.
Das kann doch nicht sein.“, murmelte sie während des Erkenntnisprozesses und seufzte. Darauf brauchte sie erst einmal einen Schluck Rum. Sie griff nach ihrer Flasche und trank. Ja, sie stand tatsächlich unter Rumeinfluss. Aber nicht mehr oder weniger als sonst auch.
Wieso sind ehrliche Worte eine Maske.“ Das verstand sie ganz offensichtlich nicht. Auch bei längerem Denken nicht. Deswegen sprang sie weiter und fand sich nun doch endlich angemessenem Spott ausgesetzt.

Raûl hat was?“ Das war ihr neu! Nani setzte sich etwas gerader hin und las den Absatz noch einmal. „In offizieller Mission.... hm.“ Es war nicht ungewöhnlich, dass Raûl Entscheidungen allein traf, aber so? Wusste Neome davon? Bestimmt. Sie zweifelte nicht an dem Mahzhak. Er konnte das nur entscheiden, wenn sie davon wusste... und wenn Neome das abgesegnet hatte...
Hat der grade Siedlung gesagt?!“, platzte es eine Gedankensprung später aus ihr heraus. „Tschad aî, Eminenz!“, maulte sie und schüttelte den Kopf.

Sie las und las und las und es dauerte Ewigkeiten, bis sie die komische angegelbten Briefe sinken ließ. Sie fühlten sich seltsam an, nicht wie normales Papier.
Das Spottgedicht will ich hören.", meinte sie und grinste. Ja, das gefiel ihr und sie glaubte Chattras sogar, dass er den ersten Platz errungen hatte. Das konnte er. Diese Kunst, denn ja es war eine, beherrschte er sicher. Interessant. Das würde sie sich für ihre Antwort aufsparen. Aber dass er deswegen gleich eine aufs Maul bekam? In einem Wettbewerb?

Er hat ja nur mit seinem Namen unterschrieben... wie langweilig.“ Das war ungewöhnlich. Es erinnerte sie an Scriptoria. Die hatte das auch getan... war es dann tatsächlich doch privat? Vhenan durchblickte diese Strukturen noch nicht ganz.
Dann kann ich ja gar keinen Trinken.“, beschwerte sie sich dann doch und lachte leise. „Wie schön...“ Sie ließ den Brief ein wenig in ihre Gedanken sickern und musterte das Huhn dann eindringlich. Chattras wurde ja richtig fürsorglich und er ahnte, dass Nani nicht so weit gedacht hatte. Das einziger seiner Art.
Du kannst mir Schreiben beibringen?“, fragte sie überrascht. „Also ich meine ich kann schreiben... auch schon recht gut... nur diese neue Sprache hier ist schwierig...“, räumte sie ein. Ein Huhn. Ein verdammtes Huhn!

Ein intelligentes Huhn, das einzige seiner Art.... jajaja. Nani brachte sich wieder zur Räson und musterte Gack ein weiteres Mal. Wenn sich Chattras so um sie sorgte... verdammt, da fühlte sich sogar Vhenan irgendwie verpflichtet. Besonders weil das Huhn nicht explodiert war. Würde es hier in einer Suppe landen, wäre es bedauerlich.
Chattras sagt wir sollen auf dich aufpassen. Und dich irgendwann sicher nach Hause schicken... bis dahin... verspreche ich dir, dass du zumindest unter meinem Schutz stehst.“ Das war sie dem Magier vielleicht sogar schuldig... aber wenn nicht ihm, dann der Einzigartigkeit dieses Wesens.
"Also wenn dir jemand den Hals umdrehen will... kann ich mehr tun als du. Sieh es ein."
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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Do Feb 04, 2016 8:46 pm

Gack war tief in Gedanken.
Obwohl sie ab und zu zu Vhenan hinübergackte und ein wenig in den Brief linste, war sie doch im Kopf nicht annähernd bei der Sache. Es war auch zu vergackt. Sie saß hier fest - in diesem Wüstennest! - und der einzige Weg zurück war das gefährliche, ungetestete Herumpfuschen an einem eigentlich vollständig durchgeführten magischen Ritual. Noch dazu ohne Bücher! Vhenan hatte es deutlich gemacht - keine Bibliothek, keine Magier, kein Wissen. Gacks begrenzte Erfahrung mit der Welt der Federlosen machte sich einmal mehr unangenehm bemerkbar. Was für eine Gesellschaft baute eine Stadt ohne Bibliothek?

Hinzu kam, dass Vhenan einfach nicht so hilfreich war wie Chattras und Sevastopan. Mit den beiden hatte sie Idee austauschen, Gespräche führen und Denksport treiben können. Aber immer, wenn sie hier laut nachdachte, glotzte Vhenan einfach nur und sprach dann von etwas anderem.
Das stellte unangenehme Konsequenzen in Aussicht. Falls Gack nicht imstande war, den Rücktransfer einzuleiten ... oder wenn sie den Versuch nicht wagte ... was blieb übrig? Wochen auf See und über Land, mit potentiell lebensgefährlichen, fremden Begleitern? Vielleicht konnte sie sich an jemand anderen wenden, außerhalb der Stadt. Der ganze Kontinent konnte doch nicht nur aus solchen Nestern bestehen?

Gack öffnete träge ein Auge, als sie merkte, dass Vhenan ihr etwas zugerufen hatte. Rindenwurz? Was? Was soll das sein? So eine Art Droge? Ich glaube nicht, dass er was nimmt. Von den Orgien hat er sich immer ferngehalten.
Dann konzentrierte sie sich wieder auf ihre Kreise. Es blieb unleugbar: Sie konnte so nicht zurück. Sie musste erst mehr lernen oder mehr herausfinden. Das bedeutete, dass sie sich hier nestlich einrichten musste ... oder die Stadt verlassen, auf der Suche nach erfahreneren Magiern. Wahrscheinlich beides. Oder, leider noch wahrscheinlicher, das, was ihr am Ende übrig blieb. Vermutlich würde sie kaum eine Wahl haben.

Als Vhenan langsam (so furchtbar langsam) fertig wurde, machte sich Gack auf die Flügel und wackelte wieder zu ihr hinüber.
Gak, schreiben? Schreiben kann ich nicht ... nicht gut, zumindest. Sie wackelte mit den Flügeln, um ihren Punkt zu verdeutlichen. Aber lesen kann ich. Hab nichts anderes gemacht, in den ersten Tagen. bestimmt schneller als du.
Äh, gack. Also, ich meine, nicht, dass du langsam wärst.
Vhenan zu beobachten, wie ihr Finger unendlich langsam über die Zeilen glitt, das hatte das Huhn nicht lange ausgehalten.
Aber ich kann dir bestimmt helfen. Kenne mich auch etwas mehr mit der Sprache der Zuflucht aus, denke ich. Und äh ... Gack scharrte verschämt mit den Hühnerfüßen ... Schutz ist willkommen. Sehr. Danke. Ich glaube, ich werde noch eine Weile hier bleiben. Äh .. sag mal .. gibt es hier vielleicht noch andere Orte? Welche mit mehr Bibliotheken vielleicht? Leicht zu Huhn zu erreichen?
Sie blickte hoffnungsvoll in Richtung Mensch.
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Oshead Erzähler

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BeitragThema: Re: Weitfortgebrachtes   Do Feb 04, 2016 9:37 pm

Vhenan aber hob das Huhn vom Boden auf. Sie sah ihr in die Augen, der Blick warm und freundlich. "Sicher", sagte sie mit seltsam freundlicher Stimme. "Noch heute werden wir dorthin aufbrechen."

Und sie nahm das Huhn unter den Arm. Gemeinsam brachen sie auf, dem Nordstern entgegen. Doch dies ist eine andere Geschichte.

ENDE
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